Mit Erniedrigung hat das überhaupt nichts zu tun. Mehr vielleicht tatsächlich mit Kosten/Nutzen- so unromantisch das auch klingt. Wem nützt sexuelle Ausschließlichkeit und weshalb? Was würde sich ändern? Die innere Einstellung ist entscheidend, die kann sich auch ändern. Einen wirklichen Zweck oder Nutzen in sexueller "Treue" kann ich auch nicht entdecken. In einer echten Partnerschaft und Beziehung sind andere Aspekte aus meiner Sicht tatsächlich mindestens viel "wichtiger".
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Ergebnis 11 bis 20 von 614
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06.02.2013, 20:43
AW: Treue-wie wichtig ist sie in der Beziehung?
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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06.02.2013, 21:36
AW: Treue-wie wichtig ist sie in der Beziehung?
Vielleicht weil Sex nicht nur der profane Austausch von Körperflüssigkeiten ist?
Vielleicht weil Sex eine ganz tiefe Stufe der Vereinigung ist, die nicht jeder mit jedem teilen will und kann und manch ein Partner das diese Vereinigung und Innigkeit für sich alleine beansprucht?
Auf der Basis der Kosten/Nutzenrechnung sind diese Gedanken allerdings unwichtig. Treue an sich nutzt in diesem Sinn sehr wenig. Aber wenn man Liebe nicht nur auf dieser Basis fühlt, dann schaut die Sache mit der Treue schon wieder ganz anders aus.bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb
Werde, die du bist

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06.02.2013, 21:45Inaktiver User
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06.02.2013, 21:50
AW: Treue-wie wichtig ist sie in der Beziehung?
oder grade weil er mehr ist- und daher die Entscheidung des Partners zu einem anderen Kontakt auch mehr Respekt verdient?
vielleicht- woraus leitet sich dieser Anspruch ab?
es gibt sicher keine Liebe, die sich in "Klassen" einteilen ließe sicher jedenfalls nicht von außen. Es gibt vielleicht Gewichtungen, was jemand für mich attraktiv und liebenswert erscheinen lässt. Sexuelle Ausschließlichkeit ist nicht für jeden Menschen ein Wert wie zB Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit etc..."Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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06.02.2013, 22:03Inaktiver User
AW: Treue-wie wichtig ist sie in der Beziehung?
Hallo Tamara,
die Medaille, hat meines Erachtens zwei Seiten.
Einerseits, wenn beide das Bedürfnis nach ausserehelichem Vergnügen teilen, ist dem sicherlich nichts einzuwenden, ---im Gegenteil, es kann vielleicht sogar neue Horizonte öffnen, die Liebe beleben.
Du schreibst, dass du diesbezüglich kein Interesse entwickeln könntest, aber hast du schon mal versucht, dich mit dem Gedanken anzufreunden? Einen eigenen kleinen Lebensraum..... nur für dich?
Die andere Seite, sicherlich die schwärzere von beiden wäre, ihn sein Treiben ausleben zu lassen und zusehn wie er aufblüht und du im Leid untergehst, ...ne vergiss es, hattest du doch schon!
Ich versuche auch gerade mir die goldene Seite mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, und das nach vielen ( von meiner Seite treuen) Ehejahren. Das würde sich nach einer Trennung früher oder später sowieso vielleicht mal zum Thema entwickeln, und wieso nicht mit dem vertrauten Partner an der Seite, ...ist doch alles möglich.
Kannst ja dann immer noch entscheiden, was DU willst.
LG anjule
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06.02.2013, 22:11
AW: Treue-wie wichtig ist sie in der Beziehung?
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Im Grunde soweit sicher richtig- es muss für das eigene ICH passen- alles andere ist- hmm, schwierig? Nur eine Anmerkung zu dem oben zitierten: Die Bedürfnisse müssen in einer Beziehung nicht symetrisch verteilt sein, wenn oder weil natürlich nicht aufgerechnet werden kann."Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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06.02.2013, 22:15Inaktiver User
AW: Treue-wie wichtig ist sie in der Beziehung?
Für die einen ist das sicher so. Aber es gibt auch die anderen, für die Sex eben das nicht ist, diese ganz tiefe Stufe der Vereinigung. Und dann noch die noch mal anderen, für die Sex mal tiefe Vereinigung, mal einfach nur schönes Spiel ist, und dann die noch mal anderen, für die Sex [insert personal attitude] ist.
Will sagen: Kann man nicht pauschalisieren.
Und Treue? Kann man auch individuell definieren.
Ich bin zwei Männern treu. Und die mir, wobei der eine davon auch wieder zwei Frauen treu ist.
Grundkonsens bei uns ist Ehrlichkeit - "Treue" ist also so definiert, dass man durchaus Sex außerhalb der Beziehung haben kann, aber nicht heimlich. Das wäre dann "Fremdgehen" - Untreue.
Tscha. Man wird also nicht umhin kommen, sich selbst auszuprobieren, und das sehr wohl mit einer "Kosten-/Nutzenrechnung", nämlich in dem Sinne, dass man darauf achtet, was einem wie guttut und was nicht.
Ich persönlich kann die "ist sein Ding, geht mich nichts an"-Haltung der TE gut nachvollziehen. Genau so sehe ich das auch.
