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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    Hallo Lizzyborden
    ja, es gab auch schöne Zeiten. Aber immer und immer wieder wurde er wirklich zum Monster. Du glaubst gar nicht wie Hass erfüllt er mich anschauen kann. Und im nächsten Moment, wenner besänftigt ist, sagt er, daß er mich liebt. Selbst wenn er mich anbrüllt, sagt er dabei manchmal mein Schatz...Das ist doch irre, oder?
    Nö, finde ich überhaupt nicht irre.
    Ich finde es befremdlich, daß Du das "auf einmal" in Frage stellst und nur er der Schuldige für Deine persönliche Not ist.

    In einer stabilen Beziehung über 20 Jahre hinweg ist niemals nur einer das Monster.

    Hier ist nur Deine Sicht auf die Situation zu lesen, wer weiß worum die Konflikte gingen und was Deine Anteile daran waren.


    Ein Narzisst lebt nur dann in einer stabilen Beziehung, wenn er einen zweiten Narzissten trifft und eine entsprechende Kollusion entsteht.
    Zu zeigst exakt die komplementären Züge zu seinem Verhalten (besser: zu dem, wie Du ihn beschreibst).

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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    Zitat Zitat von quasi-ich Beitrag anzeigen
    Er hat mal am anfang und erst vor kurzem wieder gesagt, wenn es mir gut geht, geht es Dir auch gut.... Was soll ich dazu noch sagen.

    Klare Antwort: MIR ABER NICHT

    Drücke Dich erst einmal, natürlich ist es nicht einfach zu gehen, aber Du musst ja auch nicht in 1-2 Tagen Deine oder seine Koffer packen... Auch solltest Du am Psychologenterminen dran bleiben, die sind im Augenblick so voll, dass es Wochen/Monate dauern kann, denn ohne wirst Du es nicht schaffen!!! Ach ja und was hilft anstatt zu kontern ist gar nichts zu sagen, kein Wort, dass bremst die meisten Menschen aus und die Diskussion wird nicht durch Worte genährt!!!!

    Also eine Freundin von mir hat auch in einer Nacht und Nebelaktion das Weite gesucht, sie hatte 6 Leute dabei, genügend Umzugskartons und nahm alles mit, was ihr wichtig war. Sie hatte das entsprechend vorbeiratet und die Schränke / Schubladen entsprechend eingeräumt im Vorfeld. Am gleichen Tag hat sie Sparkonten / Girokonto genau um 50% reduziert und sich das Geld umgebucht, das war harter Tobak für ihn.

    Aber anders wäre es ein extremes Massacker geworden.... Ach ja, sie war auch abgetaucht für ein paar Tage.... Ich hoffe so eine extreme Aktion bleibt Dir erspart!!!!
    Geändert von Veranoazul (30.07.2012 um 11:30 Uhr)
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    Nein LizzyBorden, das sehe ich nicht ganz so !Der andere Partner muss kein Narzisst sein, sondern kann coabhängig sein , es nicht richtig erkennen und wird sich deshalb nicht aus der Beziehung zurückziehen. So geschehen auch bei mir...meine Mutter war/ist NPSlerin (narzisstische Persönlichkeitsstörung), mein NoMa ist auch ein NPSler , vielleicht kamen mir diese Verhaltensweisen auch vertraut vor oder er hat sich so entwickelt. Ich war jahrelang totunglücklich mit ihm, weil er mich und meinen Sohn so entwertet hat.Aber ich habe mich an mein Familienkonzept geklammert und gehofft, dass er endlich etwas einsieht, sich ändert... Immer und für alles war ich die Schuldige

    Letztendlich hat er sich getrennt , aber auch nur weil next schon im Hintergrund wartete. Diese neue Beziehung funktioniert allerdings viel besser, weil sie auch ein Riesen-Ego hat.

    Menschen sind oft sehr leidenfähig !Ich bin grundsätzlich dafür, dass Menschen an ihrer Beziehung arbeiten , aber Narzissten sin nicht empathisch, reflektiert und dazu nicht in der Lage

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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    Schließe mich MCharlotte an.

    Zwei Narzissten - läuft gar nicht.

    Aber natürlich hat es seine Gründe, warum frau sich so einen Mann sucht.

    Ich würd auch in einer Nacht- und Nebelaktion türmen.

    Am besten ist es natürlich, wenn er eine Next hat.

    Schützt aber auch nicht vor 20 Telefonanrufen in der Nacht...

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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    !Ich bin grundsätzlich dafür, dass Menschen an ihrer Beziehung arbeiten , aber Narzissten sin nicht empathisch, reflektiert und dazu nicht in der Lage
    Ich sage nicht, daß die TE sich nicht trennen soll wenn sie das richtig findet.
    Aber sie nimmt sich selbst und ihren Anteil am Geschehen mit.

    Was Du über Narzissten schreibst, ist nicht richtig.
    Narzissten sind in der Regel äußerst empathisch, denn nur das ermöglicht ihnen die umfassende Manipulation ihres Umfeldes.
    Sie sind auch reflektiert (meist viel intensiver als andere Menschen), denn sie beschäftigen sich intensivst mit sich selbst. Meistens stellen sie ihre Defizite dem Partner gegenüber dann auch entsprechend zur Schau und verlangen, daß das gegenüber damit zu leben hat (Ich bin halt so!).

