Ein weiterer Ausgangspunkt ist das Signal eines Partners, sich mit einem wesentlichen Aspekt der Wirklichkeit des anderen nicht auseinandersetzen zu wollen.
Der Ausgangspunkt in solchen Betrugsgeschichten ist für mich eindeutig der Ehepartner, der sich rauszieht und was Anderes anfängt.... heimlich.
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Thema: Die Ehefrau aufklären?
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20.07.2006, 06:29
Re: Die Ehefrau aufklären?
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20.07.2006, 06:34
Re: Die Ehefrau aufklären?
das ist logisch nicht korrekt, denn es fehlen eine Menge weiterer Prämissen. Z.B. die, dass dauerhafte Monogamie von Anfang an von beiden Seiten als Treue definiert wird und dass diese Art von Treue vereinbart ist.
- es gäbe keine Geliebten, wenn es keine untreuen Ehemänner gäbe.
- es gäbe keine untreuen Ehemänner, wenn es keine Frauen gäbe, die als Geliebte zur Verfügung stünden.
Das eine bedingt das andere. Ist völlig logisch, oder?!
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20.07.2006, 08:58Inaktiver User
Re: Die Ehefrau aufklären?
@ Laufrad:
Eine Möglichkeit, die ich sehe, wäre, das Gespräch mit dem Ehemann zu suchen und ihn mit Deinem Verdacht zu konfrontieren - dies allerdings wirklich nur dann, wenn Du Dir sicher bist, dass Dein Verdacht begründet ist.Und wie stellt man das am Besten an?
Ich frage aus gutem Grund. Ich habe den Verdacht, dass der Mann einer Freundin seit 3 Jahren eine (mehrere?) Freundin hat. Alles nur Indizien, keine "Beweise".
Denn das, was Du hier beschreibst:
...KANN auf eine Affäre hindeuten, MUSS es aber nicht. Mein Partner und ich sind beispielsweise viel unterwegs, und Aussenstehende, die selbst vielleicht eher reguläre Arbeitszeiten mit "normalen" Jobs haben, könnten durch die Art und Weise, wie wir arbeiten und auch privat miteinander umgehen, möglicherweise durchaus auf den Gedanken kommen, dass bei uns etwas nicht stimmt, weil wir phasenweise sehr wenig gemeinsame Zeit haben. Eine Affäre gibt´s allerdings bei uns derzeit nicht - weder bei mir, noch bei meinem Liebsten"Findest du das nicht erstaunlich, dass seine Firma ihm die halbe Woche Hotelübernachtungen am Firmensitz (man wohnt etwas entfernter vom Arbeitsplatz) zahlt?" wurden derart, hm, arglos, beantwortet, dass ich kein weiteres Wort verlor.
Es gab noch anderes, neue Hobbies verbunden mit Kursen fern von daheim etc., ihre Reaktion immer so überzeugend überzeugt... soll ich etwa den Stier bei den Hörnern packen: "Ich glaube, da steckt eine andere Frau dahinter" Beweisen kann ich NIX! Dabei weiß ich vermutlich sogar, wie sie heißt...
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Selbst wenn Du mit Deinem Verdach Recht hättest - offenbar MÖCHTE Deine Freundin ihrem Mann glauben, sie scheint Deine zarten Andeutungen bewusst nicht als das sehen zu wollen, was sie sind. Sicherlich gehst Du nicht davon aus, dass Deine Freundin dumm ist - sie ist also vermutlich genauso gut in der Lage, die Situation einzuschätzen und Schlüsse aus dem Verhalten ihres Mannes zu ziehen, wie Du es bist. Möglicherweise hat sie jedoch GRÜNDE, seien sie nun bewusst oder unbewusst, derzeit ihre Beziehungswelt durch Konflikte, die eine Konfrontation mit sich bringen würde, nicht belasten zu wollen oder zu können. Natürlich tut Dir als Freundin diese "Ignoranz" weh - aber die Entscheidung, das Thema offensiv anzugehen, kannst Du ihr nicht abnehmen. Wenn sie entscheidet, Deinen dezenten Nachfragen und Hinweisen kein Gehör schenken zu wollen oder zu können, dann ist das imho zu respektieren.
