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  1. Inaktiver User

    AW: Im falschen Film

    Zitat Zitat von Spooks Beitrag anzeigen

    Bedingungsloses Vertrauen heisst für mich nicht, dass mein Gegenüber sich stets wunschgemäß verhält und all meinen Forderungen nachkommt,
    das heißt einfach nur, dass der mich nicht bescheißt, anlügt und hintergeht,
    gerade WENN Probleme auftreten. Bedingungsloses Vertrauen heißt daran zu glauben, dass er mir zugeneigt und ebenso wie ich, an einer konstruktiven und unserer Partnerschaft zuträglichen Lösung interessiert ist und keine Alleingänge hingeht bzw. unsere Liebe nicht auch noch torpediert.

    Fremdzugehen und heimlich alle Vereinbarungen zu brechen und den Rahmen zu verlassen, in dem Kommunikation noch möglich ist, entscheidet aber einer, und zwar ganz allein.
    Das meine ich allerdings auch !

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    AW: Im falschen Film

    Hallo Mimi,

    ach Gott, Du bist doch nicht der einzige Mensch auf Erden, der trotz diffuser Bedenken in einer Beziehung bleibt
    Mach Dich doch dafür nicht fertig!

    Ja, es ist schon so, dass ich meine Zweifel und Bedenken immer wieder beiseite geschoben und das ist mein Anteil an der Geschichte.
    Siehst Du, und damit kannst Du Dich in Deiner Therapie KONSTRUKTIV beschäftigen und daran wachsen

    Vielleicht stecken Sorgen und Ängste dahinter, die Dir noch nicht bewußt waren,
    und vielleicht "konntest" Du einfach nicht anders (was völlig ok und menschlich ist und auch kein Grund, sich zu schämen).

    Du hast getan, was Dir zu der Zeit, so, wie Du eben warst und nach allem, was Du wußtest, als insgesamt das Bessere erschien, und nächstes Mal wirst Dus vielleicht ganz anders sehen.

    Du kannst - wenn Du magst - dazu stehen, daß es Dir schwergefallen ist, mal auf den Putz zu hauen, Dich zu trennen oder ähnliches - aber Du kannst und sollst KEINE Verantwortung für das Handeln und die Bedürfnisse Deines Mannes übernehmen.

    Das ist SEIN Job.

    Mimi, Du liest Dich so reflektiert - Du wirst das packen, Schritt für Schritt!

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    AW: Im falschen Film

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und natürlich hatte er Gründe für sein Verhalten, er sprach davon, damit negative Gefühle wie Neid reguliert zu haben.
    Das also ist seine Begründung, 16 Jahre lang Bordellgänger gewesen zu sein? Um Neidgefühle zu regulieren? Hab ich das richtig verstanden?

    Und noch ne Frage:
    wie würdest du denn euer Verhältnis auf der sexuell-erotischen Paarebene beschreiben?
    Damit meine ich übrigens nicht nur den Sex 'an und für sich'.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
    Daniel Kahneman

  4. Inaktiver User

    AW: Im falschen Film

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Und noch ne Frage:
    wie würdest du denn euer Verhältnis auf der sexuell-erotischen Paarebene beschreiben?
    Damit meine ich übrigens nicht nur den Sex 'an und für sich'.

    VanDyck
    Ob die Frage nicht grad triggert?

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    AW: Im falschen Film

    Lass Dich einfach mal virtuell in den Arm nehmen.

    Mach Dir keine Vorwürfe, Du bist nicht für das Verhalten von deinem Mann verantwortlich.

    Was der Mann getrieben hat, hat nichts mit Dir zu tun - es war seine Entscheidung zu Prostituierten zu gehen.

    Verwende deine Energie an Dich und deinem Kind, überlege Dir lieber wie Du weiter gehen willst.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Im falschen Film

    Zitat Zitat von toro Beitrag anzeigen
    Ein ganz übler Film, aber der falsche? Du hast 16 Jahre mit oder neben diesem Mann gelebt, kaum vorstellbar, dass du erst jetzt nach seinem durch die Infektion erzwungenen Geständnis merkst, dass es ein falsches Leben war. Deine Erkenntnis, dass er eine schwere Beziehungsstörung hat,kann ja auch nicht erst seit gestern da sein.
    Wenn du ehrlich bist, ahntest du das alles so sehr, dass man sagen kann, du wusstest es. Aber du wolltest nicht wissen. Du hast dich an der Wahrheit vorbeigemogelt. Das ist nun nicht mehr möglich. Er hat deine Illusion zerstört. Das ist die eigentliche böse Tat, an der du nun leidest.
    Da wäre es nicht unangebracht, u.a. auch auf dich selbst "furchtbar wütend" zu sein, dass du dir so viele Jahre deines Lebens was in die Tasche gelogen hast.
    Natürlich bis du tief verletzt. Eine Lüge verletzt immer, eine Beziehungslüge verletzt ganz fürchterlich und eine sechzehn Jahre andauernde verletzt unendlich. Insofern hast du eine "Recht" auf dein Verletztsein. Aber, wenn du weiter leben möchtest und vor allen Dingen besser als bisher, ist es wichtig, dass du dich in dieser Verletzung nicht einrichtest. Du musst vermeiden, dich mit deiner Verletzung zu identifizieren. Du bist ja in Therapie, da wird Gelegenheit sein, diese Verletzung zu beweinen und zu bewüten - und irgendwann dich zu schütteln und dich umzudrehen und die Verletzung einfach stehen zu lassen.

