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  1. Registriert seit
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Ich glaube nicht, dass es etwas damit zutun hat, Marleneken, dass du in dir drin vielleicht nicht sicher genug warst. Denn auch starken Frauen, die zuvor rundum mit sich zufrieden waren, kann das passieren.
    Das war eine 1A-VKA Gehirnwäsche, der ich da solange ausgesetzt war. Da war oder besser gesagt ist am Ende kein Teil mehr da wo es eigentlich hingehört.

    Ich weiss garnicht mehr wieviel Chancen VKA mir oder ich ihm gegeben habe....wäre dieses Hin-und Her weiter gegangen wäre ich sicherlich in der Klapsmühle gelandet. Der Betrug und sein Verhalten nach der Trennung gab es dann noch als besondere Dreingabe mitdazu.

    Das Problem bei solchen Beziehungen liegt ja darin, dass die Wahrnehmung komplett verdreht wird, sodass man hinterher nicht mehr weiss was nun richtig oder falsch ist. Ich bin da besonders dünnhäutig geworden und in mir schrillt nahezu ständig die Alarmglocke. Vor allem wenn es um Männer geht.

    Reden und VKA ist da so eine Sache Hab es ausprobiert. Immer wieder. Total ermüdend. Keine Chance. Jede Parkuhr ist ein besserer, nervenschonenderer Zuhörer. Nicht mal im Vollrausch hat der irgendwas zugegeben. War das Zitronenfalter die die Chatprotokolle ihres VKAs ausgedruckt und ihm vorgelegt hat? Wahrscheinlich wird vom VKA die Wahrheit sogar negiert, wenn sie schwarz auf weiss vor ihm liegt.
    Geändert von Marleneken (22.08.2015 um 14:47 Uhr)

  2. gesperrt
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von Marleneken Beitrag anzeigen
    Reden und VKA ist da so eine Sache Hab es ausprobiert. Immer wieder. Total ermüdend. Keine Chance. Jede Parkuhr ist ein besserer, nervenschonenderer Zuhörer. Nicht mal im Vollrausch hat der irgendwas zugegeben. War das Zitronenfalter die die Chatprotokolle ihres VKAs ausgedruckt und ihm vorgelegt hat? Wahrscheinlich wird vom VKA die Wahrheit sogar negiert, wenn sie schwarz auf weiss vor ihm liegt.
    Diese zermürbenden Diskussionen... Meiner war entweder wie Du oder konnte dann durchaus für einen Moment einsichtig sein... Nur hielt das alles nur für einen Moment. Sobald er zur Haustür raus war, hatte er ein Gespräch, eine Abmachung, eine Aussage vergessen.

    Wobei. Ich weiss gar nicht, ob er es wirklich echt vergessen hatte. Next sagte über ihn: Er sagt einem einfach das, was man hören möchte. Das stimmt. Er sagt das, was die Frau hören möchte. Es ist aber nichts Echtes aus ihm heraus, so kann er es auch nicht wirklich vergessen. Es ist eigentlich nur ein Abwimmeln, damit die Frau ruhig ist oder ein Spiel, um aus ihr eine Reaktion zu bekommen oder Aufmerksamkeit. Es ist eigentlich ALLES eingesetzt, hat keine Echtheit, sondern nur einen Zweck.

  3. Inaktiver User

    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Im Prinzip muss er aber doch verstanden haben worum es geht, weil er in eigenen Worten das wiedergibt, was frau ihm an den Kopf geworfen hat.
    Plappert er nur nach, wirkt es nicht echt.
    Es ist zwar völlig schizophren, aber er kann das: gleichzeitig zu wissen, was er tut, das aber so abzuspalten, dass es ihn innerlich überhaupt nicht berührt.

  4. Inaktiver User

    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Und ich weiß, dass ich noch nie so war, dass ich etwas anderes hören wollte als die Wahrheit.
    Er war sogar in der Lage, scheinbar Standpunkt zu beziehen, natürlich nur einen, der auch nur auf Lügen aufgebaut war , um nachzuschieben:"...ich weiß, das war nicht das, was du hören wolltest!" oder "ich weiß nicht, was du hören willst."
    Tausendmal sagte ich zu ihm, er soll endlich damit aufhören, es gehe mir nur um die Wahrheit, selbst wenn mir diese nicht gefiele.

