Tut "man" das?9 Jahre Fernbeziehung finde ich persönlich schon ein wenig wunderlich, zumal man doch als Paar irgendwann Zukunftspläne schmiedet: gemeinsame Wohnung, gemeinsamer Haushalt..Heirat? ...Kinder? .... Hausbau? - Was auch immer.
Viele machen das, aber auch nicht alle....
Hängt auch davon ab, wie man das lebt.Eine Fernbeziehung gut und recht, aber da sieht man immer nur das "Wochenend-", und "Urlaubsgesicht" des Partners, da ist, wenn man sich dann sieht, oft "Sonnenschein".
Kann so sein, muss nicht.
Wichtig aber wäre, mal bestimte Parameter (inklusive der oben genannten) miteinander abzugleichen.
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Ergebnis 11 bis 19 von 19
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22.08.2012, 22:10
AW: Den anderen aus dem Kopf kriegen
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23.08.2012, 00:09
AW: Den anderen aus dem Kopf kriegen
Ja, das ist irgendwie übel .... du oszillierst da jetzt grade zwischen 2 Männern und nichts tut gut! Mann 1 ist nicht da und deswegen geht es dir schlecht, Mann 2 ist nach Feierabend auch nicht da und deswegen geht es dir auch schlecht.
Hmm.
So soll das nicht sein.
Männerpause?
Leben überdenken?
Eine verdammt gute Idee!!!!
see you on be friends online!
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23.08.2012, 12:50Inaktiver User
AW: Den anderen aus dem Kopf kriegen
15 x am Tag
- das würde wohl fast jedem auf die Nerven gehen. Wie findest du beim Karrieremachen die Zeit dazu?
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23.08.2012, 14:39
AW: Den anderen aus dem Kopf kriegen
Was ist dir denn wichtiger, die Karriere oder ER? - Also ich persönlich würde jederzeit die Karriere für einen Mann, mit dem ich alt werden will "opfern" und stattdessen einfach "normal arbeiten".Mir gehts es nicht gut, wenn er nicht da ist, aber ich habs mir nun mal selber eingebrockt.
Das Leben verlangt manchmal eben Kompromisse und Abstriche...
Das klingt ein wenig "ausgehungert nach Liebe und Anerkennung" - magst du da mal ein wenig in dich gehen?Und plötzlich spaziert da ein Typ daher, (Kollege) der so ganz anders ist und mich so fasziniert, bei dem ich aber weiß, dass er völlig labil ist, mir überhaupt nicht gut tun würde. Der mir aber Komplimente macht.Dessen Nähe ich suche, obwohl ich weiß, dass es mir danach nicht gut geht.
Sowas ist mir auch schon passiert. Aus persönlicher Erfahrung: Kommt nix Gutes bei raus!ich soll mich nicht in eine Verliebtheit reinsteigern, aber ich bin schon mittendrin. Ich hab mich total reingesteigert, wie ein unmöglicher 15-jähriger Teenie.Mir geht es schlecht, wenn ich abends von der Arbeit heimkomme, ich denke viel zu viel darüber nach. Meine Vernunft setzt vollkommen aus, ich kenne mich nicht so irrational.
Meist handelt es sich nämlich eher weniger um Liebe, sondern eher um "ein Bedürfnis", das man in diesem Moment hegt und auf den Betroffenen projiziert.
Teilt man denn mit einem Menschen, den man liebt nicht gerne sein Leben (Tisch & Bett)?
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23.08.2012, 15:29
AW: Den anderen aus dem Kopf kriegen
Schon, aber das muss nicht zwanghaft in einem gemeinsamen Haushalt sein.Teilt man denn mit einem Menschen, den man liebt nicht gerne sein Leben (Tisch & Bett)?
Richtige Liebe hält sich auch stabil in getrennten Wohnungen, da muss man auch deutlich mehr füreinander tun.
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23.08.2012, 15:57
AW: Den anderen aus dem Kopf kriegen
Klassischer Fall von Sicherheit und Geborgenheit contra Neues und Aufregendes.
Du bist mit deinem Freund zusammen seit du 17 bist (wenn ich richtig gerechnet habe) Das ist eben nunmal sehr jung und da kann sich durchaus die Lust auf was Neues melden.... find ich nicht unnormal.
Dazu kommt noch das du sehr "bedürftig" wirkst, dh du hast kaum jemand in der Stadt.
Was du in Endeffekt machst mit dieser "verliebtheit" kannst nur du rausfinden.
Ich war in einer ahnlichen Situation als ich 30 war.... war so sturmverliebt das ich meine 7 jährige Beziehung über den Haufen geschmissen habe. Mit dem Typen hats dann aber auch nicht geklappt.
Trotzdem hab ich es nie bereut da sich neue Wege aufgetan haben die ich so niemals gegangen wäre.
Ich glaub da kann dir keiner wirklich was raten....
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24.08.2012, 12:59
AW: Den anderen aus dem Kopf kriegen
Hallo Kathi
als ich das gelesen habe, dachte ich, du sprichst von mir... ich hatte fast das selbe "Problem" wie du und bin meinem jetztigen Partner dann fremd gegangen
Der einzige Unterschied war, dass mir mein Partner zu dem Zeitpunkt nicht das gab was ich brauchte, aber die Beziehung zu meiner Affäre war auch nur möglich, weil mein Partner im Ausland arbeitet.
