Hallo, ich schreibe auch meine Biographie wie aus Vertrauen Misstrauen und Kontrolle wurde. Ich mag mich nicht mehr. Achtung. Es ist - obwohl in Kürze geschrieben - trotzdem sehr lang. Nur lesen, wenn Ihr Zeit und Lust darauf habt. Vielen Dank sagt
Hamburga
Ich schnüffele seit gut einem Jahr massiv in den Sachen meines Mannes herum, traue ihm nicht mehr, bin nur noch Misstrauen und gleichzeitig Verdrängung.
Ich, selber verheiratet mit Kind, habe mich 2003 in einen Mann verliebt, in 2. Ehe verheiratet mit Kind aus 1. Ehe. Beide Kinder sind noch klein, 11 und 6. Beide leben wir noch mit unseren Ehepartnern. Die Verliebtheit war wechselseitig. Wir begannen den Versuch einer Zweitbeziehung im September 2003. Meine Ehe war sexuell im Sommer von mir offiziell beendet worden. Ich war nicht mehr glücklich. Die sexuelle Beziehung zu seiner Frau existierte seit Herbst 2002 nicht mehr.
Beide Ehepartner wissen heute, dass die Ehe auch als Funktionsgemeinschaft beendet ist und es jemanden gibt. Beide Ehepartner wissen, dass wir gemeinsam auf Wohnungssuche sind. Unsere Liebe und Beziehung hatte ihre Auszeiten. Aber seit Sommer 2005 wissen wir, dass wir uns „unvermeidbar“ lieben und weglaufen zwecklos ist.
Zur Geschichte von Vertrauen und Misstrauen.
Bis zum November 2005 war ich voller Glauben und Vertrauen. Das erste Gift schlich sich ein - auch noch beim Sex – als ich zärtlich-lustvoll vorne in seine Hosentaschen griff und auf seinen Ehering traf. Nach dem Sex sagte ich ihm, wie schlecht ich mich damit gefühlt habe. Er sagte, er trüge ihn schon lange nicht mehr und wenn, dann nur noch, wenn seine Tochter da sei. So weit so gut.
Dann war ich im Dezember schwanger. Und ich kam spontan zu ihm ins Büro. Was trug er? Seinen Ehering. Erklärung: Schwiegereltern seien am Wochenende da gewesen. Es traf mich natürlich in dieser Schwangerschaft ganz heftig. Aber ich glaubte ihm. Aber nur kurz. Der Zweifel kam. Und damit für mich die Spirale nach unten. Ich begann systematisch jedes Mal, wenn ich ihn sah, seine Jacken zu durchsuchen. Und immer war der Ehering da. Heute in dieser Jacke, morgen in jener und übermorgen in einer Bürotasche. Aber es gab seine Aussage, ich trage den Ehering nicht mehr. Einmal hatte ich auch beobachtet, als ich auf ihn wartete, wie er mit dem Auto vorfuhr, für mich offenkundig bei langsamer Fahrt seinen Ehering abstreifte und dann in die Tiefgarage hoch fuhr und zu mir hochkam. Ich sprach ihn zornig und verletzt darauf an, musste mir dann aber anhören, dass ich unter Sinnestäuschung leiden würde. Gut, ich glaubte das sogar.
Ich möchte jetzt nicht Stellung beziehen, ob oder wie mich die Wahrheit berührt hätte. Aber das Lügen war in Folge Unsicherheit und Angst für mich. Und gleichzeitig schämte ich mich wegen meines eigenen Verhaltens. Ich habe mich selber so gedemütigt.
