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    Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Liebe Bricom,

    ich habe ein ganz akkutes Problem und möchte euch um eure Tips und Erfahrungen bitten, die mir helfen, mit der Situation umzugehen. Denn ich weiß momentan nicht weiter.

    Folgendes zum Szenario:

    Ich habe einen verheirateten Mann kennengelernt. Wir waren Kollegen, in einer Firma, in der ich jetzt nicht mehr bin. Die Beziehung dauert noch nicht lange. Ich bin dort nur kurz angestellt gewesen.

    Wir beide haben uns spontan verstanden und hatten auch zufällig denselben Nachhauseweg.
    Zwischen uns beiden hat sofort die Chemie gefunkt, als wir einmal zufällig miteinander allein gesprochen haben.

    Problem:
    Der Mann ist glücklich verheiratet. Trotzdem kontaktiert er mich für mein Gefühl zu oft. Ich bekomme täglich E-Mails von ihm, auch Anrufe.
    Daraufhin habe ich ihn gefragt, wie seine Frau es damit hält. Er hat mir einiges über seine Frau und sich erzählt, u.a. dass auch seine Frau ihr eigenes Leben lebt. Da sie aus psychologischen Gründen nicht voll arbeiten kann, hat sie nur einen geringfügigen Nebenjob. Sie arbeitet nur samstags und ist, als Invalidin, mit einem kostenlosen Ticket ständig auf Reisen zu Freunden und Bekannten unterwegs. Beide gönnen sich ihre Freundschaften und sind überein gekommen, Freundschaften und ihre Ehe voneinander zu trennen. Es kommt demzufolge keine außereheliche Beziehung für sie in Betracht.

    Ich verstehe mich mit dem Mann sehr gut. Unsere Freundschaft ist eine ausgesprochene Wunschfreundschaft, da wir auch gemeinsam Musik machen wollen und zudem einen literarischen Zirkel gründen wollen. Ich möchte sie nicht aufgeben. Er hat mir versichert, dass dies auch seine Frau akzeptiert.

    Am letzten Samstag ist aber folgendes passiert:
    Wir, also, er und ich, wollten zusammen eine Verteilaktion gegen Tierschlachtung durchführen. Zur Erklärung: Er und seine Frau sind Veganer. Ich bin Vegetarierin oder fast, bzw. esse ich nur Fisch. Er hat mich vom Bahnhof abgeholt und es regnete furchtbar. Daraufhin haben wir uns in ein Cafe gesetzt. Plötzlich rief seine Frau an. Er log am Telefon: "Wir machen gerade eine Pause und sitzen im Cafe xy." Daraufhin hat sie wortlos aufgelegt. Er hat sich gewundert und ich habe gesagt: "Ich geh mal kurz aufs Klo. Bitte ruf deine Frau nochmal an." Dann bin ich verschwunden.
    Als ich zurück kam, hat er mir erzählt, das sie am Vortag Streit miteinander hatten. Seine Frau hat ihm von einem Typen aus ihrem gemeinsamen Bekanntenkreis erzählt, der sie dauernd anbaggert. Sie hätte ihm aber einen Riegel vorgeschoben und ihm gesagt, dass sie glücklich verheiratet bleiben will." Er hat ihr darauf geantwortet: "Ich vertraue dir." Daraufhin hätte zwischen ihnen beiden eisiges Schweigen geherrscht. Ich habe ihm erklärt, dass er einen Fehler gemacht hat, nämlich seine Frau nicht in die Arme genommen und ihr gesagt zu haben, wie toll er es fände." Daraufhin hat er irgendwann gesagt, er verstünde mich.

    Die Frau ist am nächsten Tag für eine knappe Woche weggefahren zu Freunden. Er hat sie heute am Bahnhof abgeholt und zufällig zu dem Zeitpunkt habe ich ihn angerufen. Seine Tonart mir gegenüber war plötzlich anders. Ich hatte das Gefühl, dass er in Gegenwart seiner Frau nicht so mit mir sprechen möchte, wie er es sonst tut.

    Insgeheim frage ich mich nun, ob er nicht doch ein Doppelspiel spielt. Wenn er nichts vor seiner Frau zu verbergen hat, warum muss er dann am Telefon einen anderen mimen, als er es sonst ist.

