Es gibt 1000 Gründe warum man fremdgehen kann..... das ist total verschieden..... Ich sprech aus Erfahrung. Bin in meinem "früheren" Leben öfter fremdgegangen. Ich wusste jedesmal dass es Scheisse war und habe darum keine Entschuldigungen erfunden.
Gründe waren die folgenden:
- hab mich fremdverliebt
- es hat mich angetörnt zu wissen dass ich am Abend vorher noch mit nem anderen zusammen war (also gewisse sexuelle fantasien ausleben mit mehreren Männern gleichzeitig)
- Biologie, also einfach lust auf fremde Haut und Hormone die mit einem durchgehen
- Die Beziehung lief nicht mehr
- Der Sex in der festen Beziehung war langweilig
Diese Gründe konnten einzeln oder auch gemisch auftreten. Inzwischen kann ich dagegen steuern. Und obwohl ich ein Kind habe und über 40 bin habe ich immer noch jede Menge Lust auf Sex und das Gegensteuern (gegen das Fremdgehen) fällt mir manchmal verdammt schwer.
Meine Theorie: die Form des Zusammenlebens Mann+Frau für den Rest des Lebens ist "angelernt", wir sind so sozialisiert worden, aber es liegt nicht in unserer Biologie. Monogamie ist kopfgesteuert.
Ich lebe jetzt in einer monogamen Beziehung, finde das manchmal aber schwierig. Wäre ich im Kopf frei genug würde ich gerne eine offene Beziehung leben. Schaffe ich aber nicht.
Ein kleines Beispiel aus der Affenwelt: habe mal einen Affenberg besucht. Da war es folgendermassen. Die Affenladies paarten sich mich möglichst vielen Affenmännern. Wurden dann schwanger, wussten aber nicht von wem. Als das Baby geboren wurde kümmerten sich alle Affenmänner rührend um die Babies, da ja jeder der potenzielle Vater sein konnte. Auch die Affenfrauen ohne Kinder kümmerten sich. Alle lebten wie eine riesige fröhliche Familie, hatten Sex, trugen die Konsequenzen gemeinsam. Das fand ich cool. Ist natürlich für unsere Gesellschaft undenkbar. Aber wenn ich so die Durchschnittsfamilien sehe, Mama/Papa/Kind dann sieht das oft sehr trostlos aus. Ein grosser Clan wo sich alle kümmern, das finde ich prima.
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09.05.2012, 13:49
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
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12.05.2012, 11:11
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
Meine Theorie: die Form des Zusammenlebens Mann+Frau für den Rest des Lebens ist "angelernt", wir sind so sozialisiert worden, aber es liegt nicht in unserer Biologie. Monogamie ist kopfgesteuert.
Ich lebe jetzt in einer monogamen Beziehung, finde das manchmal aber schwierig. Wäre ich im Kopf frei genug würde ich gerne eine offene Beziehung leben. Schaffe ich aber nicht.
Es ist nicht nur die Kopffreiheit, die eine offene Beziehung schwierig macht - es ist auch sehr anstrengend in vielen Aspekten.
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12.05.2012, 23:41Inaktiver User
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12.05.2012, 23:49Inaktiver User
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
Für mich wäre es schon mal zeitlich ein Problem. Für den Job braucht man Zeit, für die Familie, für die Freunde, für sich selbst, für die Beziehung natürlich auch (Reihenfolge ist ohne Wertung), ich wüsste nicht, wo ich noch die Zeit für einen zweiten oder dritten Mann hernehmen sollte.
Es braucht auch einen Partner, der an einer offenen Beziehung interessiert ist. Der zweite oder dritte Mann müsste sich bewusst auf eine Frau einlassen können, die eigentlich eine feste Beziehung hat.
Konditionen müssten ausgehandelt werden und alle Beteiligten müssten sich dran halten.
Ich halte das nur in wenigen Fällen für machbar.
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13.05.2012, 06:59
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
Das ist sehr richtig und letztendlich befriedigt es auch nicht das Bedürfnis nach fremder Haut. Es ist so aufwendig, daß es nur lohnt wenn alle Beteiligten es wollen und in Relation zu den Bemühungen auch einen Benefit haben.
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14.05.2012, 12:41
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
Trotzdem meiner Meinung nach alles "angelernt". Würden wir seit 500 Jahren ein anderes Modell leben dann wäre das das normalste und wir würden hier ganz andere Themen wälzen.
Ich glaube eben einfach dass das was wir Leben nicht so richtig passt. Viele sind ja inzw zur seriellen Monogamie übergegangen. Warum?
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14.05.2012, 12:57Inaktiver User
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
Das ist auch meine Sicht.
Ich finde es schon schwierig genug sich auf einen Partner wirklich einzulassen und sich mit dem ernsthaft auseinanderzusetzen, sowohl zeitlich als vor allem auch emotional, und die meisten scheuen das ja schon, finde ich - umso schwieriger fände ich es wenn es da noch mehr Beteiligte gäbe. Das alles auszutarieren scheint mir auch sehr anstrengend - man hat ja auch noch was anderes zu tun als seine Beziehungen zu pflegen. :-)
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14.05.2012, 12:59Inaktiver User
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
Zum Teil in meinen Augen aber auch, weil es leichter scheint hinzuschmeissen und abzuhauen und wieder von vorn anzufangen - als dranzubleiben auch und grad wenn's schwierig wird.
Ich denke, wirklich in die Tiefe kommt man nicht, wenn man alle paar Jahre mit einem neuen Partner von vorn anfängt, da bleibt man dann oft in einer Komfortzone ohne sich wirklich auseinanderzusetzen.
Mir würde auch die gemeinsame Vergangenheit als Wert fehlen.
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15.05.2012, 22:33Inaktiver User
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
Ein ganz wichtiger Aspekt !!!
Auch wenn ich jetzt gesteinigt werde von Anhängern der offenen Beziehung: Offene Beziehung ist irgendwo für mich eine emotionale Unzuverlässigkeit. Warum sollte man sich nicht mit Fehlern und Schwächen des Partners auseinandersetzen (oder einfach nur akzeptieren)? immer gleich einen Menschen suchen, der einem dieses Manko eventuell ausgleicht?
Man sollte sich entscheiden, welchen Partner man mit welchen Stärken und Schwächen eigentlich haben will.
Man kommt bei der ganzen Sucherei (nach IRGENDWAS) auch kein Stück dahin, wo man eigentlich hin will.
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16.05.2012, 08:05
AW: Fremdgehbegründung: Lust auf "fremde" Haut ....
Ich habe in den letzten Monaten so viele Bücher zum Thema Treue gelesen, dass ich mir inzwischen auch alle diese Fragen gestellt habe:
Offene Beziehung - kann ich definitiv nicht! Es würde mich immer berühren, wenn ich wüsste, dass mein Partner mit einer anderen Frau sexuell aktiv ist. Denn es ist eben nicht nur Sex, sondern Gefühle spielen dabei auch eine Rolle...
Serielle Monogamie - will ich (eigentlich) nicht! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass jeder Partner irgendwelche "Macken" hat und einen Teil unserer Wünsche offen lässt... Leider führt uns das Leben aber wohl dahin...
Eine Beziehung, bis dass der Tod uns scheidet - wäre schon schön, aber es gehören immer zwei Individuen dazu! Und wir werden nie wissen, wie unser Partner sich für sich entscheidet... dann bleibt nur, sich bewusst fürs Alleinsein oder einen der anderen Wege zu entscheiden...Es ist besser, auf einem neuen Weg zu stolpern, als auf der Stelle zu treten. Chinesische Lebensweisheit


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