Was Du in meinen Augen tun KÖNNTEST, wäre, wie gesagt, selbst das Gespräch mit dem Ehemann zu suchen. Ich halte es für legitim, einem anderen Menschen mitzuteilen, dass ich WEISS (wenn ich mir denn wirklich sicher bin), was da gerade läuft, dieses Wissen als belastend in Hinblick auf die Loyalität der Freundin/dem Freund gegenüber empfinde, und nicht länger bereit bin, schweigender Mitwisser zu sein. Auf diese Weise gebe ich demjenigen Gelegenheit, Stellung zu nehmen und die Dinge SELBST zu bereinigen, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Grüssle
Seawasp
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20.07.2006, 09:01
Re: Die Ehefrau aufklären?
Hallo Zitronenmond,Bonita, was meinst du mit dem zweiten Satz? Meinst du mich?Zum eigentlich Thema: ich finde es auch armselig als Geliebte die Ehefrau zu unterrichten. Aber genauso armselig finde ich in diesem Fall ihr das quasi zu überlassen.
nein ich meinte nicht dich.
Ich bezog es auf den Auspruch:
"Er tut das nicht, sagte aber "naja, es gibt wohl nur zwei Lösungen: entweder sagst du es meiner Frau oder ich"." im Ausgangsposting.
Das der Mann es quasi der Geliebten überläßt, ob sie Bescheid gibt. Für mich klingt das einfach feige, denn wenn man jemanden mal geliebt hat, sollte man soviel Respekt für ihn aufbringen ihm, bzw. hier ihr auch zu sagen, das die Beziehung zu Ende ist.
Hoffe ich konnte es jetzt besser ausdrücken
Lieben Gruß
Bonita
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20.07.2006, 09:14Inaktiver User
Re: Die Ehefrau aufklären?
@zaza
wie ich darauf komme? weil ich all das selbst erlebt habe. wie viele der hier schreibenden und wertungen verteilenden können das von sich behaupten?
ich liebe es, wenn theoretiker den praktikern erzählen wollen, was sache ist.
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20.07.2006, 09:16
Re: Die Ehefrau aufklären?
Nun muss ich mich auch nochmal melden. Aus Sicht einer Betroffenen kann ich nur sagen, ich hätte es gerne erfahren. Aber doch bitte von meinem Ehemann. Denn schließlich war er derjenige, der uns alle in diese Situation gebracht hatte. Nun, er war war feige, wußte nicht, was er tun sollte. An einem Tag wollte er sich von mir trennen, am anderen Tag von ihr.
Dieses ganze Hickhack konnte sie wohl nicht mehr ertragen und hat dann ihrerseits die "Zügel" in die Hand genommen. Sie hat gehofft, dass ich ihn rausschmeisse und hatte ja auch Erfolg. Mir blieb ja auch keine andere Wahl, mit so einem Typen wollte ich nicht mehr zusammen sein. Der so feige ist.
Was ich nur nie verstanden habe ist, dass es Frauen gibt, die glauben auf diese Art und Weise eine glückliche Beziehung beginnen zu können. Ich könnte mein Glück nicht auf sowas aufbauen, mit so einem Weichei.
Und ich bin auch fest der Meinung, dass die Geliebten mir ihrer "Aufklärungsaktion" nicht der armen, betrogenen Ehefrau mal klarmachen wollen, was für'n mieses *A....**** sie doch da zu Hause haben. Denn diesen Typen wollen sie ja haben und sie lieben ihn ja angeblich auch. Sondern sie wollen ganz klar eine Entscheidung erzwingen und das geht am einfachsten, wenn sie die Ehefrau aufklären.
