Hmm, also ich weiss nicht genau weiter, obwohl ich hier in Strängen lese.
Die Situation ist wie folgt: Arbeite seit zwei Jahren am jetzigen Arbeitsort. Die gesamte Arbeitszeit hatte ich hier einen Arbeitskollegen, mit dem ich oft Mittagessen ging oder Kaffee trinken. Wir haben da immer über alles mögliche geredet. Arbeit, Interessen, Hobbies, Persönliches, Familie, eigentlich so ziemlich alles. Er ist seit längerem in einer Beziehung, und zweifelt schon länger daran, ob diese Beziehung richtig ist für ihn.
Das alles sind Themen, die wir im letzten Jahr so besprochen haben. Wir tauschten uns einfach aus und freundeten uns an.
Seit ein paar Wochen haben auf einmal Anziehung und Gefühle eingesetzt. Bei beiden. Es ist aber bisher nichts passiert.
Und so kreisen wir jetzt irgendwie umeinander rum. Irgendwie ist eine Nähe da, extrem viel Gemeinsamkeiten, und doch auf beiden Seiten offenbar Angst, Unsicherheiten. Keine Ahnung.
Ich frage mich jetzt, was ich tun soll. Alles abbrechen, bevor was geschieht? Oder es mal geschehen lassen und dann eine Entscheidung verlangen? Wieso kreisen wir so umeinander rum, obwohl wir uns eigentlich beide sehr sehr gerne küssen wollen? Ich mache nämlich dasselbe wie er, ich würde ihn so gerne küssen, und doch zögere ich, habe Angst. Und von ihm spüre ich dasselbe.
Ist das nun eine typische doofe Ausgangssituation für eine Affäre?
Ich brauch mal eine Aussenansicht, weil mich diese Geschichte verwirrt und ich nicht weiss, was ich machen soll.
Gruss von der verwirrten Lotta![]()
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Ergebnis 1 bis 10 von 92
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05.08.2012, 14:02
Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
Geändert von LottaimHaus (10.08.2012 um 10:10 Uhr)
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05.08.2012, 14:19
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
see you on be friends online!
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05.08.2012, 14:29
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
Hallo Rotweinliebhaberin!

Ja, er redet über all diese Dinge.
Ich hab manchmal das Gefühl, er sucht bei mir Bestätigung, dass ich mich ebenso in ihn verliebt habe wie er in mich. Ich hab mich da bis jetzt eher bedeckt gehalten, weil ich nicht genau wusste, woran ich bei ihm bin.
Das ist alles merkwürdig!
Da ich ja durch all die Vorgespräche, die noch harmlos waren, seine Vergangenheit kenne und seine Ex-Beziehungen, weiss ich, dass er kein Affärentyp ist, bisher noch nicht gross betrogen hat.
Wie also weiter? Wieso habe ich das komische Gefühl, dass es irgendwie an MIR liegt, obwohl die Situation von aussen betrachtet doch eigentlich so aussieht, als würde es an IHM liegen?
Geändert von LottaimHaus (10.08.2012 um 10:11 Uhr)
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05.08.2012, 14:50
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
Vielleicht, weil du dich körperlich nicht so wirklich von ihm angezogen fühlst? Würdest du dich am liebsten auf ihn stürzen und ihn vernaschen?
Denkst du vielleicht, er würde auf Nummer sicher gehen und erst von dir hören, dass du verliebt bist, bevor er mal in seinem Leben aufräumt und seine ungeliebte Freundin verlässt?
Ist ja nicht so wirklich sympathisch … (und dann merkt ihr: ihr passt sexuell überhaupt nicht, haha …)
Ganz ehrlich: was willst du am liebsten und ist das umsetzbar?see you on be friends online!
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05.08.2012, 15:01
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
Hmm, irgendwie war das wohl falsch formuliert. Doch die körperliche Anziehung ist da, ich würde ihn sehr gerne einfach mal küssen und nah bei mir haben.
Was ist das bloss, was so seltsam ist? Wir sind uns teilweise sehr nah, sehr offen, dann ist es einfach nur schön - und dann spielt wieder was diffuses, merkwürdiges mit. Irgendwie habe ich wirklich das Gefühl, er hat vor etwas Angst, aber er sagt es auch nicht so richtig.
Was ich jetzt gerade wollen würde? Dass wir eins trinken gehen und all das nervöse Angst-Getue einfach beiseite lassen.Geändert von LottaimHaus (09.08.2012 um 22:40 Uhr)
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05.08.2012, 15:06
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
Hallo Lotta,
ich bin der Meinung das er als Erste seine Beziehung beenden sollte.
Möchtest Du einen Mann, der von einer zur anderen fliegt. Der Dich möglicherweise im Hintergrund benötigt um dann eine Beziehung beenden zu können? Das ist unfair der Partnerin gegenüber und auch feige.
Also: lass ihn die Beziehung beenden, ins Ausland gehen und dann seht Ihr weiter...
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05.08.2012, 15:07Inaktiver User
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
Hallo Lotta!
Mein spontaner Gedanke: der will aus seiner Beziehung raus und sucht einen weichen Landeplatz für den Absprung. Er kennt dich gut, kann dich einschätzen, mag dich gern. Wenn du ihm jetzt noch zusagst, dass du ihn auffängst, dann könnte er springen. Oder erstmal probieren, ob der Landeplatz bei dir wirklich weich genug ist.
Mutig ist anders.
Wenn du dich auf ihn einlässt, bist du auch gleich, der böse Trennungsgrund für sie und seine Bekannten und Ausheulstation für ihn.
Romantisch ist anders.
Einfach ist auch anders.
Ich bin froh, dass ich nicht entscheiden muss, wie es weiter gehen soll und wünsche dir alles Gute!
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05.08.2012, 15:15
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
Seit die Anziehung zwischen uns so stark ist, reden wir auch kaum noch "inhaltlich" über seine Beziehung. Er macht nie eine schlechte Bemerkung über seine Freundin, ich weiss praktisch nichts von ihr und suche auch dieses Gespräch nicht, das geht mich nichts an, und er verhält sich da anständig. Ich war bisher nie Ausheulstation für ihn, er ist eher sehr zurückhaltend, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf einmal anders wäre.
Aber ich denke nochmals darüber nach.Geändert von LottaimHaus (09.08.2012 um 22:40 Uhr)
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05.08.2012, 15:23
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
see you on be friends online!
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05.08.2012, 15:25Inaktiver User
AW: Atypische oder typische "Affärensituation"? Was tun?
Ich kann ihn schon verstehen, seine Situation ist - wie man es auch dreht und wendet - richtig ungemütlich. Beziehung zur Freundin: nicht gut, Trennung: aua, keine Trennung bedeutet Verzicht auf dich: aua. Sicherheit: gerade aus. In seiner Haut möchte ich gerade nicht stecken. Auf ihn kommen zweifellos Unannehmlichkeiten zu. Ich habe volles Verständnis dafür, dass er die so gering wie möglich zu halten versucht und jetzt verstört und zögerlich ist.
Du steckst da leider mit drin. Mindestens ist er mal ein lieber Kollege von dir, etwas Mitleiden bleibt dir nicht erspart. Je nach dem wie du fühlst und handelst, könnte es ziemlich viel Mitleiden werden. Zu überlegen, wie du das für dich so gering wie möglich hälst und wo du Risiken eingehen möchtest, ist äußerst weise.


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