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    AW: Hab Mist gebaut

    @Morcheeba

    Applaus für deinen Beitrag!

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    AW: Hab Mist gebaut

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon, ob du deinem jetzigen Partner etwas davon erzählst oder nicht, denke ich, solltest du dir klar darüber sein, was das war und was dich so schuld- und schambehaftet werden lässt, dass du ein dir "bekanntes, großes Risiko" einzugehen bereit bist. Ich denke, dann wäre der nächste Schritt erstmal, dir selbst zu vergeben ... und dann würde ich erst noch mal drüber nachdenken, was davon deinen jetzigen Partner etwas angeht. Vielleicht ist es primär gar nicht die Geschichte mit dem drei-Mal-Mann, sondern etwas, was mit dir zu tun hat.

    Aber für mich wäre eine Beziehung nur dann stimmig, wenn ich es trotzdem erzählen könnte und mir dann auch geglaubt werden würde, dass ich abgeschlossen habe ohne das unsägliche Damoklesschwert, dass dann "alles aus wäre". Für mich wäre diese vorauseilende Drohung ein Zeichen, dass mein Freund noch nicht abgeschlossen hätte mit seiner Vergangenheit. Das wäre dann ein weiteres Thema.
    Genau. Jedenfalls ist das auch mein Empfinden.

    Erzählen oder nicht? Dass empfinde ich auch als die gar nicht entscheidende, jedenfalls nicht als die vorrangige Frage. Sondern die beiden vorgenannten Punkte.

    Habe ich die Sache für mich klar? Will ich eigentlich überhaupt in eine nicht belastbare "heile Welt oder aus"- Beziehung starten? Um welchen Preis? So Dinge eben.
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

  3. Inaktiver User

    AW: Hab Mist gebaut

    Irgendwie erscheint mir die ganze Beziehungsgeschichte nicht "rund". Wenn ich diese beiden Passagen lese:

    Zitat Zitat von Brigitte2012 Beitrag anzeigen
    ....Nach einigen Jahren Fernbeziehung haben wir uns längere Zeit nicht gesehen. Ca. 4 Monate. Von seiner Seite aus kam immer wieder was dazwischen. Wie ich jetzt weiß, war es auch ein wenig Faulheit. Er hat mich zwar geliebt, hat damals aber nicht das volle Engagement in diese Beziehung gesteckt. Ich auch nicht. Mir hat es nicht wirklich was ausgemacht, wenn wir uns nicht sehen konnten. Wir haben halt telefoniert....
    Intensiv gepflegt wurde die Beziehung wohl nicht in dieser Zeit. Von beiden Seiten nicht. Offenbar im beiderseitigen Einverständnis. Ok, kam halt immer was dazwischen ** Hatte der Mann in der Zeit des mageren Kontaktes vielleicht auch eine andere Frau ? Aber das sind Spekulationen und im Grunde auch egal.

    Aussage wie die Folgende machen mich immer stutzig:
    Zitat Zitat von Brigitte2012 Beitrag anzeigen
    ..Ich weiß aber, wenn er das erfährt, ist es sofort aus zwischen uns...
    Stellt sich die Frage, wie der Gute grundsätzlich in einem Krisenfall agiert: wenn das _und_das passiert, dann ist es sofort aus? Ich würde im Fall der TE spontant auch sagen "manchmal muss frau schlichtweg mal das Maul halten können, weil eine Offenheit zu nichts führt".

    Was ich immer bedenklich finde, sind solche Befürchtungen wie "wenn er es erfährt, ist alles aus". Theoretisch muss die TE damit rechnen, dass es irgendwann halt doch ans Tageslicht kommt und sie dann dazu stehen muss. Damit müsste sie halt leben.

    Gruß, Elli

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    AW: Hab Mist gebaut

    Jeder Mensch bleibt und ist in jeder Beziehung eine Individuum. In diesen 4Monaten reduziertem Paarverhalten und dem Rückzug des Mannes, der es nicht schaffte sich mit Brigitte zu treffen wurde damit ja auch klar angezeigt, dass er sich seiner Gefühle Ihr gegenüber auch im unklaren war.

