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    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Ich habe mich schon gefragt, Yell, warum du so vehement von IMN einforderst, sie möge doch gestehen, eine Lügnerin, Betrügerin, und was noch alles zu sein.

    Mal abgesehen davon, dass sie das bereits getan hat - ehelicher Betrug und vor allem die Person des Betrügenden triggert dich offensichtlich auch heute noch sehr heftig.

    Uns hier Deine Erfahrung mitzuteilen, dass du als Betrogene physischen und psychischen Schaden genommen hast und deine (gezwungermaßen) zeitweise gelebte Toleranz dir heute als verlorene Lebenszeit vorkommt - das finde ich eine sehr wichtige Ergänzung in der Diskussion. Der Aspekt, der vor allem auch Herrn IMN betrifft, ist hier noch nicht aufgetaucht.

    Es ist der Thread von IMN, die sich aus der Diskussion Information und Hilfe erhofft, wie SIE mit ihrer schwierigen Situation umgehen könnte. Auch wenn sie sich selbst da hineinmanövriert hat und ihr Mann ebenfalls Leidtragender ist. Dabei empfinde ich ihre Beiträge als ungewöhnlich offen und aus ihrer (natürlich subjektiven) Sicht ziemlich ungeschönt. Dass das von außen betrachtet auch anders gesehen werden kann - ja mei. Mir hat ihre Offenheit (nicht ihr Umgang mit Lover und Ehemann!!) imponiert, daher schreibe ich hier. Dabei möchte ich mit IMN ins Gespräch kommen und ihr Ideen anbieten, die ihr (und indirekt auch ihrem Ehemann) vielleicht neue Sichtweisen ermöglichen. Ihr ständig ihre Verfehlungen vorzuhalten halte ich persönlich nicht für geeignet, dieses Ziel zu erreichen. Nach meiner Erfahrung klappt konstruktiv sich mit jemandem auszutauschen ohne Vorwürfe und Anklagen am besten. Gelingt mir auch nur mäßig, wenn ich emotional in das Thema noch heftig involviert bin. Ich bin mir nicht sicher, ob du, wenn du IMN schreibst, nicht vor deinem geistigen Auge deinen Ex wahrnimmst und gedanklich deine Vergangenheit dich dabei einholt. Was Du durchgemacht hast, war sicher schrecklich. Ich hoffe für dich, dass du dein Leben heute so führen kannst, dass du damit zufrieden lebst.

    Du hast noch einen, wie ich finde, wichtigen Punkt angesprochen: Die Diskrepanz zwischen dem Bekenntnis der Liebe von IMN zu ihrem Ehemann und dem nachfolgenden Kurzurlaub mit ihrem Liebhaber. Klingt rational völlig unvereinbar - passiert aber nach dem gleichen Prinzip wie der Lungenspezialist, der sich nach dem Vortrag über die Gefahren der Raucherlunge erstmal eine Zigarette ansteckt. Das passt nicht zusammen - und darüber könntest du, IMN, dir auch einige Gedanken machen.

    Mauric

  2. Inaktiver User

    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Zitat Zitat von Mauric Beitrag anzeigen
    Die Diskrepanz zwischen dem Bekenntnis der Liebe von IMN zu ihrem Ehemann und dem nachfolgenden Kurzurlaub mit ihrem Liebhaber. Klingt rational völlig unvereinbar - passiert aber nach dem gleichen Prinzip wie der Lungenspezialist, der sich nach dem Vortrag über die Gefahren der Raucherlunge erstmal eine Zigarette ansteckt. Das passt nicht zusammen - und darüber könntest du, IMN, dir auch einige Gedanken machen.

    Mauric
    Habe hier ja länger mitgeschrieben, und deine Motivation, es auch zu tun, kann ich gut nachvollziehen. Die spürbare Ambivalenz hat mich auch interessiert.

    Was mir in den Beschreibungen von Anfang an aufgefallen ist, ist die Sprache, die ich nur aus einer bestimmten Art von Literatur kenne. Offenheit, Selbstenthäutung und -beschuldigung sich selbst gegenüber einerseits (siehe auch Titel), die teilweisige Verklärung des Objekts, also der Liebe zu beiden Männer andererseits. Jemand hier hatte auch schon die Metapher erwähnt.