    Immer dann, wenn er seine Unzufriedenheit kundtat, merkte ich, dass diese Unzufriedenheit nur aus Dingen herrührte, die er sich selbst einredete, irgendwelche Projektionen oder eben das Ergebnis seines bisherigen Verhaltens waren.
    Er hat z.B. auch eine Romantiksucht, Wunsch nach Symbiotik, wobei der Aspekt, dass jemand von ihm abhängig ist, ihn wohl am meisten interessierte.
    Darauf habe ich immer wieder Hinweise gefunden, wenn er z.B. bedauerte, dass ich ihm nicht mehr so nah sei, wie am Anfang unserer Beziehung. Wie auch - wenn er sich ständig so widersprüchlich verhält.
    Ich glaube nicht an Schmetterlinge, ich glaube an tragfähige Liebe!
    Er nicht. Stichwort: Idealisierung.

    Wir sprachen dann lange darüber, nicht ohne Streit, der immer sehr ermüdend war. Bis er scheinbar einsah, wie oben beschrieben.
    Drei Wochen später ging alles wieder von vorne los.
    Unablässig wiederholte er, ich könne seine Meinung nicht stehenlassen.
    Ja wie denn auch, wenn die durch und durch auf falschen Voraussetzungen und Wahrnehmungen beruht?

    Also fing ich wieder an, zu erklären und zu erklären.
    Dann wieder reuiges, einsichtiges Getue...

    Und wieder von vorne!
    Geändert von Inaktiver User (22.08.2015 um 16:29 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Der VKA und Kind(er) und der Umgang mit dieser Situation

    "fremde" Kinder
    Das ist ziemlich leicht. Der Kontakt wird abgebrochen, so dass die Kinder den VKA nicht mehr sehen (müssen). Sie erholen sich von den Einflüssen relativ schnell, brauchen hin und wieder ein offenes Ohr bei Mutter und dem leiblichen Vater.

    gemeinsames Kind
    Hier wird es schwierig. Denn durch das Kind ist Frau lange Zeit an VKA gebunden. Der Kontaktabbruch kann nicht so durchgeführt werden, wie er für die Heilung nötig wäre.

    Als erstes sollte Frau die Gefühls- von der Sachebene trennen. Denn alle Versprechungen, die ein VKA macht, sind sofort hinfällig, auch die gegenüber seinem Kind. Die Mutter ist doppelt gefragt, weil sie neben ihrer eigenen Verarbeitung auch noch die Verwirrung des Kindes auffangen muss. Das bringt fast jede an die Grenze ihrer Kraft. Das gemeinsame Sorgerecht mit dem VKA führt oft dazu, dass Entscheidungen nicht rechtzeitig getroffen werden, dass die Mutter ständig Vorwürfe hört, dass sie eigenmächtig handelt, und dass der VKA bewusst Entscheidungen torpediert, um weiterhin Mutter und Kind(er) manipulieren zu können.

    Die Sachebene ist am leichtesten zu organisieren und zu beherrschen. Geregelt werden müssen nach der Trennung sofort der Kindesunterhalt und die Besuchszeiten. Dabei sollte die Mutter sich nicht mit Ausreden abspeisen lassen, dass er sein(e) Kind(er) liebt und auf jeden Fall zahlt. Als Vater hat der VKA umgehend einen Unterhaltstitel zu unterschreiben, damit die finanzielle Versorgung des Kindes gesichert ist. Ohne Titel ist eine Zwangsvollstreckung nicht möglich. Zugleich sollte die Mutter in etwa wissen, wie viel der VKA verdient. Denn Einkünfte zu unterschlagen, um weniger zahlen zu müssen, ist ein beliebtes Mittel. Der Unterhalt wird normalerweise an die Mutter gezahlt. Vielleicht ist ein "Kinderkonto" besser, auf das der monatliche Unterhalt eingeht.
    Beim Besuch wird es schwierig. Ein VKA-Vater braucht Kind(er) zur Selbstbestätigung, aber wirklich auf sie eingehen kann und will er nicht. Für ein Kind ist es zwingend notwendig, feste Zeiten mit dem Vater zu haben, damit überhaupt eine Bindung entstehen kann. Eine schriftliche Vereinbarung über die Besuchszeiten hilft, damit der VKA-Vater sich z.B. die Hälfte der Ferien, jedes zweite Wochenende und durchaus einen Nachmittag unter der Woche (falls er in der Nähe wohnt) um sein Kind kümmert.
    Ist Papa-Wochenende, muss der VKA sein Kind holen und bringen und sich an die vereinbarten Zeiten halten. Tut er das nicht, sollte die Mutter die Abweichungen am besten mit Zeugen dokumentieren.