Tammy
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20.07.2006, 09:44Inaktiver User
Re: Die Ehefrau aufklären?
@ Zaza:
Die derjenigen, die hier kommentieren und schreiben, und aus IHREM jeweiligen Erfahrungs/Erlebnis/Gefühlskontext heraus schreiben. Du beispielsweise, die Du relativ heftig auf bestimmte Haltungen reagierst, was offenbart, dass diese Haltungen bei Dir wunde Punkte berühren.Wen meinst Du nun? WESSEN Befürchtungen und Ängste?
Gilt für mich natürlich ebenso.
Das ist meines Erachtens wiederum eine Frage der Betrachtungsweise. Um jemanden in Sicherheit zu wiegen, muss derjenige Bereitschaft mitbringen, sich wiegen zu lassen. Wenn sich in einem Beziehungsgefüge etwas ändert, ist das normalerweise spürbar, über viele, viele Kleinigkeiten. Wer will von aussen tatsächlich beurteilen, ob es sich um ein BEWUSSTES Ausblenden dieser Kleinigkeiten und Veränderungen handelt oder um "Blödheit" und Unfähigkeit zu erkennen, dass man "eingewickelt" wird?Aber oft auch nicht - es kommt durchaus vor, dass die (Ehe-)Partner schlichtweg keine Ahnung haben, in Sicherheit gewiegt werden, wenn sie Misstrauen äussern und ihnen "das blaue vom Himmel" gelogen wird!
Wie realistisch ist es Deiner Meinung nach, dass eine Situation, die derart offensichtlich ist, dass "ALLE", wie Du schreibst, von ihr wissen, DIR verborgen bleibt? Denkst Du nicht, dass es handfeste Gründe haben muss, wenn etwas, das greifbar im Raum steht, von demjenigen, den es betrifft, nicht wahrgenommen, sondern ausgeblendet wird?Wenn ich mitbekommen würde, dass "ALLE" ausser mir - Verwandte, Freunde, Bekannte! - GEWUSST hätten, dass ich hintergangen und betrogen würde aber MIR niemand etwas sagen würde - dann hätten sie ALLE miteinander bei mir bis in alle Ewigkeit verschi**en!
Was Du in dem Moment, in dem andere "verschissen" haben, tust, ist, Verantwortung für Deine Beziehung zu delegieren und Dich selbst in der Rolle des Opfers zu sehen. Deinen Eigenanteil - Wegschauen, nicht aufmerksam für Veränderungen sein, Konfliktscheu, zulassen, dass die Kommunikation einschläft etc - blendest Du aus und überträgst ihn an Aussenstehende, indem Du sie zu einer Art "Obermama" machst, die Dir sagen sollen, was in Deiner Beziehung passiert und wie Du damit umgehen solltest.
DORT, in dieser Delegation von Verantwortung und Aufmerksamkeit für das, was innerhalb der Beziehung passiert, liegt im Fall des Falles imho bereits ein wichtiger Grundstein für das mögliche Entstehen einer Affäre.
Fällt Dir zu diesem Thema nicht mehr ein als eine sarkastische Nachfrage? Mit wem möchtest Du Beziehungsgespräche führen, egal ob es nun um positive oder negative Themen geht - mit den Menschen, mit denen Du diese Beziehung führst und die tatsächlich aktiv an dieser Beziehung partizipieren, oder mit Deiner Nachbarin, die von Tuten und Blasen zwar keine Ahnung, aber sicher eine sehr dezidierte Meinung hat?Hübsche Worte - und wie wäre das Deiner Meinung nach zu praktizieren?
