Hallo Laska,
ich sehe den Widerspruch nicht. Natürlich profitiere ich von dem Partner. Natürlich wünsche ich mir, dass er mich stützt.
Aber wenn ich mit mir selbst nicht klar komme, wie soll das dann jemand anders tun?
Prijon
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Ergebnis 21 bis 30 von 57
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24.08.2006, 13:31
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
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24.08.2006, 15:17Inaktiver User
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
wenn seine Liebe mich bereichert und stützt?
Zitat von Prijon
Laska
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24.08.2006, 15:43
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
Ich habe das Gefühl, das Forum wird bevölkert von Leuten, die den/die erstbeste, der/die ihnen über den Weg gelaufen ist, geheiratet haben oder mit ihm zusammengezogen sind. Anschließend haben sie Jahrzehnte nebeneinander hergelebt, ohne wirklich zusammenzupassen und merken dann in reiferem Alter, dass das doch nicht so das Wahre ist. Trennen will sich dann keiner, weil man sich ja so aneinander gewöhnt hat.
Der ganze Ansatz ist doch meiner Meinung nach zum Scheitern verurteilt: Wie soll ich in jungen Jahren, unreif und völlig ohne Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, wissen, ob die Person wirklich zu mir passt, wenn ich gar keine Vergleichsmöglichkeiten habe? Ich weiß doch noch gar nicht, was ich brauche und was zu mir passt. Das geht völlig ins Blaue hinein. Nach welchen Kriterien werden denn solche Partner ausgesucht?
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24.08.2006, 23:17
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
@Prijon, in gewisser Weise schon, aber nur stückchenhaft.
Dem Beginn einer Affäre läuft IMMER eine Erkenntnis voraus im Kopf desjenigen, der sich anderweitig verliebt/umschaut!
Ich würde die Beziehung auch insgesamt betrachten - entwickelt sich der eine Partner und Partner 2 nicht, entstehen Defizite - soviel ist klar - bei Stillstand oder Rückstand verkümmert das Gefühl "ich kann stolz darauf sein seine/ihre Liebe zu genießen"
In einer Beziehung darf es kein "Zurücklehnen" geben, ideal
wäre ein Gleichgewicht!
Wenn jemand bereit ist für eine Affäre ist das in meinen Augen einen Hilferuf der (sagen wir...) eigenen Seele.
Ob die Affäre später zum neuen (lebenslangen) Partner wird, sei dahingestellt. Das setzt dann eben wiederrum oben genanntes Voraus - Entwicklung und immer wieder good Vibrations.
Sehen wir das am Beispiel Tomson, ist sie diejenige, die in ihren Augen etwas vermisst hat, diejenige die sich (egal wo auch immer weiterentwickelt hat) in die Figur des "Machers" gestürzt hat.
Ihr Mann hat das offensichtlich nicht so gesehen und sich zurückgelehnt.
Was ich sagen will, ist, dass Tomson für sich erkennen muss, was sie für sich braucht.
lieben Gruß Mary Poppins
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24.08.2006, 23:25
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
@Laska, das bedingungslos hätte ich viell. des Verständnisses halber weglassen sollen
Mit bedingungslos habe ich eher die Gefühlsebene gemeint und
das eigene Kopfverständnis, was da z.b. sagt: ich kenne die Fehler die mein Partner hat, ich kann damit leben.
Zum Thema geben und nehmen in der Beziehung habe ich im Vortext schon meinen Senf zugegeben
liebe Grüße, Mary
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24.08.2006, 23:34
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
Liebe Jalinda,
Da spielen in meinen Augen sehr viele Faktoren eine riesengroße Rolle.
Zitat von Jalinda
Kann ich ihn/sie riechen?
Vermittelt er/sie den Eindruck, gesunde Nachkommenschaft
zu zeugen? (auch wenn im Kopf kein Kinderwunsch da ist)
das ist einfach die Gewalt der Natur.
Manchmal gemeinsame (temporäre) Leiden oder Interessen...
uvm.