Doch er hatte gesagt, seine Ehe sei am Ende. Aber er mochte seiner Frau vor Weihnachten nicht die Wahrheit mit dem Kind und mir sagen. (Das Kind wollte er auch nicht; und letztlich ging es in der 9. Woche von alleine mit meiner massiven Nachhilfe verloren.) Darüber hinaus war seine Frau im November 2005 schwer erkrankt. Eigentlich hatten wir im November geplant, mit unseren beiden Kindern im März zu verreisen. Es war also klar, dass bis dahin die Situation hätte bei ihm zu Hause besprochen sein müssen. Doch er hielt sich vage. Außer, dass drei Wochen vor dem Termin seine Ex anrief und ihm sagte, dass die Skibrille der Tochter gefunden sei, hörte ich nichts. Er sagte, es sei immer noch eine vage Entscheidung, ob sie fährt oder nicht. Aber er hatte kein Hotel gebucht. Und das ist schon mal nicht seine Art. Bedingt durch ein anderes Vorkommnis, was ich später noch schildere, hatte ich begonnen, seinen Computer zu scannen und war dabei auf eine Mail seines besten Freundes gestoßen, der offensichtlich mit ihm in den Skiurlaub wollte und auch von einem Hotel sprach, was für nicht-skifahrende Begleitung geeignet sei. Und seine Frau fährt zu seinem großen Kummer kein Ski. Also hatte sein Freund im Februar eine ganz andere Idee von seinen März-Skiplänen als ich.
Ich legte ihm sogar die Möglichkeit, mit Frau und Kind zu verreisen im Gespräch auf die Schippe. Die verbleibende Zeit empfand ich einfach zu kurz, um die Sache bei ihm zu Hause noch zu klären. Ich hätte es verstanden. Aber da wurde er sehr böse. Mitte März dann, mittlerweile arbeitete ich sehr viel in seiner Firma, war ich an einem Samstag im Büro. Ich glaube sogar, dass ich nichts gesucht habe. Aber es war geplant, dass ich als Gesellschafterin im April in die Firma einsteige. Darüber hinaus war die Sekretärin im Urlaub und ich stand noch vor einem unbekannten Ablagesystem. Ich rödelte also durch die alten Ordner. Und was ich an diesem Samstag fand, waren Belege, dass er im Sommer 2005 mit seiner Frau zwei Wochen im Urlaub war. In der Zeit hatte sich mir gegenüber zeitlich mit vielen Lügen aus der Affäre gezogen.
Und dann begann ich richtig zu suchen. Und ich fand mehr. Sylvester war er mit seiner Frau in „unserem „ Liebeshotel. (Das war nicht gesucht sondern tatsächlich gefunden, weil wir am nächsten Wochenende wieder dorthin wollten und ich selbiges Zimmer wie beim letzten Mal wollte. Als sie im Hotel recherchierten, welches Zimmer, nannten sie mir das von Sylvester!) Ich rief ihn an, landete auf seiner Mailbox und jaulte los. Später kam von ihm eine SMS, er wüsste nicht, was ich meinte mit Sommer 2005 und Kanaren und Florenz usw. Aber er liebe mich. Ich wollte, dass er ins Büro kommt. Er kam nicht. Ich fuhr wütend und traurig zu ihm abends nach Hause, wollte die Auseinandersetzung mit ihm und seiner Frau, wollte Klärung auf Teufel komm raus. Keiner da. Am nächste Morgen SMS, Tochter sei noch krank, könne nicht mit der Mutter nach Andalusien fliegen, er sei mit Frau und Tochter spontan (weil er seine Familie vor mir schützen müsse) in den Skiurlaub und wollte seiner Frau alles erzählen. Er ließ mich komplett mit meinen Fragen und Entdeckungen hängen.
Was mir aber aufgefallen war, war, dass er sein Notebook mitgenommen hatte. Das tut er sonst nie. Er hatte mir aber erzählt, dass sie ihm Urlaub schon darauf DVDs geguckt hätten. Ich ging dann ab Sonntag nur noch am Stock. Am Montag dann hatte ich (ich schäme mich) bei seiner Frau im Büro angerufen. Unter geschickten Vorwänden bekam ich raus, dass seine Frau im Skiurlaub in Österreich sei. Wieso wussten die das bei einem angeblichen Spontanurlaub? (Gott, was schäme ich mich dafür). Und auch der Jobtermin Donnerstag/Freitag war bei dem Co-Trainer schon vor zwei Wochen über den Kunden und eben über ihn storniert worden. Letzteres hatte ich zufällig im Gespräch mit diesem Trainer erfahren.