    Anscheinend hält diese Sichtweise der Realität nicht stand. Ehe vorher schon mit Distanz, ihr Freund auf eine heimliche Affäre aus, alles, was Imn eigentlich nicht will. Sie schrieb ja selbst von ihrem Wunsch und der Fantasie, mit beiden zusammen leben zu wollen. Inzwischen frage ich mich, ob Imn nicht mehr ihren Traum und ihrer Fantasie nachtrauert, die sich nicht in die Realität umsetzen lässt und sich jetzt als Luftspiegelung entpuppt.

    Dazu passt auch das obige Zitat. In ihren Wünschen und Fantasien war das alles möglich und keine Diskrepanz. Und für mich aus dieser Perspektive auch ein rationaler Gedanke.

  3. Inaktiver User

    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Diese Ambivalenz habe ich sowohl bei meinem Mann erlebt (wir wollten ein Haus kaufen), als auch von anderen Betrogenen (blödes Wort) gehört.

    Vielleicht zeigt dies aber auch, dass der andere noch nicht richtig weg ist.

    Mauric, wenn du magst .. Du bist herzlich eingeladen in Vorwärts-Strang mit zu schreiben(wie alle nderen auch). Ist gerade ein bisschen ruhig, kann sich aber jederzeit ändern. ;-)

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    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Wenn deine Ehe so gut läuft, warum setzt du dann alles aufs Spiel? Nur für den Reiz des Abenteuers bzw. Verbotenen? Denk auch an deine Kinder, denen du im Zweifelsfall vor den Kopf stoßen würdest.

  5. Inaktiver User

    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Zitat Zitat von Mauric Beitrag anzeigen

    Du hast noch einen, wie ich finde, wichtigen Punkt angesprochen: Die Diskrepanz zwischen dem Bekenntnis der Liebe von IMN zu ihrem Ehemann und dem nachfolgenden Kurzurlaub mit ihrem Liebhaber. Klingt rational völlig unvereinbar - passiert aber nach dem gleichen Prinzip wie der Lungenspezialist, der sich nach dem Vortrag über die Gefahren der Raucherlunge erstmal eine Zigarette ansteckt. Das passt nicht zusammen - und darüber könntest du, IMN, dir auch einige Gedanken machen.

    Mauric

    Wenn ich mich an meine eigene "Betrügerzeit" erinnere, kann ich rückblickend nur staunen, was für einen Schwachsinn man gemacht hatte. Keine Ahnung, ob einem die Hormone die reelle Sicht auf die Situation zu stark vernebeln, oder woher es kommt, dass man sich so ohne Verstand verhält.

    lg jaws

  6. gesperrt

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    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Ich finde es ziemlich billig, dass man "Hormone" oder "Gefühle" als Entschuldigung für sein Verhalten ständig vorlegt. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch Vernunft und Willen.
    Ich fasse mal zusammen: Im Mai wurde aus der Freundschaft der TE zu ihrer Jugendliebe eine Affäre, kurz darauf hatte sie bereits eine Kontaktsperre angekündigt, dann die Affäre wieder aufgenommen. Danach gab es "wunderschönen" Abschiedssex, danach wieder Kontaktsperre, danach gemeinsamer Urlaub, jetzt wieder eine Kontaktsperre. Ist doch völlig verständlich, dass der Affäre-Mann der TE die zigte Trennung nicht abnimmt. Dazwischen wird immer wieder betont, wie sehr sie ihren eigentlichen Ehemann liebt, respektiert und begehrt und wie die beiden an ihrer Ehe arbeiten.
    Das alles schildert die TE hier ausgesprochen blumig und schwulstig, was bereits im Mai-Juni anderen Usern hier auffiel.
    Ich kann die TE nicht mehr ernst nehmen, sorry. Sie wird es sicherlich verkraften.