Beziehungsklärung bedeutet, sich auseinanderzusetzen - miteinander Gespräche zu führen, zu entscheiden, ob Bereitschaft vorhanden ist, an der Beziehung zu arbeiten. Gemeinsam zu ergründen, was schief gelaufen ist, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte, emotional Resumee zu ziehen - was war, was ist, was könnte zukünftig sein?, zu klären, was sich beide Partner wünschen, wie sich diese Wünsche umsetzen lassen, wie beide es schaffen, zukünftig auch im Alltag im Dialog zu bleiben, wie sie sich gemeinsame Freiräume im Alltag schaffen können, wie der Umgang mit Dritten zukünftig gestaltet werden soll, welche ANDEREN Modelle für eine Beziehung es gibt, und ob diese für einen selbst akzeptabel sein könnten, wie Konflikte zukünftig konstruktiv gelöst werden könnten, wie der Umgang mit Privatspähre geregelt werden kann (...) - die Liste ist endlos. Es geht darum, AUFMERKSAMKEIT und ACHTSAMKEIT und ein Gefühl füreinander zu entwickeln und zu lernen, diese auch im Alltag nicht einschlafen zu lassen. Dabei kann eine Aussenstehender - Therapeuten ausgenommen - normalerweise nicht helfen. Therapeuten helfen ebenfalls nur bedingt - sie können nur da Hilfestellung leisten, wo das Paar auch tatsächlich die Bereitschaft zur Arbeit mitbringt und diese Arbeit auch leistet. Es geht um Dialog, nicht darum, ÜBEREINANDER zu sprechen.
Gleiches gilt für die oder den Geliebten. Auch DIESE Beziehung unterliegt einer Dynamik, an der beide Beteiligten Anteil haben, und diese Dynamik ist es, die die Gesprächsgrundlage liefert. Beispielsweise in Hinblick darauf, ob die/der Geliebte weiterhin bereit ist, eine Affäre zu sein, oder sich wünscht, dass die Primärbeziehung aufgelöst wird. Nicht mit dem Ergebnis, es heimlich der Ehefrau zu stecken, um hintenherum zum Gewünschten zu kommen, sondern durch die Übernahme von Eigenverantwortung: Ja, ich habe mich auf eine Affäre mit Dir eingelassen, aber das kann ich jetzt nicht mehr verantworten, es geht mir nicht gut dabei. Deshalb muss ich mich von Dir trennen, wenn Du mir keine andere Perspektive für uns aufzeigen kannst.
DAS ist für mich Beziehungsklärung INNERHALB der Beziehung, ohne Verantwortung an Dritte abzugeben und zu erwarten, dass über einen Brief an die Ehefrau die gewünschte Bewegung in die Sache kommt.
Ist es das für Dich? Für mich wäre es das sicher nicht. Ich hätte in einem solchen Fall gern klare Vereinbarungen, die ich auch einfordern würde. Hält sich mein Partner nicht an seine Worte, kann er nicht länger mein Partner sein, das bin ich mir selbst schuldig. Es ist meine Verantwortung mir selbst gegenüber, die ich vernachlässige, wenn ich in einer Beziehung bleibe, in der ich mich dauerhaft unwohl fühle. Dazu bin ich - und ich spreche hier wirklich von mir selbst, nicht für andere - nicht bereit. Wenn Du oder jemand anders das für sich anders sieht, dann ist das völlig in Ordnung. Allerdings darf sich imho derjenige dann nicht beschweren, wenn sich tatsächlich nichts ändert. Da, wo ich nicht in der Lage bin, konsequent mir und anderen gegenüber zu sein, darf ich mich nicht über das AUSBLEIBEN von Konsequenzen wundern.Nun ja ... wenn der "fest vergebene" Partner immer wieder beteuert ... " ... BALD ... BALD lasse ich mich scheiden ... BALD ... " ... dann ist es doch logisch, dass das der/die Geliebte auch irgendwann erwartet, oder?
Wie "man" Verantwortung für seine(!) Beziehung übernimmt, habe ich weiter oben grob skizziert. Es gibt viele Wege, die zum Ziel führen, und wenn ich selbst glaube, nicht voran zu kommen oder einfach zu tief in der Krise stecke, kann ich mir therapeutische Unterstützung suchen, um wieder sichereren Boden unter den Füssen zu bekommen.
