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  1. Inaktiver User

    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Ich denke, daß sexuelle Monogamie für die allerwenigstens Menschen von innen heraus kommt.
    Sie ist in den allermeisten gesellschaftlich als Norm vorgegeben und wird in die Köpfe der Menschen als "gut" und "richtig" hineinmanipuliert.
    Es wird einem verkauft, daß dies das non-plus-ultra für die Stabilität einer Partnerschaft sei und sehr viele Menschen folgen diesem Ideal.

    Das beschriebene Bild der sexuellen Untreue zeigt dann einfach die normative Kraft des Faktischen.
    Bei mir kommt sexuelle Monogamie tatsächlich von innen heraus. Da brauche ich keine Gesellschaft, die mir sagt: du musst jetzt treu sein.
    Wenn andere Menschen andere Bedürfnisse oder Einstellung zur Partnerschaft haben - das sollen sie halten, wie sie wollen.
    Jemand schrieb: das ist Sache der Beziehungspartner. Das sehe ich auch so.

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    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    Man kann sich ergänzend eher umgekehrt fragen, was kann die Gesellschaft ggfs. für die Beziehungspartner tun? Wie kann sie sie unterstützen?

    Ein schlichtes "Das tut man nicht und deswegen kann es auch nicht passieren!" ist jedenfalls einfach nur kontraproduktiv, wenn es eben, wie so häufig, doch passiert.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

  3. Moderation

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    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    In dieser Sache sind sich mein Partner und ich einig: Treue wird überbewertet. Eifersucht kennt keiner von uns...
    Es ist ja auch nicht er einmalige Ausrutscher, sondern meist das monatelange- bzw. teilweise auch jahrelange Hintergehen des Partners. Und hier ist es der Vertrauensverlust, der in erster Linie so schmerzt.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und das zieht sich bis heute durch, obwohl evolutionsbiologisch klar sein dürfte, daß der Mensch nicht per se monogam veranlagt ist. Und lebenslang schon gar nicht - besonders Männer nicht.
    Das glaube ich nicht. Frauen trugen das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft, waren vom Partner abhängig (z. B. ging das Vermögen in den Besitz des Mannes über) und wurden gesellschaftlich geächtet, wenn sie sich einen Liebhaber nahmen. Außerdem wurden Frauen meist nicht so alt, weil viele im Kindbett gestorben sind. "Bis dass der Tod euch scheidet" war zumindest für viele Männer nur ein paar Jahre.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die modernen Auswüchse ("werbeträgerfinanzierte Gratis-Bums-Plattformen bis zu Online-Treue-Testern und davon erheblich profitierenden Paarberatern", wie Yagua aufzählte) sind wohl eher Erscheinungen einer Gesellschaft, die völlig oversexed und in der Hinsicht schrill und marktschreierisch ist, aber in Wirkichkeit wird nicht mehr fremdgegangen als früher. Nur lauter und sichtbarer. Glaube ich jedenfalls.
    Das glaube ich auch.

    Zitat Zitat von Kraaf Beitrag anzeigen
    Und wieso überhaupt die Gesellschaft? Betrifft es nicht nur die Beziehungspartner untereinander?
    Natürlich. Dennoch sehe ich durchaus einen Wertewandel. Vor 20 Jahren hätte eine Bums-Plattform größere Probleme gehabt, in Tageszeitungen oder in Funk und Fernsehen zu werben. Heute empfindet man diese Werbung fast so "normal" wie die für Kaffee, Allzweckreiniger oder Toilettenpapier.
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  4. Inaktiver User

    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    geplantes Fremdgehen und fremdgehen in Grüppchen????

    Wie gehe ich denn in Grüppchen fremd? *g*

    Vielleicht definiere man als Paar den Begriff zuerst einmal?! Und dann lasse man sich auf die Beziehung ein.

    In meiner Umgebung erlebe ich das nicht. Die Menschen mit denen wir uns so umgeben gehen nicht fremd, sind nie fremdgegangen und haben das wahrscheinlich auch nicht vor.

    Da kann man jetzt ja drüber diskutieren wieso das so ist - ich war immer der Meinung, man kann eine Beziehung die nicht mehr gut ist zuerst beenden bevor man sich Ersatz sucht.

    Und ich ging nie Beziehungen ein wo nicht alles gepaßt hat. UND: kennste einen kennste alle *lol* Warum also noch fremdgehen *kicher*

  5. Inaktiver User

    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    Ich kann es aus meiner Erfahrung heraus nicht bestätigen, dass Treue
    früher einen höheren Stellenwert hatte als heutzutage.

    Als meine Eltern in meinem jetzigen Alter waren, daran erinnere ich mich noch
    gut, waren in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, Ehekrisen - bedingt
    durch die Fremdgehen des Partners - an der Tagesordnung.

    Wir bewegen uns zwar in einem etwas anderen Umfeld als das bei meinen
    Eltern früher der Fall war, aber normalerweise würde man es gerade
    in diesem noch eher erwarten, dass Treue eine eher untergeordnete Rolle
    spielt.

    Doch das Gegenteil ist der Fall, selbst bei den Jüngsten (und Ältesten) in
    unserem Freundeskreis sind Affären und Seitensprünge eher selten.