(sorry, wenn das zu rational rüberkommt...)
Die erste Verliebtheit ist sehr schnell da, passt man nicht auf
wird aus Verliebtheit Alltagstrott, Gewohnheit - der Schlendrian hält Einkehr. Und das erzeugt wieder das Gefühl der "Negativspannung".
lieben Gruß, Mary
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25.08.2006, 14:59
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
@mary.poppins - Tja, wie würdest Du das denn sehen, wenn kleine Kinder im Spiel sind??? Wie soll frau da zu sich selber finden??? Grundsätzlich ist das mit der Trennung von beiden ja nicht schlecht, aber hast Du da auch einen Tipp??? LG Echtehexe
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25.08.2006, 15:14
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
@EchteHexe,
ich hatte damals 3 ! Bin also in den Sachen nicht ganz blauäugig.
Die Kinder waren Luft für den Vater!
Ich war damals so weit unten, dass ich es einfach nicht mehr
gepackt habe. Oder was meinst Du wie das ist - Mutter
voll berufstätig, Kinder und Haushalt - Mann hat nur sich und seine kleine Welt....
irgendwann nach ein paar Jahren kriegt man es nicht mehr wirklich auf die Reihe.
Kommt dann noch der Jobverlust ist das Drama perfekt.
Meine Kinder haben damals übrigens bei meiner Mutter gelebt, sie sind da geblieben wo wir vorher schon gelebt haben, hatten also eine richtig gute Bezugsperson (meine Mutter war selbst Erzieherin!) und verloren nicht so von heut auf morgen ihre vertraute Umgebung, da ich ja *allein* Verdiener war und ich auch wegen dem Geld dorthin musste, wo es Arbeit gibt.
Es gab also mehr Gründe.Was würdest Du tun, wenn Du allein auf Dich gestellt bist mit
den Kindern? Und hast noch einen Partner an der Backe kleben, der praktisch Dein 4.Kind darstellt?
Meine Kids sind übrigens dann nachgezogen, als ich trotz fehlendem Unterhalt des Kindesvaters das sinkende Schiff wieder aus dem Schlamm geholt habe.
lg. MaryPoppins
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25.08.2006, 15:18
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
btw. heute sind die Kids erwachsen bzw. fast erwachsen
und wir haben ein ausgesprochen liebevolles Verhältnis miteinander.
Die (innerliche) Trennung kam, als ich im 8.Monat schwanger war mit der letzten. Mein Burn-Out kam 5 Jahre später.
Wenn ich heute vor der Alternative stände ohne meine Mutter
als große Hilfe, würde ich es versuchen wieder zu tun.
Irgendwie schafft man das, ich hätte wahrscheinlich nur einige Zeit länger gebraucht.
Das war für uns alle die Beste Lösung so.
lg. Mary
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29.08.2006, 16:50
AW: Ehemann, Liebhaber....Gefühlschaos, bin am Ende :(
Hallo Tomson,
erst mal danke für Deinen Beitrag. Ich habe mich soo sehr wiedergefunden, das ich hier unbedingt auch meine Geschichte erzählen muss. Ob es Dir hilft, weiss ich nicht, aber vielleicht zeigt es Dir, dass Du nicht alleine bist!
Ich bin 32 und seit 13 Jahren mit meinem Mann (33) zusammen, seit 8 Jahren sind wir verheiratet. Bei uns kommt noch hinzu, das wir ein kleines Kind haben (5 Jahre). Meine Affäre / Liebhaber / Freund (wie immer man das nennen mag) kenne ich seit 3 ½ Jahren..... Es war immer ein Auf-und Ab: ich habe mich schon 4 x von ihm (Freund) getrennt, weil ich immer wieder darauf gehofft habe, mein Mann ändert sich und ich UNS als Familie eine Chance geben wollte. Leider wurde ich immer wieder entäuscht. Er ist auch sowas wie mein „zweites Kind“ und ich fühle mich verantwortlich für ihn. Vielleicht bin ja auch ich schuld und raube ihm damit die Eigenständigkeit, aber ich arbeite ebenfalls daran ihn zur Selbständigkeit und zum Verantwortungsbewusstsein zu bekommen, werde aber immer wieder entäuscht (Er lebt sein Leben als Hobby und Langzeitstudent, ich bin Alleinverdiener, Haushalt und Kind ist ebenfalls zu 95% meine Aufgabe). Aber das ist eine andere Geschichte / Problem. Losgekommen, bin ich von meinem Freund nie richtig...