Als er wiederkam, hatte ich einen Termin beim Psychologen für uns arrangiert. Noch während des Termins log er, was das Zeug hielt. Sylvester gab er zu, den Sommerurlaub nicht, den Skiurlaub schon gar nicht. Gut, den spontanen Skiurlaub habe ich ihm geglaubt. Wir gingen aus dem Termin raus mit dem Stand: ich bin nicht mit meiner Frau im Sommer verreist. Ab er ich kann dir nicht sagen, was ich gemacht habe. Für mich war da klar, es ist Schluss. Später an dem Tag suchte er noch das Gespräch und gestand, dass er sich in einer Zwickmühle befunden habe. Der Urlaub sei gebucht gewesen. Und er habe sich, als wir uns im Sommer wiedertrafen, nicht getraut, mir davon zu erzählen. Und Sylvester sei deshalb gewesen, weil er es vermeiden wollte wg. der Schangerschaft und Gesamtsituation mit seiner Frau zu Hause zu sein. Er erzählte aber auch, dass sie nachts noch abgereist seien. Der Kreditkartenbeleg war aber von nächstem Mittag. Er erklärte, er sei zum Bezahlen noch mal dort hin gefahren. Gut, ich habe alles geschluckt und wohl auch irgendwie geglaubt – weil ich es wollte.
Ich hatte vorher noch erwähnt, dass er vorher im Februar? noch etwas gegeben hatte. Ich fand nämlich Liebesbriefe in seinem Schreibtisch. Später dachte ich, dass sei bewusst dort platziert worden waren, entweder von der Sekretärin, die nicht wollte, dass ich in die Firma eintrete oder der Briefeschreiberin, die die Räume noch abends gelegentlich nutzte.
Diese Briefe kündeten von großer Liebe und viel Kummer. Ich rief ihn an, er kam in die Firma. Ich fragte ihn, warum er mir das verschwiegen hatte. Ich hatte ihn nämlich 2005 gefragt, ob es in dem Jahr der Trennung von Juni 2004 bis Juli 2005 eine Affäre gegeben hätte. Er meinte, es sei keine Affäre gewesen sondern nur zweimaliger Sex und Liebeswahn dieser Frau und deshalb hätte er die Frage wahrheitsgemäß beantwortet. Es habe keine Affäre gegeben. Für mich waren zwei Sachen wichtig. 1. seine Wortverdreherei und 2. ob diese andere Affäre tatsächlich außerhalb meiner Phasen mit ihm (Herbst 2003, Januar bis Juni 2004, ab Juli 2005) waren. Seine Sekretärin deutete ganz konkret anderes an. Aber sie sprach auch von seinen Frauengeschichten (also Plural) und seinem bunten Liebesleben. Aber darauf bin ich nie im Gespräch eingestiegen. Aber das Gift tröpfelte. Mies fand ich auch, dass ich im Job auch einmal auf diese Frau treffen musste, ohne, dass ich da wusste, was Sache war. Ich hatte nur bemerkt, dass sie sehr unsicher wirkte und mein Freund extrem angenervt war, dachte aber, das sei, weil die Bürogemeinschaft mit viel Ärger auseinandergegangen war. Meine Intuition legte mir aber schon den Gedanken in den Kopf, ob die zwei was miteinander gehabt hatten. Aber ich glaubte ihm was er in Bezug auf andere Frauen gesagt hatte.
