und ich finde du könntest den ehemann der hier der einzige echte verlierer ist und sein dilemma ruhig mal in deine interpretation mit einfliessen lassen.
punkt ist was sie empfindet sollte sie besser nicht ihren kindern erzählen. dann müsste sie nämlich sagen: "so ihr lieben mami hat euch jetzt lang genug als fesseln und folter ertragen, jetzt macht sie mal worauf sie selber lust hat. verantwortung ist scheisse, lol CU"
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23.03.2017, 14:57Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
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23.03.2017, 15:03Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Damit dürftest Du nahe an den Gegebenheiten sein, ich frage mich nur, warum die Hinwendung an einen anderen Mann eine Befreiung aus diesen Fesseln sein soll.
Und wenn die Kinder tatsächlich so sehr "nerven", gäbe es ja auch noch die Väter, mit denen man sich mal über alternative Betreuungsmodelle austauschen könnte.
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23.03.2017, 15:14Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Absolut, darauf wollte ich hinaus. Ich fordere den Ironie-Smiley.
Das Drama ist doch viel größer. Die TE hat keine Angst vor einer Trennung, sie hat sich damit bereits auseinander gesetzt, sie die Erfahrung sogar schon gemacht, sie weiß, dass das Leben auch ohne Mann weiter geht, dass Kind 1 keine bleibenden Schäden von der Trennung des Kindsvaters davon getragen hat und Kind 2 es wohl auch nicht tun wird. Dennoch will sie es nicht auf Teufel komm raus, sondern versuchen, ihre Bedürfnisse und Facetten innerhalb der bestehenden Ehe besser ausleben zu können. Die bisherigen Strukturen ließen das nicht zu. Doch diese Strukturen hat ihr Mann selbst eingerissen. Und die TE nutzt die Gelegenheit, auf diesem Scherbenhaufen einen neuen Weg zu finden. Ich lasse mich gern von der TE belehren, wenn ich da zu viel hineininterpretiere.
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23.03.2017, 15:49Inaktiver User
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23.03.2017, 15:52Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Das mag ja alles sogar stimmen, was Du hier ansprichst, ich halte es nur nicht unter der Prämisse "etwas gut zu haben" als praktikable Lösung.
Das ist ein Vorbehalt, der schwer auflösbar ist.
Wie lange ist denn die Frist bei "etwas gut zu haben", wie weit darf man da gehen, kann man das alles wieder stoppen, wenn "etwas gut zu haben" aufgebraucht ist?
Da ist augenblicklich die Gemengelage noch viel zu verworren, als dass man hier schon Festlegungen und Abmachungen hinsichtlich einer Affärenlösung machen könnte.
Wenn ich bedenke, dass der potenzielle Liebhaber von momratz alterstechnisch gesehen schon der Vater ihres Mannes sein könnte, dann mag das auch ein Hinweis auf momratzs Problematik sein, aber auch für weiteren Zündstoff sorgen, denn sie sieht ihren Mann ja eh schon im Entwicklungsrückstand.
lg jaws
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23.03.2017, 15:54Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
denke das wird nicht nötig sein, ihr seid euch da sicher einig was die kompromisslosigkeit angeht. meienr meinung nach ist eine partnerschaft immer mit opfern und kompromissen verbunden. das sollte einem klar sein wenn man eine eingeht und man sollte es auchnicht vergessen. wenn die kompromisse mal nicht mehr mit dem lebensentwurf vereinbar sind ist das auch ok aber dann sollte man seinen bisherigen lebensentwurf erst aufgeben um auf dem weg die leidigen kompromisse los zu warden. die kinder kann man aber nicht los warden, dieses kompromiss muss man wohl ertragen zumndest bis sie 18 sind.
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23.03.2017, 16:27
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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23.03.2017, 16:48Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Ich möchte versuchen das Gesamte zu betachten.
Ich hoffe, momratz, dass du bei Falscheinschätzungen meinerseits, diese korrigierst. Vielen Dank!
Es handelt sich hier um eine Frau, deren Mann ihr vor knapp vier Monaten eröffnete, dass er nicht weiß, ob er an der Ehe mit ihr noch festhalten will. Zudem wurde ihr bewusst (oder hat er es erst da mitgeteilt), dass er Drogen nimmt.
Dieses "Aus der Ehe gehen wollen", dieses Zweifeln hat momratz den Boden unter den Füßen weggerissen.
Ja... es war auch für ihn eine schlimme Zeit. Aber auch für sie. Sie musste damit klar kommen, dass er sie (evt.) nicht mehr liebt, dass das Vertrauen von seiner Seite aufgekündigt wurde. Und das Schwierigste war, dass er auch für das gemeinsame Kind nichts positiv empfand.
