Liebe TE,
Ich erkenne mich in vielem was du schreibst wieder. Meine Geschichte ist eine ganz andere, allerdings hat mein Ex meine Grenze auch immer wieder überschritten. Wenn ich dann gehen wollte hat er geweint, mich angefleht, Ausflüchte gefunden und Mitleid gesucht: er wäre verwirrt und wüsste nicht was er tut. Er tat mir jedes Mal leid und er hat so unglaublich leidend gewirkt dass ich jedes Mal dachte dass er mich doch lieben MUSS wenn er so traurig ist. Allerdings waren wir auch sehr lange zusammen und wir hatten auch sehr schöne Zeiten die ich zurück wollte.
Naja, jedes Mal wenn ich ihn dann zurück genommen hatte kam eine neue noch größere Enttäuschung, er hat mich echt fertig gemacht mit seinem Verhalten. Ich habe es dann endgültig beendet, wobei er dann natürlich meinte: JETZT habe er es wirklich verstanden und er würde NIE wieder Mist bauen. Ich glaube das aber einfach nicht mehr.
Sei froh, dass es vorbei ist. Solche Geschichten sind scheinbar keine Seltenheit. Er hat von Anfang an deine Grenzen überschritten und wird es immer wieder tun, denn du lässt es mit dir machen.
Ja, die neue wird jetzt eventuell mit seiner Zuneigung überschüttet, aber du weißt ja, welches Schicksal auf sie wartet. Würdest du wirklich mit ihr tauschen wollen?? Es wirkt so, als ob er die Frau erst ganz fest in seinen Banm ziehen will bis er einfach nur noch macht was ihm gefällt, und die Frau hängt dann schon sein und kommt nicht mehr so einfach los..
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 29
Thema: Und dann kam... die Neue
-
06.10.2016, 15:02
AW: Und dann kam... die Neue
-
06.10.2016, 15:08Inaktiver User
AW: Und dann kam... die Neue
Was für´n Arsch. Schon beim ersten Karton packen wäre ich weg gewesen.
Es hat niemand verboten, Kontakt zur Ex zu haben. Aber dabei die neue Partnerin so zu negieren und zu verleugnen, nein, furchtbar.
Es war für Dich ein Sch.... Gefühl, dann stehe das nächste Mal dazu und gehe.
Er wird immer diese Muster haben. Einfach, weil er nach den Schmetterlingen nicht zu einer tiefen Liebe findet. Mach einen Schnitt, schieße ihn zum Mond
-
06.10.2016, 15:17
AW: Und dann kam... die Neue
Ja, auch wir hatten sehr schöne Zeiten auf die er sich immer berufen hat. Dass es so endet hätte ich nicht gewollt. Eigentlich hatte ich vor, auf Abstand zu ihm zu gehen und mir wieder selbst etwas unabhängig von ihm und seinem Umfeld aufzubauen auf das ich mich verlassen kann, wenn er mal wieder den Rückzug antritt.
Manchmal habe ich geglaubt und gehofft, dass er irgendwann soweit ist, sein altes Leben so loszulassen dass er uns auch so wertschätzen kann wie ich das tat. Manchmal habe ich mir auch einfach gewünscht, von ihm loszukommen und jemanden kennenzulernen mit dem es weniger kompliziert ist. Ich denke, einer meiner Denkfehler ist genau das - je komplizierter desto wertvoller. Und je einfacher desto uninteressanter.
Ich denke ich gönne der Neuen nicht den Triumph. Und ich gönne auch ihm nicht, dass er da jetzt gerade glücklich ist. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder sie schnallt früh genug auf was sie sich einlässt und geht. Oder sie bleibt und wird früher oder später für ihn genauso anstrengend wie ich. Vielleicht ist es auch Möglichkeit 3 - es klappt jetzt einfach, weil die beiden besser zusammenpassen. Aber dann ist das so und egal was es ist, ich möchte es nicht mehr mit ansehen müssen, so wie er es sich gewünscht hätte.
-
06.10.2016, 15:32
AW: Und dann kam... die Neue
Das habe ich getan :)
Ich hab sämtliche Kontakte gelöscht. Und du hast recht - ich hätte gehen müssen, weil es zu oft ein Sch...gefühl war und ich hab mir definitiv viel zuviel bieten lassen.
