Du bist msstrauisch, weil die gute Freundin nicht der gute Freund ist.
Hä? Sie ist eine Freundin, eine sehr gute Freundin. Ich finde diese Aussage von Dir bemerkenswert. Eine eher abstruse Denke...
Was läuft denn unnormal?
Merkst Du denn nicht, was für einen riesigen Anspruch an Kontrolle Du da hast? ER soll sich gefälligst so verhalten, wie es DIR genehm ist. Das er proaktiv Dir zum für ihn richtigen Zeitpunkt von dieser Freundin erzählt und vorschlägt, dass Du sie kennenlernst - das zählt gar nicht?
Niemand möchte einen Partner, dem er alles sagen MUSS. Das hat nämlich dann nichts mit Vertrauen zu tun. Mir scheint, Du bist in erster Linie eifersüchtig darauf, dass es andere Menschen in seinem Leben gibt, noch dazu weiblich, die ihm sehr wichtig sind. Das eure Beziehung sich noch entwickelt und das Vertrauen wachsen muss, auch von seiner Seite, das siehst Du nicht.
Mich macht das traurig, wie Du durch Dein Misstrauen schon fast hämisch wirst und dein Herz hart wird. Gut, vll passt ihr dann eben nicht zusammen, unterschiedliche Ansprüche an Freiräume, unterschiedliche Definitionen von Vertauen. Aber ER ist hier definitiv NICHT das A-- loch, sondern möglicherweise einfach nur ein sehr autarker Mensch, der vorsichtig ist, wie schnell er sich wie tief einläßt.
Was sagt denn Dein Herz? Wie sehr berührt Dich dieser Mann? Wie sehr bist Du bereit, auch mal von deinen in Stein gemeiselten Maßstäben, was er zu erzählen hat, abzuweichen?
Syri
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Ergebnis 21 bis 30 von 134
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14.07.2012, 13:10
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
ECSTACY
Find ectasy within yourself.
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It is in your innermost flowering.
The one you are looking for is you!
"Heute: Das ist Dein Leben."Kurt Tucholsky
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14.07.2012, 13:52
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
Meiner Meinung nach gehst du von völlig verkehrten und auch sehr überzogenen Dingern aus:
Du erwartest komplette Berichterstattung deines Freundes und findest, dass er dir all seine Kontakte erzählen MUSS, weil das einfach so IST.
Treffen mit einer guten alten Freundin sind automatisch HEIMLICH und nicht ein normaler Teil seines alten Lebens.
Alle Frauen sind scharf auf ihn, besonders seine alte Freundin, weil das einfach so IST.
heisst übersetzt: er darf so leben wie er will, aber nur unter deiner Kontrolle!
Fazit: du hast andere Welt- und Beziehungsansichten, das wird nichts mit euch.
(aber das mit dem Ausspionieren find ich auch seltsam! Was war das denn????)see you on be friends online!
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14.07.2012, 13:53
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14.07.2012, 14:07
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
Vielleicht war das in der Realität auch ganz harmlos und die Freundin war lediglich neugierig und hat gestöbert während er das toleriert hat.(aber das mit dem Ausspionieren find ich auch seltsam! Was war das denn????)
Der Mann klingt insgesamt nicht danach, als wäre er selbst (gar über Dritte) investigativ unterwegs; maximal nach "vosichtig", wie es oben schon beschrieben ist.
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16.07.2012, 08:51Inaktiver User
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
Ist das denn so? Und wenn nicht...wie kommt er darauf?
Ich denke, ihr befindet euch da in einer Art Teufelskreis. Er erzählt dir nichts, weil er befürchtet, du könntest eifersüchtig werden bzw. ihn kontrollieren wollen...und du bist latent misstrauisch, weil er dir nichts erzählt. Es fehlt also im Grunde genommen auf beiden Seiten an Vertrauen.
Wenn ihr da nicht noch die Kurve kriegt, wird eure Beziehung über kurz oder lang in die Binsen gehen.Geändert von Inaktiver User (16.07.2012 um 09:01 Uhr)
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16.07.2012, 09:02Inaktiver User
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
Also, wenn er dieser Freundin so viel von Dir erzählt, dann kannst Du doch total beruhigt sein.
Andersrum, wenn SIE nichts von DIR wüsste, da müsstest Du Dir Sorgen machen...
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16.07.2012, 09:37Inaktiver User
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
Dito!
Für mich wird genau andersrum ein Schuh daraus.
Diese bisherige Nicht-Information ist in der Tat kein Zufall, keine Gedankenlosigkeit nach dem Motto "konnt ich ja nicht ahnen, dass dir das wichtig ist" oder es hatte sich einfach "noch nicht ergeben"....-
sondern das Vorenthalten entsprang womöglich dem allerdings sehr treffsicheren Gefühl, dass hier relevantes ablief.
Mit relevant meine ich nicht, dass zwischen den beiden sexuell o.ä. was abgeht, sondern dass die Existenz der Freundin, der kontakt, die Treffen und das Thema der Begegnungen Ulyssa eben brennend interessiert hätte, und das wusste er ganz genau.
Sein "Schaden" den er aus der vorangegangen "Kontrollbeziehung" davongetragen hat könnte aber dafür verantwortlich sein, dass er genau aus dem für-sich-behalten solcher Tatbestände für sich den Eindruck zieht, sich deutlichst abzugrenzen und die TE auf Abstand zu halten, eben indem er bedeutsame Sachverhalte nicht mit in die gemeinsame Welt trägt, sondern schön allein vor sich hinmuschelt (die bereits erwähnte Balance zwischen Wir und Ich).
