Die erste Stelle in deinem Bericht, als ich gedacht habe "Der hätte mich nie wiedergesehen." war die Aktion als du deine Sachen aus seiner Wohnung entfernen musstest.
Du musst ganz dringend an deinem Selbstwertgefühl arbeiten.
Von außen liest sich das so katastrophal, was du alles mit dir machen lassen hast.
Weiter oben schriebst du was von "Wenn die dann besser zusammen passen..." das sich anhört, als würdest du ihn sogar zurücknehmen, wenn er wieder mit irgendeiner Entschuldigung und Heulerei ankäme.
Mensch.
Schau mal: Anhand deines Gewichts kannst du dir doch angucken wie es dir in deiner Beziehung ging.
Ohne Ärsche im Leben-schlank.
Kaum hast du solche wieder im Leben- Gewicht geht nach oben.
Antworten
Ergebnis 21 bis 29 von 29
Thema: Und dann kam... die Neue
-
09.10.2016, 13:55
AW: Und dann kam... die Neue
-
14.10.2016, 08:31
AW: Und dann kam... die Neue
So geht es vielen Frauen, die fuer etwas Verliebtheit und ein paar glueckliche Tage bereit sind, sich total in eine Beziehung hinein zu steigern - egal wie mies sie behandelt werden.
Bitte versprich hier allen, dass Du so etwas nicht mehr mit Dir machen laesst? Ich habe ewig gebraucht um heraus zu bekommen, dass ich eine hohe Leidensfaehigkeit bei Maennern habe und dass das (Ueberraschung!) keine Staerke sondern eine Schwaeche ist.
Wie von vielen gesagt: als seine Ex auf Besuch war haettest Du fragen koennen, wo sie denn wohnt. Und wenn er gesagt haette: bei mir dann haettest Du sagen sollen: "Auf dem Sofa? Ist das Dir nicht etwas peinlich mit mir im Bett und morgends fruehstuecken wir alle drei zusammen? Hat sie keine Freunde in der Stadt?" Und wenn er dann was von zwei Wochen seine Ruhe haben und all Deinen Kram mit Dir nehmen, dann haette ich wohl gepackt aber in der Tuer schon gesagt, nach dem Meisterstueck muesste er sich aber nicht bei Dir melden.
-
17.10.2016, 10:23
AW: Und dann kam... die Neue
Ihr Lieben, ich danke euch für eure Antworten. Ich war jetzt ein paar Tage weg und konnte meine Gedanken sortieren. Das hat gut getan.
Und mir ist auch bewusst geworden, welche Fehler ich gemacht habe und was ich dringend ändern muss.
Nicht im Bezug auf ihn - der Zug "Beziehung" oder sonstwas in der Form mit diesem Mann ist abgefahren als er eine neue Frau in sein Bett geholt hat.
Ich will ihn auch gar nicht in Schutz nehmen dafür, wie das alles gelaufen ist. Grundsätzlich ist er kein schlechter Mensch, aber er hat im Bezug auf Loslassen und Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen doch ein massives Defizit.
Und ich hab definitiv eines wenn es um meinen Selbstwert geht. Das haben hier ja auch alle schon ganz richtig erkannt.
Die Spirale fing an sich abwärts zu drehen, als ich erstmals aus der Verliebtheitsphase herausgefallen und hart auf dem Boden der Tatsachen aufgeschlagen bin. Ich wollte ja damals schon gehen aber er hat mich zurückgehalten. Er hat das ja auch am Ende zugegeben, dass er mich nicht gehen lassen wollte.
Ich hätte es sicher anders lösen sollen damals.
Davon, Menschen die mir wichtig sind einfach aufgrund einer Meinungsverschiedenheit aus meinem Leben zu werfen, halte ich nicht allzu viel.
Ich hätte mich damals einfach zurückziehen und mein Leben mit Abstand von ihm weiterleben sollen, statt mich immer weiter in diesen ganzen komplizierten Strudel ziehen zu lassen, der ihn umgibt.
Irgendwann - und das gebe ich offen zu - habe ich mich gehen lassen (weil mich das alles belastet hat und ich das Gefühl hatte, keine Energie mehr zu haben) und meine Kraft nur noch aus den schönen Momenten zwischen uns gezogen.
Das war ein großer Fehler, weil es mich natürlich sehr getroffen hat, wenn es dann plötzlich nicht mehr ganz so schön war und ihn auch genervt hat, dass ich gefrustet war.
Ich hatte während unserer gemeinsamen Zeit oftmals das Gefühl, einfach mal alles abschalten zu müssen und mich auf mich selbst konzentrieren zu müssen, aber das fiel mir nicht leicht. Wenn wir eine Pause vereinbart hatten um zur Ruhe zu kommen, wurde ich immer rastlos, weil ich Angst hatte dass er nach dieser Pause vielleicht eine neue Frau kennengelernt haben würde. Tja, das ist jetzt passiert. Und nein, ich möchte ihn gar nicht so zurück nehmen.
Ich war in den ersten Tagen am Boden zerstört - habe ja auch hier geschrieben, dass ich nicht weiß wie ich da am schnellsten und besten für mich rauskommen soll. Aber jetzt konnte ich ein paar Tage weit weg ausspannen und habe gemerkt, dass trotz der Trauer über den Verlust doch ein Gefühl viel stärker ist.
Und zwar das der Freiheit, jetzt endlich nicht mehr das Gefühl zu haben, für jemanden mitdenken zu müssen, Kompromisse zu schliessen und sich nicht sicher zu sein ob diese richtig sind. Und dieses ganze Gedankenwirrwar ist einfach weg.