Ich begann seit März oder April systematisch sein Handy und seinen Computer und alle Ordner zu durchsuchen. Ich fand weitere Abschiedsmails seiner Affäre, die von ausgelebten Phantasien sprach und einer gemeinsamen Zukunft und und und. Seine Sekretärin erzählte mir, dass diese Affäre sogar im Büro erzählt habe, wie toll es mit ihm und einem anderen im Bett gewesen sei. Ich erzählte meinem Freund davon. Stimmt alles nicht, war sein Standardsatz. Sein Ehering wanderte in der Zeit weiter mit von Jacke zu Jacke, begleitete uns auf Reisen. Ich bin seit April 2004 in der Firma und habe, abzüglich Geschäftswagen, den ich gerne benutze, sicherlich schon um die 12.000 Euro investiert ohne bisherigen Return of Invest. Zusätzlich hatte ich auch unsere Liebesringe finanziert, weil es bei ihm tatsächlich eng war. (Er hatte im November 2005 feststellen müssen, dass ihn seine damalige Geschäftspartnerin derbe betrogen hatte.)
Im Juli fand ich tatsächlich absolut zufällig in seinem Beisein auf seinem Rechner eine Reservierung vom November für ein Skihotel im März für ihn, seine Frau und sein Kind. (Also so gründlich hatte ich den Rechner dann wohl nicht durchsucht …) Er erklärte, er sei da in einer Zwickmühle gewesen. Er habe erst einmal nur ein Hotel buchen wollen in der Hoffnung, dass sich die richtige Besetzung dann findet (hat er anders formuliert aber ich krieg es nicht mehr ganz auf die Reihe). Wieder war Stress, wieder Kummer bei mir.
Während meiner vielen Schnüffelei fand ich viele Ungereimtheiten. Rechnungen von Doppelzimmern („meine Frau hat mich nie begleitet“. Ja aber wer dann?), flirtige Mails oder Mails mit eindeutigem Interesse an anderen Frau. Einiges während unserer Zeit, anderes dazwischen oder davor. Ich fand heraus, dass er im Frühjahr 2004 im Skiurlaub mit seiner Familie gewesen war, während ich für uns ein Liebesapartment buchte. Er hatte sich mit Jobs in der Zeit weg-gelogen. Er war mehrere Tage in 2004 im DZ in Berlin gewesen … ohne mich. Mit wem? Ich fand Belege von Großeinkäufen in Sexshops zu Zeiten, als mit seiner Frau schon lange nichts mehr lief, Belege von Dessouskäufen usw. viele lose Enden, Ungereimtheiten.
Ich wurde immer unglücklicher, in meinem Suchverhalten immer zwanghafter. Und jetzt stellte ich vor ca. 4 Wochen fest, dass er telefonisch einen intensiven Kontakt zu einer anderen Frau aufgenommen hatte. Man tauschte MMS und SMS aus, telefonierte viel. Er log mich an, als ich merkte, dass er hektisch am Computer agierte, um diese MMS abzurufen. Ich fragte ihn, ob es eine andere Frau gäbe, ob er fremd flirtet. Er reagierte mit Verletztheit. Ich entschuldigte mich wieder. Ich merkte aber, dass er mir in den letzten Wochen keine amourösen SMS mehr geschickt hatte.
Letzten Sonntag nun hatte ich wieder sein Handy angeschaut und gesehen, dass er ein Aktfoto (nur Brust) an eine andere Nummer verschickt hatte. Ich konfrontierte ihn traurig damit. „Das ist ein altes Foto, ich weiß noch nicht mal von wem, das ich auf ein anderes Handy von mir mit einer anderen Nummer verschickt habe. Ich weiß, dass du misstrauisch bist und ich wollte mich nicht dafür rechtfertigen, wenn du es auf diesem Handy durch Zufall gefunden hättest.“ (Das Handy, wo angeblich das alte Foto drauf war, ist keine vier Jahre alt …in dem Zeitraum hat es ja nur mich und eben die zweimaligen Sexkontakte mit der Kollegin gegeben) Das mit dem anderen eigenen Handy stimmte. Was ich ihm zu diesem Zeitpunkt nicht sagen konnte war, dass ich wusste, dass das kein altes Foto war. Ich kannte ja sein Handy und den Inhalt. Also musste ich hinnehmen und mich dafür entschuldigen, dass ich zwanghaft misstrauisch sei usw. Damit hatte er ja auch Recht.