    Meistens laufen die Trennungen aber nicht ohne Probleme ab. Deswegen kann und sollte sich die Mutter möglichst bald Hilfe holen: beim Jugendamt und beim Anwalt für Familienrecht.
    Das Jugendamt berät und vermittelt. Ein Gesprächstermin über das Besuchsrecht wird vom JA moderiert, damit sich die Eltern auf einvernehmliche Besuchstermine einigen. Diese werden schriftlich festgehalten, so dass niemand später behaupten kann, der nächste Termin wäre aber wann anders gewesen. Achtung: VKA-Väter glänzen hier mit ihrer ganzen Bandbreite an Blendung. Sie wären ja sooo interessiert, aber die "pöhse, frustrierte, hinterhältige" Mutter und das arme Kind - aber auf Termine festlegen lassen wollen sie sich nicht, weil sie ja so beschäftigt sind ect pp. Es kostet Kraft, in so einem Theaterstück ruhig zu bleiben und nur auf den gesetzlichen Vorgaben zu bestehen: einem regelmäßigen, pünktlichen Umgang zwischen Vater und Kind. Das Jugendamt ist auch ein guter Ansprechpartner, wenn der VKA mal wieder unzuverlässig ist. In der Akte wird jede Nachricht der Mutter abgeheftet, wenn der VKA-Vater Termine "vergisst", frühzeitig beendet, zu spät kommt oder nach Belieben zu verschieben versucht. Auch ein begleiteter Umgang zwischen Vater und Kind kann über das Jugendamt angeleiert werden. Wenn der VKA-Vater sein Kind finanziell hängen lässt, sorgt eine Beistandschaft dafür, den geschuldeten Unterhalt umgehend einzutreiben. Dazu gehören auch Kontopfändung und Lohnpfändung. Zumindest in dieser Hinsicht muss der VKA seine Pflichten erfüllen.

    Die andere Hilfe kommt vom Anwalt. Dieser muss fit im Familienrecht sein, damit dem VKA enge Grenzen gesetzt werden können. Über den Anwalt oder eine Anwältin sollte der komplette Rechtsverkehr laufen. Das mildert Spannung ab und schützt vor übereilten Handlungen.

    Bei Entscheidungen, bei denen der Vater zustimmen muss, soll die Mutter frühzeitig ihn informieren. Antwortet er nicht innerhalb der gesetzten Frist, soll sie sich ans Familiengericht wenden, damit dieses anstelle des Vater die Zustimmung erteilt. Das gilt für große Entscheidungen wie Auslandsreise, aber auch für kleine Entscheidungen wie die Anmeldung im Kindergarten oder den Schulwechsel. Hier spielen die VKAs gerne und oft auf Zeit. Denn wenn die Mutter ohne seine Zustimmung das Kind im Kindergarten anmeldet, macht sie sich gesetzlich gesehen strafbar. Wenn sie dagegen das Familiengericht anruft, weil der VKA nicht antwortet, handelt sie korrekt. Zudem merkt das Familiengericht, wie (selten) der VKA-Vater die gemeinsame Sorge wahrnimmt, so dass er im Wiederholungsfall sein Sorgerecht verliert und die Mutter das alleine Sorgerecht erhält.

    Kinder werden heute früher vor Gericht als kompetente Auskunftspartner gesehen. Mit 8 Jahren dürfen sie gehört werden, mit 12 Jahren müssen sie gehört werden.

    Das Kind hat einen Anspruch auf Umgang mit der Mutter und dem Vater, auch bei Trennung. Je älter das Kind wird, desto selbstständiger kann und darf es entscheiden, ob es den VKA-Vater sehen möchte. Wenn ein Kind nein sagt und partout nicht zum Vater möchte, darf die Mutter es nicht zwingen. Der Vater hat das Nein zu akzeptieren und an einem anderen Tag einen Versuch zu starten, mit dem Kind Zeit zu verbringen.

    Wegen den Besuchszeiten müssen die Eltern miteinander kommunizieren. Das ist mit einem VKA eine Schleuderpartie. Entweder meldet er sich gar nicht oder er bombardiert. Es ist also nötig, zwei Kommunikationskanäle zu haben: z.B. Telefon und Mail. Alle anderen Kanäle sollten im Interesse der Distanz geschlossen sein.

