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  1. Inaktiver User

    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Zitat Zitat von Murkami
    Ein Ehepaar, das sich "alles" sagt. Die Frau erzählt desdwegen ihrem Mann zu hause, dass sie ihren Arbeitskollegen sehr attraktiv findet, sich auch ein wenig in ihn verliebt hat und es genießt, mit ihm in der Mittagspause Gespäche zu führen. Nicht mehr und nicht weniger und alles, was sich in ihrem Kopf sonst abspielt, sind kleine Luftschlösser, Träume, die sie NIE realisieren würde. Für sie ist alles harmlos und in der Realität würde sie ihre Träume nie ausleben. Warum erzählt sie das? Ihr Mann ist am Ende, fühlt sich nicht mehr begehrt, unattraktiv und ist gekränkt.
    Ich glaube, dass die wenigsten Menschen mit so viel Offenheit in dieser Situation souverän und gelassen umgehen könnten. Für die Frau mag alles ganz harmlos sein - aber anscheinend ist es nicht harmlos genug, um beim Vorsortieren auf dem Stapel "nicht erwähnenswert" zu landen.

    Und dann setzt beim Partner das Kopfkino ein. Plötzlich zweifelt er an der Beziehung und an sich selber. Der Mythos "Fremdverliebtheit ist ein Symptom für eine nicht intakte Beziehung" hält sich nämlich äußerst hartnäckig. Vielleicht glaubt er sogar, für die Schwärmerei seiner Frau mitverantwortlich zu sein. Und das alles nur, weil sie sich unbedingt damit aufspielen musste, welch privaten Spaß sie im Dienst hat ... Unnötig.

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    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Könntest Du ein Beispiel nennen (außer der Fremdverliebtheit, die für mich offensichtlich mit der Beziehung zu tun hat).
    Warum nicht gleich beim Thema Fremdbeziehung bleiben?

    Gehen wir von dem Fall aus, mein Mann hätte sich in eine andere Frau auch verliebt, meinetwegen eine Zweitbeziehung.
    Diese Zweitbeziehung gibt ihm etwas, das er bei mir nicht findet, er ist glücklich und zufrieden, begegnet mir liebevoll und schenkt mir Aufmerksamkeit. Warum sollte er mir dann davon erzählen?
    Ich würde nicht einmal das wissen wollen, wenn ich mich in meiner Partnerschaft glücklich fühle.
    Wenn ich sage, er verschweigt mir in diesem Fall etwas, was mit unserer Partnerschaft nichts zu tun hat, dann meine ich es so, dass sie durch die Zweitbeziehung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Es wäre für mich in Ordnung, wenn er die Zweitbeziehung lebt, solange ich die Frau bin, mit der er zusammenlebt.

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    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Hallo Murkami,

    um es auf den Punkt zu bringen:

    Es wäre Dir also egal, wenn Dein Mann eine Zweitbeziehung hätte, solange er mit Dir zusammenlebt.

    Aber dann kann man das doch vereinbaren als Partner, oder? Kann es klar und deutlich sagen. So wie das in der hier sicher bekannten Konstellation von Gyldensternchen der Fall zu sein scheint.

    Was würde passieren, wenn diese Zweitbeziehung "herauskäme"? Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du damit "konfrontiert" würdest, wie und warum auch immer?

    Nach Deinem Denkmodell müsste Dir das dann eigentlich egal sein....

    Prijon

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    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Diese Angst vor Verletzungen...
    Mache ich den Eindruck auf Dich, ich hätte Angst? Nein, Prijon, ich meinte, dass es unnötig ist.
    Ich möchte mich genauso wenig verbiegen wie Du oder Leonie, bin auch kein "Hascherl", das sich duckt und seinem Partner um jeden Preis alles recht machen will.
    Muss ich mich verbiegen, dann wäre ich mir selber nicht mehr treu!
    Ich habe auch nichts gegen sich öffnen und Offenheit, genauso wie ich auch Nähe mag und es sich nicht ausschließt, seinem Partner nahe zu sein und dennoch nicht sein ganzes Seelenleben ausgebreitet zu haben.

    Richtig, Leonie, da sind wir schnell wieder bei Beziehungskonzepten, wo ich jetzt auch mal zu Prado rüberwinke
    Ich hätte gedacht, dass das eng zusammenhängt.
    Was hättest Du gedacht, hängt eng zusammen?
    Geändert von Murkami (26.11.2006 um 17:24 Uhr)

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    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Hallo Johanna,

    Und das alles nur, weil sie sich unbedingt damit aufspielen musste, welch privaten Spaß sie im Dienst hat ... Unnötig.

    Was heißt denn hier aufspielen? Und geht es denn immer nur um Spaß?

    Mal so eine Geschichte, die mir (UNS) in dieser Woche passiert ist. Ich hatte ein sehr, sehr schwieriges Chef-/Mitarbeitergespräch mit einer Kollegin, deren Mann vor ein paar Wochen tödlich verunglückt ist. Etwas, was mich sehr gefordert hat und wo ich weit mehr getan habe als zu fragen "wann können Sie denn wieder arbeiten?" Wo ich versucht habe, mitzufühlen und zu -tragen.

    Ein Gespräch, in dem eine sehr starke Nähe entstanden ist. Das war so. Und das habe ich meiner Frau auch mitgeteilt. Die daraufhin (leicht) irritiert war.

    Ich habe mit meiner Frau darüber gesprochen, weil es mich sehr beschäftigt hat - das kann doch nicht falsch sein...