Er wollte ein Leben alleine. Ohne Fesseln. Nur sich! Dies ist keine Wertung von meiner Seite.
So... jetzt kommt Momratz dran ☺.
Momratz musste mit dem Vertraunesverlust klar kommen, zwei Kinder auffangen und einen zweifelnden Mann.
Wenn ich das richtig lese, geht er wieder Schritte auf sie zu... als Ehefrau, als Geliebte.
Aber.... mit ihr hat das etwas gemacht. Es hat die Ehe grundsätzlich in Frage gestellt. Von seiner Seite und von ihrer Seite.
Und sie fragt sich jetzt, ob das, was sie so vermisst, bei jemand anderem finden kann.
Und auch sie wünscht sich das, was er wollte... frei sein, ungebunden sein.
Ich kann das sehr gut nachvollziehen, stand ich in unsere Ehekrise doch auch am Bahnhof und schaute den ICEs, die zum anderen Ende des Landes fuhren, sehnsuchtsvoll hinterher.
Mich hielten tatsächlich meine Kinder davon ab einzusteigen. Und gleichzeitig fand ich es total gemein, dass er etwas ähnliches getan hatte.
Geht es dir so in Bezug auf das Verhalten deines Mannes?
Eventuell liege ich völlig falsch.
Liebe Momratz, wie stellst du dir Beziehung vor? Was ist für dich wichtig?
Vielleicht sind das Fragen, die du für dich lösen solltest. Und da helfen weder Drogen noch andere Männer oder zu viel Arbeit.
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23.03.2017, 17:29Inaktiver User
AW: Soll ich oder soll ich nicht?
Lieber jaws,
nun habe ich unzählige Male versucht, auf deine Beiträge einzugehen, und immer hat das Datennirvana sie geschluckt. Nun bin ich extra an meinem freien Tag ins Büro gegangen, um vom Rechner schreiben zu können. Fühle dich wenigstens ein bisschen geehrt!
Nun, ich sehe schon einige Übereinstimmungen: Beide sind eher wortkarge Eigenbrötler, die man zur Kommunikation »zwingen« muss, beide sind aufopferungsvolle Arbeitsbienen, die sich eher kaputt arbeiten als mal einen Riegel vorzuschieben … Aber das ist zweitrangig.
Was definitiv ein Unterschied ist, ist der Leidensdruck und der Veränderungswillen des Mannes der TE. Mein Mann hatte niemals eine derartige Krise. Insofern ist unsere Beziehungsöffnung tatsächlich eher auf einem »soliden Fundament« geschehen. So weit, so gut.
Aber umso mehr sehe ich hier die Krise als Chance. Nämlich genau die:
Ich kann das nicht für die TE beantworten, aber meine Sichtweise darauf ist meiner eigenen Persönlichkeit geschuldet: Für mich hat eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit einem Thema – gerade, wenn es ums Künstlerische geht – eine sehr starke emotionale und eben auch sexuelle Komponente. Im weitesten Sinne Kunst zu machen, bedeutet immer auch viel mehr von sich in die Waagschale zu legen, als man das als Buchhalter oder Sachbearbeiter tut. Ich meine, dies zwischen den Zeilen auch bei der TE zu lesen (und deshalb trifggert mich der Thread wahrscheinlich auch so – im positiven Sinne). Und ich meine zu lesen, dass genau dieser Teil ihrer Persönlichkeit innerhalb ihrer Ehe und Familie zu kurz kommt. Kunst verträgt sich nicht gut mit Alltag (auch wenn Thomas Mann das wohl anders gesehen hätte). Und vielleicht verträgt sich die Künstlerin noch viel weniger mit dem vermeintlich »idealen« Alltag als Mutter und Ehefrau?
So eine Aussage kann nur von einem Mann stammen. Aber ich gebe dir recht, auch das sollte auf dem Prüfstand stehen.
Der Mann der TE hat doch ganz klar geäußert, was sie s.E. »gut hat«:
Ich plädiere ja auch dafür, dieses Treffen zunächst einmal zuzulassen und dann weiter zu schauen, was es mit der TE und ihrem Mann und M2 macht. Und dass sich die TE bis dahin und dabei weiterhin Gedanken darüber macht, was genau ihr fehlt, wo ihr Dilemma konkret liegt. Und sie eben kommunikativ ihren Mann immer wieder herausfordert …
Ich halte M2 derzeit tatsächlich auch in erster Linie für ein Symptom und eine Projektion. Gerade diese vermeintliche Nähe, wenn man sich ewig kennt, ist extrem tückisch.
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23.03.2017, 17:37Inaktiver User



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