Hallo Zusammen,
danke für die Antworten und guten Einschätzungen.
Es ist ganz komisch, normalerweise reagiere ich sehr impulsiv und wenig besonnen aber hier
hat mir der erste Instinkt doch was anderes gesagt. Gut wenn man sich wenigestens auf den verlassen kann.
Hans sagte mir im Nachhinein, dass er mich eingentlich viel hysterischer eingeschätzt hätte und tatsächlich sehr überrascht über meine Reaktion war.
Im Prinzip läuft es es jetzt seit gut zwei Wochen echt gut. Wir nehmen die Situation in Gesprächen auseinander und wollen an unserer Beziehung arbeiten. So bizarr es klingt aber irgendwie war Lisa ja auch der Auslöser für eine Wendung in unserer Beziehung. Ein Augenöffner sozusagen.
Der Ansatz, dass Hans mit dem Umzug klarkommen musste, war auch nicht schlecht. Veränderungen mag er eigentlich garnicht und vielleicht war ihm alles zuviel. Hans ist eher bequem und geht gerne, wie viele Menschen, den Weg des geringsten Widerstandes.
Auch dass wir schon sehr lange zusammen sind und sich hier Gewohnheiten und der böse Alltag eingeschlichen haben stimmt. Hans sagte mir später auch, dass es ihm einfach gefallen hat, dass sich jemand um ihn bemüht hat, ihm zugehört hat und noch dazu ist Lisa locker 10 Jahre jünger als Hans. O-Ton Hans
" Das möchte ich jetzt erstmal auskosten".
Ich merke auch, dass wir durch die Gespräche wieder näher zusammenrücken und obwohl diese Offenheit teilweise echt weh tut, tut sie auch verdammt gut.
Im Moment bin ich froh, dass es so ausgegangen ist und hoffe, dass es wirklich nur ein Strohfeuer war.
Ich werde Augen und Ohren offen halten und auf meine Antennen vertrauen.
Liebe Grüße, CarryH
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Thema: Das ungute Gefühl danach...
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17.07.2012, 16:04
AW: Das ungute Gefühl danach...
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17.07.2012, 16:15
AW: Das ungute Gefühl danach...
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17.07.2012, 21:42
AW: Das ungute Gefühl danach...
Hallo CarryH,
Herzlichen Glückwunsch. Ich finde es es super, wie du die Situation gemeistert hast. Das war genau das Richtige.
Ich wünsche dir und deinem Lebensgefährten, alles Gute und viel Kraft für die Zukunft. Pflegt das Pflänzchen "Beziehung" mit allem was ihr geben könnt, ohne euch zu verlieren
Schade, dass ich es nicht hingekriegt habe.
Liebe Grüße. Nicole
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18.07.2012, 19:02
AW: Das ungute Gefühl danach...
Liebe Nicole,
danke für Deine netten Worte.So richtig geschafft haben wir im Prinzip auch noch nichts. Wir stehen am Anfang
und versuchen an uns und an der Beziehung zu arbeiten. Wie das wirklich ausgeht weiß niemand. Vielleicht ist das auch gut so
Magst mal erzählen wo Du gerade stehst, wie Deine Situation ist ?
Viele Grüße CarryH
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29.07.2012, 22:53
AW: Das ungute Gefühl danach...
Guten Abend CarryH,
mir kann nur noch ein Wunder helfen.
Leider hat sich meine Situation durch mein Verhalten (Entscheidung erzwingen, Kontrolle, Überwachung, mangelndes Vertrauen) verschlechtert und es ist kaum noch auszuhalten.
Vor ein paar Tagen ist es eskaliert. Ich habe beide erwischt. Es war nur ein Treffen um sich über die Partner und deren Verhalten auszutauschen. Leider habe ich mich vom Kontrollwahn des Ehemanns anstecken lassen und er hat meine Infos ausgeschmückt und verdreht. Jetzt stehe ich als Trottel da.
Das alles hat mich zu meinem Entschluss gebracht, dass ich eine Entscheidung treffen muss. Dabei habe ich wirklich damit begonnen mich zurück zu ziehen. Mich auf meine Gefühle zu besinnen. Bin weggefahren mit den Kindern übers Wochenende um mal abzuschalten und glücklich zu sein.
