Liebe Andrea,
für mich ist Sehnsucht etwas unbestimmtes, nicht genau zu greifendes, im Unterschied zu einem Wunsch, den ich konkret benennen kann.
Was war dein Wunsch, als du ihn kennenlerntest? Eine unbeschwerte Affäre? Unverbindlicher, guter Sex? Oder hat er etwas ganz anderes in dir berührt? Es hat ja manchmal seinen tieferen Sinn, sich in jemanden zu verlieben, der unerreichbar ist. Was genau dieser tiefere Sinn ist, kann niemand anderes herausfinden als nur du selbst. Jemand hat dich gestern gefragt, was du dir wert bist. Das ist, glaube ich, die Frage, die dich weiterbringen kann.
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Thema: Das Leben als Schattenfrau
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21.02.2014, 09:48Inaktiver User
AW: Das Leben als Schattenfrau
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21.02.2014, 10:09
AW: Das Leben als Schattenfrau
Wenn seine Gefühle echt sind, warum versteckt er sie dann indem er bei seiner jetzigen Frau bleibt? Wenn Du sein "Traum" bist, warum lebt er ihn dann nicht? Eine Trennung ist nie einfach, aber wenn er für sich jetzt festgestellt hat, dass er in seiner jetzigen Beziehung nicht glücklich ist, dann muss er was ändern. Ich würde ihn fragen, wie es weitergehen soll. Und wenn er seine Chance auf Glück nicht wahrnehmen will, dann distanzier dich von ihm, sonst bleibst du auf der Strecke
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21.02.2014, 10:11
AW: Das Leben als Schattenfrau
Rodrigue (Frau oder Mann??? :-)):
wie oben bereits geschrieben, zu dieser Zeit hatte ich eine unbeschwerte, gute, offene Affäre mit gutem Sex. also in dem Bereich wirklich keine offenen Wünsche :-)
was er in mir berührt hat....... es hat schlichtweg Spass gemacht mich mit ihm zu unterhalten, über unsere Leben auszutauschen. ich habe mir auch gerade überlegt, ob einer von uns beiden mehr den Part vom Zuhörer oder vom Erzähler (Balast loswerden) hatte. nein, es war eine ausgeglichene Konversation, wir beiden erzählten unbeschwert. ich war damals wirklich gut drauf, zufrieden mit meinem Dasein im Grossen und Ganzen. Ich weiss auch noch, wie wir uns lange darüber unterhalten haben, wie ich nach meiner Trennung das Gleichgewicht und den Weg zu mir selber wiedergefunden habe. ich muss sicherlich noch weiter nachdenken, irgendwo wird es einen Grund haben, warum er mich irgendwann so umhaute, warum ich mich mit ihm auf den ersten Kaffee traf, obwohl ich wusste, dass ich ihn nicht haben darf, nicht haben kann. ich sehe es aktuell noch nicht.....
ja, was bin ich mir wert......... in den letzten Wochen und Monaten sicherlich zu wenig, teilweise fast gar nichts mehr. aber seit ich meinen Verstand wieder eingeschaltet habe, sehe ich auch da Tendenzen in die richtige Richtung. ich mache wieder viel mehr Sport, was mein Körperbewusstsein stark fördert und mir einen Ausgleich gibt. ich löse mich aus meiner "Verschanzung", gehe wieder unter Menschen, treffe mich mit Freunden, gehe zum Fussball etc....... es geht sicherlich in die richtige Richtung, wenn auch noch ein grosser Berg Arbeit an mir selber vor mir liegt. ich bin mir sicherlich noch viel zu wenig wert und stelle ihn, meine Gefühle zu ihm, noch viel zu sehr in den Vordergrund. das weiss ich, ist mir vollumfänglich bewusst.
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21.02.2014, 10:13
AW: Das Leben als Schattenfrau
ah ja Rodrigue: ich habe mir nun noch visuell vor Augen geführt was aus mir geworden ist. ich habe Fotos von der zeit angeschaut wo wir uns kennenlernten und solche von heute. ein Abklatsch von Mensch, Ausstrahlung ahoi, Augenringe...... das volle Programm......
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21.02.2014, 10:15
AW: Das Leben als Schattenfrau
Ich mache jetzt etwas, was ich sonst immer vermeide. Ich antworte, ohne alles gelesen zu haben, weil ich gleich weg will ...
Solche Männer wären sehr wohl dazu in der Lage, ihre Hauptbeziehung zu verlassen. Sie wollen das aber nicht. Sie machen das alles absichtlich. Das ganze Gejammere ist nur Schauspielerei.
Solche Männer wollen Spielchen spielen, sie wollen mit 2 Frauen Spaß haben, sie wollen bei der Affäre nur den Rahm abschöpfen und nehmen wenig Rücksicht auf Verluste. Wichtig ist ihnen, dass Zuhause alles gut läuft und zusätzlich möchten sie ein wenig Abenteuer. Wird die Erstfrau ein bisschen misstrauisch und eifersüchtig, fühlen sie sich eher besser als schlechter. Sie leben auf und wenn sie Frustfresser sind, nehmen sie dann auch schön ab. Denn es geht ihnen blendend.
Was kannst du also tun, wenn du diese Tatsachen so langsam durchschaust? Ich weiß, wie bescheiden sich das anfühlt. Als ich in der Situation war, habe ich mich in mehreren Singlebörsen angemeldet und habe andere Männer gedatet. Nicht heimlich, sondern ganz offen. Lügen kann ich nicht wirklich. Das lenkt deinen Fokus auf andere Dinge, du merkst, dass dieser Mann nicht der Einzige attraktive Mann in der Gegend ist.
