Das wäre glaube ich tatsächlich das Allerwichtigste in der augenblicklichen Situation, ich kann nur hoffen, dass momratz die Initiative und Motivation hierfür hat, und dass ihr Mann auch darauf eingehen kann.
Das würde mehr als alles andere bringen, selbst wenn es dann doch nicht zur Aufrechterhaltung dieser Ehe reichen sollte, wäre die gemachte Erfahrung für die Zukunft wirklich Gold wert.
lg jaws
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23.03.2017, 17:41Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
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23.03.2017, 17:55Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Puh, The_Dude, in deiner Beziehungswelt möchte ich echt nicht leben. "Verlierer" und "Opfer"? Nun ja, in meiner Welt gibt es zum Glück konstruktive Auseinandersetzung, Kompromissbereitschaft und vornehmlich Win-win-Situationen. Aber jeder schafft sich seine Hölle selbst.
Ich sehe ihn hier bislang nicht als Verlierer. Ich sehe einen Mann , der sich die gleiche Freiheit genommen hat, wie die TE es jetzt tut – nämlich sich und die Beziehung in ihrer bisherigen Form in Frage zu stellen. Ist das nur sein Vorrecht? Wenn ich erinnern darf, ist dies der Stand:
Er stellt das sogar anders dar. Ich würde ihn da ernst und beim Wort nehmen. Alles andere ist Bemuttern.
Und was genau findest du daran so schlimm?
Ich glaube, du solltest den Begriff Kompromiss einfach noch mal googeln. Ich empfinde die TE alles andere als kompromisslos.
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23.03.2017, 17:59Inaktiver User
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23.03.2017, 18:04
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Danke für eure Anregungen, ich will mich gleich mal auf die Beantwortung stürzen, bitte verzeiht mir, wenn ich - aus Zeitgründen- nicht auf alles eingehen kann.
Zunächst mal:
@Charlotte03: du hast das absolut richtig dargestellt. Mag man denken, mein Mann hat ja "nur" gezweifelt und hat seine Gedanken nicht in die Tat umgesetzt. Mir hat das Ganze einen völlig neuen Blick auf die Verbindlichkeit unserer Ehe gegeben. Es fällt mir schwer, jetzt in Jubel auszubrechen, weil er zurückgerudert ist, sicher auch, weil ihn die Tragweite einer Trennung dann doch überfordert hätte. Das ist für mich aber auch so: ich sehe unsere Ehe auf jeden Fall nicht zerrüttet an, aber als ordentlich durchgeschüttelt. Das sehe ich auch positiv: ich fühle mich lebendig, ich fühle überhaupt mal wieder etwas. Und jeder der Kinder hat, kann denke ich nachvollziehen, dass die einem die Energie für einen selbst ganz schön rauben können. Das hat gar nichts damit zu tun, dass sie "nerven", aber sie nehmen halt meine Energie in Anspruch. Und ich sehne mich danach, wieder mehr Energie für mich zu haben. Natürlich nicht ohne meine Kinder!
Ich will wieder Liebe und Lust spüren, nicht immer nur Mutter- Gefühle. Jetzt sagt ihr, das geht ja auch mit meinem Mann. Ja, wir arbeiten daran, es wird dauern, denn die große Leidenschaft war lange verschüttet.
Im Moment haben M2 und ich keinen Kontakt. Das wollte er hauptsächlich so, damit wir uns nicht "hochschaukeln" und ich erstmal meine Sachen sortieren kann.
Allerdings erlebe ich das jetzt so, dass ich den Kontakt sehr vermisse und fast nur noch an ihn denken kann. Andererseits festigt sich auch allmählich der Gedanke, dass das ganze Unterfangen relativ aussichtslos ist. Der Preis wäre mir zu hoch, ich fühle, wo mein Platz ist und wo ich gebraucht werde. Ist das wieder das Über- Ich, was da zu mir spricht?