Heute hatten wir ein Gespräch, was mich besser verstehen lässt, was hier los ist. Sie ist nicht mehr wichtig. Es geht hier nur um ein Leben mit mir oder lieber alleine. Mein Mann hat angeblich schon einige Jahre Entscheidungen getroffen, die nur für mich und die Kinder gedacht waren. Nicht für sein Leben. Ich habe es nicht wahrhaben wollen oder konnte es nicht sehen, wie weit er schon weg ist, bzw. wahr. Ich habe tatsächlich geglaubt, wenn die äußeren Umstände sich wieder verbessern, wird auch im Inneren alles wieder gut. Seine Andeutungen habe ich nicht aufgenommen. Keine Ahnung warum?!
Jetzt sitzt er hier und quält sich. Er will für uns sorgen, es soll alles so bleiben wie es ist, es soll uns gut gehen. Aber das reicht mir nicht mehr. Ich will einen richtigen Partner an meiner Seite. Ich bin aufgewacht und habe mich in den letzten Wochen nicht nur körperlich stark verändert. Meine Gefühle sind wieder da und ich weis jetzt, dass ich so ein Leben nicht weiterleben kann.
Das Problem ist nur, dass ich ihn so sehr liebe, dass es schon weh tut. Deshalb fiel mir meine Entscheidung diese Angelegenheit zu beenden so schwer. Aber ich habe ihm gesagt, dass wir gehen werden. Aus seinem Leben verschwinden. Leider erst in einem Jahr. Wegen der Schule der Kleinen. Aber es ist ja noch so viel zu regeln.
Den Kindern zuliebe kommt er mit in den Urlaub. Danach werden wir hier aufräumen.
Mein Herz wünscht sich einen Neuanfang, aber mein Verstand sagt: Das wird nix!
Ich bin zu jung um mit einem Mann zusammen zu leben, der mich nicht liebt. Wie schwer es auch ist. Ich habe Angst vor der Zukunft und vor dem Alleinsein. Aber ihn zu sehen und zu wissen, das da nichts mehr ist, ist noch schrecklicher. Wie gesagt, nur ein Wunder kann mir noch helfen.
Nicole
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30.07.2012, 10:41
AW: Das ungute Gefühl danach...
Hallo Nicole,
im "Um den Partner kämpfen"-Forum hat ein Mann seinen Fall beschrieben: "Frau hat mich betrogen, aber Affäre bleibt weiterhin in ihrem Leben". Der Hintergrund ist ein komplett anderer als bei dir, aber er schildert trefflich die Zerrissenheit, in der sich die Partnerin befindet. Ich habe da auch schon einiges geschrieben, was ich eins zu eins auf deinen Fall anwenden würde.
Ich habe deinen Tread mitgelesen und mich gewundert, dass das alles so schnell und so klar geregelt wurde. Sorry, eine eigene Erfahrung spricht da eine andere Sprache. Wenn so eine Lawine erstmal losgetreten ist, kann keiner der Beteiligten einfach nach einer Kopf-Entscheidung einfach weitermachen. Mir ging das zu schnell.
Ich habe jetzt keine Hintergründe, was genau passiert ist, aber egal, wie es genau war, bitte zieh dir jetzt nicht den Schuh an, du hättest allein irgendwas zum Absturz gebracht. Du wolltest Größe beweisen, das ehrt dich. Aber deine Seele muss das alles erst verarbeiten, da gibt es kein Patentrezept, wie man das würdig abwickelt. Die Andere hat euch gezeigt, dass eure Ehe an einem Scheideweg steht. Dass es eigentlich jetzt darum geht, zu erkennen, wo beide Parteien ihre Anteile hatten und wie es soweit kommen konnte.
Gibt es aus deiner Sicht keine Chance zur Annäherung mehr? Ich habe das Gefühl, aus deinen letzten Zeilen spricht viel Verbitterung und Wut. Überlege, ob deine Entscheidung nicht zu sehr aus dem Bauch heraus getroffen ist. Bist du jemand, der Sicherheit braucht, und willst sie mit dieser Entscheidung jetzt in irgend eine Bahn lenken?
