Gutem Abend Maifeuer und allen Anderen!
Ich hatte in den letztenTagen etwas mehr um die Ohren, aber freue mich, dass ihr noch da seid.
Ja, ich würde wahrscheinlich ausziehen, wenn ich etwas mehr Geld haette.
Ich möchte die Kindern aber einfach nicht in irgendein Loch stecken, weil es finanziell nicht anders machbar ist.
Zumal unser Zusammenleben ja auch angenehm ist. Wir haben uns schon immer noch sehr, sehr gerne. Im Sommer ist ein Urlaub geplant und das ist auch in Ordnung so.
Trotzdem denke ich manchmal, dass es so nicht ewig gehen wird. Der Kleinste ist aber erst 4
Dass macht mir schon Sorgen.
Mein Mann (mit dem ich sonst so gut sprechen kann) ist in diesem Punkt für mich auch recht undurchsichtig.
Er murmelt dann soetwas wie: müssen wir mal sehen, mal schauen ... das ergibt sich dann ...
Eine offene Beziehung habe ich schon angesprochen. Aber nicht nur Sexualität, sondern dass ich mir auch vorstellen kann, 2 Beziehungen zu führen.
Das dürfte er natürlich auch.
Da springt er nicht drauf an. Sagt nicht groß ja oder nein, äußert sich nicht richtig.
Jetzt in der Situation mit den Kindern, wäre das eine Idee, die stimmig sein koennte.
In 20 Jahren haben sich die Umstände geändert. Wer weiß wie es dann waere.
Ich erwarte gar nicht, dass sich der andere Mann trennt.
Ich möchte aber Zeit mit ihm verbringen, ohne non stop auf die Uhr schauen zu muessen. Auch mal mit ihm über das Wochenende weg fahren etc.
Das waere aber nur möglich, wenn er zu mir steht. Und das tut er nicht.
Vorgestern traf ich eine alte Bekannte und wir kamen auf das Thema. Sie meinte, sie könne ihn sehr gut verstehen.
Sie war als junge Frau mal 6 Jahre mit einem depressiven Mann zusammen und blieb auch bei ihm, als ein Anderer sich in sie verliebte.
Sie sagte, es quälten sie ganz grosse Zweifel, weil sie damals nicht selbstbewusst genug war. Sie konnte einfach nicht glauben, sich gar nicht vorstellen, auch mal egoistisch sein zu duerfen. Konnte dieses Glück nicht zulassen, mit diesem tollen Mann zusammen zu sein.
Sie hat ihn ziehen lassen.und irgendwann eine Therapie gemacht.
Erst dann konnte sie sich loesen und hat ihren Ehemann kennengelernt.
Als ich fragte, warum sie in der Beziehung blieb, obwohl diese sie doch nicht glücklich machte, meinte sie: es ging ja auch nicht darum glücklich zu sein! Es war die Verantwortung, die sie fühlte für den Partner, die sie nicht meinte abgeben zu duerfen.
Es war interessant mit ihr zu sprechen.
Ich denke hin und her.
Bis jetzt haben wir uns schon Wochen nicht mehr gesehen, weil ich das so wollte.
Weil ich Angst habe auf die Nase zu fallen, mich total zu verlieben, zu leiden, da es nicht so sein wuerde, wie ich es mir wünsche.
Andererseits, wer nichts riskiert, erlebt ja auch nichts.
Vielleicht waere ich nach euren Aussagen, ja wirklich nach schon recht kurzer Zeit, total abgegessen.
Gelangweilt, genervt, eingeschlafen. Weil ich statt aufregender, toller Treffen, traurige, langweilige Aufbauarbeit leisten sollte.
Dann waere es aber ich, die dankend ablehnt. Brauche ich das vielleicht doch, um sicher zu sein, der Drops ist gelutscht?
So ist das irgendwie ein Kreis.
Ich finde den Ausgang nicht.
Ich habe noch nicht das Gefühl, wir sind am Ende mit uns beiden.
Wie kriege ich das nur hin ?
Maifeuer, wo Du bist, bin ich noch lange nicht.
Du bist auf die andere Seite geflitzt. Das erfordert Mut!
Am Besten wäre, wenn Du Frieden schließen könntest. Mit Deinen richtigen Entscheidungen, wie auch mit den falschen.
Das geht, weil Du Dich bewegt hast, statt abzuwarten und Entscheidungen Anderen zu überlassen.
Ich glaube immer noch, dass eine Beziehung im ruhigen Fahrwasser, mir niemals genug waere. Mit 70 vielleicht mehr noch als mit 50, aber eine gewisse (erotische) Spannung, ein ernsthaftes Interesse am Anderen und ein zartes Kribbeln (ab und an) dürfte nicht fehlen.