Aber in den pikanten Details hatte ich ja Recht. Fakt ist, dass er mit dieser Frau nachts ewig lange telefoniert. Das tut er mit mir nicht. Zuhause kann er das nicht. Ich nehme an, er ist dafür ins Büro gefahren. Und da das Bild ganz aktuell ist, kann ich wohl annehmen, dass es von dieser Frau ist. Ausgerechnet den Abend, bevor ich dieses Foto fand, war ich auch noch mit ihm in einem Pärchenclub. Das ist für mich absoluter Seelenstriptease für ihn. Es macht mir Spaß. Aber nur, weil es in unserer Liebe stattfindet. Aber in welcher Liebe? Er hat andere Kontakte, die auch intim sind. Das ist nicht die Intimität, die ich brauche und in meinem Leben will.
Nun sind wir in Berlin, er arbeitet, ich brüte im Hotel. Und ich habe nur noch Unglück, Kummer und Angst in mir. Ich bin schwanger und möchte dieses Baby. Aber will ich das alleinerziehend? Ich habe nicht mehr geschlafen vor Kummer und wusste, ich kann so nicht mit dem Mann zusammenleben in der Hoffnung, alles ändert sich von alleine, ich verliere mein Misstrauen, er wird sich loyal und treu benehmen und mein Verhalten und Empfinden ist wie es vor noch über einem Jahr war. Glücklich liebend, mich sicher und geborgen fühlend voller Vertrauen und Glauben und natürlicher Zuversicht. Gleichzeitig wollte und will ich nicht weglaufen. Ich liebe diesen Mann nach wie vor. Doch Liebe sollte leicht sein. Meine Liebe ist schwer. Mein Herz ist angriffen, mein Kopf war ein Bienenkorb. Doch über Nacht ist mir mein Weg klar geworden.
Und heute morgen habe ich ihm gesagt, dass ich die Wahl habe zwischen Pest und Cholera. Was ich damit meinte war, dass es für mich Pest wäre, ein Zusammenleben auf so unglücklicher Basis zu starten mit der hohen Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Wie soll ich mit dieser Last und soviel Schweigen und soviel Unbehagen gleichzeitig eine offene fröhliche Liebe leben und mich so verhalten? Cholera wäre, ihm zu sagen, was ich getan habe mit aller Offenheit. Das wäre für mich sicherlich ein ganz großer innerer Sprung, mich so nackt auf den Tisch zu stellen. Ich sage ihm heute morgen, dass ich für mich zur Klärung der Sache (soll ich Pest oder Cholera wählen oder mich feige aus allem herausstehlen und Schluss machen?) einen Termin mit einem Therapeuten will. Na ja, er drang so lange in mich ein, bzw. es wurde mir dann in dem Gespräch auch klar, dass es nur den Weg der Wahrheit für mich gibt, so dass ich ihm eigentlich alles gesagt habe, so wie ich es geschrieben habe. Wenn ich irgendetwas heute morgen vergessen habe, dann war es wegen der Kürze der Zeit. Und wenn ich etwas in dem Brief nicht geschrieben habe, dann, weil es nur noch additiv aber kein neues Verhalten wäre.