    Prijon

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    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Mache ich den Eindruck auf Dich, ich hätte Angst? Nein, Prijon, ich meinte, dass es unnötig ist.

    Gut, dann nenn es von mir aus Scheu. Ich meine, dass AUCH Verletzungen und der Umgang damit Bestandteil einer Beziehung sind. Dein Versuch, das auszuklammern - das ist es, was ich weiter oben mit "blinder Fleck" gemeint habe.


    Prijon

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    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Was würde passieren, wenn diese Zweitbeziehung "herauskäme"? Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du damit "konfrontiert" würdest, wie und warum auch immer?

    Nach Deinem Denkmodell müsste Dir das dann eigentlich egal sein....
    Egal klingt nach Gleichgültigkeit

    Das ist alles spekulativ....aber ich kann mir vorstellen, dass ich es tolerieren würde, wenn ich trotz dieser Zweitbeziehung das Gefühl habe, er liebt mich und lebt gerne mit mir zusammen.

    Was ich mir allerdings nicht vorstellen könnte ist das offene Beziehungsmodell. Wenn dann seine Zweitfrau an der Tür klingelt und ihn mit einem heissen Kuss zum Kino abholt Nein!

  8. Inaktiver User

    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Zitat Zitat von Murkami
    Wenn ich sage, er verschweigt mir in diesem Fall etwas, was mit unserer Partnerschaft nichts zu tun hat, dann meine ich es so, dass sie durch die Zweitbeziehung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Es wäre für mich in Ordnung, wenn er die Zweitbeziehung lebt, solange ich die Frau bin, mit der er zusammenlebt.
    Aber wenn er es Dir sagen würde, wärest Du verletzt?

    Mir ist das zu hoch.

    Und ich kann auch dem Gedanken nicht folgen, dass eine Zweitbeziehung mit der Partnerschaft nichts zu tun hat. Das hat doch Auswirkungen - und wenn es nur ist, dass der Partner manchmal in Gedanken versunken an sie denkt.


    Wir haben ja schon Phasen der Fernbeziehung gehabt. Da habe ich mir explizit überlegt, warum es mich stören würde, wenn mein Mann sich eine Dienstagabendfreundin zulegen würde - und wir haben dann auch darüber gesprochen. Würde ich nicht mitbekommen, würde mir nichts wegnehmen.
    Das ist aber die Kopfversion.
    Tatsächlich würde es unserer Beziehung die Grundlage rauben.

    Weil die Ehrlichkeit aufgegeben wäre.


    Was hättest Du gedacht, hängt eng zusammen?
    Die Meinung, die wir im anderen Thread gemeinsam hatten, nämlich "nicht-dulden" hat in der Beziehung nichts zu suchen und "im Zweifel mache ich, was ich für richtig halte" (um es 'mal schlagwortartig zusammenzufassen) und die Meinung, dass Ehrlichkeit ein höherer Beziehungswert ist als "Nicht-Verletzen", die ich hier mit Prijon vertrete, Prado und Du aber nicht.
    Wenn ich weiß, dass mein Partner mir keine Vorschriften macht (oder wirklich nur, wenn es ganz und gar an seine Substanz geht) und mich in meinen Vorhaben unterstützt -warum muss ich dann lügen oder verschweigen?

    Gruß, Leonie

  9. User Info Menu

    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Hallo Murkami,

    ich kann mir vorstellen, dass ich es tolerieren würde, wenn ich trotz dieser Zweitbeziehung das Gefühl habe, er liebt mich und lebt gerne mit mir zusammen.

    Was ich mir allerdings nicht vorstellen könnte ist das offene Beziehungsmodell. Wenn dann seine Zweitfrau an der Tür klingelt und ihn mit einem heissen Kuss zum Kino abholt Nein!


    das klingt nach nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.

    Mein "Beziehungsmodell für Doofe" (klare Absprachen, klare Handlungsrichtlinien für den worst case....) gibt mir irgendwie einen sichereren Rahmen, finde ich.

    Prijon

  10. User Info Menu

    AW: Wie soll es weitergehen...2.Teil - Anhang

    Noch einmal zusammenfassend: Unbedingte Ehrlichkeit und "Sich-Nicht-Verbiegen" sind für mich höhere Werte als "Nicht-Verletzen". Und Nähe plus Weiterentwicklung der Beziehung sind genauso wichtig - ich weiß nicht, wie das auf der Grundlage des "Nicht-Zumutens" gehen soll.
    Ok, dazu auch noch ein paar Sätze an Dich, liebe Leonie:

    Gehört unbedingte Ehrlichkeit und "Sich-Nicht-Verbiegen" für Dich zusammen?

    Ich meine, mir selber treu sein zu können ohne den Anspruch auf unbedingte Ehrlichkeit haben zu müssen.
    Es gibt Ehrlichkeit, die zerstört, die kaputt macht.

    Ja, vielleicht sind wir tatsächlich ganz eng bei den Beziehungskonzepten angelangt, Leonie. Das wird mir beim Schreiben hier auch mehr und mehr bewusst. Mir ist es wichtig, Freiräume zu haben, eine eigene Persönlichkeit mit ureigenen Wünschen und Träumen zu sein, ICH zu sein. Ohne zuviel an Nähe, ohne dass mein Partner alles von mir weiss. Ich würde mich erdrückt fühlen, hätte wohl sofortige Fluchtgedanken
    Dabei bleibe ich mir treu, möchte aber vermeiden, meinen Partner zu kränken/zu verletzen.

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