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    Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    Ihr Lieben - wie seht Ihr das, was tun, ausser Asche über mein Haupt?
    Ich lebe seit einer Ewigkeit in einer Beziehung.
    Mein Mann ist krank.
    Mein Leben: anstrengend und völlig unbunt.
    Ich: total ausgepowert.
    Die Idee, irgendwann: Da könnte mal sowas wie eine Affäre kommen. Etwas, nur für mich. Etwas, wo ich mal wieder richtig auuftanken kann.
    Die Affäre kam. Im Handumdrehen. Drei Türen weiter.
    Aber nicht zum Auftanken.
    Sondern zum Sichrichtigverlieben.
    Mein Leben jetzt: Gleich krieg ich ´nen Knall.
    Ich wünsche mir, mit dem neuen Mann zusammen zu sein.
    Da könnte sich plötzlich alles erfüllen, was in meinen besten Traum ist.
    Der neue Mann: wünscht sich das gleichfalls.
    Das Dilemma: Meine bestehende Beziehung. Mein Mann. Seine Krankheit.
    Ich mag ihn. Ich würde ihn am liebsten niemals verletzen. Es berührt mein Herz bis in die tiefsten Klappen, wenn er leidet.
    Was tun? Ihm sagen, dass ich die gemeinsame Wohnung verlassen möchte, um mich zu regenerieren, um zu mir zu kommen, um mehr Zeit für mich und meinen Job zu haben? Erstmal das eine hinter mich bringen und dann irgendwann den neuen Mann einschleusen?
    Erschien mir erst: gut. Fair. Verantwortlich.
    Erscheint mir jetzt: totaler Mist. Übel. Unfair. Unverantwortlich. Ausziehen. Ihn in Sicherheit wiegen. Und dann wieder eine Wunde öffnen. Geht gar nicht.
    Nur das Nötigste in einen Koffer packen und sagen: Es tut mir leid. Ich gehe. Jetzt. Zu dem Mann, drei Türen weiter.
    Ist das besser? Einmal richtig reinhauen und Tatsachen schaffen?
    Oder das: Den Traum an den Nagel hängen. Die Geschichte drei Türen weiter abschließen. Bei meinem Mann bleiben. Mich beruflich neu orientieren und so vielleicht mein Glück finden?
    Verdammt. Verrannt. Verflixt. Und keine Ahnung. Ich möchte verantwortungsvoll und mutig handeln. Und bin blöd wie nie zuvor.

    Anregungen parat, neue Denkanstöße vielleicht?

    Karla

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    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    Liebe Karla,

    nein, keine Asche auf dein Haupt.

    Wie krank ist dein Mann? Chronisch, lebensbedrohend oder "nur" die Lebensqualität einschränkend?
    Wenn Du zwangsweise Kontakt haben musst:
    „Königinnen verhandeln niemals“
    Mary Engelbreit

  3. User Info Menu

    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    Chronisch. Die Folgen eines Schlaganfalls. Ziemlich wahnsinn.

  4. User Info Menu

    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    Liebst Du Deinen Mann noch?

  5. Inaktiver User

    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    kann dein ehemann mit den folgen des schlaganfalles alleine leben oder ist er ein pflegefall?

  6. Inaktiver User

    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    Ich bin ziemlich sicher, dass ich es nicht fertig brächte, meinen Mann in diesem Zustand zu verlassen. Ich gehöre allerdings auch zu denen, die sich meist dessen bewusst sind, dass Verliebtheit kein stabiles Gefühl ist und wenig über die Zukunft aussagt.
    Ich würde aber auch niemanden verurteilen, der es tut.
    Ich fürchte, dieses Dilemma musst du ganz allein für dich lösen. Objektiv erscheint es brutal, einen Menschen in diesem Zustand zu verlassen. Das Schlimmste, das dir aus meiner Sicht passieren könnte wäre, deinen Mann zu verlasseb und nach einigen Monaten festzustellen, dass die neue Beziehung nicht von Dauer ist.

  7. User Info Menu

    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    Entschuldige die Nachfrage - könnte dein Mann wegen seiner Krankheit auch allein zurechtkommen oder müsste er in eine Pflegeeinrichtung? Ist er - pflegerisch oder organisatorisch - auf dich angewiesen?

    Ich frage nicht aus Neugier, sondern weil mir das relevant scheint bei der Betrachtung deiner Situation.
    Wenn Du zwangsweise Kontakt haben musst:
    „Königinnen verhandeln niemals“
    Mary Engelbreit

  8. Inaktiver User

    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    wieviel zeit und energie, deiner energie frisst die pflege und versorgung deines mannes?

    hast du zeit für dich? kannst du dich ansatzweise aus der versorgung ausklinken?

    die affäre als etwas dass nur für dich ist, dass dir guttut, dich wohlfühlen lässt, keine last ist, dir schöne momente gibt----------- als kontrastprogramm zum pflichtprogramm.

    geht mir so spontan durch den kopf.

    wieviel von dir hast du in den letzten jahren für deinen mann aufgegeben?

    weil frau es so tut- und jetzt bist du ausgepowert. dein schrei nach etwas was dir und deiner seele guttut.

  9. User Info Menu

    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    Ich würde ihn vor jedem Leid der Welt bewahren.
    Seine Seele schützen.
    Ich würde ihn gerne glücklich sehen.
    Und mein Herz... drängt in die andere Richtung.
    Ich könnte - verstandesmäßig - bei ihm bleiben.
    Weil er ein guter Mensch ist.
    Richtig glücklich müsste ich mich dann selbst machen.
    Beruflich vielleicht.
    Denn das schafft er nicht.
    Jedenfalls nicht bis tief in mein Herz.
    In meiner Theorie könnte das glücken.
    In meinem Kopf also.
    Ein Mist ist das!

  10. User Info Menu

    AW: Die Anatomie einer Affäre - hautnah

    Hallo Karla,

    mich würde interessieren, deshalb frage ich nochmals: Liebst Du Deinen Mann noch? Da scheint mir noch ganz viel Gefühl im Spiel zu sein von Dir ihm gegenüber.

    Ist die Affäre nur Balsam auf Deiner Seele oder ist sie tatsächlich eine Liebe?

    Welche "Träume" konkret meinst Du, wenn Du sagst, die könntest Du mit Deiner Affäre "alle" leben?

    Ist das nur ein Ausbruch aus Deinem Leben oder bist Du tatsächlich im falschen Leben?

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