Zaza, Du unterstellst hier und in anderen threads offensichtlich gern, dass diejenigen, die schreiben, keine praktische Erfahrung haben und nur hübsche Theorien verbreiten - wie steht es denn mit Dir? Hast Du praktische Erfahrung als Geliebte oder als Betrogene?Irgendwie "hübsche Worte", hübsche Theorie ... und alles sehr pauschal!
Ich kann von mir sagen, dass ich eine Affäre mit meinem Partner be- und verarbeitet habe - als Betrogene. Ich würde also nicht konstatieren, dass es sich um hübsche Worte handelt. Im Gegensatz zu Dir kann ich diese Worte ganz praktisch mit Erfahrung, Erlebtem, Durchlebtem füllen. Wie übrigens auch Prijon.
Natürlich müssen Aussagen hier eher pauschal bleiben - uns (und damit ganz nebenbei auch Freundinnen, Verwandten, Nachbarn) fehlt der EINBLICK in Details, wir können in einem anonymen Forum keine spezifischen Analysen vornehmen, sondern nur auf einer eher allgemeinen Basis argumentieren.
Was genau beim "Petzen" passiert, habe ich beschrieben. Würdest Du einen Text nicht in Einzelsätze zerpflücken, bleibe der Sinn des Geschriebenen auch erhalten.
Grüssle
Seawasp
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20.07.2006, 10:14Inaktiver User
Re: Die Ehefrau aufklären?
Hallo,
Wie findet ihr das mit so einem Brief?
Verwerflich? Unmoralisch? Verständlich?
die einzige Person, die in diesem Fall die Ehefrau aufzuklären hat, ist meiner Meinung nach der Mann.
Wenn seine Frau alles erfährt, wird es für sie sowieso schmerzhaft genug sein, aber dann auch noch einen so ausführlichen Brief von der Geliebten zu bekommen, das ist das allerletzte! Ich weiß, wovon ich spreche, bin selbst eine betrogene und verlassene Ex-Ehefrau und leide noch heute, nach Jahren unter der Trennung. Aber wenigstens hat sich die damalige Geliebte meines Ex nicht eingemischt. Mir hat es auch so gereicht, hatte einen Nervenzusammenbruch, war aufgrund dessen ewig krank geschrieben und in psychotherapeutischer Behandlung. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte so einen Brief bekommen ... ich weiß nicht, was ich in einer solchen Schocksituation getan hätte.
Was ich nach wie vor nicht verstehe, warum muss es ein verheirateter Mann sein? Kann nur immer wieder sagen Finger weg! Ich könnte das einer anderen Frau nicht antun. Wenn die Beziehung nicht stimmt, dann soll er sich doch trennen und sich dann nach einer neuen Liebe umsehen!
LG
Pusteblume
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20.07.2006, 11:30
Re: Die Ehefrau aufklären?
Ich schreibe unter dem Nick meiner Frau,weil ich mich nicht anmelden möchte:
Vieles hier hat sie mir vorgelesen,erzählt und etwas habe ich jetzt selber gelesen. Ich bin männlich,43 seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen und seit fast 19 Jahren verheiratet.
Vor ein paar Jahren gab es bei uns eine Krise, während der ich zweimal Sex mit einer gemeinsamen Freundin hatte.Ich will nicht darüber schreiben,wieso und warum es dazu kommen konnte.Es ist passiert und nun ein Teil unserer Lebens- und Liebesgeschichte. Dieser Freundin habe ich immer gesagt,wie sehr ich meine Frau Liebe, auch während der schweren Zeit damals. Nachdem es passierte, konnte ich meiner Frau nicht mehr in die Augen sehen, geschweige denn sie küssen oder mehr. Meine Frau und Ich setzten ein Gespräch an. Als alles raus war, weinte sie, ich ging vor die Tür,eine rauchen und rief besagte Freundin an, das ich es meiner Frau gesagt habe.Und egal, wie meine Frau entscheidet, es wird kein gemeinsames Leben mit ihr geben.Als ich zuende geraucht hatte ging ich zu meiner Frau und es wurde eine lange,wortenreiche Nacht.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, sie hätte meiner Frau einen Brief geschrieben (vielleicht noch mit Blumen,wie im Nachbarstrang..), dann wäre ich geplatzt vor Wut.
