Meiner Meinung nach sanktioniert die "Gesellschaft" eine offene Beziehung sehr wohl. Das hängt natürlich auch davon ab, ob man in der Stadt oder auf dem Dorf lebt.
Wenn ein Mann weitere Sexualpartner hat, wird das vielleicht noch akzeptiert, aber wenn eine Frau das macht, sieht das schon anders aus. Ich könnte mir deshalb z. B. nicht vorstellen, eine Vernunftbeziehung mit jemandem zu führen, mit dem ich keinen Sex haben möchte, und mir daneben noch einen Geliebten zuzulegen.
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23.06.2015, 12:34
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Geändert von liebestoll (23.06.2015 um 13:22 Uhr) Grund: Ergänzung
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23.06.2015, 12:53
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Um Akzteptanz geht es doch gar nicht. Ist doch auch egal, was andere akzeptieren oder nicht. Ich verstehe aber nicht, wie Monogamie in der offenen Beziehung funktioniert??? Vllt. steh ich da auf den Schlauch?
Oder ist damit gemeint, dass ein Partner monogam ist, während der andere "offen" ist?
Dann wäre meine Bezeichnung aber nicht offene Beziehung. Aber ist letztlich ja egal, welchen Namen das Kind hat.
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23.06.2015, 12:57
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Du meinst in einer offenen Beziehung muss jeder ständig mindestens einen 2.Partner haben
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Ich glaube, eine Beziehung kann durchaus so funktionieren, wenn beide Partner unterschiedliche sexuelle und/oder emotionale Bedürfnisse haben. Die oder der mehr braucht käme ja sonst ständig zu kurz.
Den Namen finde ich auch zweitrangig.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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23.06.2015, 13:02
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Nun, nicht ständig und nicht ständig gleichzeitig. Aber wenn nur einer der Beteiligten offen ist, während der andere dauerhaft monogam ist, dann ist das für mich eben keine offene Beziehung im herkömmlichen Wortsinn. Ich hatte mal eine Freundin, deren Mann "offen" war, das hieß schlichtweg, dass er ständig wechselnde Partnerinnen neben der Ehe hatte (mit 3 Kindern), während die Frau "monogam" war und die Familie führte. Mitspracherecht hatte sie nicht. Entweder Akzeptanz oder Trennung waren die Alternativen. Hat dann am Schluss, als die Kinder groß waren, auch so geendet, also mit Trennung.
Das dann als offene Beziehung zu bezeichnen, halte ich fast schon für einen Scherz.Geändert von Mittendrin (23.06.2015 um 13:03 Uhr) Grund: Ergänzung
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23.06.2015, 13:11
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Das verstehe ich auch nicht unter offener Beziehung. Aber wenn es im beiderseitigen Einvernehmen für beide offen ist und eine(r) will es nicht nutzen fände ich das i.O..
Aber dieses Modell scheint offensichtlich niemand für möglich zu halten, obwohl hier ganz viele von sich behaupten vollkommen freiwillig und ohne die geringsten Versuchungen monogam zu sein.
Ernesto dagegen muss sich hier nicht das erstemal "rechtfertigen".Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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23.06.2015, 13:25
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Ich halte das von dir beschriebene Modell tatsächlich auch für zweifelhaft bzw. glaube nicht so recht daran.
Meine damalige Freundin hätte, als sie sich in der Situation befand, auch niemals gesagt, dass sie mit den Affären ihres Mannes nicht einverstanden war. Aber nachdem sie nicht als betrogene Ehefrau dastehen wollte, hat sie ihren fremdgehenden Mann einfach "freigegeben". Ich weiß aber, wie sehr sie darunter gelitten hat.
Außenstehende haben nur das wunderbare Ehepaar gesehen. Der Mann war nämlich entzückend zu ihr, wenn er denn da war. Ihm war es auch wichtig, nach außen das Modell treuer Ehemann und Familienvater zu leben.
Deshalb glaube ich nicht so recht an die "einseitige" Monogamie.
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23.06.2015, 13:46Inaktiver User
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Das darf man nicht tun. Den anderem eine Affäre lassen, nur damit er nicht fremdgeht und man möchte dies nicht.
Nein.. das geht nicht. Da muss der andere sich entscheiden, wie wichtig ihm die Hauptbeziehung ist.
Von daher ist die Frage, die sich Yagida stellt.. wie gehe ich damit um, dass er sich verliebt hat, die Entscheidende für so eine Konstellation.
Und da muss sie es ihm sagen und beide müssen es aushalten, dass die Beziehung daran zu Bruch geht.
Sonst ist das genauso verlogen, wie heimliche Affären in scheinbar monogamen Beziehungen.
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23.06.2015, 13:49
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
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23.06.2015, 13:55
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Naja, dann ist es für Dich eben keine offene Beziehung oder ein Scherz.
Ich betrachte eine Beziehung als offen, wenn beide "sanktionsfrei dürfen", also "könnten".
Und Freiheit ist für mich, nicht tun zu müssen, was ich tun könnte.
Wer sich entscheidet, dem Partner Nebenbeziehungen zuzugestehen, hat ja ebenfalls entschieden.
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23.06.2015, 13:59
AW: Experiment "offene Beziehung" - Er verliebt sich - PANIK
Oder anders rum gesagt, "wer nichts will, der bekommt auch nichts".
Ich wollte, nachdem ich in meiner ersten Langehe fremdgegangen bin und mich auch einige Male verliebt habe außerhäusisch, eine Beziehung, in der ich Lust und Liebe auf einen Partner vereinen kann. Das erste Modell hat zwar auch funktioniert, ziemlich lange sogar, aber erfüllend fand ich es nicht. Ok, es war manchmal spannend, aber genauso auch anstrengend.
Och, was ist denn schon Moral? Ich kenn in meinen Freundeskreis, nicht nur Frauen, fast niemand, der nicht schon mal fremdgegangen ist. Und niemand wurde deswegen "verurteilt". Aber Moral ist ja per se nichts Schlechtes, hat aber wenig mit offener Ehe oder Monogamie zu tun m.E.Und wir wissen natürlich beide, dass wir damit gegen den gängigen Moralkonsens verstoßen.
Wir wissen aber auch beide, dass uns dass egal sein kann.



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