    Was soll ich jetzt tun? Mir liegt an dem Mann sehr als Freund. Ich möchte keine Beziehung zu ihm und auch nicht zwischen ihm und seiner Frau stehen. Wie soll ich das jetzt händeln? Ich habe Angst, dass das in Zukunft zu einem Problem zwischen uns Dreien wird.
    Dazu sei gesagt, ich habe seine Frau noch nicht kennengelernt. Bis jetzt weiß ich nur von Bildern, wie sie aussieht.

    Habt ihr sowas auch schon erlebt? Könnt ihr mir zu einer Strategie raten?

    Viele Grüße
    Nichira
    Niemand ist eine Insel.
    John Donne

  2. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Zitat Zitat von Nichira Beitrag anzeigen
    Habt ihr sowas auch schon erlebt? Könnt ihr mir zu einer Strategie raten?
    Ja: ziehe dich zurück.

    Das mit dem "ich will nur Freundschaft mit ihm" nehme ich dir nämlich nicht ab und du weißt selber, dass du dir da nur was vormachst.

    Warum sonst postest du in einem Forum "Über Treue und Lügen in der Liebe" und nennst deinen Thread:
    "Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann" ?

    Und warum schreibst du "Die Beziehung dauert noch nicht lange." ? Müsste es nicht, wenn es zwischen euch eine Freundschaft ist, heißen: "Unsere Freundschaft dauert noch nicht lange"?

    Ich glaube auch nicht, dass seine Frau in dem Maße Bescheid weiß, wie er das vorgibt.

    Du kannst ja mal zu ihm sagen: "es wäre schön deine Frau mal kennenzulernen, können wir uns am Samstag treffen?"

    Wahrscheinlich möchte er das nicht - und du?

  3. Inaktiver User

    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Genau das ging mir auch durch den Kopf,

    warum schreibst Du von Liebe und Beziehung?


    Wenn sich sein Tonfall Dir gegenüber in Gegenwart seiner Frau verändert, dann ist da wirklich "Vorsicht geboten".

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    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Zitat Zitat von Nichira Beitrag anzeigen
    Insgeheim frage ich mich nun, ob er nicht doch ein Doppelspiel spielt. Wenn er nichts vor seiner Frau zu verbergen hat, warum muss er dann am Telefon einen anderen mimen, als er es sonst ist.
    Hm, das ist nicht ganz astrein.
    Ich würde mich zurückziehen.

  5. Inaktiver User

    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Mmmh, also ehrlich gesagt, ich würde mich nicht zurückziehen! Wieso auch? Die TE hat nichts falsch gemacht.
    Ich verstehe auch, dass ihr die Freundschaft zu dem Mann wichtig ist, denn man trifft selten einen Menschen im Leben, bei dem die Chemie so gut stimmt.

    Ich würde dem Mann jedoch noch einmal ganz unmissverständlich sagen, dass du nicht mehr als Freundschaft möchtest. Und dass du den Eindruck hast, er würde dich irgendwie bei seiner Frau "verleugnen", und das findest du nicht ok.
    Weiterhin würde ich versuchen, den Mann dazu zu bringen, dass er euch einander vorstellt. Wenn er nichts zu verbergen und keine unlauteren Absichten hat, dürfte das eigentlich kein Problem sein.

    Generell ist das aber seine Sache, wie er und seine Frau ihre Ehe führen. Ich würd mich da nicht einmischen.
    Wie gesagt, du hast dir nichts vorzuwerfen! Lass dir das auch bitte hier nicht einreden!

  6. User Info Menu

    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    ich verstehe dieses ganze Gefrosche nicht

    wenn es doch nur eine Freundschaft ist, warum diese ganzen Diskussionen? Mir kommt das ganze Geschwafel von der Glücklichen Ehe auch recht zwanghaft vor. Ich muss doch, wenn ich glücklich in einer Beziehung bin, nicht rumdiskutieren, ob ich noch mit anderen Menschen befreundet sein darf?!

    Und als platonische Freundin muss ich mich doch nicht ständig mit deren Ehe beschäftigen?! Da hätte ich gar keine Lust zu ehrlich gesagt. Ist doch deren Bier.

    Ich hab den Eindruck, dass dir das platonische gar nicht so passt und dass du, wenn du die Wahl hättest, gern mehr mit ihm hättest. Ist das so? Bist du verliebt?