Bei dieser Sachen-packen-Sache haben alle mit dem Kopf geschüttelt, die es mitbekommen haben. Ich hab ihn allerdings - warum auch immer - dabei noch in Schutz genommen. Und das ist natürlich auch meine Schuld - um auch nochmal das mit dem Opfer von vorher aufzugreifen - ich bin nicht hier um mich bauchpinseln zu lassen und mir ausschließlich anzuhören, wie gemein das von ihm und wie rücksichtslos das von der Tante war.
Mir ist bewusst, dass ich den Punkt verpasst habe - oder sagen wir die Bedeutung besagten Punktes nicht wahrgenommen habe - an dem ich hätte gehen sollen.
Es ist alles so ineinander übergegangen. Am Anfang wurde bei mir Mitleid für die arme Ex erzeugt, irgendwann fand ich mich plötzlich Monate später in derselben Situation wieder und es hatte sich nichts geändert - nur hat er da mein inzwischen fehlendes Verständnis dafür, damit "bestraft" dass er erstmal unsere gesamte Beziehung infrage gestellt hat, denn wir würden ja nur noch streiten und er könne mir nicht das geben was ich bräuchte und verdient hätte. Das wiederum hat ein wenig an meinem Ego gekratzt, weil es für mich irgendwie eher so klingt als wäre ich jemand der zuviele Disney-Filme geschaut hat und von dem Traumprinzen auf dem weißen Gaul träumt, der alles ein bisschen verklärt sieht und mit der Realität auf dem Beziehungsmarkt nicht klar kommt.
-
06.10.2016, 15:39
AW: Und dann kam... die Neue
Ich fange jetzt mal etwas böse an: Willst du für obige Aussage das Bundesverdienstkreuz?
Verzeih. Dieser Mann hat ein Talent, was bei dir auf offene Arme gestoßen ist. Er ist sensibel, er kann heulen, er kann dich damit um den Finger wickeln. Er hat geklammert (du hast es als solches definiert). Du warst sprichwörtlich verloren. Dein neues Selbstbewusstsein hat dich leider an keinen selbstbewussten Mann geführt.
Spätestens bei der Tatsache, dass du das Feld sprichtwörtlich räumen solltest, als seine Ex wieder einschneite, hätte dich dein Selbstbewusstsein auf den Pfad der Vernunft führen sollen und dieser unguten Beziehung ein Stopp-Schild auferlegen sollen. Erst als du "akzeptiert" hast, dass du nur die Zweitfrau bist, lief es für eine Weile wie geschmiert und zwar letztendlich nur für ihn.
Was du schreibst ist alles so ungut und für einen Außenstehenden so furchtbar anzuhören. Ich möchte dich schütteln und dir sagen, dass du auf keiner wahren Liebe aufgebaut hast. Dieser Mann kann nicht alleine leben, er braucht Weiblichkeit um sich, an die er sich kuscheln kann. Wie man das macht, liegt ihm im Blut. Aber wehe, du hast Wünsche, dann wirst du zurückgewiesen.
Liebe TE, soll er mit der nunmehr Drittfrau glücklich werden. Du solltest dir deine Wunden lecken und versuchen, diese ungute Beziehung nicht allzu sehr in dein Herz einzubrennen, damit die wirklich wahre und gut Liebe bei dir wieder ein Chance hat. Dieser Mann hat dir zwei schöne Jahre deines Lebens gestohlen. Sei ihm dafür sauer. Verzeihe dir, dass du so blind warst. Bekomme aber nun die Kurve und löse dich von ihm. Beginne endlich wirklich dein Selbstbewusstsein zu leben. Aber bitte nicht mehr mit diesem unguten Mann.
-
06.10.2016, 15:51
AW: Und dann kam... die Neue
Klingt tatsächlich so, als wolle ich das Bundesverdienstkreuz :)... aber nein, ich möchte natürlich nicht von allen für meine Selbstlosigkeit beklatscht werden. Es ist nur so - und du schreibst das auch richtig - mir fehlen jetzt zwei Jahre und es fällt mir leider zu spät auf, dass es tatsächlich keine Liebe gewesen sein kann. Zu keinem Zeitpunkt. Auch wenn er das anders sieht. Er findet es schade, dass ich die Jahre als verschwendet bezeichnet habe. Er wird mich nie vergessen und ich solle ihn bitte auch nicht vergessen.... den Schrott hab ich mir oft genug angehört und mich weichklopfen lassen.
