Hallo Azurblau,
vielen lieben Dank für Deine Antwort.
Genau das, was Du vorschlägst, kam mir gestern Abend auch in den Sinn:
Im Moment bestehen meine eigenen Aktivitäten leider nur darin, dass ich meine Freundinnen treffe und jeweils mit ihnen mein aktuelles Männerproblem durchkaue.
Aber das lässt sich ja durchaus ändern! Von daher werde ich mich heute nochmal ans Telefon hängen und versuchen, mit Freunden was Nettes fürs Wochenende auszumachen, irgendeine schöne Aktion, am Besten mit Bewegung dabei.
Ich stelle sowieso fest, dass die Sache mit M2 mein Zeitmanagement empfindlich durcheinander bringt und mich dadurch auch schwächt. Denn ich verbringe relativ viel Zeit mit ihm.
Zeit, die ich vorher genutzt habe, um mir selbst was Gutes zu tun, um mich innerlich stabil und in guter Stimmung zu halten.
Jetzt, wo diese Zeit für mich selbst wegfällt - denn irgendwann muss ich ja auch noch arbeiten und den Haushalt machen - macht mich das natürlich emotional abhängiger von meinem Schwarm.
Eine gute Nachricht gibt`s auf jeden Fall: Ich habe gestern einen superschönen Feiertag mit meinem Parter verbracht.Habe dann auch festgestellt, dass es mir, wenn ich es wirklich will, gelingt, meine Gedanken von meinem flirt weg auf meinen Partner hin zu lenken. Das habe ich dann gestern eifrig trainiert und es hat relativ reibungslos geklappt.
Ich will da auf jeden Fall weiterhin üben.
Im Moment bin ich der Meinung (wobei meine Meinung ja immer wieder wechselt!), dass ich mit meinem Flirt-Mann vermutlich, zumindest soweit ich ihn bisher einschätzen kann, eine gute Beziehung führen könnte.
Aber, aber, aber, dann müsste ich meinen Mann verlassen und ich finde, das hat er einfach nicht verdient. Er ist ein wirklich angenehmer, liebevoller, netter Mann, zudem gesundheitlich angeschlagen, ich find`s nicht besonders schlau und auch nicht fair, ihn zu verlassen.
Wenn ich nur dran denke, wie er mich gestern, als ich ihm kurz den aktuellen Stand der Sache mit meinem flirt geschildert hat, angeschaut hat, mit tieftraurigen Augen...
Zumal ich ja auch nicht weiß, ob sich der ganze Streß und das Leid, das diese Trennung vermutlich verursachen würde, auch lohnen würde. Ob die Beziehung mit M2 dann so gut wäre wie jetzt die mit M1.
Okay, ich werde nun schon mal den ersten guten Vorsatz umsetzen und heute noch was Schönes mit einer Freundin unternehmen.
LG Kyria
Antworten
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18.05.2012, 09:41
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
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18.05.2012, 11:32
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
Hei nochmal, ich bin über diese Satz gestolpert. Also Mitleid ist eine ganz schlechte Grundlage für eine Beziehung. Und es kann ja manchmal auch der richtige Weg sein eine alte Beziehung zu beenden und was neues zu beginnen.
Ich will dir weder zu dem einen oder anderen raten. In meinen letzten Posts hört sich das ja so an als würde ich dir raten auf Biegen und Brechen bei deinem Partner zu bleiben.
Das meine ich nicht. Wenn keine Grundlage mehr da ist, keine Gemeinsamkeiten, viel Langeweile dann ist das doch zu überdenken. Am wichtigsten sind aber deine Gefühle für ihn: hast du noch Respekt, Zuneigung, Liebe? Oder ist es nur noch Mitleid.
Wie gesagt, dein Satz hat mich ins Grübeln gebracht.
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18.05.2012, 12:40
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
also, wenn das kein Widerspruch ist zuDenn ich verbringe relativ viel Zeit mit ihm.
Zeit, die ich vorher genutzt habe, um mir selbst was Gutes zu tun, um mich innerlich stabil und in guter Stimmung zu halten.
Im Moment bin ich der Meinung (wobei meine Meinung ja immer wieder wechselt!), dass ich mit meinem Flirt-Mann vermutlich, zumindest soweit ich ihn bisher einschätzen kann, eine gute Beziehung führen könnte.
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18.05.2012, 13:48
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
Plixiro, ich finde nicht dass das ein Widerspruch ist.
Die TE hat keine Zeit mehr für sich selbst und das raubt ihr Energie. Sie schreibt nicht das m2 ihr Energie nimmt. Die Aussage hat nichts mit dem Mann zu tun sondern mit der Zeit
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18.05.2012, 14:24
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
Moment:
ok...Denn ich verbringe relativ viel Zeit mit ihm
ergo... Zeit mit ihm, ist keine Zeit, sie sie nutzt, um sich etwas Gutes zu tun?Zeit, die ich vorher genutzt habe, um mir selbst was Gutes zu tun
Meine Vorstellung einer Affäre bzw. Beziehung ist genau das Gegenteil... Zeit, die jemand nutzt, um sich etwas Gutes zu tun, "sich innerlich stabil und in guter Stimmung zu halten". Alles andere ist... tja, was eigentlich dann?
