Hallo liebe Community,
vorweg möchte ich kurz ein paar Worte zu mir sagen, ich bin Anfang 30 und seit über 10 Jahren mit meinem Partner zusammen. Wir sind nicht verheiratet und haben keine Kinder. Also bis auf die ein oder andere finanzielle Verpflichtung ist jeder unabhängig.
Mir haben die vielen Beiträge hier, obwohl ich nur passiv mitgelesen habe, wirklich geholfen und ich möchte mir meine Geschichte einfach mal von der Seele schreiben, in der Hoffnung eventuell den einen oder anderen Tip abzugreifen .
Vor einigen Wochen hat sich mein Partner, nennen wir Ihn Hans, in eine Arbeitskollegin
verliebt, nennen wir sie Lisa. Unglücklicherweise war das kurz bevor wir umziehen wollten (600Km) entfernt. Der Umzug fand dann auch statt aber schon während dessen beschlich mich das Gefühl, hier stimmt was nicht. Die, ja im nachhinein ist man immer schlauer, typischen Anzeichen. Plötzlich war sein Handy nur noch leise und wurde bewacht wie sein größter Schatz, er war dauergenervt und redete kaum noch mit mir, bzw. beachtete mich so gut wie gar nicht mehr. Dieses Verhalten war eigentlich für ihn völlig A- typisch, er ist sonst sehr liebevoll, aufmerksam und ein toller Partner.
Kurz nach dem Umzug wurde Hans dann gefühlsmäßig so richtig eiskalt, abweisend und desinteressiert. Sodass ich das Gespräch mit ihm suchte und ihn direkt ansprach, Hans was ist denn los? Damit trat ich quasi die Lawine los. Er sagte mir, dass er sich seiner Gefühle nicht mehr sicher ist, den Umzug bereut und nicht weiß ob wir noch eine Zukunft haben. RUMSS...das hat gesessen!! Unter mir tat sich die Erde auf.
Entgegen meiner Persönlichkeit, habe ich verdammt ruhig und besonnen reagiert. Befand mich sozusagen im Schockzustand. In vielen weiteren Gesprächen, gestand er mir, dass er sich in eine Kollegin verguckt hat, die ja jetzt leider 600km weit weg ist. Der Kontakt von Hans und Lisa beschränkte sich, bis auf zwei, drei Treffen vor dem Umzug, auf Emails, sms und Telefonieren.
Angeblich hatten sie keinen Sex aber haben sich mehr als eindeutige Videos und Bilder
per email geschickt.
Aus meiner ersten Verzweiflung heraus, habe ich ihm den Raum und die Zeit gegeben, herauszufinden was da mit Lisa vor sich geht. Hans war natürlich extrem erleichtert und fasste den Entschluss Lisa zu besuchen. Was aufgrund der Entfernung und des neuen Jobs nicht ganz so einfach war. Während Hans dem Wiedersehen mit Lisa entgegenfieberte, sortierte ich mich neu und versuchte mich gedanklich von Hans zu lösen. Dies fiel mir unendlich schwer aber das war meine Art mit Situation umzugehen.
Als ich dann sehr, sehr fix (innerhalb von Tagen) die Möglichkeit einer eigenen Wohnung hatte, wurde Hans plötzlich panisch und begann, so schien es zumindest, nachzudenken.
Urplötzlich hatten wir wieder wirklich lange, offene Gespräche, tollen Sex und alles war wie zu unseren besten Zeiten. Nichtsdestotrotz schwebte noch immer Lisa über uns. Und ich drängte ihn endlich nach...zu fahren um die Sache mit Lisa zu klären. Ich wollte eine Entscheidung. Ein paar Tage später kam Hans plötzlich auf mich zu und meinte, er müsse nicht mehr zu Lisa fahren, er wisse was er an mir habe und die Sache mit Lisa wäre erledigt. Einfach so...aha.
Ja und da steh ich jetzt- unsicher wie ne zwölfjährige, diese flammende Liebe zwischen Hans und Lisa soll plötzlich und auf einmal vorbei sein? Hans beteuert er habe sich bereits von Lisa verabschiedet und die beiden haben keinen Kontakt mehr...
Ich weiß, der Text ist sehr lang aber auch das ist nur die Kurzfassung. Danke für’s lesen.
CarryH.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 31
Thema: Das ungute Gefühl danach...
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16.07.2012, 21:35
Das ungute Gefühl danach...
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16.07.2012, 22:01Inaktiver User
AW: Das ungute Gefühl danach...
Hi CarryH.
So ganz spontan würde ich mal sagen: glaub ihm einfach, dass er mit der Lisa abgeschlossen hat.