Aber mit einem Unterschied - da hatte er noch keine andere flachgelegt. Und so schlimm das für mich ist, so gut hat das geholfen ihn endlich mit ganz anderen Augen zu sehen.
Auch da, dass er selbst nicht selbstbewusst ist, stimme ich dir zu. Er hat sich am Anfang von mir mittragen lassen. Ich war zu Beginn meist die stärkere. Aber irgendwann ist das gekippt. Und damit hab ich lang gekämpft.
-
06.10.2016, 16:10
AW: Und dann kam... die Neue
Ja klar, sowas passiere halt! Wieso passiert das dann nicht jedem, wenn es so normal wäre? Weil es nunmal nicht stimmt.
Hallo, ich bin in einer Beziehung und gehe mal eben mit jemandem heim um gemeinsam die Nacht zu verbringen. Das passiert nicht, das tut man. Und man kann sich ausrechen, dass die Partnerin damit sehr verletzt wird (falls man nicht idealerweise im Falle solcher Gelüste eine polyamouröse oder zumindest offene Beziehung GEMEINSAM vereinbart hat). Beziehung bedeutet nunmal, Dinge gemeinsam auszuhandeln und es so zu gestalten, dass beide einigermaßen damit leben können.
Wer etwas macht und damit wissend in Kauf nimmt jemanden zu verletzten, muß das genau so auf seine Kappe nehmen und sich nicht mit "passiert halt" herausreden.
Der Mensch ist das einzige Wesen, welches will, alle anderen müssen. Und wer etwas will hat Handlungsoptionen es zu tun oder nicht zu tun. Nur wer muß, hat diese nicht. Ich vermute dein Freund ist ein Mensch und kein Kater.
Und die Mitleidsmasche, es gehe ihm schlecht. Ja wen soll das interessieren! Leider immer wieder die mitfühlenden, zarten Frauen. Ich glaube irgendwo liegt da ein grottenschlechtes Drehbuch rum, in das diese Sorte Einsicht nimmt. Man könnte fast Vorhersagen, welcher Text an welcher Stelle kommt.
Natürlich möchte auch er dich in seinem Fanclub haben. Wieso auch nicht. Er findet dich ohne Zweifel gut, sonst wäre er nicht mit dir zusammen (gewesen). Er möchte mit Sicherheit deine Zuneigung, deine Bewunderung, deine Energie, die guten Sachen mit dir. Er will nur nicht, "nur" dich. Er will auch andere Fans. Weil, die sind auch nett. Er will nicht das Anstrengende, will heißten, deine Bedürfnisse sehen, keine Verantwortung und nichts was streßt. Wenn er dich alle paar Wochen anrufen könnte, wenns ihm grad paßt, um dann weiß-Gott-was mit dir zu tun - auch in die Kiste - wärst du sicher nach wie vor dabei.
Der Meinung bin ich nicht. Ich denke schon, dass du in einer verletzlichen Phase bist, in der du in erster Linie positive Zuwendung brauchst. Keine weiteren Vorwürfe - ob von außen oder von dir selbst. Du brauchst Worte, Taten und Dinge die dich stärken.
Was nutzt es dir, nun hinzuhauen und zu sagen, du hättest da und dort gehen sollen, nicht mit dir machen lassen sollen. Was nutzt dir Asche aufs Haupt? Im Moment genau Null.
Aufarbeiten kannst du später, wenn du weiter weg bist, wenn du klarer siehst, wenn du den Raum dafür hast. Nicht jetzt.
Du hast die Fähigkeit Kompromisse zu machen und dich auf einen Partner einzulassen, auch wenn damit erstmal eine Grenze angeritzt oder klar verletzt wird. Ohne diese Eigenschaft ist es genau genommen völlig unmöglich länger als 3 Monate in einer Beziehung mit einer "fremden" Person, mit eigenen, anderen Bedürfnissen zu verbleiben. Du kannst nur mit jemand anders leben, wenn du bereit bist, einiges einfach zuzulassen.
Die Grenze, wo`s zur Tortur wird, hast du ja gespürt, auch aufgezeigt. Also kein Leid bis zur Selbstaufgabe. Das ist schon wichtig.Durchsage:
"Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."
-
06.10.2016, 16:41
AW: Und dann kam... die Neue
Ich weiß, es nutzt mir überhaupt nichts jetzt noch in der Vergangenheit zu wühlen um zu sehen wann ich in diesem Fall das Handtuch hätte werfen sollen. Passiert ist passiert und da es ihn nichtmal mehr wirklich interessiert, brauche ich bei ihm auch keine Aufarbeitung unserer Fehler mehr zu starten.