Triff dich ruhig großzügig mit allen möglichen Kandidaten. Es ist nicht so wichtig, zu selektieren, je größer die Auswahl erscheint, desto besser. Dann verschwindet das Gefühl, auf diesen einen angewiesen zu sein nur umso schneller.
Ich hatte dabei übrigens Glück und habe einen lieben, ungebundenen Mann kennengelernt, mit dem ich jetzt 3 Jahre zusammen bin. Nachdem ich ihn kennengelernt hatte, konnte ich leichten Herzens meine Affäre beenden, obwohl wir damals noch gar nicht dachten, dass unsere Beziehung auf Dauer halten würde.
Meine damalige Affäre ist übrigens mit seiner Familie immer noch mehr oder weniger glücklich und er hat mit seiner Frau viel unternommen und schöne Urlaube verbracht. Soviel zu dem angeblich unerträglichen Drachen. Es war alles Lüge! Von wegen Seelenverwandtschaft und bla bla blubb ...
Nein, ich bin ihm nicht böse, wir pflegen ab und zu noch einen freundschaftlichen Kontakt.
Ich bin aber der Bricom dankbar. Denn hier habe ich gelernt, wie Affären funktionieren und deshalb konnte ich es rechtzeitig beenden. Meine Vorgängerin hatte weniger Glück, sie fiel voll drauf rein, zog um, um in seiner Nähe zu wohnen, er ließ sie jahrelang zappeln.
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21.02.2014, 10:18
AW: Das Leben als Schattenfrau
Liebe Andrea,
Du bist auf dem richtigen Weg!
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21.02.2014, 10:18
AW: Das Leben als Schattenfrau
LilaWolke: danke für deine Worte. diese Fragen haben wir xfach diskutiert. er erklärt es folgendermassen (will ihn nicht in Schutz nehmen, schreibe einfach was er sagt): Er erklärt es so, dass er vom Typ her so sei, dass er lange nicht in der Lage sei zu handeln und dann Knall auf Fall Entscheidungen trifft im Leben. So sei es bei seiner ersten Frau (mit der er die Kinder hatte) gewesen und er wisse, dass es auch diesmal so sein werde. ich kann damit natürlich nicht leben, da ich nicht länger die 2. Geige spielen will, kann, werde, da ich draufgehe dabei.
er sagt, er habe irgendwo ein Pflichtbewusstsein mitbekommen, dass ihm bei solchen Entscheidungen (privat, geschäftlich) immer wieder im Wege stehe. Er versteht selber nicht, warum er so handelt. hat mir auch erzählt, dass seine Schwester zum Beispiel das krasse Gegenteil sei, ihre Dinge immer durchgezogen habe, die Eltern das bei ihr geschätzt haben und bei ihm nicht. wird sicherlich bei ihm irgend einen Grund haben warum er so ist. ich bin komplett anders und kann es daher auch nicht nachvollziehen.
er ist ein Mensch, der vieles mit sich selber ausmacht und dann irgendwann knallt es. für ihn und mich wird dieser Knall, wenn er dann überhaupt mal kommt, zu spät sein. Er ist sich zu 100% bewusst, dass er dann alleine dastehen wird. damit muss er dann leben. aber eben, wenn's denn wirklich knallt. Die rosa Brille ist weg bei mir.
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21.02.2014, 10:26Inaktiver User
AW: Das Leben als Schattenfrau
Wenn man das immer so genau wüsste...

Spielt das eine Rolle? Für mich in diesem Zusammenhang nicht. Denn hier geht es ja genau darum, was du dir jenseits deiner Geschlechterrollenzuschreibung wert bist. Als Mensch. Und nicht in erster Linie als Frau. So sehe ich das jedenfalls. Als Mensch.
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21.02.2014, 11:09
AW: Das Leben als Schattenfrau
Liebe Andrea,
ich hoffe, du merkst selbst, wie absurd eigentlich deine Situation ist: was geht dich seine Schwester an, die du als Schattenfrau vermutlich niemals kennen lernen wirdst? Für seine offizielle Freundin ist sie ja die quasi-Schwägerin, da muss man sich unter Umständen mit ihr auseinandersetzen.
Mit diesem Posting versuche ich dir vor Augen zu führen, in welcher für dich nachteiligen Sitaution du dich dank deines Affäre-Manns befindest: irgendwie wird dir suggeriert, dass du zu seiner Familie gehörst, du darfst dich Probleme dir völlig unbekannter Leute anhören. Jedoch ahnen diese Leute nicht einmal, dass du exisiterst und sind bei Problemen in keienr Weise für dich da, wie es in der Famile so üblich ist.
Sein Gereden von Pflichbewusssein kaufe ich persönlcih ihm nicht ab. Er ist nicht in einer Versorgehere aus den 1950ern gefangen, seine Pflicht wäre, für seine aktuelle Partnerin emotonal da zu sein.
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21.02.2014, 11:20
AW: Das Leben als Schattenfrau
Mir fällt dazu nur ein: wenn er sich ernsthaft in Dich verliebt hätte, würde er sich von seiner Partnerin trennen. So sehe ich leider nur viel Blabla..
"Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln." (Johann Wolfgang von Goethe)



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