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    AW: Der Haß bleibt ....wie lange??

    Die Sachlage ist doch klar, oder?
    Du hasst sie, weil Du Dich nicht der Tatsache stellen willst, daß sie UND DEIN MANN Dich betrogen haben. Alle beide 50:50. Im Falle deines Mannes ist der Treuebruch sogar viel schwerwiegender, schließlich hat er Dir sicher mal vor dem Altar das Gegenteil versprochen. Gute Bekannte tun das ja eher nicht, oder?

    Aber es ist natürlich bequemer, die Nachbarin zu hassen, als sich mit dem Treubruch des verirrten Huhnes...äääh sorry Ehemannes auseinanderzusetzen und zu realisieren, daß Dein Vertrauen in ihn dahin ist und nicht etwa Dein Vertrauen in die Menschheit an sich. Dein Mann ist kein verirrtes Huhn gewesen, sondern wusste genau, was er tut. Verzeihe ihm doch erst, NACHDEM Du diesen Umstand wirklich angenommen hast. Dann kannst Du immer noch irgendwelche Voodoo-Puppen basteln.
    Wär doch mal ein Ansatzpunkt, oder?

    All the best
    Decide something less decisional

  2. Inaktiver User

    AW: Der Haß bleibt ....wie lange??

    Hallo Lena!
    Ich bekomme immer echt Bauchschmerzen wenn ich deinen Beitrag lese, da wir so ziemlich in der gleichen Situation sind. Mein Mann hatte 6 Monate was mit der Nachbarin die zwar nicht gerade meine Freundin war, aber eine gute Bekannte. Ich sehe sie täglich! Wir haben auch einiges miteinander unternommen und ich habe sie, gerade was meinen Mann betraf, oft ins Vertrauen gezogen. Als ich drei Jahre nach dem Verhältnis von selbigem erfuhr, hat es mir den Boden unter den Füßen weggezogen. "Mit dieser Schlampe hast du über deine Angst betrogen zu werden geredet!!" Dabei war es schon längst geschehen. Wir sind nach Monaten, in denen ich versucht habe alleine mit dem Betrug fertig zu werden, zu einer Paartherapie gegangen da ich mit dieser Geschichte weder fertig wurde, noch abschließen konnte. Die Therapie läuft noch und ich muss sagen, sie hilft ungemein. Als ich es erfahren hatte, war ich einige Wochen später bei ihr um ihr zu sagen, dass ich es weiss. Sie war so richtig schön geschockt und wollte im allerersten Moment wohl alles abstreiten. Dann hat sie aber wohl gemerkt dass das nicht läuft und sagte es täte ihr leid und es wäre ihr jetzt echt peinlich das ich es wüsste. Oberflächlich gehe ich ganz normal vor anderen Leuten mit ihr um, da ich vermeiden möchte das die ganze Story rauskommt. Ich weiss sehr wohl das mein Mann genauso Schuld hat wie sie, und unsere Ehe zu diesem Zeitpunkt nicht gut gelaufen ist, sonst wäre diese Affäre nicht gewesen. Trotzdem bin ich wahnsinnig enttäuscht, wütend und manchmal ausser mir vor Zorn auf die beiden. Jetzt nach 9 Monaten seit ich es weiss, wird das aber etwas weniger. Der Vertrauensbruch von beiden war einfach zuviel. Es wird ja oft vorgeworfen, dass Ehefrauen nur auf die Nebenbuhlerin böse sind oder ihr gegenüber mehr Hassgefühle als auf den Ehemann haben, aber ich meine halt das mich mit meinem Mann ja auch mehr verbindet als mit der Tussi. Mir liegt viel daran diese ganze Sache zu verarbeiten und ich versuche wie hier auch schon genannt zu erreichen, das mir diese Schnalle gleichgültig wird. Die Paartherapie hat mir auch geholfen meine Ehe neu zu bewerten und auch ich habe vor meiner eigenen Haustüre gekehrt!
    Liebe Lena ich hoffe dir hilft es genauso wie mir ein kleines bisschen, dass es Leute gibt die täglich in einer ähnlich beschissenen Situation leben müssen! Wenn du die Tussi nächstes Mal siehst, denke dir, Hera würde ihr jetzt genauso gerne ein Bein stellen wie du selbst!

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    AW: Der Haß bleibt ....wie lange??

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es wird ja oft vorgeworfen, dass Ehefrauen nur auf die Nebenbuhlerin böse sind oder ihr gegenüber mehr Hassgefühle als auf den Ehemann haben, aber ich meine halt das mich mit meinem Mann ja auch mehr verbindet als mit der Tussi.
    Für mich liegt der Unterschied darin, dass es Dein Mann war, der Dir die Treue versprochen hat und nicht die "Schlampe/Tussi".

    Gerade WEIL Dich mit ihm mehr verbindet, kann ich nicht nachvollziehen, dass den Männern verziehen wird und die Exgeliebte die Schlampe ist.

    Ich kann aber gut verstehen, dass es so einfacher ist, um die ganze Sache zu verarbeiten.

