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Thema: Gedanken

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    AW: Gedanken

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mir fällt dazu ein Satz ein, den ich vor kurzem in einem Zeit-Artikel gelesen habe

    ...die Liebe ist treu, der Mensch ist es nicht....



    Monogamie: Die große Lüge | Lebensart | ZEIT ONLINE


    Offenheit sollte doch mit zur Basis einer Beziehung, in welcher Form auch immer,
    gehören..denke ich...

    Carmen :)
    Diese Artikel, die in gewissen Zeitabständen immer wieder erscheinen, sehen in dem Umstand, dass es sexuelle Untreue gibt den Zusammenhang mit unseren evolutionsbiologischen Wurzeln. Da mag eine Menge dran sein. Aber dennoch haben wir Homo Sapiens einen Verstand entwickelt und Entscheidungsfreiheit.

    Wir dreschen nicht mit einer Keule auf unsere Mitmenschen ein, wir kennen Kunst, Musik, Kultur, soziale Verantwortung. Wir haben Regeln aufgestellt, damit ein soziales (und weitestgehend angstfreies) Leben überhaupt möglich ist. Wir leben nicht mehr in Rudeln, sondern in Kleinfamilien. Unsere Gesellschaft zeichnet sich durch die ein oder andere zivilisatorische Errungenschaft aus.

    In so fern behaupte ich, es hat sich doch eine Menge geändert seit den Tagen des Homo Erectus und des Neandertalers. Warum jedoch gerade im Bereich der Sexualität immer wieder der Faden aufgegriffen wird, dass wir ja wider der Natur handeln, wenn wir sexuelle Exklusivität als etwas betrachten, dass lebens- und lohnenswert ist, bleibt mir ein Rätsel und wird mir immer ein Rätsel bleiben.

    Für die meisten Menschen ist Sexualität eben NICHT ein rein auf die Fortpflanzung angelegtes Bedürfnis. Das mag in grauer Vorzeit anders gewesen sein. Für die meisten Menschen (und da schließe ich mich ein) ist Sexualität innerhalb einer Beziehung ein vordergründig seelisches Erlebnis, gepaart mit tiefem Vertrauen, Verbundenheit. Es ist der körperliche (von mir aus animalische) Ausdruck der geistigen Liebe, die ich meinem Partner gegenüber empfinde. Und das ist ... ja exklusiv.
    Geändert von Apprenti (15.04.2012 um 11:17 Uhr)
    Apprenti

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    AW: Gedanken

    also, mir persönlich geht es weniger um "treue" - das mag jeder definieren und leben, wie es passt.
    was ich aber indiskutabel finde, ist einseitig eine entscheidung zu treffen (ich leben eine offene beziehung = habe sex mit anderen), und den partner darüber im unklaren zu lassen. das geht mE nicht. in einer beziehung sollten beide wissen, woran sie sind.

    man kann sich das schönreden, aber es ist und bleibt eine lüge. und ein "ich lüge ja nicht, ich verschweige nur" ist das dämlichste, was ich mir vorstellen kann.

    wie auch immer man das kind nennt, die frage ist für mich immer: wenn etwas für mich so selbstverständlich, gut und richtig ist, warum kann ich das dann nicht mit dem menschen, den ich liebe und mit dem ich mein leben, meinen alltag, meine ups and downs, ggf meine steuererklärung und intimeres teile, besprechen??

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