Was noch dazu passt, ist, dass ich sein Verhalten seiner Frau gegenüber sehr unsauber fand. Er wollte, bevor ich ihn in die Situation der Offenheit ihr gegenüber zwang, mit ihr in eine Paartherapie gehen, wo er den Werdegang so manipulieren wollte, dass sie erkennt, dass die Ehe am Ende ist. Und als er ihr von uns erzählte, hat er ihr im März erzählt, dass wir uns erst im November näher gekommen sind. Auch das fand ich für mich nicht gelungen. Leider hat sie einige Monate später durch Briefe auch noch die ganze Wahrheit – auch in zeitlicher Hinsicht herausgefunden. Das tat mir leid für sie, ein bisschen kann ich mir vorstellen, wie sie sich dabei gefühlt hat, denn ich bekam ja Information auch nur tröpfelnd … Aber natürlich säte das Angst in mir, wie er mal mit mir in vergleichbaren Situationen umgehen würde. Und wir hatten so oft darüber gesprochen, wie wichtig uns Ehrlichkeit, Wahrheit ist und die Möglichkeit, selber zu entscheiden, wie wir mit der Wahrheit des anderen umgehen wollen. Da er von seiner ersten Frau aufs Übelste belogen und betrogen worden war, nahm ich auch immer an, dass ihm damit wirklich ernst sei, dass das sein Charakter und sein Wunsch in einer Partnerschaft sei. Bis letztes Jahr hätte ich ihn immer als graden Menschen beschrieben, der kompromisslos den Weg der Wahrheit und Aufrichtigkeit geht, für den Lügen und Belogenwerden sowie alle Facetten davon ein Greuel sind.
Aber die Zeit des Verschweigens und der Unwahrheit und hoffentlich aus des Schnüffelns ist bei mir vorbei. Ob und wie es weitergeht? Ich weiß es nicht. Wenn er die Nase voll hat, kann ich es irgendwie verstehen und irgendwie auch nicht. Aber ich bin schwanger … was wird damit? Will ich das u.U. alleine? Ich habe die Flucht nach vorne angetreten. Alles oder nichts. Was wird??? Ich weiß es nicht. Meine Wünsche sind klar. Ich wünsche mir einen treuen, zuverlässigen und ehrlichen Liebespartner an meiner Seite. Ich möchte wieder so selbstverständlich und glücklich und geboren vertrauen, wie ich es bis vor gut einem Jahr tat. Ich möchte dieses Baby bekommen und zwar mit ihm als Familie. Ich möchte Wahrheit und die Vision, dass sich Dinge ändern. Ich möchte, dass er mir das mit der anderen Frau erklärt ohne wenn und aber. Ich möchte, dass er damit aufhört. Ich will unser Glück. Ich habe bereits einen Sohn; und für ihn, mich und das Baby sowie seine Tochter soll ein fröhliches Nest mit viel Liebe da sein.
Ich bin nur noch Tränen. Und hinter diesen Tränen ist immer noch die Frau, die an diese große Liebe glaubt. Dass ich seine ganz große Liebe sei, hat er mir noch vor gar nicht langer zeit gesagt. Daran klammere ich mich zur Zeit mit aller Kraft.
Das und das Baby und meinen Optimismus und irgendwie der Glaube und die Hoffnung, dass ich mich nicht komplett in ihm geirrt habe … das ist, was mir momentan bleibt.
Aber was ich sehe, ist, dass für beide der Moment der Wahrheit gekommen ist. Wer sind wir? Wer ist der andere? Was für Bild bekommen wir vorgespielt? Was ist echt? Und können wir mit der Echtheit des anderen leben? Ich will aus meinem Herzen keine Mördergrube machen. Dazu liebe ich das Leben zu sehr, dazu verschwende ich keine Zeit.
Und ich will wieder grade werden. Ich habe gelogen, betrogen – ihn und mich selber. Das bin ich nicht! Ich bin Wahrheit und Liebe. Und in dieser Liebe bin ich gebend, großzügig, offen, intim.
Danke fürs Lesen!
Antworten
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12.12.2006, 14:41
Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ...
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12.12.2006, 14:43
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ...
PS. Ich sage manchmal mein Mann zu meinem Freund ... wir fühlen uns wie Mann und Frau. Aber juristisch stimmt das natürlich nicht. Also nicht verwirren lassen.
Danke
Hamburga
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12.12.2006, 14:53
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ...