Das ist schon sehr entspannend und ich sehe der Zukunft jetzt gelassener entgegen.
Eines werde ich sicher nicht mehr tun und das ist, mich auf jemanden einzulassen der gerade frisch getrennt ist. Viele Leute haben mich davor gewarnt und das Internet ist ja nunmal auch voll von solchen Geschichten. Ich denke, ich wollte einfach daran glauben, dass es bei uns anders wird. Aber das kann es offenbar nur in den seltensten Fällen. Nicht falsch verstehen - ich habe absolut nichts gegen eine Vergangenheit. Die hat jeder und die sollte auch jeder haben. Aber wenn das so frisch ist, dann beeinflusst das einfach was Neues - vor allem wenn man sich als Neue damit beschäftigt.
Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht - ob die "Neue" das vielleicht nichtmal bemerken wird. Aber es geht ja nicht um sie oder sonstwen, sondern um mich. Und ich wäre in dieser Konstellation zu diesem Zeitpunkt nur weiter unglücklich gewesen.
Also sehe ich es als Aufgabe an, die ich gelernt habe und die Zeit des Frustes werde ich nicht mit weiterem Frust nähren. Ich möchte stattdessen neu anfangen und etwas für mich tun, sodass ich bald wieder voller Freude und Stolz in den Spiegel gucken kann.Geändert von unipony (17.10.2016 um 10:31 Uhr)
-
17.10.2016, 14:04Inaktiver User
-
17.10.2016, 15:49
AW: Und dann kam... die Neue
Ja, da hast du natürlich recht. Ironischerweise hätte sich das ja bei uns auf ähnliche Weise mit der Neuen wiederholt, hätte ich nicht nachgebohrt. Ich denke tatsächlich nicht, dass er mir grundsätzlich wehtun oder sich dadurch einen Egopush verleihen wollte - er schafft es schlicht und ergreifend nicht, sein Leben in geregelte Bahnen zu lenken.
Ich dachte wohl immer, ich würde ihn irgendwie "retten" können. Wir waren uns sehr nah - sicher viel zu sehr zeitweise. Irgendwann habe ich eher die Rolle der verständnisvollen platonischen Freundin (+) eingenommen. Aber ich selbst wollte natürlich mehr sein und ich denke so haben wir uns gegenseitig immer wieder derart hochgeschaukelt, dass es am Ende eskaliert ist.
Für mich möchte ich einfach diese "was wäre wenn"-Denke loswerden und im jeweiligen Moment darauf achten, was mir gut tut und was nicht. Ich habe sicher zu oft gedacht, wenn ich dies oder jenes tue wird es so und so - tue ich es nicht, passiert das und das. Sowas kann einen auf Dauer wirklich verrückt machen. Aber so möchte ich natürlich nicht sein. Ständig im Stress, zwischen abwartend und ungeduldig, Verständnis und den eigenen Bedürfnissen.
Ich sehe letztendlich aber auch das Gute in der Situation. Es hat mich wachgerüttelt und mir nach ein paar Tagen der Verzweiflung nun tatsächlich den Motivationskick verpasst, den ich in den vergangenen Monaten so sehr wollte aber nicht hatte. Ich habe mir jetzt neue - und vor allem eigene - Ziele gesetzt in die ich meine Energie investieren möchte und von denen ich glaube, dass ich am Ende noch mehr Energie aus ihnen bekomme.
-
18.10.2016, 15:32Inaktiver User
-
18.10.2016, 21:26
AW: Und dann kam... die Neue
Und bitte mach nie noch einmal so etwas mit, was schon per se unnormal ist:
Ist es normal, dass ein Freund seine Freundin mit Sack und Pack aus der Wohnung schmeißt, wenn seine alte Flamme im Anmarsch ist?
Ist es normal, dass man mal kalt und dann heiß behandelt wird?
Du bist doch kein Schrubblumpen mit dem man machen kann was man will.
-
18.10.2016, 21:27
AW: Und dann kam... die Neue
doppelt
Geändert von Cara123 (19.10.2016 um 01:33 Uhr)
-
19.10.2016, 10:52
AW: Und dann kam... die Neue
Nein, es ist nicht normal, dass ein Mann seine Freundin mit Sack und Pack aus der Wohnung wirft wenn die Ex antanzt.
Es ist eventuell ein klein wenig nachvollziehbar, dass man mal heiß und mal kalt behandelt wird ab und an. Ich denke, das kommt immer auf die jeweilige Situation an und vor allem auch darauf, wie man selbst reagiert.
Wenn man panisch anfängt zu klammern und sich scheinbar alles gefallen lässt, bzw. rummeckert, aber trotzdem bleibt, dann denke ich schon, dass es für das Gegenüber ebenfalls problematisch ist.
Wie gesagt, irgendwann habe ich mich in einem Teufelskreis wiedergefunden und kam nicht mehr raus. Auch ich habe sicher einen großen Teil dazu beigetragen, dass das bei uns mit der Zeit immer mehr in Schieflage geriet. Das soll wiederum keine Entschuldigung für ihn sein, aber ich reflektiere mich auch in solchen Situationen gern mal selbst wenn ich aus dem Gröbsten heraus bin und möchte ja auch vor allem an mir arbeiten und an den Dingen mit denen ich mir selbst Stress verursacht habe.
Mir geht es jetzt jedenfalls schon sehr viel besser. Ich arbeite im Moment an mir, konzentriere mich auf mein Leben und alles was ich tun kann damit es MIR gut geht. Der Rest kommt sicher irgendwann von allein.


Zitieren

