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    Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    Wer sich die Scheidungsstatisken anschaut und die diversen Foren durchstöbert, wird sich der Einsicht nicht entziehen können, daß sich seit den Idealvorstellungen unserer Großeltern Einiges geändert hat. Die Affäre hat es immer gegeben, aber die Konsequenzen sind heute andere, deshalb wird heute offener darüber gequatscht. Früher haben es sich viele verkniffen oder äußerste Geheimaltung gewahrt, weil die repressive Moral das Individuum entweder in die Heuchelei oder in die Hyperreligiösität getrieben hat. Der Mensch, egal ob männlich oder weiblich, sonst würde es nicht funktionieren, ist in seiner Anlage promiskuitiv und die Treue ist eine Erfindung antiker und neuzeitlicher Unterdrückungsmechnasimen, deren Moralvorstellungen sich bis in die heutige Zeit rübergerettet haben. Die religiösen Moralvorstellungen von damals sind das Betriebssystem mit dem wir heute noch arbeiten, ob wir es akzeptieren oder nicht. Wer an der Oberfläche fundamentalistischer Ideologien kratzt, stellt schnell fest, daß da eine Menge Dampf durch Verneinung der menschlichen Matrix, nämlich der grundsätzlichen Bereitschaft zu außerpartnerschaftlichen Sex, aufgebaut wird und sich ungesunde Kanäle zur Entladung sucht. Ficken macht Spass und jemanden neu zu ficken nachdem man die Resettaste in der ausgelutschten Partnerschaft gedrückt hat, macht immer wieder neu Spass. Das ganze Gelaber drumherum kann man sich sparen. "Die Beziehung war sowieso zuende. Sie hat mich nicht mehr verstanden. Wir haben nur noch nebeneinander hergelebt." Bullshit!
    Ich habe es so oft selbst erlebt. Ich bin ein gemütlicher Typ, der gerne auf dem Sofa vorm Fernseher einschläft. Ich kenne die Vorzüge eines ruhigen Lebens zu zweit und mache es phasenweise immer wieder gerne. gemeinsam in den Urlaub, durch den Regen spazieren gehen, lachen, Pläne schmieden, über andere Paare lästern usw. Die meisten Frauen, mit denen ich zusammengelebt habe, waren in Ordnung. Sie haben sich Mühe gegeben. Ein gemütliches Heim eingerichtet, meine Schulden bezahlt, guten Sex geschenkt, mir gesunde Kinder auf die Welt gebracht, gekocht, geputzt und den ganzen Laden geschmissen. Gut, ich habe mir immer die Richtigen ausgesucht und gottseidank bisher immer einen weiten Bogen um Chaosbräute geschlagen. Doch nach einer gewissen Zeit ist es gut, da lächelt Dich eine Hübsche mit kleinem Hintern an und plötzlich tippt Dir einer auf die Schulter und sagt: "da geht's lang!" Und auf einmal fängst du an, rumzunörgeln, Du pickst auf ihren Schwächen rum und bläst Kleinigkeiten zu großen Problemen auf. Und hinter Deiner Leichenbittermiene des Opfers wetzt Du die Haifischzähne. Der Neuen erzählst Du von deinen "Problemen" und sie macht große Augen dazu. Das ist aber nicht alles, denn irgendwann spreizt sie auch noch die Beine für Dich. Das ist kein männliches Monopol, spart Euch die Mühe, andersrum funktioniert es genauso. Klassischer Satz beim Schlußmachen:" Ich mache jetzt den größten Fehler meines Lebens, weil ich dich verlasse...." eine wirklich ekelhafte Mischung aus Selbstmitleid und gebremsten Jubel über die neue Lebensperspektive. Hört auf Leute, hört mit diesem pseudopsychologischen Unsinn auf, mit dem ihr das Jucken zwischen Euren Beinen begründen wollt. Hört mit dem hochgestochenen Quatsch auf mit dem ihr Euch selbst bescheißt.
    Wenn es nämlich andersum läuft entdeckt ihr die Moral neu und beschwört die Wahrhaftigkeit und sonstwas. Ihr lauft rum erzählt jedem bis zum Erbrechen die Gemeinheiten Eures treulosen Partners. ihr lauft mit ausgedruckten Seiten erschnüffelter emails rum und schwört, daß das Ursprung des Bösen ist. irgendwann ist halt mal schluß, da hat man alle Sätze, die es zu sagen gibt, gesagt, alle Stellungen durchprobiert und alles aufgesaugt, was der andere zu geben hat und dann weiter......

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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    Und was willst Du uns damit nun wirklich sagen?

    Rätselt
    Prijon

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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    du klingst wie ein sehr trauriger, unzufriedener mensch und tust mir nur leid.

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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    Ich finde, er hat recht. Mein Liebster hat mich auch betrogen, weil er es vermutlich nicht mehr interessant genug fand mit mir. Die andere war in dem Moment aufregender. Aber wehe, ich tue dasselbe... dann ist die Hölle los, natürlich.

