...und sei zu ihm freundlich, aber konsequent.
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Thema: Das ungute Gefühl danach...
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06.08.2012, 09:24
AW: Das ungute Gefühl danach...
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06.08.2012, 09:29
AW: Das ungute Gefühl danach...
...und sei zu ihm freundlich, aber konsequent.
Du kannst es auch versuchen, so wie Carry hier.
Sie hat gesagt, "ich will dich, aber nicht um jeden Preis. Und wenn du meinst, geh hin zu ihr und komm nur wieder, wenn du uns wirklich willst."
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06.08.2012, 17:03
AW: Das ungute Gefühl danach...
Hallo ihr Lieben,
Ich sollte wirklich in meinem eigenem Strang weiterschreiben.
Nur möchte ich kurz noch was ergänzen.
Ob, wieviel und welchen Kontakt die beiden haben, versuche ich gerade total auszublenden. Meine Therapeutin sagte mal, so lange er Kontakt zu ihr hat, kann er sich aktiver entscheiden.
Es geht in seinen Überlegungen auch nicht um ein Leben mit ihr. Das hat er auch seinem Freund gesagt. Nein, er versucht für sich rauszufinden, ob er überhaupt Familie leben will und kann. Oder ob er lieber allein sein möchte.
Da komme ich dann wieder ins Spiel. Wenn er seine Gefühle für mich nicht wieder auf ein gewisses Level bringen kann, bliebe ihm nur eine Vernuftehe. Aber das ist auch nicht erstrebenswert. Auch für mich nicht. Diese (nicht mal besonders attraktive oder schöne) Arbeitskollegin hat ihm nur die Augen geöffnet.
Wenn er eine Liste machen würde, was würde dort stehen?
* 2 gesunde, ihm ähnlich sehende, süße, blonde, intelligente kleine Mädchen
* ein schönes Zuhause
* ein sicherer, gut bezahlter Job
* eine Ehefrau, die ihn liebt und sich wieder die Nicole von früher verwandelt (Kilos weg, mehr Lachen und Unternehmungslust
und auf der anderen Seite:
* ein Leben ohne die Zwänge wie Familie und Verantwortung
* noch mehr Freizeit und niemandem mehr sagen, wo man hingeht und was man mit seinem Geld macht
* allerdings auch keinen mehr, der einen umsorgt und versorgt
Wahrscheinlich hab ich was vergessen, aber die wichtigen Dinge stehen auf der Liste.
Ich konkuriere also weniger mit einer anderen Frau, als mit einem anderen Leben.
Wie soll sowas gehen?
Für mich war Familienleben immer erstrebenswert. So sehr, dass ich nicht gemerkt habe, dass er das nicht will.
Ich brauche einen Partner, der mich und das gemeinsame Leben so nimmt und aktiv mitgestaltet wie es sein soll.
Er sagt, er wäre zu anständig um mich und die Mädels im Stich zu lassen. Das ist erstmal gut. Aber leider keine Basis für ein gemeinsames Leben.
Ich bin 36 Jahre und habe noch berufliche Träume, die ich jetzt verwirklichen werde. Außerdem bin ich aus meiner Hausmuttchenrolle durch Gewichtsverlust und wiedererwecktem Selbstwertgefühl rausgewachsen.
Ich habe jetzt seit Ende Mai geweint und gelitten, gehofft und gebangt, kontrolliert und nachgeforscht. Und nach langer Überlegung reicht es mir einfach.
Ich kann meine Gefühle für ihn nicht solange auf Eis legen, bis er weis, was er will. ICH will nämlich wieder glücklich sein! Deshalb der Schlussstrich. Den er irgendwie nicht richtig für voll nimmt. Da ich aber nicht sofort hier weg kann, werde ich es ihm auf einem anderen Weg deutlich, freundlich, aber bestimmt zeigen.
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Aber er ist aus unserer Ehe ausgebrochen (auch wenn sie nicht perfekt war) - dann sollte auch er ein größeres Stück Weg gehen als ich! Nicht ich muss irgendwas wieder gut machen, sondern er. Ich bin zu allem bereit. Nur nicht ewig zu warten und zu leiden.
Sonnige Grüße aus Tunesien
(Bitte verzeiht Fehler und Form, habe es auf meinem Handy geschrieben)
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06.08.2012, 18:06
AW: Das ungute Gefühl danach...
Ich denke, du liegst ganz richtig.
Es sind zwei Lebensntwürfe, die in ihm konkurrieren.
Oder: der ist zwiegespalten und kann sich nicht entscheiden.
Ich versteh, dass du Konkretes wissen willst. Ich würde ihm die Annehmlichkeiten, die du gewährst entziehen. Dann merkt er eher, was er verliert.
