Aber genau das ist doch der Unterschied zwischen deiner und dandinos Situation, dein Mann hat eine Forderung (Bitte, Angebot) formuliert, und auch seinen Standpunkt klar gemacht, sich also positioniert.
Zudem ist bei euch die Affäre vorbei, und Du kannst jetzt drüber nachdenken, wie Du damit umgehen willst, und welche Entscheidung für dich "die Beste" sein wird.
Bei dandino ist nichts geklärt, sondern alles schwebt irgendwie im luftleeren Raum, die Affäre wird weitergeführt, alles soll geheim bleiben, damit keiner zu Schaden kommt, dandino analysiert in schönen wohlgesetzten, bedachten und überlegten Worten die womögliche Situation, ohne zu wissen, wie die tatsächlich ausschaut.
Wo soll denn das hinführen, welche Erkenntnisse sind da zu erwarten, die notwendig wären, um zu einer wie auch immer gearteten Entscheidung zu gelangen?
lg jaws
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30.03.2017, 13:35Inaktiver User
AW: Betrügen und dabei das Gefühl haben, Macht auszuüben
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30.03.2017, 13:42Inaktiver User
AW: Betrügen und dabei das Gefühl haben, Macht auszuüben
Z. B. die Erkenntnis, wohin sein Weg ihn führen wird/könnte. Wenn die Entscheidung ein wenig Substanz haben soll, darf er sich ruhig ein wenig Zeit nehmen. Um irgendeine Entscheidung zu treffen, halte zumindestens ich es für sinnvoll, wenn die Entscheidung nicht nur ein ad-hoc-Gedanke ist. Er wird nichts lösen können, wenn er nicht weiß, wie es für ihn weitergehen kann.
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30.03.2017, 13:56
AW: Betrügen und dabei das Gefühl haben, Macht auszuüben
Natürlich muss er sich Zeit nehmen.
Nur: Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, braucht es ein paar Informationen und Gespräche mehr.
Sonst kann man doch keine Position finden und bleibt handlungsunfähig.
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30.03.2017, 13:59Inaktiver User
AW: Betrügen und dabei das Gefühl haben, Macht auszuüben
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02.04.2017, 00:03
AW: Betrügen und dabei das Gefühl haben, Macht auszuüben
Hallo zusammen,
ich glaube, dass es wichtig ist, sich dafür Zeit zu nehmen, welche Position man einnimmt. Vor einigen Jahren habe ich immer sofort auf Dinge reagiert und das war nicht immer zielführend, manchmal habe ich mich im Nachhinein geärgert, dass ich sofort reagiert habe. Mittlerweile handhabe ich das bei für mich wichtigen Dingen so, dass ich erst einmal etwas Zeit vergehen lasse, bevor ich reagiere. Das kann sich je nach Sachverhalt im Bereich von Minuten, Stunden, einem Tag oder auch länger befinden. Wenn etwas einmal gesagt oder geschrieben ist, kann es nicht wieder zurückgenommen werden. Ich halte das auch nicht für eine fehlende Spontaneität und Emotionslosigkeit, sondern sehe das als eine gute Möglichkeit an, mit Bedacht Aussagen des Gegenübers nochmals zu reflektieren und darauf angemessen zu reagieren.
In meiner jetzigen Situation halte ich es für falsch, sofort in den Dialog einzusteigen, insbesondere deswegen, da ich noch keine klare Haltung zu dem Betrogen werden eingenommen habe. Sicherlich könnte es gut sein, wie Cara123 schreibt, mehr Informationen zu erhalten und Gespräche zu führen, allerdings würden diese mich in meiner Entscheidungsfindung beeinflussen und ich muss doch erst einmal Klarheit darüber haben, wie ich die ganze Situation einschätze.
Es handelt sich um zwei grundsätzlich unterschiedliche Herangehensweisen. Das Ergebnis entwickelt sich durch gemeinsame Gespräche und korrespondierende Informationen oder das Ergebnis entwickelt sich auf der Basis von jeweils entwickelten Standpunkten, die zunächst den eigenen Bedürfnissen und Zielen entsprechen, die dann einer gemeinsamen Auseinandersetzung und vielleicht auch Anpassung zugeführt werden. Da kann etwas ganz unterschiedliches herauskommen. Ich möchte mir erst einmal Klarheit über meine Bedürfnisse und Zielsetzungen verschaffen.
Und diese wechseln! So konnte ich mir auf der Basis der Anregungen in diesem Forum vor einer Weile durchaus vorstellen meiner Frau zu verzeihen, sehe das im Moment aber ganz anders. Derzeit kann ich mir nicht vorstellen, dass ich auch weiterhin ihr Mann sein kann. Das zeigt, dass ein wirklich klares Meinungsbild bei mir noch nicht vorhanden ist und eine Entscheidung derzeit noch nicht getroffen werden kann, die ich vielleicht später bereue.
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02.04.2017, 00:07
AW: Betrügen und dabei das Gefühl haben, Macht auszuüben
Hallo JulesRatte,
warum ich das nicht weiß? Was weiß jemand, der von seiner Frau belogen und betrogen wurde? Siehst Du nicht, dass ich zweifle und es schwierig ist, nach dieser Phase des Belogenwerdens Wahrheit und Lüge auseinanderzuhalten? Das ist doch mein momentanes Problem und vermutlich auch das, vieler anderer, die betrogen wurden.
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02.04.2017, 00:11Inaktiver User
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02.04.2017, 00:13Inaktiver User
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02.04.2017, 00:15
AW: Betrügen und dabei das Gefühl haben, Macht auszuüben
Hallo Atcom,
verlässliche Strukturen, aber auch eine gewisse Verbindlichkeit (auch was Strukturen angeht), die Orientierung gibt. Meine Kinder sagen öfters, Mama kümmert sich um dieses oder jenes nicht. Das ist einmal nicht so schlimm, aber wenn das öfter oder dauerhaft der Fall ist, wissen die Kinder eben, dass auf Mama kein Verlass ist.
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02.04.2017, 00:17Inaktiver User



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