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    Bin ich zu empfindlich?

    Hallo, da ich hier keinen habe, mit dem ich über meine Situation sprechen kann, erhoffe ich mir auf diese Weise Feedbacks von Aussenstehenden:
    Wir haben über 25 Jahre eine glückliche, sehr vertrauensvolle Ehe geführt. Vor einigen Jahren zogen wir in ein Haus und es entstand bald eine gute Freundschaft zu der nebenan wohnenden, sehr attraktiven Nachbarin (Witwe), wir waren viel zusammen und mein Mann stand ihr oft mit seinen handwerklichen Fähigkeiten bei.
    Durch eine Zufallsentdeckung meinerseits kam ans Tageslicht, dass er mit dieser Frau seit 1 1/2 Jahren eine Beziehung unterhielt, von der ich keine Ahnung hatte, da ich Beiden bedingsungslos vertraute.
    Ja, ich hatte meinen Mann oft zur Nachbarschaftshilfe ermuntert, wenn es mir nötig erschien. Diese Besuche haben er und sie zu leidenschaftlichen Küssen und Liebkosungen genutzt - nein, zum "Letzten" war es nicht gekommen, aber durchaus schon zu Streicheln von nackten Brüsten usw., die Intimitäten jedenfalls steigerten sich. Heraus kam die Sache, als ich durch Zufall erblickte, dass mein Mann auf dem WC-Fenster balancierend mit deutlich geöffnetem Morgenmantel, unter dem er nackt war (sie hatte "mehr" sehen als nur den Kopf), der Nachbarin zuwinkte. Auf diese Weise haben sie sich oft schon morgens früh "getroffen", was mein Mann mit seinem "natürlichen Körpergefühl" begründete.
    Für mich war alles ein schwerer Schock, der Boden wurde mir unter den Füssen hinweggezogen, meine bisher so heile, liebevolle Welt brach zusammen. Diese Entdeckung ist nun schon 2 Monate her, ich würde so gerne wieder ein halbwegs normales Leben führen, aber mein Zustand ist physisch und psychisch noch immer so schlecht, dass ich sogar ins Krankenhaus musste. Auf Anraten der
    Psychologin dort werden wir jetzt wegziehen, denn obwohl mein Mann beteuert, dass jetzt alles vorbei sei, reisst der Anblick des Nachbarhauses täglich die Wunden auf. Mein Mann sagt zwar, unser Verhältnis wäre von der Affaire nicht berührt worden, er hätte mich nie verlassen, es sei eben "so passiert" und er verhehlt auch nicht, dass es viel "Spass" gemacht hat und er es sehr genossen hat, auch wenn er jetzt - wo er die Folgen bei mir sieht - alles bedauere. Bevor wir jetzt von hier fortziehen, will er der Frau noch sagen, wie schön es für ihn mit ihr gewesen sei und ärgert sich, wenn ich etwas Negatives über sie, die ihm gerne so entgegengekommen ist, sage:"Ich mag nicht, wenn Du Leute kritisierst, die ich gerne habe", obwohl ich mich da schon sehr zurückhalte.
    Für mich ist es besonders schlimm zu wissen, dass diese Beziehung mit open end weitergegangen wäre, hätte ich es nicht durch Zufall entdeckt. Mein Mann gab zu, dass er wahrscheinlich zu schwach gewesen wäre, um von sich aus einen Schlussstrich zu ziehen, ja, wir planten für den Frühling sogar einen Urlaub mit ihr zusammen in einer Ferienwohnung - wobei ich nach wie vor von lediglich freundschaftlichen Beziehungen ausgegangen war - vor mir und anderen hat das Paar sich nie etwas anmerken lassen. Weh tut mir auch, dass mein Mann , nachdem er, der mich noch nie vorher angeschwindelt hatte, sich zuerst geschickt in Lügen flüchtete; nachdem er aber zu seiner alten Offenheit zurückgefunden hatte, die 1 1/2 Jahre
    dieser Beziehung herunterzuspielen und zu entschuldigen versuchte: "Du warst mir immer wichtiger, aber ich habe geglaubt, dass man das nebenbei machen kann". Ja, er bestritt zuerst, dass er überhaupt untreu gewesen sei: "Ich bin ja immer zu Dir zurückgekommen!" Auch die Nachbarin sieht das ähnlich unter dem Motto: "Ein bisschen (!) Schmusen wird doch wohl erlaubt sein " und "Jeder soll das tun, was er im Blute hat". Ich denke aber, dass eine solche Einstellung nicht auf Kosten anderer gehen darf, auch nicht dann, wenn tiefere Gefühle bei dieser Beziehung keine grosse Rolle gespielt haben sollen. Aber auch "nur" Erotik ist ein wichtiger Bestandtteil einer langen, guten Ehe (wie ich sie geglaubt hatte zu führen) und sollte meiner Meinung nicht einseitig nach aussen verlagert werden. Aber ich weiss ja auch, dass das das nicht gerade selten vorkommt...
    Mein Mann ist lieb und fürsorglich zu mir, findet aber, dass meine Reaktion (schlaflose Nächte, 10 kg abgenommen, Weinen, Freudlosigkeit) übersteigert ist, auch besagte Nachbarin kann das einfach nicht verstehen. Mein Mann und ich können wohl miteinander darüber sprechen und hatten auch Unterstützung durch eine Psychologin, aber ich kann das einfach nicht so leicht nehmen wie er.
    Ein "Verzeihen" ist leicht zu Beiden gesagt, aber m i r ist dadurch
    nicht geholfen. Bin ich wirklich so überempfindlich, hat jemand Erfahrungen mit solcher Situation, wie seht Ihr das aus objektiver Sicht? Für Eure Antworten danke ich im voraus! Martje