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06.08.2012, 19:22
AW: Das ungute Gefühl danach...
Lieber Franco, genau das ist es auch was mich tief drinnen verunsichert. Dass diese Phase widerkommen wird ist mir leider auch bewusst. Ich habe mir viele Gedanke dazu gemacht und weiß, dass ich diese Situation so nicht noch mal händeln würde. Bei dem nächsten Mal nehm ich beide Beine in die Hand und laufe so schnell ich kann.
Im Moment kann ich mich nicht beschweren und es läuft wirklich prima aber auch diese Phase wir vorübergehen.
Viele Grüße, CarryH
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06.08.2012, 19:35
AW: Das ungute Gefühl danach...
Liebe Dharma, danke für deinen Post und die netten Worte.
Es ist doch komisch wie einem der ureigene Instinkt manchmal unter die Arme greift. Man muss nur darauf hören und es zulassen. Wie gesagt meine eigentliche Art ist eher so, dass ich ausflippe und sehr, sehr böse werden kann
Obwohl unsere Situationen mit vielen hier aus dem Forum auch nicht vergleichbar ist. Wir sind nicht verheiratet und haben keine Kinder. Dann ist es leichter konsequent zu sein, man weiß es hängt keiner weiter dran.
Ich habe zwischendrin aber auch mal ordentlich gewackelt und an meiner eigenen Courage gezweifelt. Aber irgendwie habe ich, obwohl Hans so extrem kalt war, immer gespürt das des mit uns noch nicht endgültig vorbei ist. Dies war auch der einzige Grund warum ich nicht sofort ausgezogen bin. Man spürt ob es noch Wege gibt oder nicht.
Liebe Grüße, CarryH
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07.08.2012, 09:28
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07.08.2012, 10:40
AW: Das ungute Gefühl danach...
liebe carry,
ich bewundere dich dafür, wie souverän du diese situation gemeistert hast. taten bewirken 1000x mehr als worte, szenen und drohungen. und genau das hat dir in deinem fall geholfen. mach dir keine sorgen um die zukunft und um das, was irgendwann einmal sein könnte. du hast eine krise bewältigt und wirst es wieder können. weil du mitten in einem sturm trotzdem fest stehst und du selber bleibst.
alles gute,
universe
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07.08.2012, 10:44
AW: Das ungute Gefühl danach...
würde ich dir auch raten. du bist du und musst dich nicht vergleichen oder mit irgendetwas oder -jemandem konkurrieren.
ansonsten finde ich danis tipp sehr gut, die "annehmlichkeiten" zu entziehen. er soll sich entscheiden und dann wieder kommen (oder nicht). und wenn er sich für euch entscheidet, dann ganz.
alles gute,
unverse
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07.08.2012, 13:29
AW: Das ungute Gefühl danach...
Oh jeh, Carry, das wollte ich so nicht zum Ausdruck bringen! Es ist keineswegs so, dass es zwangsläufig so sein wird. Es ist lediglich eine Option, die man (bzw. frau) nicht so ganz vergessen sollte. Genauso gut kann es sein, dass sein Versuch, auszubrechen, ihm die Augen geöffnet hat zu den Konsequenzen, die damit verbunden sein würden. Und dass er künftig für alle Zeiten die Finger davon lassen wird.
Dass es so kommt, wünsche ich Euch.
Es ist schon eine perfide Situation:
Derjenige, der die Beziehung in eine Krise stürzt, in dem er eine Lisa ins Spiel bringt, mischt gleichzeitig die Karten in der Beziehung neu. Er signalisiert der Partnerin damit ja auch: 'Hey, schau mal, wie toll und begehrenswert ich bin, ich könnte andere haben wie Sand am Meer. Sei froh, dass ich mit Dir zusammenbleibe!'
Und die Partnerin ist nun in der Defensive. Oft meint sie, jetzt besonders toll, besonders geistreich, besonders sexy sein zu müssen - immer die andere, die 10 Jahre jüngere Konkurrenz vor dem (geistigen) Auge.
Das heißt reagieren statt zu agieren.
Und das kann, denke ich, auf Dauer nicht funktionieren.
In diese Situation, Carry, solltest Du Dich nicht bringen lassen.
Eine junge Frau wie Du, intelligent und selbstbewusst, kann sich durchaus auf die eigenen Stärken besinnen und dem Partner zurücksignalisieren: 'Hey, Alter, eigentlich reichen mir 10 Jahre mit dir auch, ich könnte mir auch locker mal was Neues vorstellen - streng dich an, wenn du mich weiter haben willst!'
;-)
Licht ist erst am ENDE des Tunnels!


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