Aber genau das ist doch der Knackpunkt. Die TE hat scheinbar nichts gegen ein offenes Beziehungskonzept, aber sie will ihren Partner auf emotionaler Ebene nicht teilen/verlieren. Denn das ist ihre Befürchtung.
Liebe TE, nun aber ehrlich: War es eher sein gedanklicher Anstoß, oder wolltest du auch schon immer irgendwie eine offene Beziehung ausprobieren? Ich denke, dass das so etwas wie eine Lebensphilosophie ist, weil man monogame Beziehungen nicht leben kann oder will oder weil beide Partner eher zu große Angst vor tiefer Bindung haben. Bist du einer dieser Menschen? Kannst du es wirklich ertragen zu wissen, dass er nie ganz dir gehören wird?
Ich verstehe das Konzept einer offenen Beziehung so: Man hat einen Hauptpartner, mit dem man Tisch und Bett teilt und emotional (irgendwie) hauptsächlich an Diesen gebunden und „treu“ ist... Befremdlicher Gedanke für mich! Aber sexuelle Freiheit gestehen sich beide Partner jedoch zu. Nur ist die Voraussetzung, dass man sich nicht anderweitig verliebt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das dauerhaft nervlich durchhalten kannst und willst-schon garnicht wenn Kinder in's Spiel kommen sollten...
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18.06.2015, 18:32
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
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18.06.2015, 18:41
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Das ist genau der Punkt! Sehr gute Frage! Wer weiß denn überhaupt, dass ihm ein Mensch "ganz gehört"? Und wer könnte ein Interesse daran haben, dass ihm jemand "gehört"?
Kann man einen Menschen denn wirklich "teilen"? Eine offene Beziehung aus Angst vor zu tiefer Bindung? Das ist nicht Dein Ernst, oder? Das wäre ein Widerspruch in sich aus meiner Sicht, denn nur tiefe Bindungen machen es erst möglich, auch freiere und kreativere Formen der Partnerschaft zu leben."Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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18.06.2015, 18:47Inaktiver User
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
für mich ist es eine gruselige vorstellung, dass mir ein anderer mensch "ganz gehört".
meiner meinung nach gehen auch genau an diesem irrtum viele beziehungen kaputt.
eine offene beziehung würde ich auch nicht als weniger tiefe bindung bezeichnen. im gegenteil sogar - man muss kann mehr wünsche, bedürfnisse und ggf erlebnisse mitteilen in einer offenen beziehung und muss nicht so viel verschweigen/verdrängen.
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18.06.2015, 19:02Inaktiver User
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Zuerst einmal, ich finde die Theorie auch ganz toll. Wahre Liebe lässt frei. Genial. Ich wäre auch so gern so entspannt. Aber das Leben ist nun einmal meistens anders. Sogar Sartre, der eine offenen Beziehung führte und beide immer versichert haben, wie großartig das ist, sogar in dieser Beziehung hat die Frau sehr gelitten. Wie sie später zugegeben hat.
Ich weiß auch nicht, was an Exklusivität so schlimmes sein soll? Ich war mehr als 30 Jahre absolut treu, ich hatte wirklich niemals das Verlangen, etwas mit anderen anzufangen. Ich fand es wirklich gut so. Und nun, in meiner neuem Beziehung bin ich auch monogam.
Vielleicht kommt das auch daher, dass ich, wenn ich es "tun" würde, das Gleiche bei meinem Partner nicht ertragen könnte. Wahrscheinlich Verlustängste, so, wie Du sie jetzt hast. Immerhin habt ihr Euch auch so kennen gelernt. Die große Verliebtheit ist verschwunden, der Reiz des Neuen ist zu groß und dann verliebt man sich eben neu. Weil es so schön prickelt.
Ich nehme an, es wird ihm immer wieder passieren. Und Du wirst immer wieder Angst haben. Oder Dich zumindestens unwohl fühlen. So würde ich nicht leben wollen. Bei aller Freiheit, die ich dem anderen gönne. Und wenn meiner mal einen ONS hätte, möchte ich es nicht wissen. Mag albern sein. Aber ich will es nicht wissen. Was unbedeutend ist, soll unbedeutend bleiben.
Ich denke ganz sicher, Du bist nicht der Typ, der es wirklich leben will.
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18.06.2015, 19:07
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
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Werde, die du bist

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18.06.2015, 19:07Inaktiver User
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Nicht nur, dass Beauvoir darunter gelitten hat, sie hat dieses, ich nenn's mal Trauma, in dem Buch "Sie kam und blieb" verarbeitet. In diesem Buch bringt die Hauptpartnerin die Andere um, nachdem sie lange den allerbesten Willen zur offenen Beziehung hatte, um selbst überleben zu können. So empfindet sie es.
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18.06.2015, 19:10
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18.06.2015, 19:10Inaktiver User
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
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18.06.2015, 19:16
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Das von dir gesagt würde ja bedeuten, dass man in einer monogamen Beziehung viel verschweigen bzw. verdrängen muss?
Wenn ich dir jetzt sage, dass ich in meiner monogamen Beziehung rein gar nichts verschweigen oder verdrängen muss? Dass wir uns durchaus auch austauschen können über die Lust auf fremde Partner, ohne das aber getrennt ausleben zu wollen/müssen?
Das wir beide uns wünschen, dass uns die jeweilige Liebe, nicht der andere Mensch, dass uns die Liebe des anderen alleine gehört? Was sind wir beide dann für dich?
Und an Irrtümern gehen viele Beziehungen kaputt, da sind auch "offene" Beziehungen nicht davor gefeit. Ich behaupte jetzt mal ganz einfach, dass offene Beziehungen genauso anfällig sind, wie monogame Beziehungen.
Ich bin echt keine Moralaposteln
und für mich ist es absolut ok, wenn jemand eine offene Beziehung führen möchte. Why not? Aber dies als die "echtere und ehrlichere" Form der Beziehung darzustellen, das finde ich ehrlich gesagt nicht nur überheblich, sondern auch ziemlich unreflektiert. Im Grunde geht es dann genauso nur darum, sein eigenes Modell als beispielhaft darzustellen und andere Lebensweise abzuwerten.
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Werde, die du bist

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18.06.2015, 19:17



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