Außerdem liegen ja 600 km zwischen ihm und ihr...
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16.07.2012, 22:06Inaktiver User
AW: Das ungute Gefühl danach...
du hast ihm zeit und raum gegeben sich zu sortieren. hat er getan.
was ist jetzt das problem?
dass du ihm nicht glaubst?
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16.07.2012, 22:27
AW: Das ungute Gefühl danach...
Danke für Eure Antworten. Ja des sagt sich so leicht.
Mir will einfach nicht in den Kopf, das des so plötzlich vorbei ist.
Aber ihr habt recht. Ist eine reine Kopfsache, ich muss mich mal wieder entspannen
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16.07.2012, 22:50Inaktiver User
AW: Das ungute Gefühl danach...
Er hat dir gesagt, dass da was mit Lisa ist. Das hast du ihm direkt geglaubt.
Warum glaubst du ihm jetzt nicht, wenn er dir sagt, dass da mit Lisa gar nichts mehr ist ????
(Verstehst du mich ?
)
Vielleicht war das auch nur noch so eine Hürde, um sich auf das neue Leben, 600 km weiter weg, weg von allem Gewohnten, einzulassen.
Ich glaube das schon nach deiner Schilderung, dass er sich jetzt auf das neue Leben (mit dir) einlässt.
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16.07.2012, 23:11Inaktiver User
AW: Das ungute Gefühl danach...
Die erste Reaktion ihm Raum und Zeit zu geben, setzte ihn nicht unter Druck und war mehr als richtig, um einiges in ihm zu ordnen.
Die Möglichkeit, die Du ihm liessest. Lisa zu besuchen, nahm ihm ebenfalls den Druck. Gut war das.
Gleichzeitig gingst Du selbst auf eine gute Art und Weise mit Dir und der Situation um. Keine Schuldzuweisungen, sondern klare Gedanken und Handeln. Hinzu kam dann die Option einer baldigen Wohnung ohne ihn. Das öffnet die Augen, zeigt eine klare Linie, bringt Orientierung für ihn. Sein Prozeß der inneren Auseinandersetzung und in seinem Herz kam in Gang und er kam zu einer Entscheidung, ohne dass Du ihn gezwungen hast. Glück für ihn und für Dich. Nimm es an. Nutzt es, stellt Eure Beziehung auf feste Beine und beginnt einen offenen Dialog über Eure Gefühle im Alltag zu führen.
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17.07.2012, 07:08
AW: Das ungute Gefühl danach...
Hallo Carry,
es ist schön zu hören, dass solche Themen auch mal "in Ruhe" geklärt werden können. Auch wenn das oben ja nur ein kurzer Abriss ist ...
Nachdem dein Bauchgefühl und dein Instinkt doch sehr gut reagiert haben, als es zwischen euch schlechter lief, was sagen sie dir denn nun?
Du klingst für mich so, als ob von der Seite alles okay wäre?
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17.07.2012, 07:47
AW: Das ungute Gefühl danach...
Ich glaube eher, dass deine Ankündigung, eine Wohnung zu nehmen und damit signalisiert hast, dass du eine Klärung wünschst und keine Herumeierei duldest, ihm klar gemacht hat, was er zu verlieren hat.
Da ist er auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen.
Achte auf dich. Und eigentlich kannst du doch deinen Beobachtungen trauen. Deshalb: Lass alles auf dich zukommen.
Wenn er wieder merkwürdig wird, weißt du Bescheid. Wenn nicht, ist doch noch besser.
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17.07.2012, 09:27
AW: Das ungute Gefühl danach...
Ich könnte mir vorstellen, dass die Sache mit Lisa ein Strohfeuer war. 10 Jahre Beziehung in eurem Alter sind sehr lang u. er hat sich vermutlich einfach mal verguckt.
Und als ihm durch dein klar strukturiertes Verhalten klar wurde, was er zu verlieren hat, da hat er sicher ganz schnell erkannt, dass ein bisschen fremde Haut es nicht wert ist, dich zu verlieren.
Alle Achtung übrigens, dass du so besonnen vorgegangen bist! Er hat gesehen, wie groß deine Selbstachtung ist u. auch das wird ihm imponiert haben.
Und wie hier schon geschrieben, du hast gemerkt, wie er sich zum Negativen verändert hatte, also wirst du auch künftig spüren, wenn was im Busch ist.
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17.07.2012, 09:29
AW: Das ungute Gefühl danach...
tut er sich allgemein schwer mit veränderungen? Ein Umzug aus dem gewohnten Umfeld kann bei einigen richtig Panik verursachen. Sein erster größerer Umzug?
Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
Karl Valentin



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