Ich schätze Dich in diesem Punkt ähnlich ein.
Und 2 solcher Paare kenne ich. Es muss doch also möglich sein!
Bin immer noch ratlos, aber es geht mir besser. Danke für eure Geduld und diesen Austausch hier.
Gute Nacht!
Tahnee
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Thema: Ex-Partner wiedergetroffen
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18.05.2017, 21:58
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
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18.05.2017, 22:36
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
Du hinterfragst Deine Ehe und Dein ganzes Lebensmodell für einen Mann, der Dich in letzter Konsequenz gar nicht will?

Du vermischst da zwei Baustellen.
Deine Ehe/Familie ist die eine. Ob das ein Zukunftsmodell ist, solltest Du - nachdem was ich hier von Dir lese - wirklich mal hinterfragen. Für Euch. Für Dich und für Deinen Mann. Aber bitte unabhängig von Deinem Ex-Freund.
Dieser Ex-Freund ist eine ganz andere Baustelle. Und da sehe ich überhaupt keine Option für die Zukunft, sondern nur einen unentschlossenen Mann, der zwar seine langweilige/problematische Ehe etwas aufpeppen möchte, aber ohne sich wirklich auf etwas einzulassen.
Nur mein Eindruck.Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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19.05.2017, 00:46
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
Liebe TE,
Immer mehr glaube ich, dass du die Realität verkennst. Du schreibst, dass eine Beziehung im ruhigen Fahrwasser dir nicht genügen würde und bleibst dabei in einer Ehe, die zur Freundschaft und Wohngemeinschaft verkommen ist. MMn glaubt dein Ehemann tatsächlich immer noch, dass eure Beziehung sich irgendwie noch einrenken wird und dass es nur eine Phase ist.
Dein Jugendfreund lebt in einer echten Beziehung, die vielleicht nicht optimal verläuft und in der er sich seiner Ehefrau gegenüber illoyal verhält. Und dennoch ist das eine echte Beziehung. Daher ist dein Wunsch, Mut ihm unbegrenzt Zeit zu verbringen oder gar übers Wochenende weg zu fahren, illusorisch. Oder eben nur eine Affäre. Denn letztendlich ist das, was dir da vorschwebt, nichts anderes als eine Affäre.
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19.05.2017, 09:38
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
@Maifeuer: vielleicht hilft dir folgender Ansatz: in deiner damaligen Lebenssituation hast du dich für diesen Weg entscheiden. Du hast später aus deinen Erfahrungen gelernt, dass dieser Weg nicht so ganz deinen jetzigen Wünschen entspricht. In dieser damaligen Lebensphase hast du aber gedacht, dass das die richtige Entscheidung ist!
Dieses ewige "Nachkarten" ist nicht gesund für die Psyche. Vielmehr solltest du im "jetzt" leben. Und "jetzt" scheinst du in deiner gegenwärtigen Situation auch nicht zufrieden zu sein. Warum du letztlich immer noch so emotional in der 1. Ehe hängst, dass solltest du mal eingehend versuchen abzuklären um dann damit aber auch endgültig abzuschließen. Das wäre so mein Ansatz...
Ich habe den Strang jetzt verfolgt und finde deine Art hier in einem Forum so offen über eigene Versäumnisse zu reden echt bemerkenswert!!Das Leben ist stets lebensgefährlich !
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15.07.2017, 10:49
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
Guten Morgen,
nach einigen Wochen bin ich nun doch noch mal hier.
Ja, es war erhellend für mich, einfach noch abzuwarten und mich in dem Sinne nicht für irgendetwas zu entscheiden.
Manche Dinge brauchen wohl wirklich Zeit.
Ich habe meinen Ex noch einige Male getroffen. Es war immer das Gleiche. Trotz der Bitte es zu unterlassen, berichtete er mir ungefragt von seiner Frau und ihren Problemen.
Gleichzeitig war er aber immer auch sehr aufmerksam und liebevoll mir gegenüber.
Mir ist schließlich der Kragen geplatzt. Offenbar habe ich das nochmal ganz deutlich gebraucht.
Er sagt doch tatsächlich, er hätte so Sehnsucht nach mir, aber das müsste er sich verkneifen. Der Preis wäre zu hoch. (wegen seiner Frau, die er nicht mal begehrt) was ihr natürlich missfällt. Egal. Ich habe es jetzt kapiert. Nachvollziehen kann ich es aber immer noch nicht.
