Hallo liebe Damen (und Herren, falls vorhanden)!,
ich habe in den letzten Tagen in einigen Foren mitgelesen, finde es toll und interessant, welche Vielfalt an Meinungen in die Diskussionen eingebracht werden und welche, glaube ich, große Unterstützung die TE aus allen diesen Anregungen bekommen kann. Ich merke aber, mitlesen alleine war gut, aber es reicht mir noch nicht ganz. Deshalb möchte ich euch gerne etwas über meine Geschichte erzählen. Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Meinungen dazu mit mir teilt.
Ich bin, weibl., 37 Jahre alt, habe eine 17-jährige Tochter, seit 14 Jahren eine Lebensgemeinschaft. Mein Lebensgefährte ist 21 Jahre älter. Ich bin finanziell unabhängig und bin besser ausgebildet als er (das schreibe ich deshalb, weil ich es in anderen Beiträgen schon als Nachteil für die Beziehung gelesen habe – es stellt auch bei uns ein Egoproblem für meinen Partner dar). Mein Partner hat eine Führungsposition, ist also ein Alphamännchen. Er (war) für mich eine sehr große Liebe, ich empfinde immer noch viel, sonst würde ich mich weder hier noch sonst mit den Schwierigkeiten quälen. Ich war 23 Jahre alt, als wir uns kennen lernten, allein erziehende Mutter einer 3-jährigen, fleißig, hübsch, unproblematisch, finanziell normal angesiedelt. Dieses „Gefälle“ zu ihm, damals 45, Karriere ok, Einkommen dazupassend, war für ihn, glaube ich, ein sehr schönes. „Leider“ wurde ich erwachsen, habe im 2. Bildungsweg Abendschule Abitur gemacht, dann an Uni studiert, in Mindestzeit abgeschlossen und bin meinen Weg gegangen. Nach meinem Studienabschluss hatten wir die erste sehr große Krise. 2 Wochen nach meiner Sponsion hat er die Beziehung beendet (nach etwa 6 ½ Jahren Beziehung) und sich sofort (oder vielleicht schon davor, weiß ich nicht genau, könnte aber gut sein, Verhalten hätte gepaßt) eine andere Frau angelacht. Gefälle zu dieser hat wieder gestimmt. Ich war sehr traurig damals, habe die ganze Schuld auf mich genommen und habe ihn spüren lassen, wie sehr ich die Beziehung gerne weiter leben möchte. Nix zu machen, er wollte auf zu neuen Ufern. Nach ungefähr einem Jahr lernte ich einen sehr netten jungen Mann kennen, der sehr verliebt und zuvorkommen war und ich begann mich für etwas Neues zu öffnen. Ich empfand die Zeit mit diesem Mann als sehr geborgen, liebevoll, ehrlich und sicher. Die Beziehung zu, ich nenne ihn „M 1“, war immer anstrengend, je nach seiner Stimmung hoch oder tief. Er hatte seine Spinnereien, wollte immer im Mittelpunkt stehen, usw. M1 neue Freundin lieferte ihm zwar das von ihm gewünschte Statusgefälle, war ihm mit der Zeit aber wahrsch. zu anstrengend (sie ist schwer depressiv, Magersucht, arbeitslos, mit Ü40 noch in einer Kellerwohnung bei den Eltern im kleinen schimmligen Haus, aber optisch attraktiv). Entweder das oder er wollte auch auf mich seinen Einfluss nicht verlieren. (Übrigens auch ich werde optisch nicht als Schreckschraube definiert
) Er hat also im Laufe der Trennung immer versucht mit an den Haaren herbeigezogenen Dingen Kontakt zu mir zu halten, ich wollte darauf aber nicht mehr eingehen, da ich in meiner neuen Beziehung glücklich war. Jedenfalls ließ er mir praktisch keine Wahl (wirklich, so geschickt ist er) ich traf mich mit ihm etwa 2 Jahre nach der Trennung auf einen Kaffee. Wir redeten, er machte den geknickten der bereut und dem sein Verhalten leid tut. Ich erzählte, dass ich glücklich bin, es mir in der neuen Beziehung sehr gut geht und es für mich schon vergeben und vergessen ist, was zwischen uns war. Nun dieses Treffen war der Startschuß seines erneuten sehr intensiven Werbens um mich (obwohl er noch mit dieser Freundin zusammen war, worüber er mich aber lange im Unklaren ließ). Leider, sage ich heute – damals war es sehr schön für mich, waren meine Gefühle für ihn sehr schnell wieder da. Ich habe heute noch keine Ahnung, wo meine Verliebtheit für M2 damals hingekommen ist. Doch M1 war so präsent. Er kann äußerst charmant sein, romantisch werben mit Blumen und Gedichten und Einladungen und Reue. Für mich war klar, das ist ein neuer, geläuterter M1 und in der Kombination mit allem, was ich damals schon an ihm liebte, erschien er mir perfekt. Wir kamen wieder zusammen und ich war sehr glücklich. Nun, leider ist er der Alte geblieben (das brauche ich wohl nicht erst erwähnen
). Er hat den Wusch ohne Wenn und Aber mit mir zusammen zu sein, das bedeute Heirat. Er hat meine Verletzung von damals respektiert und auch seinen Anteil daran eingestanden, das konnte er während unserer Beziehung nie. Es ist eine andere und auch lange Geschichte, was in der ersten Beziehungszeit mit uns passierte, aber kurz gesagt es war nicht fein von ihm und es hatte auch mit einer anderen Frau zu tun.