Es steht ihr in keinster Weise zu, sich das Recht zu nehmen die Ehefrau "aufzuklären", das ist Sache des Mannes.
Kann und will die Geliebte nicht länger auf die "Freiheit" des Mannes warten,steht es ihr Frei, die Beziehung zu ihm zu beenden oder auf Pause zu setzen, bis er sich entschieden hat. Und gehandelt hat...
Ich als Mann würde so eine Geliebte in den Wind schiessen.Wenn mir das passiert wäre und meine Frau mich rausgesetzt hätte, zu dieser "Geliebten" würde ich nicht mehr gehen.Denn so hätte ich nur gemerkt, welches Miststück sie ist.
Gruß W. (Ehemann und Geliebter von Serina)
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20.07.2006, 11:30
Re: Die Ehefrau aufklären?
Kann man die Gefühle der Ehefrau überhaupt "schonen"? Ihr da freundlich-therapeutisch sagen: "Duu, dein Leben in den letzten X Jahren war eine Lüge, der Mann - der da, der dir einst ewige Treuer vor dem Altar/im Standesamt schwor - der hat seit X Jahren eine anderen in seinem Herzen/ Bett."Das ist wohl die Wahrheit....Der Brief ist sozusagen der erste Kanonendonner der Schlacht die da heißt "Was hast du, was ich nicht hab und wann krieg ich das endlich".
Entweder dass klappt und Fifi packt die Koffer oder er bleibt im Körbchen.
Aber niemand hat (jedenfalls hier) behauptet, dass es um die Gefühle der Ehefrau geht.
Es geht um die Gefühle zu ihrem Ehemann und dass die Geliebte den für sich haben will.
Müssen die Gefühle der Ehefrau geschont werden deiner Ansicht nach? Und wenn ja, warum? Eine Antwort interessiert mich.
Ich weiß ja, ich bin da etwas altmodisch, aber wenn man jemanden heiratet, dann geht man doch im allgemeinen davon aus, dass man bis ans Ende seiner Tage mit diesem Partner zusammenbleibt. Jaja, Scheidungsstatistiken usw. - aber es geht doch um die Idee, oder? Wozu sonst heiraten - wegen Ehegattensplitting? Rechten an Kindern und Nachnamen? Günstigere Kredite? Jämmerlich geringer Steuerersparnis?
Wenn man nach einer Weile feststellt, dass das vielleicht doch nicht so gut klappt, kann man sich immer noch scheiden lassen.
Aber während einer Ehe jahrelange Nebenbeziehungen zu führen, ist einfach demütigend für Geliebte und Ehefrau - beide werden gleichermaßen verarscht.
Ich finds auch ein bisschen merkwürdig, dass immer durch die Hintertür versucht wird, der Ehefrau die Schuld an der Affäre in die Schuhe zu schieben - sie hat ihren Mann nicht aufmerksam genug beobachtet, da musste er sich eben was anderes suchen, ist doch ganz natürlich.
Schuld haben meiner Meinung nach nur zwei: Der Mann und die Geliebte.
Und die ganzen Offene-Beziehung-Freunde: Finde ich toll, dass das für euch so klappt, aber ich ganz persönlich mag das nicht. Ich teile nicht gern, nicht meinen Nachtisch, und schon gar nicht mein Leben mit einer Frau, die ja am liebsten mein Leben übernehmen würde.


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