Mein Mann und ich haben sehr viel geredet in den letzten Wochen. Wir gehen nächsten Dienstag zur Eheberatung. Ich habe eigentlich wenig Hoffnung, aber vielleicht sind wir uns das doch auch schuldig.
Desweiteren werde ich in Einzelgesprächen versuchen herauszufinden, wie ich diese Trennung von damals endlich verarbeiten kann. Das ist mir ja bisher ohne Hilfe nicht gelungen.
Hier auch meine Frage: Wurde hier ein Beziehungsende erfolgreich mit therapeutischer Hilfe bearbeitet? Kann mir jemand etwas darüber sagen?
Ich habe ein wenig Bauchkneifen. Ausserdem Angst davor, dass sich das für mich nicht lösen lässt. Dann hätte ich keine Idee mehr.
Und nochmal meine Frage: Bin ich naiv, stehen geblieben, unrealistisch etc. wenn mir eine platonische Liebe nicht ausreichend erscheint, in meinem Alter?
In meinem Freundeskreis scheint das normal zu sein. Keiner versteht so richtig meine Abneigung dagegen.
Mir wird nur immer wieder vorgehalten, das Sexuelle würde sich sowieso mit der Zeit ziemlich erledigen. Andere Dinge seien viel wichtiger ....
Ich hab Angst vor der Zukunft. Angst davir, dass ich niemals mehr jemanden finde, der in diesem Punkt meine Einschätzung teilt.
Dass man so ein Leben mit 90 leben kann, aber in meinem Alter hätte ich so gerne noch Schmetterlinge im Bauch.
Maifeuer, liest Du noch hier irgendwo?
Habe viel an Dich denken müssen, wie geht es Dir inzwischen?
Danke euch fürs lesen. Habt einen schönen Samstag!
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15.07.2017, 11:59Inaktiver User
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
Ich finde dich kein bisschen unrealistisch, wenn dir eine platonische Liebe nicht reicht. Ob du den dazu passenden Partner allerdings jemals finden wirst, ist eben Glückssache.
Es ist schön, dass du viel mit deinem Mann reden konntest und ihr zu einer Therapie geht. Ob das eure Ehe rettet oder die endgültige Trennung einleitet, wird man sehen.
Ob die Therapie dir hilft, mit deinem Ex-Partner abschließen zu können - keine Ahnung. Aber man kann lernen, mit alten Geschichten abzuschließen. Oftmals ist das ein schmerzhafter Prozess, ein langwieriger und lang andauernder, aber am Ende hat man sehr viel über sich selbst gelernt.
Ich persönlich hatte zwei solcher unabgeschlossener Geschichten. Eine habe ich nach 7 oder 8 Jahren endlich in einem Gespräch mit dem entsprechenden Mann klären können, die andere "musste" ich für mich noch einmal aufwärmen und danach in jahrelanger schmerzhafter Kleinstarbeit für mich verarbeiten. Beide Männer existieren noch immer in meinem Leben, freundschaftlich verbunden und frei von jeglichem Bedauern. Beide sind sie wertvoll für mich und ich möchte sie nicht missen.
Der zweite Mann hat mich sehr viel über Kindheitsmuster und meine Ehe nachdenken lassen und das war gut und wichtig für mein heutiges Leben, aber es hat unendlich viel Schmerz und Tränen gekostet und hat mich an den Rand des Erträglichen geführt. Keine Ahnung, ob eine Therapie das besser gekonnt hätte. Ich habe es nicht versucht, weil ich Angst hatte, dass in einer Therapie vielleicht mehr aufgebrochen wird als ich zu dem Zeitpunkt hätte ertragen können. So mit mir selbst konnte ich mein eigenes Tempo gehen und immer nur so viel zulassen wie ich verkraften konnte.
Es hat sehr sehr lange gedauert, aber jedes verarbeitete Stückchen hat mich ein bisschen stabiler gemacht und das nächste Stückchen konnte darum etwas größer sein und so war es wie bei einem Raketenstart: der Anfang hat die meiste Energie verbraucht und war am schwersten, aber dann, als die Rakete flog ging es von allein weiter.
Oder wie bei einem 5000 Teile Puzzle. Allein alle Randteile zu finden dauert ewig, aber wenn man das Bild schon erkennen kann, dann geht es schneller und schneller.
Schlußendlich ist es egal, auf welche Art und Weise du dein Puzzle zusammen setzt. Hauptsache, du findest überhaupt einen Weg und wenn eine Therapie dabei helfen kann, dann ist das doch gut.Geändert von Inaktiver User (15.07.2017 um 12:15 Uhr)
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15.07.2017, 12:36
AW: Ex-Partner wiedergetroffen



Meine Frau und ich sind in Deinem Alter. Mit einer nur platonischen Beziehung könnten wir beide mal so gar nichts anfangen...