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    AW: Der Haß bleibt ....wie lange??

    Wirklich verarbeitet wird es doch nur, wenn wirklich geschaut wird was passiert ist. Es mag einfacher sein, den Alltag zu bewerkstelligen, sich auch mal wieder in smalltalk zu üben und nicht zuletzt wieder Sex zu haben...

    Aber wenn die Böse im Spiel zu 75 % die böse Geliebte ist, wird an den Tatsachen vorbeigelebt...

    Woltera
    Das Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!

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    AW: Der Haß bleibt ....wie lange??

    Hallo Woltera!
    Recht hast du. Seit ich diesen Starng geschrieben habe ist auch schon wieder einige Zeit ins Land gegangen und ich sehe die Dinge anders. Gibt halt mehrere Phasen wo man nach einer Geschichte so durch geht ...
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  6. Inaktiver User

    AW: Der Haß bleibt ....wie lange??

    Ich versuche ja auch mit der Nachbarin wieder normal umzugehen. Ich war ja bei ihr und habe mit ihr über das Verhältnis geredet. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich nicht möchte das wir uns aus dem Weg gehen müssen,oder nicht wieder normal miteinander umgehen können,was sie übrigens auch nicht will. Aber das braucht eben Zeit! Der Vertrauensbruch wiegt bei meinem Mann ganz klar schwerer, aber von ihr wurde ich eben auch extrem enttäuscht. Ich habe ihr keine Szene gemacht oder Vorwürfe. Ich habe ihr auch gesagt das ich genau weiss auch "Mitschuld " zu haben. Meinen Mann habe ich in meiner Wut auch mit weniger schönen Titeln benannt. Außerdem habe ich nicht gesagt das ich meinem Mann verziehen habe! Gerade in der Therapie habe ich ihm klargemacht, dass dazu mehr erforderlich ist als ein paar Sitzungen beim Therapeuten. Ob ich einem von beiden je GANZ VERZEIHEN kann, steht eh noch in den Sternen. Ob das überhaupt jemand WIRKLICH fertigbringt?

  7. Inaktiver User

    als Mann in vergleichbarer Situation (gewesen)

    Hallo Lena und Hera,

    nachdem meine Freundin mir den ONS mit einem gemeinsamen Bekannten gebeichtet hatte, kam ich mir in seiner Anwesenheit immer ziemlich „klein“ vor. Das wurde erst dann besser, als er mich darauf ansprach und sich auch entschuldigte. Meine Befürchtungen er fühle sich als Sieger und sähe mich als Looser wurden ausgeräumt, vielmehr hatte er immer ein schlechtes Gewissen und ist froh, dass es nicht zur Trennung gekommen ist. Mir hat Reden jedenfalls geholfen.

    LG
    Rudolf

  8. User Info Menu

    AW: Der Haß bleibt ....wie lange??

    Hallo ihr Lieben,
    Entschuldigung von der Geliebten? Ich denke das wird ganz selten klappen. Die Geliebte meines Mannes (auch eine gute Bekannte und Nachbarin) hat meinen Mann zum Schluss eine SMS mit dem Worten "Egal wie du dich entscheidest, ich werde dich immer lieben" geschrieben, obwohl sie in einer festen Beziehung lebt. Ich denke sie hatte gar keinen Gedanken an eine Entschuldigung oder ein schlechtes Gewissen. Ich habe ihr kurz nach der Entdeckung meine Meinung gesagt und dann war sie für mich "gestorben". Natürlich zucke ich zusammen, wenn sie mal treffen (glücklicherweise ist wir fortgezogen), aber Hass habe ich nicht mehr. Hass bedeutet auch Gefühle und warum sollte ich Gefühle für die Frau haben, die mir meinen Mann nehmen wollte.
    Ich muss auch Wolfgang recht geben. Auch die die betrügen sind nicht ohne. Ich hatte Mails von meinen Mann an seine Geliebte gefunden, die ihr sagten wie toll sie sei. , was sie für eine tolle Figur sie hat und welche Sehnsucht er hat. Ich konnte sie sogar verstehen, das sie mit ihm etwas angefangen hat, denn schließlich sind es ja gerade diese "Seiten" die auch ich an ihm liebe und er hat schon sehr bewusst seinen Charme eingesetzt, sie rumzukriegen. Und genau das war für mich das schwerste, meinem Mann zu verzeihen. Nach endlosen 3 Jahren sind wir jetzt auf einem sehr guten Weg. Also, nur der Geliebten oder dem Geliebten alles zuzuschieben ist ganz sicherlich in vielen Fällen nicht immer richtig.
    baerli
    Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind allein der Lenker, die Fahrgäste und die Straße.------------------------------------------

    Es gibt Zeiten, da ist der Alltag voller Anstrengungen. Es gibt Zeiten, da sind die Herausforderungen des Lebens scheinbar ohne Ende. Und es gibt Zeiten, da mußt du, darfst du, sollst du und willst du dich FREUEN.
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