    Coabhängigkeit ist in diesem Kontext der absolt falsche Begriff, was hat denn die narzisstische Auffälligkeit des Charakters bitte mit einer Sucht (stoffbezogen oder auch nicht) zu tun?
    Geändert von LizzyBorden (30.07.2012 um 12:01 Uhr)

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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    Liebe Lizzy,

    hab in meinem Umfeld schon 4 Narzissten gehabt...

    Bei empathisch sträubt sich bei mir etwas das Gefieder. Zumindest für mich gehört da Schritt zwei dazu... Nämlich auf den Anderen dann positiv einzugehen. Beim Narzissten geht es aber nur um Manipulation.

    Wie hat das jemand so nett ausgedrückt: Wenn die Mama mit einem Sack Geld untergeht und nur einer von beiden gerettet werden kann, rettet Herr Narzisst das Geld...

    Doch. doch, er hing an seiner Mutter sehr. Und es war trotzdem wahr.

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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    In einer stabilen Beziehung über 20 Jahre hinweg ist niemals nur einer das Monster.

    in dem punkt haben die bücher ausnahmsweise nicht recht.
    es gibt psychopathen, doie sich jedem gegenüber unmöglich benehmen.
    und nur weil jemand bei ihnen blieb, muss da nichts stabil gewesen sein..
    lg
    legrain

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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    ich würde es nicht "co-abhängig" bezeichnen, wie schon gesagt, etwas deplaziert.

    sehen wir es mal so, man muss seinem gegenüber immer "futter" geben, damit er gedeihen kann... wenn die fütterung ausbleibt, kann er auch nicht wachsen. ist nicht immer einfach, funktioniert aber...

    und ja, konto zur hälfte räumen und sich austragen lassen auf der bank. sonst überzieht er grenzenlos (soweit ,falls vorhanden, den dispo) und du bist mithaftbar ..

    wird schon werden

    lg
    lady
    Wer etwas will, findet Wege.
    Wer etwas nicht will, findet Gründe...

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    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    Zitat Zitat von legrain Beitrag anzeigen

    und nur weil jemand bei ihnen blieb, muss da nichts stabil gewesen sein..

    @ die TE



    ... und das Tragische ist, dass genau diese Personen *es ganz dicke bekommen* können ...

  10. Inaktiver User

    AW: Wie komme ich aus einer Beziehung mit einem Mann mit narzißtischen Zügen raus?

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Coabhängigkeit ist in diesem Kontext der absolt falsche Begriff, was hat denn die narzisstische Auffälligkeit des Charakters bitte mit einer Sucht (stoffbezogen oder auch nicht) zu tun?
    Hallo Lizzy.

    Es kann durchaus Zusammenhänge geben. Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem komplexen Thema destruktive Beziehungen (im Zusammenhang mit Persönlichkeitsstörungen) und habe die Erfahrungswerte von Betroffenen und auch meine eigene in einem Skript zusammengefasst, wenn ich darf, mag ich einen Absatz daraus zitieren, die Abkürzung "PSler" fungiert als Synonym für Betroffene mit einer Persönlichkeitsstörung:


    6.5. Komplementäre Anteile

    Im Privat- wie im Berufsleben geben uns solche PSler gerne eine Aufgabe an die Hand, und nicht selten entdecken wir durch diese meist sehr schmerzhafte Erfahrung Dinge, die in unserer eigenen Persönlichkeit begraben liegen. In vielen destruktiven Beziehungen entwickelt sich die so genannte Co-Abhängigkeit. Co-Abhängigkeit hat viele Gesichter, nicht selten liegen diesen Verhaltensweisen ebenfalls Persönlichkeitsstörungen zugrunde.
    Auch die Co-Abhängigkeit weist manipulative Züge auf (tertiärer Krankheitsgewinn zu Beginn/im Verlauf der Beziehung, d.h. der Betroffene zieht durch das „Gebrauchtwerden“ des PSlers in seiner Eigenschaft als „Privat-Therapeut“ einen Nutzen; er fühlt sich so als besonders kompetent, Heilender etc.).

    Ein paar Merkmale von Co-Abhängigkeit
    • ausgeprägtes Helfersyndrom
    • wenn man nur will, schafft man alles
    • Unfähigkeit, klare Grenzen zu ziehen
    • Probleme, sich und seine Bedürfnisse wichtig zu nehmen und dafür einzustehen
    • Die Bedürfnisse des Beziehungspartners haben Priorität
    • Unfähigkeit, eigene verletzte Gefühle als solche wahrzunehmen (schleichender Prozess in der Beziehung, die Grenze wird immer weiter nach „hinten“ verschoben)
    • Hang zur Suchtbeziehung – Stichworte: Romantik-, Beziehungs-, Sexsucht - als komplementäre Beziehungsebene (Buchtipp dazu im Anhang)

    Eine Co-Abhängigkeit verläuft (klassisch) in Phasen:

    Beschützerphase: Der PSler erfährt besondere Zuwendung und Mitgefühl des Beziehungspartners, in der Hoffnung, er würde sein problematisches Verhalten aus eigener Kraft überwinden.
    Kontrollphase: Die Beziehungspartner übernehmen Aufgaben und Probleme des PSlers und verdecken/ bagatellisieren das aggressive Verhalten gegenüber Dritten.
    Anklagephase: Der Beziehungspartner fängt an den PSler zu verachten; es stellen sich auch bei ihm aggressive Verhaltenszüge ein.