Echt jetzt??? Aus meiner Sicht - verdammt traurige Erkenntnisse. Kann und will ich mir nicht vorstellen. Momentan hab ich eher das Gefühl, das es immer weiter noch zunimmt (bei uns). Lass Dir da nichts einreden. Natürlich gehören dazu aber auch immer Zwei mit den selben Vorstellungen vom Leben...
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16.07.2017, 19:07
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
Ich danke euch für eure Gedanken. Das macht mir Mut!
Ich schwanke zwischen " alles ist schlecht" und " was geht's mich an, wird alles irgendwie".
Wahrscheinlich normal. Ich muss da jetzt irgendwie durch.
Alles Gute für euch und LG 😊
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17.07.2017, 02:49
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
Thanee,
Und was ist bei den Gesprächen wirklich herausgekommen?
Weiss dein Mann mit welchen Gedanken du da in die Therapie gehst?
Du meinst es doch gar nicht ernst, sondern absolvierst es, damit das auch abgehakt werden kann.
Beziehung ohne Sex ist nix. Alter? Was hat denn das Alter damit zu tun? Nur weil man älter eird, wird man doch nicht asexuell.
Du begehrst deinen Mann doch schon lange nicht mehr. Dass ist es doch.
Du willst nicht mit ihm wie Bruder und Schwester leben,.
Kann ich Alles gut nachvollziehen.
Der Ex, er sagt dir klar es wird nie was Richtiges mit Euch.
Du bleibst aber doch da wohnen, weil die Wohnung so toll und günstig ist, die Kinder etc... also doch Alles wie gehabt...
Es ändert sich nur etwas, wenn Du etwas änderst.
Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer
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27.07.2017, 07:23
AW: Ex-Partner wiedergetroffen
Hallo :-)
Danke das Du nach mir fragst. Ich war schon eine Weile nicht mehr hier. Ich hab aber auch oft an Dich gedacht Thanee.
Ich muss sagen, ich finde es wirklich gut das ihr eine Eheberatung versucht.
Das muss ja keine letztendlich keine Beratung mit dem Ziel sein das ihr zusammen bleibt. Es kann ja dann auch zu einer Trennungsberatung werden. Aber ihr lasst euch wenigstens drauf ein. Das finde ich gut. Vielleicht siehst Du Deinen Mann dann wieder mit anderen Augen, vielleicht aber auch nicht. Das wird man sehen. Aber ja, ich finde schon man ist es sich und dem Partner schuldig alles zu versuchen bzw. zu verarbeiten. Irgendwann hat man sich ja geliebt.
Ich muss gestehen das ich nicht mehr alles im Kopf habe, aber sind es bei Dir nur die Schmetterlinge und das Begehren das Dir mit Deinem Mann fehlt oder liegt da noch mehr im Argen?
Dein Ex ist in meinen Augen ein armes Würstchen. Keinen Arsch in der Hose Nägel mit Köpfen zu machen, beides haben wollen. Gemein ist das. Beiden Frauen gegenüber.
Mir geht es nicht viel anders als vor ein paar Wochen.
Ich hänge in det Beziehung zu meinem Partner fest weil ich mich nicht traue mich zu trennen (weiterer Fehler? Ich vertraue mir und meinem Bauch einfach nicht mehr). Das Ding ist, die Beziehung ansich ist ja total okay, der Sex ist total okay, aber irgendetwas fehlt dann doch. Ich kann es noch nicht mal benennen.
Ich glaube einfach das seineverschlossene Art nicht wirklich zu meiner kommunikativen Art passt. Ich habe oft das Gefühl ich muss mich zurück nehmen.
Meinen Ex vermisse ich nach wie vor. Irgendwie. Ich denke er war mein Deckel nur hab ich es damals nicht gesehen. So ist das manchmal. Man trifft Entscheidungen und mit denen muss man dann leben. Ein zurück gibt es sicher nicht mehr.
Und ich sage Dir ganz offen, sexuell reizt er mich auch nicht mehr so wirklich, aber ich habe mich mit ihm nie einsam gefühlt. Immer sicher. Das geht mir mit meinem jetzigen Partner oft nicht so. Da fühle ich mich manchmal allein (sicher wegen seiner schweigsamen Art) obwohl er neben mir sitzt.
Ja ja ich weiß....ich müsste wohl auch da ehrlich sein zu mir zu ihm. Aber aus oben genannten Gründen fällt es mir schwer, bzw.ist zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich.


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