Zitat von Prijon
Ts,ts.
No, no!
Geht auch schlecht (luckily), meine Erfahrung.
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Thema: Geliebte des besten Freundes
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14.11.2006, 22:42Inaktiver User
AW: Geliebte des besten Freundes
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15.11.2006, 21:40
AW: Geliebte des besten Freundes
@Prijon:
Ja, es tut mir verdammt gut, was ich mit meiner Therapeutin erlebe, nur mit ihrer Hilfe bin ich überhaupt einigermaßen heil aus der Geschichte rausgekommen und häng jetzt nicht in einer Depression.
Und sie hat enorm dazu beigetragen, dass ich relativ schnell die rosarote Brille abgesetzt habe und nun wieder einigermaßen klar denken kann. Und das war bitter. Und natürlich habe auch ich die berühmten Rückfälle...
Ich komme gerade von einem Gespräch mit ihr und sie war selbst erstaunt, wie gefestigt ich bereits wieder bin und wie klar und analytisch ich die "Liebes"geschichte mittlerweile reflektiere.
Und Deine Frage, ob ich mir für mich was mitnehmen kann, muss ich ganz eindeutig mit ja beantworten, ich nehme sehr viel für mich mit, da wir mittlerweile sehr viel über mich, über meine Ehe und über meine Verhaltensmuster reden.
Und dass meine Einsicht, dass mein Exliebster eben "nur" ein feiger und selbstgefälliger und egoistischer Mensch ist, der sein Glück und sein Vorteil auf dem Leid anderer aufbaut, wird Bestand haben, denn ich habe von meiner Therapeutin gelernt, dass man Menschen einzig und allein an ihren Taten messen kann, also dem, was sie wirklich tun, und nicht an dem, was sie vorgeben tun zu wollen. Reden und beschwören, versichern, Liebe bekunden, etc. kann man viel, entscheidend ist, was im Ernstfall passiert.
Und genau daran messe ich mittlerweile meinen Exliebsten, und da hat er gekniffen, hat eben nichts, aber gar nichts dafür getan, dass es mir in irgendeiner Weise geholfen hätte. Er hat mich schlicht weg eiskalt abserviert, unter dem Vorwand, er darf jetzt keinen Kontakt mehr zu mir haben, weil seine Frau ihm sonst nicht vertraut.
Umgekehrt hat er in der Zeit, wo er mich so sehr geliebt hat, sich keinen einzigen Tag ohne mich vorstellen konnte, seine Frau ganz ähnlich behandelt, es war ihm so ziemlich egal, dass sie sogar zur Behandlung musste, weil sie die Unsicherheit des Betrugs nicht verkraftete und er alles abstritt.
Nun, auch wenn ich ihn noch sehr geliebt habe, ihm noch so sehr vertraut habe, und er mir das Gleiche täglich vermittelte, auch in (eindeutigen) Taten, so kann und will ich mit so einem Menschen, der solche Charakterzüge aufweist, nicht mal mehr Freund sein.
Meine Aufgabe (und die meines Mannes) wird es sein, heraus zu finden, was zwischen uns nicht stimmt, und evtl. daran zu arbeiten, sofern wir unsere Beziehung wieder verbessern wollen. Und derzeit wollen wir, auch das habe ich durch meine Therapeutin nun klarer vor Gesicht.
Also es hilft.
Wegen jeder klitzekleinen Krankheit rennt man zum Arzt, aber wenn die Seele krank ist, dann wartet man erst, bis man ganz unten ist. Manchmal würden einem solche Gespräche viel früher helfen, vorausgesetzt, man hat einen guten analytisch arbeiteten Therapeuten erwischt. Es ist erstaunlich, wie klar einem plötzlich so Einiges wird.
Also, ich kann es empfehlen, ist allerdings auch eine Kostenfrage, aber mir hilft es und deshalb ist es mir das auch wert.
Oki, lieben Gruß
sunnywoman
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15.11.2006, 23:47
AW: Geliebte des besten Freundes
Sunnywoman
gut machst du das!
Es geht allerdings auch ohne Therapeut, kann ich bezeugen - vorausgesetzt, man ist bereit, die Augen auf zu machen und ehrlich zu sich selbst zu sein.
Alles Gute für dich und deinen Mann.Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!
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19.11.2006, 14:54
AW: Geliebte des besten Freundes
Hallo Sunywoman ,
Danke für deine sehr ausführlichen Beiträge. Ich habe verschiedene deiner Aussagen mehrmals gelesen und mir viel Gedanken darüber gemacht.
Ich glaube, dass man bei meiner eigenen Geschichte, ähnliche Verhaltensmuster und Denk- und Vorgehensweisen bei M2 feststellen kann.
Zitat von Sunnywoman
Ihm war es anfangs ganz egal, was seine Freundin dachte und fühlte, er verhielt sich ihr gegenüber in meinen Augen respektlos und machte sich keine Gedanken über ihr Befinden. Doch als das Ganze anfing, riskant zu werden, weil sie Verdacht schöpfte, und anfing, ihm nachzuspionieren, da änderte sich seine Einstellung grundlegend, weil ihm bewusst wurde, was er alles verlieren könnte : Haus, Freunde, Familie, die anders über ihn denken würden ...
Also zog er sich immer mehr von mir zurück. Und warf mir vor, dass ich das nicht verstehen würde und keine Geduld hätte. Irgendwie habe ich mir lange eingeredet, er habe Recht, ich müsse in unserer Situation tolerant sein, Geduld haben. Doch mittlerweile, aufgrund mehrer Postings hier im Forum, aufgrund vieler Gerspräche mit Bekannten und letztendlich, nachdem ich deine Gesichte hier gelesen habe, sunnywoman, wird mir bewusst, dass er ungerecht handelt. Und dass man einen solchen Menschen wahrscheinlich nicht mehr für sich haben wollen sollte.
Er war früher mein bester Freund, und ich habe diese Seite von ihm während all den Jahren, wo ich ihn kenne, nicht bemerkt und gekannt ( natürlich nicht, sonst wäre es ja nicht so weit gekommen !). Ich habe viele viele Tränen geweint, weil ich mir eingeredet habe, dass ich hier, wenn ich endgültig Schluss mache, nicht nur meinen Geliebten verliere, sondern auch meinen besten Freund. Doch will ich überhaupt solch einen besten Freund? Ich kenne die Antwort auf diese Frage, bringe es jedoch noch nicht so richtig fertig, dazu zu stehen.
Ich wünsche dir alles alles Gute Sunnywoman,
Lg, Carlie


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