Das was ich mit jedem meiner beiden ganz individuell habe, habe ich für mich ganz allein. Das nimmt mir niemand weg - kann auch gar nicht, ob nun im Bett oder außerhalb. Insofern ist das, was mit anderen läuft, nicht mein Ding.Geändert von Inaktiver User (06.02.2013 um 22:16 Uhr) Grund: Tippfehler
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06.02.2013, 22:23Inaktiver User
AW: Treue-wie wichtig ist sie in der Beziehung?
Ich sag es ja selten, aber: keine Ahnung!!!
Und weißt du was?- es ist auch nicht wichtig!
Ich muss nicht alle Geheimnisse der menschlichen Seele lüften, ich muss auch nicht all meine Bedürfnisse bis ins letzte Detail sachlogisch er-und begründen und damit erstmal die Beweisführung dafür antreten, dass ich überhaupt das objektive Recht habe irgendetwas zu wollen.
Ich will ja zum Beispiel auch nicht, dass mein Partner mich beleidigt oder anbrüllt.
Da könnte man jetzt auch fragen, woher sich dieser Anspruch ableitet, denn immerhin gibt es da ja offenbar sehr unterschiedliche Toleranzgrenzen, also man MUSS da jetzt anscheinend nicht zwingend drauf bestehen. Außerdem- vlt. will der Arme in dem Moment ja echt nur mal Dampf ablassen weil er so gestresst ist. hat ja gar nichts mit mir zu tun. Und wenn ich da jetzt einfach auf Durchzug schalte und an was schönes denke- mei, tut ja nicht weh, im Sinne von beobachtbarem, körperlichem Schaden. Ist ja auch alles nur davon abhängig, wieviel Gewicht ich dem beimesse.
Und wenn ich umdenke und das semantisch anders decodiere, und statt dumme Sau junge Frau versteh, muss ich auch nicht mehr heulen.
Nee, ernesto, es gibt einfach Sachen, die will ich einfach nicht, für mich, in meinem Leben, die muss ich nicht erklären und da seh ich auch gar nicht ein meine Denkweise den mir zugefügten, wenn auch höchstpersönlich als solche empfundenen Grenzverletzungen anzupassen, nur damit jemand anderes diese nicht unterlassen muss.Geändert von Inaktiver User (06.02.2013 um 22:27 Uhr)
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06.02.2013, 22:27
AW: Treue-wie wichtig ist sie in der Beziehung?
Manche Menschen haben Glück: Sie haben ihr Pendant gefunden, den Menschen, der sie 100% ergänzt, der alles für sie ist mit dem sie für lange, lange Zeit glücklich sein können und der keine anderen Bedürfnisse offenlässt. Diese idealen Berbindungen sind allerdings eher selten.
Dann gibt es Paare, wo auf einer, oder auch beiden Seiten, noch viele Bedürfnisse offen bleiben. Die Partner sind sich aber dennoch treu. Weil sie sehr religiös sind, Angst haben, ihren Partner zu verlieren, weil es ihnen an Fremdgehmöglichkeiten fehlt oder einfach eine innere Schranke immer Stopp sagt, sobald auch nur die Gedanken abschweifen. Bei manchen ist es Moral, bei anderen lediglich Feigheit.
Manchmal passiert es, dass man trotz Bindung jemanden trifft, der etwas in einem anspricht und man sich verliebt - auch wenn es gar nicht passt.
Etliche Menschen fühlen sich erst dann wirklich ganz, wenn sie mehrere Beziehungen haben. Sie haben vielleicht einen Partner, der ganz lieb und fürsorglich ist und brauchen dann noch das Gegenstück dazu. Wenn alle Beteiligten damit klar kommen, können derart polyamore Beziehungen durchaus stabil sein.
Oft aber ist es schlicht so, dass ein Partner seine Beziehung sehr schätzt und nicht verlieren möchte, aber dennoch reizt ihn das Abenteuer... oder einfach Personen, die ihm das geben, was er in der Ehe nicht findet.
Tja - und dann gibt es auch noch die Menschen, die generell nicht treu sein können oder auch gar nicht einsehen, warum sie das sein sollten.
Um welchen Typus es sich beim Mann der TE handelt, weiß ich nicht. Klar kann sie versuchen, ihn zur physischen Treue zu zwingen. Aber wird das gutgehen, wenn er das gar nicht kann? Entweder wird er unzufrieden sein, oder irgendwann heimlich fremdgehen - oder aber die beiden müssen sich trennen.
Wenn man mit offenen Beziehungen emotional klarkommt, können sie viele Vorteile haben: Das Wissen um die Großzügigkeit verbindet. Der Partner ist glücklich und zufrieden und wird sich sehr bemühen, den Hauptpartner keinesfalls zu kurz kommen zu lassen. Manchmal wird jemand auch treuer, wenn er weiß, er dürfte ja, wenn er wollte. Tja - und dann ist so eine offene Beziehung ja keine Einbahnstraße.... Wer weiß, ob die Frau nicht auch mal Lust auf einen anderen Mann bekommt...Geändert von Sinnlichkeit (06.02.2013 um 22:34 Uhr)
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06.02.2013, 22:28


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Immer wieder erstaunlich, was Frauen mit sich anstellen lassen, um einen Mann zu halten, der das Eheversprechen mit Füßen tritt. Soll er sich trennen und als Single leben, dann kann er die ganzen netten Bienchen haben. Au, Backe. Liebe Erstellerin des Threads, Du tust mir sehr, sehr leid. Wie weit willst DU Dich noch erniedrigen? Ich glaube kaum, dass das die von Dir gewollte Beziehungskonstellation ist, aber nur weiter: Man belügt sich ja gerne selber ...

