Tut aber keiner.
Der Fremdgeher schiebt es auf die unlustige Ehefrau.
Die Geliebte tut so, als glaube sie dem Fremdgeher.
Die Ehefrau verschließt sich schon von vornherein allen Eventualitäten.
Auch ich glaube nicht an die perfekte Welt. Deshalb finde ich es gut, allen Beteiligten an solchen Konstellationen aufzuzeigen, dass sie sehr wohl immer und überall Teil ihres Lebens sind. Allerdings vermenge ich nur ungern Schuld mit Falsch oder ähnlichem. Aus den schlimmsten vermeintlichen Lebensfehlern können sich ja die wunderbarsten neuen Leben herausschälen. Schuldig heißt für mich einfach: aktiven Anteil haben.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 423
Thema: Moralische Frage
-
24.03.2014, 10:13Inaktiver User
AW: Moralische Frage
-
24.03.2014, 10:16
-
24.03.2014, 10:17Inaktiver User
AW: Moralische Frage
Vielleicht bin ich da einfach anders gestrickt. Ich finde die Frage nach Schuld und Unschuld völlig irrelevant.
Aus welchem Grund fängt jemand eine Affaire mit einem verheirateten Mann an? Ich verstehe es nicht. Das gibt am Ende immer Chaos für die verpaartnerte Seite. Der Affairenfrau ist es ja egal, ob sie einen Scherbenhaufen hinterlässt.
Ich würde die Sache anders beurteilen, wenn Du sagst: ich hab mich unsterblich verliebt und kann nicht anders, als mich mit ihm zu treffen. Aber nein, Dir ist der Mann emotional anscheinend völlig egal - auch egal, welche Verstrickungen da mit seiner Frau sind, seine Frau ist Dir auch egal. Warum also dieser Mann?
Brauchst Du das Drama?
Warum suchst Du Dir nicht einen Single? Diese gibt es heute wie Sand am Meer, es gibt im Internet mittlerweile Börsen für Paarungswillige. Oder findet sich kein anderer, der sich mit Dir paaren will?
-
24.03.2014, 10:18Inaktiver User
AW: Moralische Frage
Ich habe das bislang so gelesen, dass hier eine Ehefrau ihrem Ehemann keinen Sex (mehr) geben will und auf die unterschwellige Androhung, er suche dann vielleicht ja eine Geliebte, mit kompletter Abwehr reagiert und von allem NULL wissen will.
Was du beschreibst, sind offene Beziehungen, bei denen eine ganz klare Abmachung miteinander besteht.
Ich finde schon, das ist ein Unterschied. Weshalb beziehst du das auf dich? Warum beißt du gleich? Dein Ton klingt sehr aggressiv.
-
24.03.2014, 10:20
AW: Moralische Frage
Ich habe den Eingangsbeitrag jetzt nochmal gelesen und kann da nirgends finden, dass der Mann seine Ehefrau gedroht habe, eine Geliebte zu nehmen.
Wo liest Du das raus?
Für mich klingt das einvernehmlich.
-
24.03.2014, 10:21
-
24.03.2014, 10:23
-
24.03.2014, 10:26
AW: Moralische Frage
Generell hast du recht. Hier aber hat die TE ein ganz bestimmtes Szenario vorgegeben:
Und auf diesem vorgegebenen Szenario, ob es real ist oder fiktiv, basiert mein Kommentar. Die Bedürfnisse und Lösungen wurden demgemäß bereits offen abgeklärt. So wie mein Ex-Mann und ich das damals auch gemacht hatten (ich war nämlich auch nicht ganz brav...).
Nachtrag: Ob der Ehemann die Wahrheit sagt, weiß natürlich kein Mensch. Für den Kommentar ging ich der Einfachheit halber mal davon aus.Geändert von Strunzhuhn (24.03.2014 um 10:29 Uhr) Grund: Nachtrag eingefügt
-
24.03.2014, 10:28
-
24.03.2014, 10:30Inaktiver User
AW: Moralische Frage
Wir müssen ja alle leider sehr viel interpretieren

Der zitierte Satz des Ehemannes:
Daraus schließe ich schon, dass hier ein Gespräch stattgefunden hat in etwa so eine Richtung (?): Ich will mit dir schlafen! - Ich aber nicht mit dir! - Was soll ich jetzt tun, mir das woanders holen? - Was du heimlich machst, ist mir egal, aber wissen will ich das nicht!"Ich liebe Sex, meine Frau mag Sex aber nicht. Ich werde dauernd abgewiesen. Aber sie sagt, was ich auf meinen Dienstreisen heimlich mache, wäre meine Sache, sie will davon nur nichts mitkriegen."
Hier lese ich mehrere subtile Drohungen heraus. Auf jeden Fall hängen beide in der Luft, sie finden sich ab. Der Mann schaut sich anderweitig um, was er eigentlich nicht will, aber er muss ja, denn ohne Sex - was soll er tun? Die Frau verschließt all ihre Sinne. Gleichzeitig zeigt sie an, dass sie bei dem Wissen um ein Fremdgehen andere Saiten aufziehen würde.
Einvernehmlich wäre doch ganz anders. Wie eben auch in wirklichen offenen Beziehungen. Aber die habe ich bislang auch nicht als defizitäre Not-Arrangements aufgefasst, sondern als Handlungen aus einer Fülle heraus. Da wird klar kommuniziert, welche Bedürfnisse man hat, aber es werden auch Lösungen angeboten und es wird abgeklopft, wo die Grenzen sind. Da muss sich kein Partner dem anderen hilflos unterwerfen und ein Spiel mitspielen, das er eigentlich gar nicht mag.



Zitieren