Wenn er die Nase voll hat, kann ich es irgendwie verstehen und irgendwie auch nicht
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sorry, wenn ich das lese geht mir der hut hoch.
dieser mann belügt und betrügt seine frau, seine freundin, seine affären und du verstehtst, dass er die nase voll hat?
wo ist dein verstand geblieben?
trenne dich so schnell es geht von solch einem menschen, der es es nicht verdient hat, geliebt zu werden.Leben und leben lassen
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12.12.2006, 15:32Inaktiver User
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ...
Liebe Hamburga,
das, was du möchtest (die von dir beschriebene Idylle) und das, was seit Jahren deine Realität ist, könnte unterschiedlicher nicht sein, und daran wird sich nichts ändern, wenn DU nichts daran änderst. Du wirst bemerkt haben mittlerweile, dass du auf den Mann und sein Verhalten keinen Einfluss hast, nur auf dich dein eigenes Verhalten. Wenn du anders agierst, ist deine Umgebung gezwungen, anders zu reagieren. Und vice versa.
Für mich stellt sich nach dem Lesen deiner Detektei-Jahresberichte folgende Frage:
Willst du dir und deinem ungeborenen Kind wirklich weiterhin ein solch liebloses Chaos zumuten?
Nichts, aber auch gar nichts scheint mir geordnet oder geregelt in deinem Leben. Weder die Ehen, bzw. Ex-Ehen in spe, noch die Kommunikation mit irgendwem (auch nicht mit dir selbst, denn von Tränen, Träumen und Wünschen und mental trotzig mit dem Fuß aufstampfen tut sich nichts), noch deine Beziehung zu dem Mann, der seinen Ehering wie einen Talisman mit sich herumzutragen scheint; und ich lese auch heraus, dass du finanziell reinbutterst, bzw. es geschäftliche Unklarheiten gibt.
Wenn du - dir und deinem Kind zuliebe - für dich entscheidest, dass du dein Leben eigenverantwortlich in die Hand nehmen willst und dich nicht länger von deinem "Suchtverhalten", wie du in deinem Post geschrieben hast, bestimmen lassen willst, wäre psychologische Unterstützung, die dir hilft, deine inneren Muster und Glaubenssätze zu erkennen und neu zu gestalten, so dass du deine Wahrheit frei und glücklich leben kannst, sicher sehr wertvoll.
LG NugatGeändert von Inaktiver User (12.12.2006 um 15:52 Uhr)
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12.12.2006, 15:44Inaktiver User
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ..
Hamburga,
auch wenn´s hart klingt: Der mann verar.... dich doch von hinten bis vorne.
Wo ist denn deine selbstachtung?!
Und nimm mal abstand von den grotesken schuldgefühlen, die du wegen des ausspionierens hast. Sei stattdessen lieber froh, dass du dein misstrauen nicht verdrängt hast und den dingen nachgegangen bist.
Und du hast nicht die wahl zwischen pest oder cholera! Du hast die wahl zwischen einem chaotischen, abhängigen und würdelosen leben, das dich langfristig völlig kaputt machen wird, oder einem autarken dasein für dich und dein/e kind/er.
Alles gute!
K.
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12.12.2006, 15:51
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ...
... echt krasse Story...
... gib mir mal die Handy-Nummer von dem Typ, der scheint echt geil zu sein....
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12.12.2006, 16:04Inaktiver User
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ..
Zitat von Inaktiver User
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12.12.2006, 16:24Inaktiver User
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ..
und du echt dämlich
Zitat von lust-engel
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12.12.2006, 16:39
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ...
... hey Emily, wer sowas hier reinschreibt, der muss auch mit Provokation rechnen !
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12.12.2006, 16:43Inaktiver User
AW: Aus Vertrauen wurde Misstrauen und Kontrolle und Verdacht wird wahr. Superlang ..
Ich glaube, von Dir habe ich hier noch nicht einen halbwegs intelligenten Beitrag gelesen.
Zitat von lust-engel
Sorry Hamburga, ich geh auch gleich wieder.


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