    Alle Behauptungen, dass der VKA der Mutter das gemeinsame Kind wegnehmen kann, sind heiße Luft. Denn - ein VKA kommt mit dauerhaften Pflichten schlecht zurecht. Ein Kind ist nicht nur Freude, sondern macht auch Arbeit. Ein Kind stellt Ansprüche an Grenzen und Zuwendung. Mit jedem Jahr wird ein Kind kritischer und hinterfragt die väterlichen Verhaltensweisen. So etwas kann und will ein VKA nicht leisten.

    Wenn ein VKA mit Gericht droht, kann Frau ihm lächelnd und entspannt sagen: "Gut, dann sprechen wir uns vor Gericht." Meistens erlebt ein VKA-Vater dort sein blaues Wunder.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)

  6. Inaktiver User

    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Ich denke schon, ihr habt recht, es ist nun wesentlich wichtiger, dass am Anfang dieses neuen Threads ein paar Infos zum allgemeinen Thema VKA stehen sollte und nicht das Eingehen auf Einzelschicksale, das würde das ganze Thema für Neuankömmlinge nur unübersichtlich machen. Ähnlich wie in einem Blog. Das ist der Blog, nehme ich an.

    Man will ja wissen, wo man sich aufhält - in einem Thread, in dem man gesehen, gehört und ernstgenommen wird, nachdem man so viele Jahre nicht gesehen, gehört und ernstgenommen wurde.

    Und das Bedürfnis hat, das mit anderen Betroffenen zu besprechen.

    Das wäre ja auch schlimm, wenn man dann überlesen würde vor lauter Selbstmitteilungsbedürfnis nach schon 3 Jahren Verarbeitung anderer Mitschreiber, denn die haben immer noch Vorrang gegenüber einem Neuankömmling, der gerade in der akuten Schockphase steckt, einem nicht geglaubt würde oder dass man als solcher, und das finde ich eine gute Regelung, erst mal auf die Gedanken, die von den anderen, die schon wesentlich länger hier sind, eingehen muss, bevor man überhaupt mal zur Kenntnis genommen wird.

    Es ist gut, dass das hier nicht so ist, wie in Plauderthreads, wo man erst langsam ins eingeschworene Team kommt, wo man merkt, hier kennen sich alle und tauschen sich aus, und wenn man dazugehören möchte, muss man sich erstmal interessiert an den anderen einbringen. So lange lässt sich sicher der eigene Schockzustand zurückstellen.

    Gut, dass das hier so ist, dass jeder auf die neuen, verwirrten, geschockten, die in der akuten Trennungsphase sind, eingeht und sie nicht überliest, dass dann mindestens zehn Dauerschreiber auf diesen eingehen und ihm versuchen, weiterzuhelfen, das ist echt prima!
    Weil das hier auch kein Strang von alteingesessenen Verletzten ist, die nur miteinander beschäftigt sind, sondern den frisch verletzten und akut Hilfe suchenden sofort ihr Wissen - denn sie haben den frisch getrennten oder noch verunsicherten einiges voraus - bereitwillig mitgeben.
    Schließlich geht es darum, dass dies ein Sammelbecken für alle sein soll, die entdeckt haben, dass sie in einer destruktiven Beziehung leben. Und was hier passiert, ist wirklich toll... fühle mich super aufgehoben...

    Wie man sieht, ohne Eigeninitiative, das habe ich ja aus meiner Ex-Ehe gelernt, geht überhaupt nichts. Um an gute Literatur zu kommen, habe ich Zitronenfalters Gästebuch besucht und darüber guten Lesestoff bekommen.
    Der war definitiv hilfreicher.
    Geändert von Inaktiver User (22.08.2015 um 22:52 Uhr)

  7. Avatar von Zitronenfalter
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es ist nun wesentlich wichtiger, dass am Anfang dieses neuen Threads ein paar Infos zum allgemeinen Thema VKA stehen sollte und nicht das Eingehen auf Einzelschicksale
    ...
    Wie man sieht, ohne Eigeninitiative, das habe ich ja aus meiner Ex-Ehe gelernt, geht überhaupt nichts. Um an gute Literatur zu kommen, habe ich Zitronenfalters Gästebuch besucht und darüber guten Lesestoff bekommen.
    Der war definitiv hilfreicher.