Hier ist wirklich etwas noch nicht ausbalanciert , und evtl. möchte er das auch gar nicht, sondern versucht more or less absichtlich, dem Wir nicht zunehmend Raum zu geben.
Ihr nicht zu erzählen dass er zufällig nen alten Fussballkumpel in der Stadt getroffen und mit dem schnell ein Alster gezischt und danach noch 'n lecker Fischbrötchen gegessen hat, würde ihm in Punkto der angestrebten Distanzerhaltung aber kaum was bringen.
Da müssen schon dickere Klopper her.
So als würde er für sich en vierwöchigen Urlaub buchen und ihr das einen Tag vor Resiseantritt stecken.
Das hätte was ebenso radikal-demonstratives.
"Schau: mein Leben----- dein Leben;
dazwischen gibt es eine scharfe Trennungslinie- bis hierher und nicht weiter."
Ist ja sein gutes Recht.
Aber mir würde da auch unwohl.Geändert von Inaktiver User (16.07.2012 um 09:45 Uhr)
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16.07.2012, 09:56Inaktiver User
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
Ulyssa, sein Verhalten ist merkwürdig, nicht verbindlich und wäre für mich nicht hinnehmbar. Sollen diese Menschen, denen das Wichtigste im Leben ist, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen, das gerne tun - nur nicht mit mir. Und du fühlst dich so auch nicht wohl. Der Mann wird dir immer wieder Schmerz bereiten. Es gibt auch andere.
Allein schon das Beispiel mit der Freundin, die dich ausspioniert hat: Umgekehrt hätte er das unmöglich gefunden.
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16.07.2012, 10:02Inaktiver User
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
Ulyssa,
es ist schwer einen Rat zu geben, ich kenne weder dich noch ihn persönlich. Deshalb möchte ich mich erstmal folgenden Fragen anschließen:
Und ergänzen: was schätzt du an ihm ? Warum bist du mit ihm zusammen ?
Jetzt die andere Seite: es ist ein Allgemeinplatz zu sagen "ich möchte nicht kontrolliert werden" (wer möchte das schon und wer macht das über längere Zeit mit
) oder "ich möchte mein Eigenleben führen".
Der Grat ist allerdings schmal zum eignen Agieren ohne Rücksicht auf die Befindlichkeit des anderen. Ich bin mit meinem Partner seit vielen Jahren zusammen, wir sehen uns nur am WE. Aber jeder weiss vom anderen so grob, was man die Woche über so macht, man kennt gegenseitig Freunde/Freundinnen und Bekannte, zumindest vom sehen. Keiner fühlt sich eingeengt oder kontrolliert ! Warum auch ? Vielleicht hat mein Partner irgendein "Geheimnis", eine Person, zu der er Kontakt hält und von der ich nichts weiss (ich glaube es ehrlich gesagt nicht), aber das ist mir egal, unsere Beziehung fühlt sich rund an, ich habe Vertrauen(!) zu ihm.
Das Argument "ich verhalte ich mich so, weil ich schon eine Enttäuschung hinter mir habe" kann ich ehrlich gesagt auf Dauer nicht gelten lassen. Es ist ein Freibrief für alles. Und es kann nicht sein, dass einer die Umgangsformen in einer Beziehung diktiert und der andere nimmt sich zurück um des lieben Friedens willen.
Jede/r ist wie er ist, keine/r kann sich auf Dauer verbiegen. Wenn die Vorstellungen von einem gemeinsamen Leben nicht zusammenpassen, dann wird das halt nix. So wie du deine Beziehung beschreibst, wollte ich nicht leben. Wobei das ja nur ein kleiner Ausschnitt ist, deshalb fragte ich, was du an dem Mann schätzt. Wenn ich kein Vertrauen habe, kein Vertrauen gewinnen kann (der Grund dafür ist eigentlich egal), dann ist die Beziehung für mich nicht lebbar.
Ich hatte in jungen Jahren auch mal so einen vermeintlichen "Freigeist". Es ging ihm nur drum, das habe ich im Nachhinein erkannt, sich jederzeit alle Optionen für Unternehmungen etc. offen zu halten. Verkaufte das als "ich will nicht kontrolliert werden und brauche meinen Freiraum". Ob das bei dir nun auch so läuft, weiss ich natürlich nicht.
Ich denke, ihr werdet die Thematik offen ansprechen müssen.....
Und das nicht nur ein Mal.
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (16.07.2012 um 10:16 Uhr)
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16.07.2012, 10:07
AW: Dieses merkwürdige Misstrauen
Natürlich war das kein Zufall - wer vermutete denn das? Und "relevantes" - naja, also für mich sind sehr enge Freunde auch relevant.
Mich wundert, dass die entscheidende Tatsche, das er von sich aus das Bedürfnis hatte, Ulyssa sehr offen von dieser Freundschaft und auch sehr offen darüber, was ausgetauscht wurde, erzählt, scheinbar bedeutungslos ist. DAS ist aber für mich das Relevante. Ja, mehr noch, er schlägt vor, dass die TE diese gute Freundin von ihm kennenlernt - joh, mei - was denn noch??
Nö. Er entscheidet nur selbst, wann er was erzählt.
.. diese da wären..?
Eben
Ich würde mich wahrscheinlich freuen, dass er von sich aus das Bedürfnis hatte, mir nach und nach mehr von sich zu erzählen. In seinem Tempo, so wie sich sein Vertrauen entwickelt - und ohne Druck. Und "unwohl fühlen" ist noch mal etwas anderes, als den Anspruch zu haben, er muss das so machen, wie ich das möchte und wie ich es auch tue, sonst ist es "unnormal".
SyrianaECSTACY
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