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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    Die meisten von uns sind erfolgreiche Schmierenkomödianten in einem Stück, das wir selbst nicht geschrieben haben und scheuen uns vor unserem eigenen Abgrund und dem der anderen. Was ok ist, um Himmels willen. Ist ja auch nicht einfach das Ganze, aber ich will hier mal den advocatus diaboli geben und dazu anstoßen über den Kern der Dinge nachzudenken. Ist das alles so abwegig und abartig, was ich geschrieben habe? Bin ich so anders, als der Rest oder am Ende nur stinknormal? Ich fürchte, daß ich nur ein durchschnittliches Musterbeispiel abgebe bei allem was ich so höre und sehe. Nein, ich bin nicht total glücklich mit dieser Erkenntnis, aber ich kann nicht mehr an den Gott meiner Großmutter glauben. Ich kann dieses Schönwettergerede über eine Formel mit der eine dauerhafte und absolut erfüllte Beziehung in ewiger Treue möglich sein soll nicht ernst nehmen, wenn ich um mich herum jeden Tag das Gegenteil erlebe. Einer von uns beiden ist hier fehl am Platz, der Gott meiner Großmutter oder ich. Also sollte man sich langsam an den Gedanken gewöhnen, daß wir anders sind, als die Vorstellungen, die wir uns von uns selbst machen. Vorstellungen, die wir eingetrichtert bekommen haben von Leuten, die sicher keinen Masterplan in der Tasche hatten und selbst durchs Leben getaumelt sind. Und vielleicht sollten wir mal damit anfangen, statt ständig Nebelkerzen über die Motive unseres Handelns zu werfen, die Hosen runterzulassen. Wir fallen auf diese Vorstellungen rein, weil sie uns suggerieren etwas Besonderes und Einzigartiges zu sein. Wenn ich besonders gut und tapfer bin, dann muß ich jemand Besonderes sein. Ich verkneife mir viele Dinge, um mich selbst dafür belohnen zu können. Braves Kind. Diese Vorstellungen haben sich verselbstständigt und zerren uns in das Joch des Alltags. Da wirkt ein bißchen fremdgehen wie eine Befreiung. Wir gehen fremd oder verlassen unsere Partner, weil wir Druck ablassen müssen. Das hat eigentlich nicht viel mit dem Partner zu tun, der einfach nur ein Teil dieses Alltags geworden ist. Wir wollen neu durchstarten und landen wieder im selben Muster.
    Wir da rauskommen? Ich weiß es nicht. Marx hat gesagt, wenn Du die Dinge, die Dich stören nicht ändern kannst, dann versuch sie möglichst genau und klar zu beschreiben. Also lasse ich hier mal die Hosen runter ohne Pseudobegründung und Selbsttäuschung.

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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    uiuiui, is ja schon gut.
    eine Frage: geht es dir jetzt besser?
    ja? dann hat dieses Forum auch dir geholfen.

    fremdgehen ist nicht ok.
    Wir sind keine Neandertaler mehr.
    Mein Ideal: Mit dem Partner fremdgehen können.


    gruss Espressa
    "Geh, fühle!"
    (Der olle Hansen)


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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    "Die meisten Frauen, mit denen ich zusammengelebt habe, waren in Ordnung. Sie haben sich Mühe gegeben. Ein gemütliches Heim eingerichtet, meine Schulden bezahlt, guten Sex geschenkt, mir gesunde Kinder auf die Welt gebracht, gekocht, geputzt und den ganzen Laden geschmissen."

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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    Lieber Onager (ist das nicht das lateinische Wort für "Esel"?),

    Deine Ausführungen mögen ja auf manche Paare zutreffen - aber halt nicht auf alle. Nicht jeder möchte mit einem neuen Partner durchstarten bzw. ein neues Leben anfangen.

    Nicht jeder ist sexuell oder anders betrachtet dermaßen unzufrieden, dass er oder sie es in der bestehenden Verbindung einfach nicht mehr aushält.

    Seit Omas Zeiten hat sich in der Tat viel verändert - aber wirklich nur zum Guten? Ich weiß nicht, ich habe da so meine Zweifel.

    Ein Mensch ist kein Spielzeug, das man einfach wegwirft, wenn man genug davon hat, weil der sogenannte "Kick" im Laufe der Zeit scheinbar verloren gegangen ist.

    Es gibt einige Möglichkeiten, langjährige Beziehungen aufzupeppen - nicht nur in erotischer Hinsicht!

    Voraussetzung ist allerdings, dass BEIDE das wollen - früher nannte man das unter anderem auch "Liebe".

    Niemand zweifelt daran, dass eine Partnerschaft auch scheitern kann. Dann ist es vielleicht manchmal besser, wenn man sich trennt.

    Aber einen Menschen aufzugeben, der jahrelang Geborgenheit, Zufriedenheit und Glück bedeutet hat, einfach für "etwas Neues" fallen zu lassen?

    Nein, das kann es nicht sein.

    Zumal der oder diejenige nach einiger Zeit auch nichts Neues mehr ist - was dann? Wieder muss etwas Neues her und so weiter und so weiter?

    Eines noch: Egal welche Beziehung ich führe - ich nehme MICH immer mit.

    Und werde durch einen neuen Partner noch lange kein NEUER Mensch - diesen Irrtum sehen mache Menschen anscheinend nicht.

    Gruß

    Echtefuffzig
    Geändert von Echtefuffzig (14.11.2006 um 09:41 Uhr)
    Wer die Welt verändern will, sollte bei sich selbst anfangen!

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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    Mir fällt dazu der Spruch ein:
    Der Mohr hat seine Pflicht und Schuldigkeit getan und kann nun gehen.
    So kommt mir das bei Onager vor.
    Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind allein der Lenker, die Fahrgäste und die Straße.------------------------------------------

    Es gibt Zeiten, da ist der Alltag voller Anstrengungen. Es gibt Zeiten, da sind die Herausforderungen des Lebens scheinbar ohne Ende. Und es gibt Zeiten, da mußt du, darfst du, sollst du und willst du dich FREUEN.
    -----------------------------------------

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    AW: Treu kann man sein, solange es interessant ist...

    Zitat Zitat von baerli
    Mir fällt dazu der Spruch ein:
    Der Mohr hat seine Pflicht und Schuldigkeit getan und kann nun gehen.
    So kommt mir das bei Onager vor.
    Da hätte ich auch noch einen

    "Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er auf's Eis!"

    Gruß

    Echtefuffzig
    Wer die Welt verändern will, sollte bei sich selbst anfangen!

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