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    "Ein bisschen Schmusen wird ja wohl noch erlaubt sein", "Jeder sollte das tun was er im Blute hat"---
    die spinnt und Dein Mann auch.

    Die nehmen Dich glaube ich gar nicht ernst.

    Ich finde, es ist an der Zeit, den beiden Mal zu zeigen wo der Hammer hängt.

    Wie Du Dich fühlst, kann ich mir vorstellen.
    Ich glaube, Du bist zu nett und haust nicht richtig auf den Tisch.

    Ich weiss gar nicht, ob es ausreicht, dort fortzuziehen. Denn willige Nachbarinnen kann man überall finden.

    Dein Mann tickt nicht ganz richtig und das ändert sich nicht, wenn er mit Dir fortzieht.

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    Hallo Martje,

    möchtest du denn deine Ehe fortsetzen?

    kaffeesahne

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    Oje, Du Ärmste, ich kann verstehen, wie Du Dich fühlst, ich habe bei meinem Mann Kondome entdeckt.

    Es ist nicht wichtig, ob Dir jemand sagt, Du bist empfindlich oder normal. Wichtig ist doch Deine "Schmerzgrenze", und die ist überschritten worden. Was nützt es Dir, wenn andere Frauen ihren Männern Affairen und Fremdgehen tolerieren oder verzeihen? Du bist verletzt und für mich ist das nachvollziehbar.

    Irgendwie kapieren viele Männer (und auch Frauen) nicht, dass es für einige Menschen schon ein Vertrauensbruch ist, mit anderen "nur" zu schmusen, ohne das es "zum äussersten" kommt. Klar, das er versucht, das alles runterzuspielen. Kommt mir irgendwie bekannt vor.

    Du sagst, ihr werdet umziehen, aber ich kann mir vorstellen, dass Du erstmal das Vertrauen in Deinen Mann verloren hast. Irgendwie hat man immer im Hinterkopf, dass sowas ja jederzeit wieder passieren kann.

    Auf jeden Fall solltest Du Deinem Mann klar machen, das auch ein bischen schmusen (für Dich) nicht erlaubt ist und Dich verletzt. Eigentlich müsste er das ja auch sehen, so schlecht wie Dir das geht. Wahrscheinlich will er das einfach nicht wahr haben, was sein Verhalten angerichtet hat und schiebt Dir den schwarzen Peter zu, indem er Dich als "überempfindlich" abstempelt. Und die Nachbarin haut in die gleiche Kerbe, ganz klar. Kenne ich.
    Aber so einen richtigen Rat kann ich Dir auch nicht geben.
    Nach langen, unbefriedigenden Gesprächen habe ich meinem Mann gesagt, er soll sich entweder für die andere entscheiden oder für unsere Ehe. Mehr konnte ich nicht machen.
    Er hat sich für die Ehe entschieden, aber obs was wird, weiß ich auch nicht, ich ziehe erst wieder nach vorübergehender Abwesenheit am Wochenende bei ihm ein.

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    Hallo Martje

    Nein du bist nicht empfindlich, dein Mann ist ein Schwein. und die Nachbarin ist sein passendes Pedant.
    Sorry, musste raus. Glaube ehrlich gesagt nicht das sich durch einen Umzug da was ändert.
    Es liegt am Menschen, und so wie du die Äusserungen deines Mannes beschreibst legt der sich das so zurecht wie es IHM in den Kram passt und dich achtet er mit solche einem Verhalten auch nicht.
    Weiss nicht wie du damit umgehst.???
    Wünsch dir Alles Gute, vor Allem Gute Nerven

    Chaoshexe
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    Nein du bist nicht empfindlich, dein Mann ist ein Schwein. und die Nachbarin ist sein passendes Pedant.
    Sorry, musste raus. Glaube ehrlich gesagt nicht das sich durch einen Umzug da was ändert.
    Hilft ihr das jetzt wirklich weiter??

    meint
    kopfschüttelnd

    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
    was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?