Bei meinem Freund finde ich alles was ich vermisse: Aufmerksamkeit, Zuwendung, er hört mir zur, interessiert sich für MICH, er ist in allem sehr selbständig, kann auch mal für mich mitentscheiden. Alles in allem einfach jemand zum „anlehnen“, jemand der mich unterstützten kann und will. Mit ihm macht einfach alles mehr Spass, die Welt und alles wird bunter... Ich fühle mich mit ihm lebendig, geliebt, am Leben und nicht als funktionierender Roboter der alle Verantwortung auf den eigenen Schultern tragen muss.
Wir haben es der Vernunft wegen schon so oft versucht, voneinader loszukommen, aber wir schaffen es einfach nicht. Er liebt mich sehr und verzeiht mir sozusagen immer wieder meine „Rückzieher“. Das kann auf Dauer nicht gutgehen, dass weiss ich... Aber ich komme nicht von ihm los. Er ist immer in meinen Gedanken. IMMER. Sogar in der längsten Trennungsphase (immerhin 1 ½ Jahre, wobei wir sehr sehr sporadisch bis gar keinen und wenn, dann auch nur rein freundschaftlichen E-mail Kontakt hatten), musste ich fast täglich an ihn denken, an seine Berührungen, die Nähe die er mir immer schenkte. Manchmal glaube ich, ich bin nicht normal .
Trotzallem, schaffe ich es nicht, mich von meinem Mann zu trennen, bin einfach feige, habe Angst vor den Konsequenzen (was wird aus ihm?, Streit ums Kind?, ....).
Wir waren schonmal getrennt (wegen meinem Freund), mit der Konsequenz, dass ich mich ohne meinen Mann alleine gefühlt habe. Plötzlich war jemand weg, der immer da war, niemand zum reden, zum gemeinsamen fernsehn schauen, essen, zum kalte Füsse unter die andere Bettdecke strecken.... Es war einfach EINSAM. Davor habe ich auch unheimliche Angst. Was ist wenn es wieder so wird? Damals habe ich es nicht ausgehalten, besonders als ich realisiert habe, das mein Mann in der Trennung sich langsam von mir löst.. ich habe gekämpft, wir haben uns wieder zusammen gerauft, ich habe meinen Freund verlassen, und alles war für eine kurze Periode echt gut. Aber die Sehnsucht nach meinem Freund kam unheimlich schnell wieder und mein Mann packt es nicht „seine Probleme“ anzupacken und die Situation auf Dauer zu ändern (Studium beenden, Hilfe im Haushalt, wenn er schon daheim ist und nur Hobbies nachgeht auch mal mit dem Kleinen zum Schwimmkurs o.ä. zu gehen....)
Momentaner Status ist, das wir uns wieder sehen (nicht oft – zwischen uns liegen ca. 700 km) aber so oft es irgendwie geht... Ich bin unglücklich und die Situation belastet mich. Ich will mit ihm zusammen sein, aber meinen Mann dennoch nicht verlieren, unsere kleine Familie nicht auf´s Spiel setzen...Wohl wissentlich, dass ich genau DAS mit jedem weiteren heimlichen Treffen mache.
Sorry, keine richtige Antwort auf deine Frage – nur einen weitere unglückliche Geschichte! Ich hoffe bei Dir ist inzwischen etwas Licht ins Dunkeln gekommen. Berichte doch einfach mal
Lieben Gruss
WorkingMum


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