    Jetzt lebt man plötzlich zusammen und die TN kommt mit Ihrem ausgelebten Lustverhalten nicht zurecht. Wieso kommt es jetzt plötzlich dazu? Nicht schon bei dem Klären und Festlegen der Struktur wir sind jetzt ein Paar und wollen zusammen leben? Wenn man solange sich nicht sah und dann die Partnerschaft in eine neue Struktur bringen willen hätte man doch in diesem Zusammenhang die Geschichte anbringen können, wenn sie so belastend für die Zukunft hätte sein können....

    Diese WE hat nichts mit der Partnerschaft zu tun, ich sehe das völlig abgekoppelt von der Liebe zu Ihrem Mann/Freund.... Es ist passiert, sie wollte das an diesem WE so und fertig... Warum auch immer....

    Ganz klar, wenn man liebt und einer muss beichten weil er mit seiner Story nicht mehr klar kommt ist immer mit Verletzung und auch Zurückweisung des anderen zu rechnen. Man zerstört nicht nur für sich etwas, sondern auch für den anderen, wozu? Warum eigentlich? 2 Tage im Hinblick auf 2000 Tage die vor einem liegen könnten??? Welche Relation, für mich unbegreiflich....

    Oder verbirgt sich bei der TN mehr dahinter als wir hier wissen?
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Hab Mist gebaut

    Wer es nur als "Beichte" empfindet, sollte es lassen. Das kann nur schief gehen. Weil man dann selbst etwas nicht verstanden hat. Warum sollte dann der Partner verstehen können?
    aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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    AW: Hab Mist gebaut

    Zitat Zitat von Kraaf Beitrag anzeigen
    Wer es nur als "Beichte" empfindet, sollte es lassen. Das kann nur schief gehen. Weil man dann selbst etwas nicht verstanden hat. Warum sollte dann der Partner verstehen können?
    Auf jeden Fall und selbst mit sich klar kommen oder einen Beichtstuhl aufsuchen.....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Hab Mist gebaut

    Naja, veranoazul,

    offensichtlich hat die TE ja ein Problem mit diesem "Vorfall". Und natürlich kann man das als "Ausrutscher" sehen. Oder als Reaktion auf sein Desinteresse in diesen 4 Monaten. Oder als was auch immer - im Endeffekt hat sie ja ein Problem mit ihrem Gewissen, warum und ob es richtig oder falsch ist, halte ich für weniger relevant. Es beschäftigt sie, Punkt.

    Da wäre es doch das einzig sinnvolle, raus zu finden, warum - für sich selbst rauszufinden, da sind wir uns doch einig, oder? Und ist es nicht so, dass ich genau solche Sachen, die mich stark beschäftigen, mit meinem Partner teilen will und vor allem KÖNNEN SOLL?
    Gehört das nicht zu einer erfüllten Partnerschaft dazu?

    Ich finde, es zu verheimlichen ist etwas zu verheimlichen, was für mich sehr wohl relevant ist. Ich finde, es zu verheimlichen irgendwo gleichwertig mit dem Partner nicht wirklich zu vertrauen. Wenn ich Angst haben muss, dass er mich verläßt, wenn ich eine Seite an mir offenbare, die unter diesen Umständen - eigentlich - gar nicht verwunderlich und eventuell nicht wirklich vorwerflich wäre.... Wenn ich nicht mal DAS sagen kann, ohne ein Weltuntergang zu befürchten, dann frage ich mich doch, wie ich in solch einer Beziehung wirklich wichtige Probleme, die eventuell kommen würden können, dann erst anspreche? Oder muss ich dann immer wieder "die Klappe halten"?

    Muss ich bei jeder Kleinigkeit dann auch abwiegen und befürchten und verdrängen?
    Wäre doch anstrengend, viel anstrengender als reinen Tisch zu machen und mit Konsequenzen zu leben. By the way, mit den Konsequenzen muss sie JETZT schon leben und nicht erst DANN - denn es belastet sie JETZT schon.

    Ob dem Mann die Klärung dann zu anstrengend ist oder nicht würde meiner Meinung nach davon abhängen, wie ernst es ihm mit der TE doch ist. Und wenn er weg ist, dann ist er weg, aber dann war es im Endeffekt auch nicht DER Mann, mit dem ich eine ehrliche Beziehung würde führen können, unter diesen Umständen nicht und in anderen Situation wohl erst gar nicht.