    Wenn ich ehrlich bin macht mich das Zitat echt wütend - schon wieder ist eine Frau an ihrer eigenen Misere schuld, sie hätte wissen müssen, dass ihr Mann sich mit Protestierten trifft.

    Meine Gott, wie wäre es einfach mal den Schmerz einer Frau zu validieren - anstatt noch drauf zu hauen und ihr
    einzureden sie hätte was wissen müssen.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

  7. Inaktiver User

    AW: Im falschen Film

    Zitat Zitat von toro Beitrag anzeigen
    Das ganze so dick unterstrichene Zitat von Maria soll ja nur heißen, dass eine betrogene Person grundsätzlich keinen Anteil hat. Da kann sich Frau entspannt zurücklehnen und sagen: Er ist der A...rmleuchter. Ich bin die Gute. Fazit: Ich brauche nichts zu lernen.
    OK, wenn's hilft ...
    Mal ganz wertfrei gefragt, was kann Frau denn daraus lernen?
    Mimi12 hat die Beziehung kritisch beäugt, sein Verhalten nicht definieren können und aufgrund von Lebensgefahr beendet.
    Was hätte sie anders machen können?

  8. Inaktiver User

    AW: Im falschen Film

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    kritisch beäugt, sein Verhalten nicht definieren können
    .
    Was hätte sie anders machen können?
    Ich denke in der Riesenzeitspanne fällt schon viel auf, aber es ist doch in der Summe doch viel zu wenig. Es gibt ja noch Alltag, Tochter, Job und Arbeit. Da fällt sowas nicht wirklich ins Gewicht. Dazu müsste man schon ausgebildet sein und selbst dann... Irgendwelche Ungereimtheiten und ungeklärten Probleme gibt es fast in jeder Partnerschaft. Blinde Flecken.

    Nachher, wenn man das unter dem Fokus Revue passieren lässt, dann sagt man sich ggf. selbst, warum man das nicht gesehen hat und gerät selbst in Schuldvorwürfe und fühlt sich damit selbst angeklagt schlecht. Das kann sehr runterziehen. Aber kommt auch von einem selbst! Mehr als von außen, wenn das von außen trifft, dann nur weil man das selbst denkt.

    Nur wie gesagt s. oben. man konnte gar nicht den Fokus darauf haben, wie auch, vielleicht hatte man irregeführt von ihm den Fokus auf ganz anderen Punkten und hat noch viel für den verlogenen Partner, der einen so in Gefahr gebracht hat, getan um ihm vermeintlich zu helfen.

    Klar wird man das verarbeiten mit der Zeit und ja daran wachsen. Aus Krisen lernt man immer, wenn man a) eben sich sagt, dass man hat nicht besser handeln können und sich und die Situation wie sie ist annimmt und b) die Wut, Trauer was auch immer an negativen Emotionen verarbeitet, auch mal hochkommen lässt und ja c) auch wenns hier übel aufstößt. dass jemand sowas schreibt, sich eben nicht nur als Opfer sieht, sondern auch Verantwortung mit übernimmt. Das klingt krass ja, aber es hat mit der mentalen Haltung etwas zu tun und ist mehr als Eselsbrücke zu nehmen für den eignen Kopf. Frieden machen und sich auch in die Verantwortung nehmen stärkt im Endeffekt mehr als am Ende noch sehr lange sich als Opfer zu sehen. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, dass es nicht falsch rüber kommt. Die Opferhaltung muss überwunden werden, aber Stück für Stück, weil sie auch runterzieht und handlungsunfähig macht.

    Krisen sind oft Chancen. Das sieht am Anfang kaum danach aus und man ist erst mal down, hadert damit, kann es erst mal nicht fassen, aber so Step by Step kann da richtig was draus werden, was man erst paar Jahre später erkennt.

  9. Inaktiver User

    AW: Im falschen Film

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Krisen sind oft Chancen. Das sieht am Anfang kaum danach aus und man ist erst mal down, hadert damit, kann es erst mal nicht fassen, aber so Step by Step kann da richtig was draus werden, was man erst paar Jahre später erkennt.
    Das Krisen oft Chancen sind, lese ich sehr häufig.
    Ein bekannter Drehbuchautor schrieb mal dazu, dass Krisen nichts für ihn sind, da sie ihn an seiner Kreativität hindern.
    Ich sehe das auch so und frage mich, wem nutzt eine Krise und welche Chancen verbergen sich dahinter?

  10. Inaktiver User

    AW: Im falschen Film

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Krisen oft Chancen sind, lese ich sehr häufig.
    Ein bekannter Drehbuchautor schrieb mal dazu, dass Krisen nichts für ihn sind, da sie ihn an seiner Kreativität hindern.
    Ich sehe das auch so und frage mich, wem nutzt eine Krise und welche Chancen verbergen sich dahinter?
    Ja, es stülpt das Leben um und nein, sowas braucht man nicht zu häufig, aber es kann ein heilsamer Rundumschlag werden und klar kostet das Kraft. Die Energie fehlt dann der Kreativität. Da hat der Mann Recht. Nur die Ehe der TE war ja in dem Sinne ein Lügengebäude, welches jetzt eingestürzt ist. Da muss man leider sagen, besser so. Auch wenn das komisch klingt, aber manches muss einfach vergehen, dass Neues entstehen kann.

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