    Ne liebe Frau Rrrrr ... kein Problem ... weiter im Text mit den Einzelschicksalen, alles gut

    Liebe Chryseis, vielen Dank dir für diese tolle Zusammenfassung. Würde mich sehr freuen, wenn du deinen Beitrag in meinem Gästebuch verewigen magst, damit er nicht mehr verloren geht

    Einen dicken Kuss in die Nacht euch allen
    .


    Durch deine Fähigkeiten wirst du erreichen, was anderen nicht möglich ist.
    (Chinesischer Glückskeks vom 23.02.2008)

    Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere, und zurück bleibt die Lüge.

    Berthold Brecht in "Verhör des Lukullus"

    Wer ist wer ... und wenn ja, wie viele?


  8. Registriert seit
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...Das wäre ja auch schlimm, wenn man dann überlesen würde vor lauter Selbstmitteilungsbedürfnis nach schon 3 Jahren Verarbeitung anderer Mitschreiber, denn die haben immer noch Vorrang gegenüber einem Neuankömmling, der gerade in der akuten Schockphase steckt, einem nicht geglaubt würde oder dass man als solcher, und das finde ich eine gute Regelung, erst mal auf die Gedanken, die von den anderen, die schon wesentlich länger hier sind, eingehen muss, bevor man überhaupt mal zur Kenntnis genommen wird.

    Es ist gut, dass das hier nicht so ist, wie in Plauderthreads, wo man erst langsam ins eingeschworene Team kommt, wo man merkt, hier kennen sich alle und tauschen sich aus, und wenn man dazugehören möchte, muss man sich erstmal interessiert an den anderen einbringen. So lange lässt sich sicher der eigene Schockzustand zurückstellen.

    Gut, dass das hier so ist, dass jeder auf die neuen, verwirrten, geschockten, die in der akuten Trennungsphase sind, eingeht und sie nicht überliest, dass dann mindestens zehn Dauerschreiber auf diesen eingehen und ihm versuchen, weiterzuhelfen, das ist echt prima!
    Weil das hier auch kein Strang von alteingesessenen Verletzten ist, die nur miteinander beschäftigt sind, sondern den frisch verletzten und akut Hilfe suchenden sofort ihr Wissen - denn sie haben den frisch getrennten oder noch verunsicherten einiges voraus - bereitwillig mitgeben.
    Schließlich geht es darum, dass dies ein Sammelbecken für alle sein soll, die entdeckt haben, dass sie in einer destruktiven Beziehung leben. Und was hier passiert, ist wirklich toll... fühle mich super aufgehoben...

    Wie man sieht, ohne Eigeninitiative, das habe ich ja aus meiner Ex-Ehe gelernt, geht überhaupt nichts. Um an gute Literatur zu kommen, habe ich Zitronenfalters Gästebuch besucht und darüber guten Lesestoff bekommen.
    Der war definitiv hilfreicher.
    Liebe FrauR, weißt du, was...?!
    Hier, wie im ersten Strang, kann jede/r so sein, schreiben, lesen, tun, wie es gerade so ist.
    Und unabhängig davon, wie es gerade ist, es ist ok.
    Und mehr als das.
    Ich kann nur für mich sprechen/schreiben: hier wird vor allem mit... gelesen. Von denen, die die Situationen schon lange kennen und denen, die diese Situationen gerade erst erfassen, von denen, die Rat suchen und denen, die einen Rat geben können. Und wer mag, reagiert.
    Hier ist jede/r sorgsam. Und aufmerksam. Und liebevoll. Mit Herz. Und Verstand. Und mit Humor, zuweilen Galgenhumor.

    Alles in allem ist eines bewusst: so kann Leben sein, und niemand ist im Leben allein.
    Da mögen Empathie, Verständnis, Aufgehobensein, Wegweisung von den verschiedensten Seiten kommen, allen ist gemeinsam: offene Arme, offene Ohren, offene Herzen. Und ein Lächeln, das einfach so verschenkt wird.