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    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    In meiner Umgebung erlebe ich das nicht. Die Menschen mit denen wir uns so umgeben gehen nicht fremd, sind nie fremdgegangen und haben das wahrscheinlich auch nicht vor.
    naja - beim Seitensprung ist es aber meist so, dass dieser "geheim" bleibt - oder zumindest geheim bleiben soll
    Von daher - sicher sein kann man sich da nie
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  7. Moderation

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    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    Ist gelegentlich Untreue heutzutage unvermeidlich? Leider vertraue ich meinem Freund dahingehend nicht ganz, da er bestimmte Dinge, die seine Freunde und Kollegen tun und die er selbst getan hat für meine Begriffe zu locker sieht. Aber würde ich nicht vielleicht bei jedem anderen auch wieder damit konfrontiert? Mir scheint, dass es kaum absolut treue Menschen gibt. Wenn er mir wieder einmal so eine Story über einen Kollegen erzählt, grinsend, nicht im geringsten bestürzt, und ich ihn dann frage, ob er das nicht schlimm findet, dann meint er, es sei eben nicht alles schwarz und weiß im Leben.
    Das sagt nichts über seine Treue aus. Hast du noch nie erlebt, dass Leute, von denen du es nie gedacht hättest, weil sie sich immer über Untreue bei anderen aufgeregt haben, irgendwann dann doch selber fremdgingen?
    Genauso können Menschen, die bei anderen nicht die Moralkeule rausholen, trotzdem die treusten Seelen sein.

    Ich glaube nicht, dass die Untreue häufiger geworden ist, nur das Gespräch und die Offenheit darüber.
    *
    Der Adler fängt keine Mücken.


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    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    Ich möchte heute gerne mal eine allgemeine Frage in den Raum werfen. Mir fällt in letzter Zeit auf, dass Untreue als immer normaler bewertet wird.
    ..von wem denn?
    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    Alle möglichen Menschen gehen fremd, manchmal sogar geplant und in Grüppchen.
    Aha.. Menschen, die Du kennst - und dabei beobachtest - oder woher weißt Du das so genau, was "alle möglichen Menschen" noch dazu rudelmäßig, tun..?

    Wenn ich eine Tendenz beobachte, dann eher die, das die Menschen verkrampfter sind in Sachen Sexualität denn je... und das äußert sich dann in einer scheinbaren "Lässigkeit".

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    Ist es wirklich etwas so normales, muss ich mich, wenn ich überhaupt eine Partnerschaft haben will, womöglich damit abfinden, dass dieses Thema in meinem Leben ist?
    Es ist sicher "normal", das Menschen auch Menschen, die nicht ihr Beziehungspartner sind, anziehend finden können- und auch dürfen. Wem das nie passiert - nun ja... Wie nun ein Paar damit umgeht, ist ja dann deren persönliche Sache.
    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    Leider vertraue ich meinem Freund dahingehend nicht ganz,
    .. ich denke, da liegt - für dich - der Hase im Pfeffer... und wie geht denn "nicht ganz" vertrauen? sozusagen halb oder viertel vertrauen?

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    Mir scheint, dass es kaum absolut treue Menschen gibt.
    Oh. Es gibt also untreue, treue und ABSOLUT treue Menschen. Aha.

    Zitat Zitat von Ulyssa Beitrag anzeigen
    Ich möchte Untreue und solche Dinge eigentlich nicht in meinem Leben haben. Also gar nicht. Ich möchte einfach nichts davon wissen. Leider werde ich damit aber immer wieder konfrontiert, so dass ich mir eben überlege, ob man es heutzutage vielleicht schon fast hinnehmen muss. Die Alternative wäre ansonsten ein Einsiedlerdasein.
    Joh mei... wenn Du das Leben, die Menschen, nicht so nehmen kannst, wie sie sind.. "davon" (von der bösen Äh-Bäh-Untreue..) nichts wissen willst, also dass sie überhaupt exisitiert -ja, da wäre Einsiedelei sicher eine Alternative

    LG Syri
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    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    Die Menschen mit denen wir uns so umgeben gehen nicht fremd, sind nie fremdgegangen und haben das wahrscheinlich auch nicht vor.
    Wenn Menschen sagen, "klar habe ich vor, meinen geliebten Partner irgednwann auch mal zu betrügen" - ja, das, aber wohl erst das, wäre dann tatsächlich ein Wertewandel.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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    AW: Ist Untreue zur Normalität geworden - oder war sie es schon immer?

    Untreue ist allem Anschein nach ein Kavaliersdelikt; der tolle Hecht tobt sich vorzugsweise in der Midlife-Crisis aus und die Partnerin verzeiht doch i. d. R. Dann wird reumütig herumgeheult, der Alk und was weiß ich. Dann !!! wird an der Beziehung "gearbeitet". Warum nicht vorher reden, wenn der Kahn merklich absäuft?

    Wer Lust auf andere Haut an, sollte dem Partner eine offene Beziehung vorschlagen. Möchte nicht wissen, wie viele darauf eingehen, um den Partner nicht ganz zu verlieren.

    Aufgrund meiner Online-Erfahrungen, die ganz fix meinerseits wieder beendet wurden, glaube ich, dass Treue nur noch eine "Mär" ist. Rudelbumsen scheint "schick" zu sein.

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