    Just my 2 Cents ;-)

    PS: und würde ich schliesslich nicht selbst von ihm erwarten, dass er in einer ähnlichen Situation ganz einfach die E.. in der Hose hätte und mir sowas sagen würde? Auf jedem Fall!
    Da mit zweierlei Maß zu messen finde ich halt nicht wirklich fair.
    Geändert von NoChance (15.06.2012 um 12:48 Uhr)

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    AW: Hab Mist gebaut

    No Chance, ich denke die Lebbarkeit einer Beziehung im Hinblick darauf was noch für Schwierigkeiten im Leben auf einen zukommen und den damit verbundenen Umgang, ist nicht abhängig davon zu klären wie man mit einem "Seitensprung" zurecht kommt, denn dieser ist für mich persönlich dafür nicht relevant. Wären da jedoch Gefühle im Spiel die die Beziehung im generellen in Frage stellen bewerte ich das anders, denn der Mann hat keine Chance sich für/gegen beide auszusprechen und ggf. an Mißständen zu arbeiten.

    Ich lebe natürlich mit dieser Absprache in meiner Ehe, so zu agieren und das habe ich auch so gehalten. Ich hatte Glück denn auch mein Mann geht damit hervorragend um, vorwurfslos und ist bereit gemeinsam mit mir an UNS fest zu halten, aber das ist wohl eher die Ausnahme wenn ein Mann erfährt dass die Gattin im Hinblick auf die Gefühle zu ihm ambivalent ist.

    Aber ganz ehrlich, Dein Partner hat mal den Kopf ausgehängt, weil Ihr eine Flaute habt und er hat ein erotisches Date... However, wozu willst Du das wissen? Wäre es dann nicht besser darüber zu reden warum eine Flaute herrscht? Wer wie, was geben kann und will damit die Brise wieder in die Beziehung pustet.... Wenn er beichtet gibt es dazu noch vielleicht einen völlig unnötigen Mastbruch obwohl die Segel noch in Ordnung wären....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Hab Mist gebaut

    Ganz ehrlich? Wenn mein Partner sich dafür entscheiden würde, nur und ausschliesslich NUR darüber zu reden, was bei UNS los ist und wie wir beide es ändern können, dabei aber die Kleinigkeit ausläßt, dass er bereits Grenzen überschritten hat, von denen er weis, dass diese für mich relevant sind - würde ich das als feige und scheinheilig empfinden.
    Sicherlich würde mir eine Beichte weh tun, logisch. Doch am Ende würde UNS beiden genau dieses Verschweigen das Genick brechen, nicht der unbedeutender Seitensprung an sich - dieses Verschweigen wäre ein Verrat in meinen Augen, wobei ONS lediglich der Ausdruck von irgendwelchen Unzustimmigkeiten wäre, die man hätte vorher klären können. Das Verschweigen hinterher und gerade dieses "klappe halten um die Harmonie nicht zu gefährden" wäre - für mich - um einiges schlimmer - und mit großer Wahrscheinlichkeit der Grund für Trennung. Der ONS an sich bei entsprechender Bearbeitung und Klärung der Ursachen nicht.

  10. Inaktiver User

    AW: Hab Mist gebaut

    Zitat Zitat von NoChance Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich? Wenn mein Partner sich dafür entscheiden würde, nur und ausschliesslich NUR darüber zu reden, was bei UNS los ist und wie wir beide es ändern können, dabei aber die Kleinigkeit ausläßt, dass er bereits Grenzen überschritten hat, von denen er weis, dass diese für mich relevant sind - würde ich das als feige und scheinheilig empfinden.
    Sicherlich würde mir eine Beichte weh tun, logisch. Doch am Ende würde UNS beiden genau dieses Verschweigen das Genick brechen, nicht der unbedeutender Seitensprung an sich - dieses Verschweigen wäre ein Verrat in meinen Augen, wobei ONS lediglich der Ausdruck von irgendwelchen Unzustimmigkeiten wäre, die man hätte vorher klären können. Das Verschweigen hinterher und gerade dieses "klappe halten um die Harmonie nicht zu gefährden" wäre - für mich - um einiges schlimmer - und mit großer Wahrscheinlichkeit der Grund für Trennung. Der ONS an sich bei entsprechender Bearbeitung und Klärung der Ursachen nicht.
    Dafür ist es aber der TE schon zu spät. Wie ich es verstehe, ist es schon eine Zeit lang her mit dem ONS. Nach deiner Theorie hätte sie es sofort danach beichten sollen. Jetzt ist es zu spät dafür.

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