Wenn ich jetzt nicht in meiner Situation wäre und dich lesen würde, dann wäre ich exakt deiner Meinung.
Es ist nur eben anders.
Wenn ich IHM erzählen würde, welche Meinungen hier von außen unsere Situation so oder so bewerten, er würde ausflippen. Denn er ist ja derjenige, der mir immer sagt, dass er längst getrennt ist. Dass seit mehr als 10 Jahren diese Ehe nur noch auf dem Papier existiert und er keinen Ausweg wusste.... naja... das hätte ich sicher anders gemacht.
Egal. Ich sehe wirklich keine Affaire.
Auch wenn das hier viele den Kopf schütteln lässt, so war er doch an Weihnachten mit mir und meinen Kindern bei meinen Eltern. Wir haben auch Silvester mit meinen Eltern verbracht und morgen sind wir wieder da.
Ich gebe sehr gerne zu, dass ich ganz und gar nicht begeistert bin, dass es auf seiner Seite so unaufgeräumt aussieht.
Während er von meiner Familie gerne gesehen ist, will sein Sohn sicher nichts von mir wissen, denn er muss seiner konfusen Mutter beistehen. Während meine Eltern ihn mit offenen Armen empfangen, so bin ich bei seiner Mutter erstmal nur die Frau nach der Mutter ihres Enkels. (Denn sie begriff schon lange nicht mehr, weshalb er mit dieser Frau zusammen bleibt)
Es ist alles im Grunde ganz egal.
Eine Affaire bin ich aber ganz sicher nicht. Sicher aber bin ich nicht das, was ich mir von Herzen wünsche.
Und da scheiden sich jetzt unsere beiden Geister.
Denn er meint, wir sind sehr wohl ein Paar und es gäbe keine andere Frau neben mir.
Ich meine aber, ich bin die, die wartet, bis endlich alles sauber ist.
Deshalb kann ich dich verstehen. Vielleicht sind wir Frauen einfach klarer und können besser abschließen.
Männer können nicht alleine sein, habe ich mal gelesen. Das bestätigt sich in meinem Fall. Ich bin die, die ihn auffängt, hält.. damit er seine Frau und die alte, nicht zufrieden stellende Situation verlassen kann.
So ist es einfach. Wo ist denn alles ideal? Mal sehen, vielleicht wird alles anders als gedacht. Wer weiß das schon?
Antworten
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27.01.2018, 19:57Inaktiver User
AW: Unter einem Dach.... es geht doch.
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27.01.2018, 20:31Inaktiver User
AW: Unter einem Dach.... es geht doch.
Eben haben wir telefoniert, ich musste wieder den Hörer vom Ohr in die entgegengesetzte Richtung halten, damit ich den ganzen Lärm nicht hören muss. Lärm von nicht und wegen nichts.
Ich bin bereit, meinen Eltern morgen zu sagen, dass es aus ist.
So ein Nonsens.
Wieso habe ich das eigentlich nicht auf dem Schirm gehabt, dass ein Mann, der ganze zwei Jahre braucht, um halbwegs holprig durchsickern zu lassen, ..... schlimm und eigentlich sehr schade.
Unsere gemeinsamen Kollegen haben es so langsam im Verlauf des letzten Jahres und sicher im letzten halben Jahr mitbekommen, dass wir mehr als nur gut befreundet sind. Dennoch war es niemals das, was ich mir als Frau gewünscht hätte. Einen Mann, der klar und eindeutig zu mir steht und keine Heimlichkeiten braucht.
Es ist schon seltsam, dass ich genau jetzt keine Lust mehr habe. Nein, ich habe sie schon länger nicht mehr, aber jetzt ist mir die ganze Chose beinahe gleichgültig.
Ich habe mich wieder mal abgearbeitet und aufgewühlt für etwas, dass ich jetzt, letzten Endes gar nicht will.
Nämlich einen Mann, der kein Mann ist, so wie ich ihn verstehe: der zu mir steht, der um mich wirbt, um mich dann irgendwann ganz zu haben.
Mist.
Eigentlich habe ich mein ganzes Leben das Heft in die Hand genommen, weil es kein anderer tat. Als ich klein war, meine Eltern nicht und später keiner der Männer, die ich gut fand oder die ich wählte.
Ich komme jetzt an einen ganz neuen Punkt:
Warum habe ich gewählt, was ich wählte. Warum fand ich gut, was ich gut fand?
Was waren meine Kriterien und weshalb habe ich gewisse Männer ausgeschlossen?
Ich habe mir wohl selbst nicht über den Weg getraut.
Das will ich mir genauer ansehen und dazu finde ich ein neues Thema.
(ich weiß, was einige jetzt erstmal denken
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28.01.2018, 07:12
AW: Unter einem Dach.... es geht doch.
Diese Kehrtwende innerhalb von 34 (!) Minuten?
Meine Güte........
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28.01.2018, 07:20
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28.01.2018, 07:52Inaktiver User
AW: Unter einem Dach.... es geht doch.
Zweimal drei Monate? Das ist in deinem Fall doch so gut wie nichts. Und auch ein Klinikaufenthalt von ein paar Wochen macht das Kraut nicht fett. Das kratzt immer nur an der Oberfläche und bringt vielleicht Einsicht in Abläufe und Zusammenhänge, aber keine substantielle tiefgreifende Veränderung.
Therapie bei solchen Themen, die du hast, wird effektiv über die Zeit. Das dauert dann schon mal zwei drei Jahre (!). Erst recht bei Bindungsthemen, die ja bei dir ganz massiv berührt sind, auch wenn ich mich an deinen ersten Strang erinnere und was du da über deine Kindheit erzählt hast.
Wenn du wirklich an dem „Knopf“ interessiert bist - also das erworbene theoretische Wissen auch umsetzen zu können - such dir nochmal eine Therapie und bleibe diesmal dran. Solange, bis beide -also Therapeut und du - entscheiden, dass es jetzt genug ist.
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28.01.2018, 08:42
AW: Unter einem Dach.... es geht doch.
Liebe Susej, will mich ansonsten nicht tiefer in deine Stränge einbringen, aber zum ThemaTherapie, in Verlängerung von Beatrix' Beitrag, auch meine Einschätzung: zwei Vierteljahre Therapie ist nix, wenn es, so wie bei dir anscheinend, um alte Muster geht. Bindung und Persönlichkeit. Das ist vor langer Zeit entstanden und tief eingewebt, und braucht Zeit und therapeutische Arbeit, um wirklich verändert werden zu können.
Geändert von maryquitecontrary (28.01.2018 um 09:14 Uhr) Grund: Wort vergessen.
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28.01.2018, 08:58
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28.01.2018, 09:12
AW: Unter einem Dach.... es geht doch.
Und was sollte bei der TE therapiert werden? Sie ist so wie sie ist und leidet nicht darunter.
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28.01.2018, 09:16Inaktiver User
AW: Unter einem Dach.... es geht doch.
Liest du diesen Strang? Kennst du den alten Strang? Wirklich fröhlich und zufrieden wirkt Susej auf mich jetzt nicht grad.... Mal ganz abgesehen von den merkwürdig abgedrehten Passagen, die sie scheinbar in einem - nun ich sag mal - anderen Zustand verfasst... Da ist so einiges, was therapeutisch angegangen werden kann, auch wenn DU nicht an Therapie "glaubst"...
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28.01.2018, 09:18
AW: Unter einem Dach.... es geht doch.
that was the river - this is the sea
Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum



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