Ich möchte nach wie vor das Treffen, bin mir jetzt aber relativ sicher, dass ich es mir auch erstmal nur als "Wiedersehen" vorstellen will. Dass ich mit ihm schlafen könnte, kann zwar passieren, ich würde da aber doch sehr stark auf meine Vernunfts- Stimme hören, denn überstürzen will ich nichts. Ich denke, das würde auch M2 verstehen, wir brauchen nichts übers Knie brechen, wir sind keine Teenies mehr.
Dann werde ich erstmal abwarten zum Einen, wie mir das Treffen gefällt, zum Anderen, wie mein Mann darauf reagiert. Kann ja sein, dass da Reaktionen kommen, die er sich selbst aus dem "sicheren Hafen" jetzt noch nicht vorstellen kann.
Vielleicht kommt er mit der Situation aber auch besser als gedacht zurecht, dann kann man ja noch einmal über das Konzept "offene Beziehung" nachdenken.
Ich werde mich weiterhin auf die Suche nach meinen verborgenen Wünschen und Sehnsüchten machen und mit meinem Mann darüber in Kontakt bleiben.
@ Lust und Liebe: Wo kann ich denn deinen Strang nachlesen? Würde mich sehr interessieren...
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23.03.2017, 18:25Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Ich bin jetzt über neun Jahre getrennt und seit dieser Zeit habe ich nur noch spärlichen bis kaum vorhandenen Kontakt zu meinen (alle erwachsen) drei Kindern.
Ich wäre froh, wenn ich mal mit Dir tauschen dürfte, und meine Kinder um mich hätte (bitte nicht als Angriff werten, sondern nur als Beschreibung meiner besch....... Situation in dieser Hinsicht.)
Wahrscheinlich hat mich diese persönliche Erfahrung auch auf deine Aussage verstärkt anspringen lassen, oftmals ist es nicht leicht, damit klar zu kommen.
lg jaws
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23.03.2017, 18:46Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Momratz, den Strang von Lust und Liebe (sowie einen großen Teil der hier Schreibenden ☺) findest du, wenn du auf ihrem Profil "Themen" anklickst.
Bei LustundLiebe waren m. E. die Vorrausetzungen anders. Es ist ein gefestigtes Paar ohne Kinder.
Das sind zwei andere Vorrausetzungen.
Die Tatsache, dass M2 den Kontakt auf Halde gelegt hat, bedeutet, dass er mehr will. Das Lebens Konzept von LuL ist ein anderes.
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23.03.2017, 18:51Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?

Einen konkreten "Problemstrang" gibt es von mir nicht, eher so etwas wie eine Metadiskussion:
Jenseits der klassischen Monogamie – über die Praxis alternativer Beziehungsformen
Den zu lesen, gleicht aber einer Mammutaufgabe. Aber er gibt, glaube ich, viele gute Hinweise (nicht nur von mir) zum Thema "Offene Beziehung". Solltest du konkrete Fragen an mich haben, beantworte ich sie dir gern. Meine Situation ist aber kinderlos, insofern nur bedingt vergleichbar.
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23.03.2017, 19:01Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
@ jaws Lass dich mal
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23.03.2017, 19:16Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Oh, da haben wir uns überschnitten.
Was M2 angeht, wäre ich mir nicht so sicher. Vielleicht ist er auch nur hochgradig manipulativ – oder einfach gerade mit der Situation überfordert.
Ich muss dir aber vehement widersprechen: Ich habe kein Lebenskonzept! Mein Leben kommt, wie es kommt. Und es hat sich in den eineinhalb Jahren seit dem Thread ja auch weiter entwickelt.
Eine Parallele zu Momratz ist allerdings der Aspekt, dass ich mich mit meinem M2 über die uns verbindende Kunst auf eine Weise austauschen kann, wie ich es mit meinem Mann nicht kann. Das spielte allerdings in meinen bisherigen Beiträgen in anderen Threads nie eine Rolle, passte hier nur gerade so, weil es mich im weitesten Sinne auch gerade sehr beschäftigt.
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23.03.2017, 19:19Inaktiver User



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