Und... jemand, mit dem ich Zeit verbringe und mir damit nichts Gutes tue, ziehe ich schon gar nicht als potentiellen Partner für eine "gute Beziehung" in Betracht... (also bei mir wäre das so).Geändert von plixiro (18.05.2012 um 14:40 Uhr)
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18.05.2012, 22:01Inaktiver User
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19.05.2012, 11:15
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
Hallo plixiro, Azurblau und Polysonne,
Euere Gedanken und Anregungen sind soo interessant, DANKE dafür.
Zu der Zeit für mich selbst: Ich merke, dass ich, wenn ich weniger Zeit für mich selbst habe, mich nicht mehr selber in eine ausgeglichene, positive Grundstimmungslage bringen kann.
Was mich dann glücklich und zufrieden macht, ist eben die Zeit, die ich mit meinem flirt-Mann verbringe und somit mache ich mich emotional immer mehr von meinem flirt abhängig.
Das wiederum finde ich nicht so gut, denn ich möchte auf jeden Fall innerlich stark und unabhängig bleiben.
Liebe Azurblau,
Respekt habe ich richtig viel vor meinem Partner. Denn ich find`s wirklich bewundernswert, wie er sich nach seiner schweren Erkrankung letztes Jahr wieder aufgerappelt hat, wie viel er sowohl beruflich als auch privat leistet und auch davon, wie sehr er an sich selbst arbeitet.Also Mitleid ist eine ganz schlechte Grundlage für eine Beziehung. Und es kann ja manchmal auch der richtige Weg sein eine alte Beziehung zu beenden und was neues zu beginnen.
Ich will dir weder zu dem einen oder anderen raten. In meinen letzten Posts hört sich das ja so an als würde ich dir raten auf Biegen und Brechen bei deinem Partner zu bleiben.
Das meine ich nicht. Wenn keine Grundlage mehr da ist, keine Gemeinsamkeiten, viel Langeweile dann ist das doch zu überdenken. Am wichtigsten sind aber deine Gefühle für ihn: hast du noch Respekt, Zuneigung, Liebe? Oder ist es nur noch Mitleid.
Zuneigung und Liebe sind von meiner Seite auch reichlich vorhanden, ich kuschle gerne mit meinem Freund, habe gerne Sex mit ihm, habe eigentlich fast immer warme, liebevolle Gefühle für ihn.
Auch Mitleid oder Mitgefühl mit ihm ist bei mir da, ja, das schon auch.
Manchmal allerdings auch Mitgefühl für mich selber.
@all,
mit Hilfe dieses wunderbaren stranges hier und durch Gespräche mit Freunden, habe ich Folgendes rausgefunden: Vermutlich habe ich einfach einen "Beziehungs-Burnout" aufgrund der Erkrankung meines Partners im letzten Jahr und der nachfolgenden Zeit der Rekonvaleszenz, in der beziehungstechnisch vieles nicht mehr möglich war.
Bestimmt bin ich einfach ein wenig erschöpft davon, vielleicht auch ein bißchen in Sorge bzgl. der zukünftigen gesundheitlichen Aspekte.
Aaaaber: Es gibt auch Neuigkeiten und zwar Gute, wie ich finde.
Denn ich habe bei meinem flirt-Mann ein wenig nachgebohrt und festgestellt, dass er nicht nur der sportliche, fitte Mann ist, als der er mir erschien.
Da sind richtig große Probleme im Hintergrund. Rein logisch und sachlich betrachtet, würde ich mit ihm vermutlich also auch nicht einfacher und unbelasteter leben können, als mit meinem jetzigem Schatz.
Von daher ist es jetzt ganz aktuell so, dass sich bei mir innerlich die Gefühlswaage in Richtung Partner neigt und das begrüße ich sehr.
Weiß zwar, dass ich noch lange nicht über den Berg bin und es immer noch zu heftigen Schwankungen kommen kann, aber denke und hoffe doch, das Gröbste geschafft zu haben.
Ganz wichtig dabei war für mich, meinen Schwarm in Ruhe kennenlernen zu können. Mir die Zeit zu geben, hinter die Maske des gutaussehenden Strahlemannes schauen zu können, ohne gleich eine Affäre mit ihm anzufangen. So kam es, dass ich ihm kürzlich eigentlich eher zufällig erst die richtigen Fragen gestellt habe und auch ehrliche Antworten darauf bekommen habe und mir jetzt ganz klar ist: Das Paket, das dieser Mann mit sich rumschleppt, ist mir zu heavy.
Wäre ich Single und er auch, wär`s vielleicht anders, aber so isses halt nicht.