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    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diesen Vergleich halte ich für ungültig. Nicht, dass es kein breites Spektrum an Aufrichtigkeit etc. gibt. Die Mehrdimensionalität lässt sich nur nicht auf beliebige Lebensbereiche ausdehnen, dazu ist die Gewichtung zu unterschiedlich. Diese hier - und da stimme ich dir zu - ist wirklich vertrackt, aber zur Vertracktheit trägt nun mal Ims den großen Teil bei. Weder ihr Freund noch ihr Mann wollen diese Vetracktheit, sie entspringt alleine aus dem Wunsch und der Fantasie von Ims.
    Du darfst für ungültig halten was Du willst und selbstverständlich darfst Du Dir eine schöne heile Welt wünschen, in der in Partnerschaften beide Seiten gleichermaßen aufrichtig zueinander sind. Und zweifellos ist das auch in vielen Beziehungen so. Aber es gibt eben auch die Wünsche und Fantasien wie sie IhreMutterNeu hatte. Seitensprünge machen die Welt nicht besser und wir alle können uns am Riemen reißen und uns alle dahingehenden Gedanken, Fantasien und vor allem Taten versagen. Katholiken können sogar beichten, Buße tun und Vergebung erlangen. Die Versuchung bleibt dennoch in der Welt und ihr werden Manche erliegen und Andere widerstehen.

    Vielleicht ist es sogar so, dass Menschen mit hohen morarlischen Ansprüchen in besonderer Weise der Gefahr ausgesetzt sind, mit Lüge und Betrug konfrontiert zu werden, weil es einfach unmenschlich ist, immer recht zu denken und zu handeln. Beispiel: Wenn meine Partnerin postuliert: "Wenn Du auch nur einen unkeuschen Gedanken an eine andere Frau verschwendest, bringe ich Dich um und ich erwarte, dass Du mir jeden solchen Gedanken umgehend mitteilst." Dann bleibt mir als sterblichem Sünder nur die Wahl des Verheimlichens, denn andernfalls würde ich meine Partnerin zur Mörderin machen, oder? Wäre es dagegen nicht lebensnäher, dem Partner zu signalisieren: "Was immer Dich bewegt und sei es das Verlangen nach einem anderen Menschen, Du darfst es mir mitteilen und ich werde Dich dafür nicht verurteilen, auch wenn ich Dir nicht verspreche, dass ich unter allen Umständen bei Dir bleibe."? Wer Letzteres sagt, begibt sich in Gefahr, Dinge zu erfahren, die er nicht wissen will, wer ersteres sagt, lebt in der Gefahr belogen zu werden. Das Leben ist schön kompliziert.

  8. User Info Menu

    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Guten Morgen.

    Die Dinge haben sich jetzt wie folgt entwickelt: Mir hat das, was @Mauric geschrieben hat, keine Ruhe gelassen. So habe ich heute nacht alle ausgedruckten Mails in den Reißwolf gesteckt - fast wie in eine Art Ritual, die Mails gelöscht, den Freund als Spam definiert.

    Hatte vorher ein langes Gespräch mit meinem Mann. Der sagte mir, er will mich ganz für sich alleine haben, er will auch nicht zweite Wahl sein. Er sagte, er will auf jeden Fall bis Weihnachten im Gästezimmer bleiben, und sich Gedanken machen, in sich spüren, ob er mit mir noch zusammenleben will und kann. Er sagte, auch er müsse sich für unsere Ehe als erste Wahl entscheiden, könne nicht mit mir zusammenbleiben, einfach, weil er Angst vor dem Alleinsein hätte. Dann wäre ich, das Leben mit mir sozusagen "zweite Wahl". Das wolle er nicht. Was er jetzt sicher sagen könnte, wäre, dass er gesprächsbereit ist und die Ehe nicht sofort wegwerfen will. Mehr wäre aber derzeit nicht sicher bei ihm.

    @Karla, wenn ich deine Beiträge so lese...du schreibst, dass ich "schön gemütlich" warte, "beruhigt auf mein Handeln blicke"...! Ich weiß nicht, wie ich es noch schildern soll, wie innerlich zerreissend dieser Prozess hier ist. "Schön gemütlich", "beruhigt"? Ich sagte schon: deine Verachtung ist bereits angekommen, du musst deine Beiträge in dieser Diskussion nicht ständig damit "garnieren".