Ich habe mich zu meiner Affäre wie du auch schriebst über deinen Kollegen, sehr hingezogen gefühlt. Wenn ich ihn sah oder an ihn dachte, musste ich lächeln. Die Chemie passte einfach und ohne das ich es wollte, weil auch ich meinen Partner sehr liebte (immer noch sehr liebe wohl bemerkt ;) kam es zum Seitensprung... Ich war Monate lang im Klinsch mit mir selbst. Habe meinem Partner alles gestanden, wusste aber lange Zeit nicht, was ich jetzt für wen empfinde. Es war eine sehr schwere Zeit für meinen Partner und für mich. Schlussendlich aber habe ich mich für meinen Freund entschieden. Wir hatten uns trotz Fernbeziehung so viel aufgebaut, es hat auch im Alltag sehr gut funktioniert und auch wir hatten/haben gemeinsame Zukunftspläne und das alles wollte ich nicht weg werfen.
Ich bin sehr froh darüber wie das alles gekommen ist. Er hat mir verziehen und unsere Beziehung läuft super, trotz diesem schlimmen Vorfall... Was ich dir damit sagen will; spar dir diese schwere Zeit und diese Schuldgefühle. Suche nicht den Kontakt zu diesem Mann, wenn du bei deinem Partner bleiben willst, das endet nämlich im Bett und ich befürchte, das weisst du selbst...
Wenn du jetzt aber merkst, dass da wirklich mehr ist als nur eine Freundschaft zwischen zwei Arbeitskollegen, dann spiel mit offenen Karten, nur deshalb hatte meine Beziehung nämlich noch eine Chance, weil ich mit meinem Partner oft darüber (meine Gefühle) gesprochen habe. Sei ehrlich zu dir selbst und wäge ab was für dich wichtiger ist, deine Beziehung die du seit sage und schreibe 9 Jahren führst, oder ein Mann, den du im Grunde genommen gar nicht richtig kennst..
Mein Tipp ist einfach, wenn du deinen Partner nicht verlieren willst, weil wie du schreibst alles super ist mit ihm, lass dich auf nichts weiteres mit ihm ein, auch keine weiteren Treffen... denn diese verliebtheit nimmt mit jedem Treffen zu und dann kannst du es nicht mehr steuern oder verhindern, ich weiss wovon ich spreche..
Triff dich aber weiterhin mit anderen, das tut dir gut und so kannst du vielleicht auch in dieser Stadt irgendwann ankommen und Freunde finden, das ist sehr sehr wichtig für dein Wohlbefinden!!
Viel GlückGlück ist das Ergebnis von selbstverantwortlichem, entschiedenem Handeln.
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24.08.2012, 13:06
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24.08.2012, 19:55
AW: Den anderen aus dem Kopf kriegen
Danke für eure Meinungen! Zum Glück ist jetzt Wochenende und ich habe Abstand und mal einen klareren Kopf bekommen. Im tiefen Inneren weiß ich nämlich auch, dass aus dem anderen und mir nie was Ernstes werden könnte und ich momentan einfach projiziere, weil mein Freund eben nicht vor Ort ist. Sobald wir uns wieder ein Wochenende gesehen habe, bin ich mir während des Wochenendes sicher, dass wir zusammen gehören. Dann gehe ich Montag gestärkt zur Arbeit und an diesen Montagen habe ich dann immer einen viel freieren Kopf. Und wenn mein Kollege und ich dann wieder eng an einem Projekt zusammen arbeiten, geht alles wieder von vorne los.. Das Blöde ist auch, dass ich vor diesem Kollegen nie ausführlich von meinem Freund spreche, vielleicht sollte ich das mal anfangen. Er fragt halt immer mal nach aber von mir aus erzähle ich sehr wenig. Wie gesagt, ich bin mir auch nicht sicher, was er für mich empfindet. Er erzählt mir nurn immer sehr viele persönliche Dinge, die man eigentlich eher richtig guten Freunden erzählen würde.
@Leandra, Azurblau und Maggie: Ihr hattet ja so ähnliche Fälle, seht ihr den "Anderen" ab und zu noch? Wie verhaltet ihr euch dann? Totale Distanz? Vermutlich muss man einfach lernen, sich abzulenken, Freunde suchen und Sport machen usw., wie hier ja auch schon von euch vorgeschlagen wurde
Ich könnte nicht für einen anderen Menschen all meine Ziele und Karrierepläne, die ich habe, aufgeben. Wenn ich wüsste, dass es in seiner Stadt keinen guten Job gibt, würde ich nie alles für ihn aufgeben. Ich glaube aber, das ist auch so eine Typsache. In meinem Freundeskreis gibt es viele Pärchen, wo der eine zum anderen gezogen ist, aber wir haben uns irgendwann mal geschworen, dass keiner etwas beruflich für den anderen aufgibt, weil wir glaubem wir würden dem jeweils anderen dann später Vorwürfe machen. Ich weiß, dass nicht viele Paare so denken und es auch nicht viele Partner gibt, die diese Sichtweise verstehen.Teilt man denn mit einem Menschen, den man liebt nicht gerne sein Leben (Tisch & Bett)?


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