"Glücklicherweise" hat er mit dieser letzten Aktion aber tatsächlich den Point of no return überschritten. Wenn ich manchmal grundlos eifersüchtig war, motzig, frustriert, was auch immer mir quer hing und was ich an ihm ausgelassen habe - das habe ich mir eingestanden und versucht zu denken bevor ich rede und nicht umgekehrt. Das hat mal besser und mal schlechter funktioniert, aber ich weiß grundsätzlich schon, wo ich überreagiert habe und wo ich nicht vehement genug reagiert habe.
Aber er wusste - weil oft genug gesagt - dass mir Ehrlichkeit in diesem Fall wichtig gewesen wäre. Mir ist natürlich auch bewusst, dass er erstmal schauen wollte ob er sich was aufbauen kann bevor er hier abbricht. Dennoch hat er in den letzten Wochen so sehr drumherum geredet, dass ich tatsächlich erst bei näherem Hinsehen gemerkt habe, dass er mir etwas verschweigt. Und dass er mit mir eine Woche in Urlaub geflogen wäre, obwohl er schon längst mit Kopf und ... woanders war, erzeugt bei mir doch eine große Wut.
Und sicher hätte er sich gewünscht, mich irgendwie zu halten wie du es oben beschreibst. Ob als Anker wenn das nix wird mit der Neuen oder vielleicht sogar als zweiten Fan den man besuchen kann wenn es mal gerade nicht so läuft. Aus seiner Sicht wäre ich in dem Fall wohl tatsächlich noch dabei - aus meiner Sicht aber keinesfalls.
-
06.10.2016, 16:42Inaktiver User
AW: Und dann kam... die Neue
@unipony
er hat dich als eine Art Lebens- und Freudespeicher missbraucht.
.
Wenn du magst, schau dir mal das Buch "wenn Frauen zu sehr lieben" an. Das hat mir auch sehr geholfen.
-
06.10.2016, 16:55
AW: Und dann kam... die Neue
Danke dir für den Tipp. Ich habe immer mal wieder in entsprechenden Ratgebern gelesen - manche wiederholen sich endlos, andere wiederum haben ganz nette Impulse die man mitnehmen kann. Grundsätzlich ist mir aber tatsächlich aufgefallen, dass sowas meist erst dann fruchtet, wenn man richtig alleine ist. Irgendwie ist man dann aufnahmefähiger für solche Tipps und man kann sich gut vornehmen, sie umzusetzen. Leider klappt das aber in der Situation auch nicht immer... aber ich denke, wenn ich den Kopf wieder etwas freier habe, werde ich mich auch drum kümmern an dem grundsätzlichen Muster zu arbeiten, das bei mir abläuft. Im Moment kommt mir der Fall noch so spezifisch vor, dass ich ihn nicht mit grundsätzlichen "Lebenstipps" in Verbindung bringen würde, weshalb ich das auch hier präzisieren wollte.
Natürlich ist es kein Einzelfall, nicht spezifisch und schon lange nicht individuell. Je mehr man in so einer Situation liest oder spricht, stellt man fest dass die meisten schon in erschreckend ähnlichen Situationen waren. Und grundsätzlich war es bei uns einfach schlechtes Timing - nach 8 Jahren erst einen Monat getrennt zu sein bevor man etwas neues, festes startet - das hat nach allgemeiner Meinung einfach auch nach hinten losgehen müssen und das sehe ich auch so. Ich selbst hab länger gebraucht um über den Mann davor hinweg zu kommen - sogar bis einige Monate in unsere "Beziehung" hinein.
Und das war tatsächlich nie was festes, nie mit Gefühl von seiner Seite verbunden und auch überhaupt nichts zukunftsversprechendes. Ich hab mich aber damit befasst. Nach der "Trennung" von Mann Nr. 1 und auch nochmal ganz intensiv bevor ich mich für eine Zukunft mit meinem Ex entschieden habe. Er (der Ex) hat das nie getan. Er selbst sagte noch vor kurzem, er könne Dinge die ihn verletzen ganz gut ausblenden und das stimmt. Wo ich sprechen und klären wollte, wollte er lieber gar nicht drüber nachdenken.


Zitieren