    Am Ende kann vollständige Hilflosigkeit der Co-Abhängigen stehen.

    Hier kann in einer Therapie gezielt gearbeitet werden, d.h. mit Hilfe eines Therapeuten kann sich der Betroffene auf die Suche nach den Hintergründen begeben, denn solchen Mustern liegen oft Glaubenssätze zugrunde, die in der Kindheit erlernt wurden. Diese können mit dem Betroffenen aufgespürt und neu formuliert werden. Es bietet sich an, diese Glaubenssätze schriftlich festzuhalten; der Betroffene sollte diese in seiner „Sprache“ ausdrücken.

    Neben der Co-Abhängigkeit und anderen komplementären Störungsbildern (z.B. Persönlichkeitsstörungen, Diagnose bitte nur durch Therapeuten vornehmen lassen, auch wenn das Internet mit seinen komplexen Informationen zur „Eigendiagnose“ verleitet!) kommen Betroffene im Rahmen einer Therapie vielleicht, eher sehr wahrscheinlich, mit der Thematik von Suchtbeziehungen in Berührung. Es ist immer noch mit großer Scham behaftet von eigener Sucht überhaupt zu sprechen, viel unwahrscheinlicher erscheint es aber, den Suchtbegriff auf Beziehungen anzuwenden.

    Auch wenn diese Suchtformen so gar nicht oder nur in Bereichen anderer Störungsbilder im ICD-10 auftauchen, es gibt sie! Häufig handelt es sich um Sex-, Romantik- oder/und Beziehungssucht (entsprechende Literaturhinweise im Anhang). Nach meinen Erfahrungswerten kann ich heute von einem direkten Zusammenhang bei Suchtbeziehungen und destruktiven Beziehungen sprechen, deren Beziehungsteilhaber vor allen Dingen darauf ausgerichtet sind – selbst bei symbiotischen Beziehungsstrukturen – Nähe vermeiden zu wollen. Dies gilt übrigens für die PSler und die Betroffenen im gleichen Maße.

    Leitsatz für Betroffene:
    Destruktive Beziehungen und Suchtbeziehungen sind niemals eine Quelle für Beziehungen, die sich durch Verbindlichkeit, Vertrauen und Nähe auszeichnet. Gerade die Phasen der anfänglichen Idealisierung einer destruktiven Beziehung weisen auf Phänomene von Pseudo-(Sucht)-Beziehungen hin, in der jegliche Nähe vermieden wird, auch wenn sie vermeintlich – und genauso oft derart betont – gesucht wird!


    Hinzufügen möchte ich noch, dass sich die erwähnten Literaturhinweise u.a. auf die Bücher von Anne Wilson Schaef "Die Flucht vor der Nähe. Warum die Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist" und "Wenn Frauen zu sehr lieben. Die heimliche Sucht gebraucht zu werden" von Robin Norwood beziehen. In beiden Büchern wird gerade diese Suchtproblematik sehr detailliert und anschaulich aufgearbeitet.

    Ich stimme Dir übrigens absolut zu, dass die komplementären Anteile, gerade in langwierigen Beziehungen (oder immer wiederkehrenden Beziehungen der Art) nicht weg zu diskutieren sind, sogar besonders ausgeprägt sind, was s.o. aber auch erklärt, warum sich die Betroffenen so schwer lösen können, noch schwerer, wenn Kinder und finanzielle Gründe ebenso eine Rolle spielen. Aber, es ist nie zu spät, diesen Weg zu wagen und so sehe ich das hier bei der TE, die nun die ersten Schritte geht.

    Als komplementäre Störungsbilder habe ich z.B. auch dependente Persönlichkeitsstrukturen kennen gelernt, die eine Ablösung per se erschweren, ebenso das in sehr langen Beziehungen ganz schwer zu erkennen ist, wo die Ursprünge letztlich wirklich liegen, da auch die Beziehungspartner hoch destruktive Verhaltenszüge entwickelt haben. In Paartherapien, wovon ich in solchen Fällen dringend abrate, kann dann oder auch in "jüngeren" Beziehungen schnell der Beziehungspartner als das eigentliche "Problem" identifiziert werden, was wiederum an der unglaublichen Selbstdarstellung z.B. eines Narzissten liegt. In Sachen Empathie würde ich dann auch eher von einer vermeintlichen Empathie sprechen, die tatsächlich im Außen so wahrgenommen wird, sich aber später als ein weiteres manipulatives Werkzeug entpuppt. Wahrhafte Empathie ist anders.

    Viele Grüße,

    narrare.
    Geändert von Inaktiver User (30.07.2012 um 13:58 Uhr)

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