Nimm dir Zeit, lass das alles wirken und sich setzen, überstürze nichts. Vielleicht magst du über die letzten Entwicklungen noch ein bisschen mehr erzählen, damit uns klarer wird, was genau vorgefallen ist.
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04.08.2012, 16:44
AW: Das ungute Gefühl danach...
Für einen Mann, der, seit er erwachsen ist, immer mit der gleichen Frau zusammen ist, könnten die 10 Jahre jüngeren, anderen, *frischeren* Frauen, die man(n) "erst mal auskosten" möchte, auch weiterhin von Interesse sein.
Zitat von CarryH
Da ist vielleicht das Gefühl da, etwas nachholen zu müssen, bevor der Zug endgültig abgefahren ist.
Das könnte mit den Jahren eher stärker werden als schwächer. Das Neustart-Gefühl, das Lisa ausgelöst hat, wird nicht ewig anhalten.
Aber "könnte" heißt nicht, das es wirklich so sein muss. Ich will hier keineswegs die Büchse der Pandora aufmachen ... ;-)
Licht ist erst am ENDE des Tunnels!
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06.08.2012, 08:42
AW: Das ungute Gefühl danach...
Liebe marga3,
Ich bin wirklich froh, dass ich vor einigen Wochen mich hier angemeldet und meine Geschichte geschrieben habe. Es kommen viele interessante und neue Ansichten von euch, die mich irgendwann doch mal zum Nachdenken gebracht haben.
Ich habe auch die angesprochene Geschichte mitgelesen. Die Beiden tun mir leid, aber es ist bewundernswert, wie er um sich und um sie kämpft.
Ich habe es mit meiner Kopf-durch-die-Wand-Methode probiert. Im normalen Leben hilft mir diese zielstrebige und klare Linie oft weiter. Nur in Liebesangelegenheiten scheitert man damit.
Ich hab versucht viel von mir und meiner Beziehung zu erzählen und zu erklären. Sie tickte immer ein wenig anders als der Durchschnitt. Aber mein Mann ist auch ein besonderes Exemplar. Seine Vorstellungen vom Leben sind anders als meine. Das musste ich jetzt schmerzlich erkennen. Warum er so lange bei mir geblieben ist, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Er wollte nie Kinder und hat es doch zugelassen (ich war bereit das zweite nicht zu bekommen). Er will sich nicht an ein Haus binden und hat es doch schon zum zweiten Mal getan. Er will keine Verantwortung tragen und hat aber mir den Antrag gemacht.
Ich war so blind in den letzten Jahren, dass ich wirklich geglaubt habe, dass bei uns die Basis stimmt und der Rest wieder wird, wenn wir endlich mal zur Ruhe kommen. (Wir hatten Arbeitswechsel und Umzüge durch 3 Bundesländer)
Und dann passiert das mit der neuen Arbeitskollegin. Sie ist älter, hat 2 Kinder und einen Mann, den sie verlassen will. Aus den vielen Mails der beiden weis ich, dass die Initiative von ihr ausgegangen ist. Aber in eine gesunde Beziehung hätte sie nie eindringen können.
Als alles aufgeflogen ist, habe ich schmerzlich erfahren, dass mein Mann schon seit Jahren mich nicht mehr so liebt, wie es sein soll.
Er macht Schluss mit ihr und sagt zu mir: "Ich werde alles dafür tun, dass es mit uns wieder wird! Das hier ist zu wertvoll!"
Jetzt kommen Wochen des Leidens. Bei ihm und bei mir. Und es bessert sich nichts - im Gegenteil es wird immer schlimmer. Er zieht sich in sein Schneckenhaus zurück und ich verrenne mich im Überwachungs- und Kontrollwahn des Ehemanns. Das kommt natürlich raus und verschlimmert alles noch mehr.