    Irgenwie kommt mir das vor wie so ein Dreier-Rumgeschwurbel, in dem niemand wirklich ehrlich ist. Das allein kann schon der Hauptinhalt einer solchen "Freundschaft" werden. Na wers mag - es ist zumindest alles andere als langweilig.
    Zitat Zitat von Premium
    Das mit dem "ich will nur Freundschaft mit ihm" nehme ich dir nämlich nicht ab und du weißt selber, dass du dir da nur was vormachst.
    So gings mir auch beim lesen.
    Grüße
    A.

    Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.

  7. User Info Menu

    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Mich gruselt immer wieder, wenn ich lese, welche abstrusen Erklärungsversuche Männer abgeben, wenn sie eigentlich "mich langweilt in meiner Ehe" sagen wollen.

    Dass das alles nicht nach Freundschaft riecht, merkt man schon an den (vielleicht verzweifelten) Kontrollanrufen der Ehefrau. Und seinen abenteuerlichen Geschichten zum Thema.

    Um nicht ehrlich zu sich selber sein zu müssen, redet der Mann sich vielleicht tatsächlich ein, es wäre doch alles nur Freundschaft. Das mag der eine oder andere lockerer sehen als ich (oder das Vertrauensverhältnis ist absolut intakt). Aber bei diesen Allgemeinplätzen, die der Mann absondert, spielt er zumindest mit dem Feuer.

    Würdest du dich darauf einlassen, würde halt eine Affäre daraus. Aber die Beiden hängen als Paar noch viel zu stark aneinander, als dass ich denen die Lockerheit, die er betont, abnehmen würde.

    Halt ich für sehr heikel und würde versuchen, das Risiko für mich zu minimieren, bevor ich emotional noch stärker reinrutsche.

  8. Inaktiver User

    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Zitat Zitat von Premium Beitrag anzeigen
    Ja: ziehe dich zurück.
    Ja

    und zwar aus Selbstschutz. Ich nehme dir das Platonische auch nicht wirklich ab. Daran ist nichts Schlimmes. Du willst eben wie so viele andere auch eine schöne Beziehung mit einem Mann, wo es passt.

    Hier passt zwar einiges aber einiges passt ganz und gar nicht. Er ist mit seiner Frau noch nicht wirklich durch. Dein Bauchgefühl schlägt an. Derlei geschieht nicht ohne Grund.

    Zieh dich um deinetwillen zurück. Jetzt geht das noch ohne all zu große Schmerzen, später wird das immer schwieriger. Frage dich: Was willst DU? wirklich. Sei ehrlich zu dir selber im stillen Kämmerlein und dann entscheide - für dich.

    Alles Liebe, Igraine

  9. Inaktiver User

    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Ich würde mich bedanken, wenn eine andere Frau meinen Mann "platonisch" liebt.
    Das hört sich nicht nach einer normalen freundschaftlichen Beziehung ohne Hintergedanken an.
    Komplikationen sind da vorprogrammiert.

    Der Mann ist gebunden. Steige besser aus der Sache aus.

  10. User Info Menu

    AW: Die platonische Liebe zu einem verheirateten Mann

    Zitat Zitat von Nichira Beitrag anzeigen
    Habt ihr sowas auch schon erlebt? Könnt ihr mir zu einer Strategie raten?

    Ja. Kontaktabbruch.

    Ich hatte vor längerer Zeit eine sehr nette, etwas flirtige Bekanntschaft mit einem Mann. Beide wollten wir erklärtermaßen nichts miteinander anfangen, wir mochten uns. Wir telefonierten häufiger miteinander, konnten auch über intimere Themen gut miteinander reden und lachen.

    Und dann stellte ich fest, daß ich ihn nur dann anrufen "durfte", wenn seine Frau nicht zu Hause war. Den Kontakt habe ich beendet, und zwar nicht, weil wir irgend etwas falsch gemacht hätten, sondern weil ich niemanden in meinem Leben dulde, der mich verheimlicht, ganz egal aus welchen Gründen.

    Gefühle mögen da sein, ob nun freundschaftlicher Natur oder auch mehr, keine Frage. In dem Moment, wo verheimlicht wird - aus welchen Gründen auch immer - setzt Betrug ein. Nicht mal so sehr an der Ehefrau, sondern in der Art, wie miteinander umgegangen wird, der kleine Stachel der Unaufrichtigkeit ist dann schon da. Das würde ich nicht tun, die Unbefangenheit, die mir Freundschaften wie Liebe bedeuten, wäre nicht mehr gegeben.
    Die Furcht hat ihren besonderen Sinn.

    © Gotthold Ephraim Lessing

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