    Eine Umarmung, ein 'Kopf hoch', ein herzliches Willkommen, ein 'alles hat seine Zeit', und:
    komm ruhig, komm her, trau dich, alles gut, alles menschlich. Für mich ist hier (und ich habe in vielen, vielen Stunden nur gelesen)
    ein Raum für jede einzelne Persönlichkeit, die in ihrem Leben erfahren musste, dass Liebe nicht gleich Liebe ist.
    Dass es x Dinge zwischen Himmel und Erde (hier stand erst Hölle... Freud lässt grüßen?!) gibt, bei denen sich der gesunde Menschenverstand erstmal weigert, es als gegeben anzunehmen, und es so phantastisch, weil wohltuend ist, zu erfahren, dass man mit seinen Erfahrungen nicht allein ist.
    Hier (in Worten: h i e r) ist niemand allein. Hier ist m.E. kein Sammel- sondern ein (im wahrsten Sinne des Wortes) Auffangbecken. LG
    Geändert von yokotoo (22.08.2015 um 23:30 Uhr) Grund: Erde nicht gleich Hölle...


  9. Registriert seit
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke schon, ihr habt recht, es ist nun wesentlich wichtiger, dass am Anfang dieses neuen Threads ein paar Infos zum allgemeinen Thema VKA stehen sollte und nicht das Eingehen auf Einzelschicksale, das würde das ganze Thema für Neuankömmlinge nur unübersichtlich machen. Ähnlich wie in einem Blog. Das ist der Blog, nehme ich an.

    Man will ja wissen, wo man sich aufhält - in einem Thread, in dem man gesehen, gehört und ernstgenommen wird, nachdem man so viele Jahre nicht gesehen, gehört und ernstgenommen wurde.

    Und das Bedürfnis hat, das mit anderen Betroffenen zu besprechen.

    Das wäre ja auch schlimm, wenn man dann überlesen würde vor lauter Selbstmitteilungsbedürfnis nach schon 3 Jahren Verarbeitung anderer Mitschreiber, denn die haben immer noch Vorrang gegenüber einem Neuankömmling, der gerade in der akuten Schockphase steckt, einem nicht geglaubt würde oder dass man als solcher, und das finde ich eine gute Regelung, erst mal auf die Gedanken, die von den anderen, die schon wesentlich länger hier sind, eingehen muss, bevor man überhaupt mal zur Kenntnis genommen wird.

    Es ist gut, dass das hier nicht so ist, wie in Plauderthreads, wo man erst langsam ins eingeschworene Team kommt, wo man merkt, hier kennen sich alle und tauschen sich aus, und wenn man dazugehören möchte, muss man sich erstmal interessiert an den anderen einbringen. So lange lässt sich sicher der eigene Schockzustand zurückstellen.

    Gut, dass das hier so ist, dass jeder auf die neuen, verwirrten, geschockten, die in der akuten Trennungsphase sind, eingeht und sie nicht überliest, dass dann mindestens zehn Dauerschreiber auf diesen eingehen und ihm versuchen, weiterzuhelfen, das ist echt prima!
    Weil das hier auch kein Strang von alteingesessenen Verletzten ist, die nur miteinander beschäftigt sind, sondern den frisch verletzten und akut Hilfe suchenden sofort ihr Wissen - denn sie haben den frisch getrennten oder noch verunsicherten einiges voraus - bereitwillig mitgeben.
    Schließlich geht es darum, dass dies ein Sammelbecken für alle sein soll, die entdeckt haben, dass sie in einer destruktiven Beziehung leben. Und was hier passiert, ist wirklich toll... fühle mich super aufgehoben...

    Wie man sieht, ohne Eigeninitiative, das habe ich ja aus meiner Ex-Ehe gelernt, geht überhaupt nichts. Um an gute Literatur zu kommen, habe ich Zitronenfalters Gästebuch besucht und darüber guten Lesestoff bekommen.
    Der war definitiv hilfreicher.
    Du kannst ja jederzeit, wenn du magst, wiederkommen. Manchmal ist das Empfinden bittersweet...
    Du fühltest dich super aufgehoben... und nun hast du dich gelöscht... ich wünsche dir, was du dir wünschst.
    PS Mir ist grad so gar nicht nach Ironie, aber manchmal ist Ironie der einzige Weg.
    Geändert von yokotoo (22.08.2015 um 23:38 Uhr) Grund: PS

  10. Avatar von Zitronenfalter
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Frau Rrrrr wird ihre Gründe haben :-*

    Manchmal muss man erst etwas Altes abschließen, um etwas Neues beginnen zu können.

    Manchmal ist das Alte einfach nur ein Nick ;-)
    .


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    (Chinesischer Glückskeks vom 23.02.2008)

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    Wer ist wer ... und wenn ja, wie viele?

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