Ja, aus meinen Zeilen spricht Verbitterung und Wut! Ich habe kein Wort der Entschuldigung gehört. Keine Versuche auf mich zuzugehen. Nur großes Elend und Leid! Ich halte das nicht mehr aus. Wenn er keine Zukunft mit mir will, soll er es sagen. Und nicht rummachen. Er schläft in seinem Zimmer wie vorher und bis zu meiner Ansprache hat er mich noch geküsst früh und abens. Aber was ist das? So kann ich das nicht. Er muss sich langsam mal klar werden, wohin das führt.
Ich will endlich wieder glücklich sein, Pläne für die Zukunft schmieden und zur Ruhe kommen.
Es war auch ein Fehler ihn mit in den Urlaub zu nehmen. Er ist zwar freundlich, aber man spürt richtig, was ihm alles nicht passt.
Ich liege nun in einem tunesischen Hotel auf dem Bett und schreibe und weine. Dank kostenlosem WLan sind wir mit der Außenwelt verbunden. Leider habe ich ständig das Gefühl, dass er mit ihr Kontakt hält. Er dreht sein Telefon immer weg, wenn ich in der Nähe bin. Wie soll ich da entspannt warten, ob hier was besser wird? Wie sich das anhört?! Kein Mensch hat verdient, wochenlang nicht zu wissen, ob seine große Liebe noch eine Zukunft hat!
Deshalb meine harten Worte und schnellen Entscheidungen. Ich will Gewissheit haben um wieder zur Ruhe kommen zu können. So oder so.
Solange er bei uns ist, frisst mich die Hoffnung auf. Und das tut so verdamnt weh!
Wie ich schon einmal geschrieben habe -mir hilft nur noch ein Wunder.
Ich werde jetzt einen neuen Tag bei über 40 Grad verbringen und versuchen ihm aus dem Weg zu gehen.
Liebe Grüße aus Tunesien
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06.08.2012, 08:54Inaktiver User
AW: Das ungute Gefühl danach...
Bravo!!
War ja genau richtig wie du reagiert hast.
Es ist ja so: hättest du hysterisch reagiert ihn vielleicht vor die Wahlt gestellt bla bla hättest du ihn ja direkt in ihre Arme getrieben.
Das DU aber besonnen warst und sogar gleich ausziehen wolltest (wirklich super gemacht) hat ihm gezeigt, dass er eben nicht "mal eben kosten" kann, sondern dass dieser Ausflug in richtig was gekostet hätte: nämlich dich!!!
DU weißt was du Wert bist und er weiß/wußte/ahnte das es dich eben nur exclusiv gibt. Keine Spielchen, keine Versuche - seine Wahl!!
Tja und für so ein Mäuschen seine Beziehung zu riskieren war ihm wohl zu viel. Guter Mann!!
Im Endeffekt sind wir doch selbst für unser Leben verantwortlich - Liebe ist immer freiwillig. Wer nicht will muß nicht. Und genau das hast du deinem Freund gezeigt.
Sei ruhig stolz auf deine Reaktion - und vielleicht ist es auch mal wieder Zeit eurer Beziehung frischen Wind zu geben!!
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06.08.2012, 09:22
AW: Das ungute Gefühl danach...
Mensch, Nicole. Warum schreibst du denn nicht in deinem Thread weiter?
Ich finde dich gar nicht unbesonnen. Allerdings habe ich dir gleich gesagt, dass ich nicht glaube, dass er sich wirklich getrennte hat von der anderen.
Und so lange die noch herumspukt bei euch a la "Austausch", welchen auch immer, hast du es schwer.
Ich würde mir richtig, richtig Zeit lassen.
In dieser Zeit würde ich offen bleiben in beide Richtungen. Vor allem aber solltest du in Bezug auf Finanzen den Überblick behalten und Unterlagen kopieren. Du glaubst gar nicht wozu Menschen, die jemand anderen im Kopf haben als Ehefrau und Kinder, fähig sind.
Und zum anderen. Sitze die Olle doch einfach aus. Hab einfach den langeren Atem. Lass es ihn wie eine Krankheit ausschwitzen. Manchmal geht das.
Du hast auch was zu bieten und kümmre dich in der nächsten Zeit um dein Aussehen und dass du innerlich zur Ruhe kommst. Die Emergie, die du sonst ins Haus gesteckt hast, steck die in dich und deine Kinder.



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