    Pascal Mercier

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    Ich denke schon das es ihr weiterhelfen kann, denn mir hat es damals geholfen das ich ganz klar vor mir sehen konnte:

    "Ich habe KEIN Vertrauen mehr in diesem Mann".Und um an diesen Punkt zu kommen muss frau nunmal der harten schmerzhaften Wahrheit ins hässliche Gesicht schauen können.

    Wenn sie anders damit umgehen kann ist es für sie vielleicht auch ausreichend umzuziehen, zu vergessen und die Augen zu schliessen vor irgendwelchen Nachbarinnen...

    für mich wäre es keine Lösung gewesen immer den Gedanken im Hinterkopf zu haben:

    Fährt er jetzt zur Arbeit, oder fährt er zur Geliebten während ich hier mit Kind Hausaufgaben mache/ seinen Bürokram erledige, essen koche und und und

    sorry bin halt ehrlich, weiter nichts.

    Chaoshexe
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    Ich mag nicht, wenn Du Leute kritisierst, die ich gerne habe
    ......mein Gott, was gibt es nur für Männer?????!!!!

    So ein Satz von einem Mann zu seiner Frau über die Geliebte??!
    Wie geschmacklos ist das denn?!

    Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ich weiß, dies ist auch keine Hilfe für Dich, aber ich schließe mich den Vorrednerinnen an - die Beiden nehmen Dich scheinbar überhaupt nicht ernst und versuchen auf die peinlichste und herzloseste Art das Ganze runter zu spielen, ja fast als normal an zu sehen.
    Sorry, aber das geht gar nicht!!!
    Stell ihn vor eine klare Wahl und mach ihm klar, dass auch nur der kleinste Verstoss gegen die nun von Euch vereinbarten Regeln zum AUS für Eure Beziehung führt - ohne Wenn und Aber.

    Du bist kein Ding das man hin und her schubsen kannst und überempfindlich bist Du ganz sicher nicht. Ich hätte ihn rausgeschmissen und zu der Nachbarin geschickt, das Haus verkauft und würde erst mal eine Kreuzfahrt machen. Eine Scheidung nach über 20 Jahren wird teuer für ihn........
    "Gönne Könne" sagt der Rheinländer...ein gutes Prinzip...und so wahr!!!

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    Die Frage, die ja Kaffesahne schon gestellt hat:
    möchtest du denn deine Ehe fortsetzen?
    erscheint mir alles Verurteilungen zum Trotz erst einmal vorrangig zu sein.
    Was fühlst Du denn noch für Deinen Mann, Martje? Könntest Du Dir vorstellen, mit ihm weiter zusammen zu sein- egal, wie jetzt die Lösung für Euer Problem aussehen mag. Sieh einfach nur erst mal Euch beide. Was möchtest DU?
    Wenn Du sagst, Du liebst ihn noch, möchtest es gerne noch einmal versuchen, weisst aber nicht wie das gehen soll, dann kann man überlegen, und bestimmt gibt es hier von den User/innen einige gute Ratschläge. Aber zuerst solltest Du wissen, was Du möchtest.

    Liebe Grüsse
    Murkami
    Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können,
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    Pascal Mercier

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    AW: Bin ich zu empfindlich?

    Sorry, der Satz ist einfach nur daneben.
    Martje mag es sicher auch nicht, das ihr Mann nackt vor de Nachbarin am Badezimmerfenster rumturnt und ihr vorgelogen wird, wie gut doch alle befreundet sind.

    Da krieg ich echt das Kotzen, was für eine Dreistigkeit haben denn diese beiden.

    Martje, ob du deinem Mann verzeihen kannst wirst du sehen, bei ihr bist du nicht mal verpflichtet es zu versuchen...streiche diese Frau aus deinem Leben und deiner Umgebung.

    Und es ist hirnrissig zu sagen, egal wo ihr hinzieht, das wird nie mehr was, weil da könnte ja die nächste Nachbarin sein...könnte ja, muss aber nicht.
    Dein Mann könnte auch erkannt haben, wie weh er dir damit getan hat und das er ure Ehe mit sowas in keinem Fall mehr aufs Spiel setzt.

    Und das er das abwiegelt, naja...dem ist das peinlich, glaube ich.
    Und viele Menschen ( und Männer ) neigen dazu sich wie die drei Affen zu verhalten...worüber ich nicht rede, das existiert auch nicht.

    Aber trotzdem, halt dich mit Kommentaren zu dieser Frau zurück, sie ist nicht alleine Schuld, dein Mann war ja nicht unwillig, was du schlechtes über sie sagst nimmt er deswegen vielleicht allzu persönlich, weil du damit auch schlecht über ihn redest.
    Es ist nichts schrecklicher als eine tätige Unwissenheit.

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