    Und das mit den "Anhängern"...du guter Gott, jetzt auch noch Neid? @Karla, das hast du nicht nötig.

    @Karla, du fragst: Geht denn im Leben alles nach Gefühlen? Sicher nicht, aber wenn die Liebe, wenn die nicht nach Gefühlen "gehen soll"...was denn dann?

    Ich kann nicht aus Vernunft, Dankbarkeit und Loyalität bei meinem Mann bleiben und er bei mir. Das alles gehört dazu, aber es muss das Liebesgefühl da sein. Wir nehmen jetzt Abstand voneinander, begegnen uns in Gesprächen, gehen wieder auf Abstand. Da ist Liebe, da ist Schmerz, da ist Trauer. Und in all dem finden wir das Gefühl vielleicht wieder.

    @yell, ich ahnte deine Hintergründe schon. Ich bin für dein früheres Unglück nicht verantwortlich. Wenn dein alter Schmerz dadurch geringer wird, dass du auf diese etwas schlichte Weise auf mich draufhaust - bitte, ich hoffe, es hilft dir. Und hier nochmal, falls dir das irgendwie Genugtuung verschafft: Ja, ich habe gelogen, ja, ich habe betrogen, ja, ich war unaufrichtig, ja, ja, ja!! Der ganze Strang handelt davon! Und ja, obwohl ich das getan habe, redet mein Mann noch mit mir, liebt er mich noch, schmeißt er mich nicht raus!

    Zitat Zitat von yell Beitrag anzeigen
    Um die Reaktion ihres Mannes (Aus- und Wiedereinzug) einzuschätzen, bräuchte ich "harte Fakten": Wie alt ist er überhaupt? Wie sieht es mit Berufstätugkeit/ Verdienst aus? Ob Kinder involviert sind? Wem gehört das Haus, etc. Aber ich will die TE natürlcih nicht vehöhren.
    Bei allem Respekt, aber das geht dich nichts an! Einige Informationen hierzu stehen im Strang, querlesen reicht nicht, wenn man hier mitreden will. Und meine Kinder - die habe ich hier ja die ganze Zeit konsequent rausgehalten, also wenn über die auch noch abwertende und verächtliche Kommentare kämen, das könnte ich dann wirklich nicht mehr ertragen!

    Berufstätigkeit...Verdienst...Wem gehört was...? Ich schnappe hier nach wie vor nach Luft - was glaubst du eigentlich, wer du bist?

    Im Übrigen: dafür, dass du anscheinend all diese "harten" Fakten brauchst, um die Dinge einzuschätzen, hast du dich bisher mit Einschätzungen und Urteilen und Abwertungen nicht zurückgehalten.

    Über meinen Mann hast du geschrieben, er sei lächerlich, er bliebe wohl aus Bequemlichkeit bei mir, wolle Anstrengung vermeiden, in seinem Alter...!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sie schrieb ja selbst von ihrem Wunsch und der Fantasie, mit beiden zusammen leben zu wollen. Inzwischen frage ich mich, ob Imn nicht mehr ihren Traum und ihrer Fantasie nachtrauert, die sich nicht in die Realität umsetzen lässt und sich jetzt als Luftspiegelung entpuppt.
    Ja, so fühlt es sich an. In all dem Wust trauere ich meiner Fantasie nach.

  9. Inaktiver User

    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    Zitat Zitat von Ihremutterneu Beitrag anzeigen

    Hatte vorher ein langes Gespräch mit meinem Mann. Der sagte mir, er will mich ganz für sich alleine haben, er will auch nicht zweite Wahl sein. Er sagte, er will auf jeden Fall bis Weihnachten im Gästezimmer bleiben, und sich Gedanken machen, in sich spüren, ob er mit mir noch zusammenleben will und kann.

    Wie geht es Dir mit dem Gedanken, dass er evtl. nicht mehr mit Dir zusammenleben will bzw. kann?

  10. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Ich bin eine Ehebrecherin...

    liebe TE,
    ich bleibe bei der Meinung, dass du diejenige warst, die deinen Ehemann der Lächerlichkeit preisgegeben hast. .

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