Ich möchte nochmal kurz zusammenfassen, was mir hilft oder bisher geholfen hat, mich nicht gleich dem Schwarm in die Arme zu werfen.
Vielleicht kann ja jemand, der in ählicher Situation ist, irgendwas daraus ziehen.
1. Nix überstürzen: Den Schwarm erstmal in Ruhe besser kennenlernen. Offen mit ihm über seine persönliche Situation und auch über seine Probleme reden.
2. Dem Partner vom Schwarm erzählen und ihm den jeweils neuen Stand der Sache mitteilen.
3. Zu versuchen, die Beziehung zum Partner wieder zu beleben, gemeinsame Aktionen machen, offene Gespräche führen etc.
4. Versuchen, mehr für sich selbst zu tun, ohne gedanklich nur um den Schwarm zu kreisen. Mit Freunden ausgehen, sich ablenken etc.
5. Versuchen, den Verstand einzuschalten. Die Hauptfrage sollte meines Erachtens`s lauten: Mit welchem Mann kann ich besser leben, wer kann mir eher gut tun: Mein jetziger Partner oder der Schwarm?
Sorry, wenn das nun ein wenig oberlehrerhaft rüberkommen sollte, war nicht meine Absicht.
Ich denke, die Auflistung ist eher eine Sammlung der vielen wertvollen Anregungen, die Ihr hier in den strang eingebracht habt. DANKE nochmal.
Und ich schreibe natürlich weiterhin in erster Linie für mich selber. Muss und will selber der Anziehung, die mein Schwarm auf mich ausübt, meine Vernunft entgegensetzen. Ich merke, es hilft mir sehr, wenn ich mir die Mechanismen, die hierbei am Werk sind, bewußt mache.
Uff, ist wieder superlang geworden, danke für`s Lesen.


LG Kyria
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25.05.2012, 00:07
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
Schön und einfach wär´s gewesen, wenn meine Gefühls-Waage brav auf der Seite geblieben wäre, auf die ich sie geschubst habe, nämlich bei meinem Partner.
Aber leider hat ein einziger Anruf von M2 alles wieder ins Schwanken gebracht und das anschließende Treffen mit ihm war einfach viel zu wunderschön...
Tja, nun bin ich also wieder genauso schlau wie vorher.
Habe nun aber beschlossen, zu versuchen, mich möglichst nicht verrückt zu machen.
Denn es wird sich sowieso irgendwann rausstellen, welcher Mann der richtigere für mich ist. Die Zeit wird es zeigen.
"Gott schützt die Liebenden", sage ich mir. Auch wenn ich in meinem Fall nicht so ganz genau weiß, welche Liebenden genau gemeint sind, finde ich den Satz trotzdem unheimlich tröstlich und beruhigend.
Eine schöne, ruhige Nacht wünsche ich allen hier.
Liebe Grüße,
Kyria
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25.05.2012, 04:00
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
Hmm, irgendwie scheinst Du den Übergang von Verliebtheit zur Liebe nicht hinzukriegen. Liebe heißt halt nicht nur Genießen, sondern auch Arbeit, manchmal auch Verzicht.
Den Ansatz, sich von jedem Partner zu holen, was dieser zu bieten hat, halte ich für lieblos. Liebe umfasst für mich den ganzen Menschen, mit all seinen Stärken und Schwächen. Liebe ist eben kein Selbstbedienungsladen.
Und wenn Du ganz zu M2 wechselst, wird es Dir nach ein paar Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit so gehen wie damals mit Deinem "Peter Pan":
Ich finde es gut, dass Du Dir die Sache nicht leicht machst und Deinem Partner nicht weh tun willst. Ich finde es in solchen Fällen hilfreich, sich die spiegelbildliche Situation vorzustellen:
Fändest Du es gut, wenn Dir Dein Partner von einem heftigen Schwarm erzählen würde und öffentlichen Treffen mit diesem, Dir jedoch heimliche Treffen verschwiege?
Jedenfalls wünsche ich Dir, dass Du da gut wieder raus kommst. Die Zeit ist dabei sicher ein hilfreicher Faktor, wie Du schon geschrieben hast. Alles Gute!
Geändert von Ferdinand_der_Stier (25.05.2012 um 05:15 Uhr)
Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
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25.05.2012, 07:54
AW: In fester Beziehung und fremdverliebt. Was nun?
...Arbeit, Verzicht?
Wenn einem die Liebe Mühe macht, dann ist es nicht der richtige Partner.
Zeit vergeht nur. Ich würde sie nutzen, genießen... Bei mir ist es so: wenn ich mich wohl fühle, nicht verzichten muss und mich nicht Arbeit quält-> dann ist es Liebe!Denn es wird sich sowieso irgendwann rausstellen, welcher Mann der richtigere für mich ist. Die Zeit wird es zeigen.
Geändert von plixiro (25.05.2012 um 08:04 Uhr)




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