Nun jedenfalls: Wir waren wieder zusammen und es gab sehr bald sehr wohl einige Wenn und Aber von seiner Seite, heiraten? schaun wir mal!? Außerdem hätte ich ihn da falsch verstanden, soo war das nicht gemeint und ähnliches.
Nach 2 Jahren neuer Beziehung stellte sich die Situation ein, dass meine Eltern altersbedingt den Familienbesitz an mich übergeben wollten. Sie ließen mir die Wahl, ihn alleine oder mit meinem Lebensgefährten zu übernehmen (sie hielten unsere neue Beziehung ja nun für stabil und sicher). Da alle diese Ansagen meines Partners mir zu unsicher und flüchtig waren und ich natürlich auch das Erbe der Familie nicht in Gefahr bringen wollte (außerdem sollte es MEINER Tochter zukommen, sollte mir etwas geschehen und nicht ihm, der ja selbst gut versorgt ist, oder seinen 3 erwachsenen Kindern aus erster Ehe). So übernahm ich alleine, er wohnt ja ohnehin bei mir im großen Haus, konnte diesen Komfort also genießen. Es war ein schwerer Schlag, als ich am Tag X vom Notar nach Hause kam und er sich nicht mit mir freute, sondern ein extrem finsteres Gesicht machte und absolut am spinnen war. Ich hätte nun dies alles und was solle aus ihm werden? Das fragte er mich und gab mir gleichzeitig die Schuld, dass ich ihn um „seinen“ Anteil gebracht habe. Nun, noch am selben Tag teilte er mir mit, dass er mir natürlich nicht bei anfallenden Arbeiten Hilfe und Unterstützung bieten kann, da er vorhat, nun selbst ein Haus zu bauen um auch etwas zu besitzen, ich müsse das verstehen. (Als das Haus in dem wir leben, noch meinen Eltern gehörte war er sehr engagiert, half, arbeitete, interessierte sich). Es handelt sich um einen Betrieb, der sehr wohl etliche Handgriffe erfordert. Nun ich mache sie seither überwiegend alleine, brauche ich Hilfe muss ich auf die Suche gehen oder es bleiben lassen. Er hat keine Zeit (schließlich hat er ja seinen Beruf und die Hausbaustelle), kein Interesse und stellt sich dumm und unwissend um nicht anpacken zu müssen. Er lebt jedoch mit mir in diesem Haus. Er rührt auch im Haushalt absolut nichts an. Er zieht sich aus der Affäre, weil es ja mir und nicht ihm gehört. Ich bin enttäuscht deswegen.
Ein noch viel größeres Problem hat sich aber im zwischenmenschlichen Bereich ergeben. Um die Egoverletzung des Nichtbesitzens zu kompensieren, hat er sich vermutlich etliche Nebenfreundinnen besorgt. Damit begonnen hat er im Herbst 2009, glaube ich, ein halbes Jahr nach der Besitzübergabe. Drauf gekommen bin ich erst im Juni 2011. Ich hatte viel Arbeit und Sorgen, war enttäuscht und sauer, deshalb hatte ich nie Interesse herumzuschnuppern, was er so treibt, wenn er weg war. Und weg war er viel. Oft hat er mir Freitag bescheid gegeben, dass er dies und jenes am Nachmittag vorhat und ist erst wieder Monatag Abend aufgetaucht z.B. Oder er musste jeden Sonntag seine Mutter besuchen oder jemand anderen aus der Verwandtschaft oder bis spät arbeiten… Dass er mich betrügt, daran habe ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Warum eigentlich nicht, ist ja nahe liegend. Auch in jeder anderen Beziehung hat er betrogen (seine 1. Frau sehr oft). Schließlich mich bei unserer 1. Trennung höchstwahrscheinlich, da er schon 1 Woche nach dem Schlußmachen praktisch die neue Freundin hatte; außerdem fällt mir ein, als wir ganz frisch zusammen waren (2 Wochen), ging ich nach einem Kurs mit Kollegen abends etwas trinken und traf ihn ! mit einer anderen Frau dort an der Bar sitzend. Er war sehr perplex und erklärte mir am nächsten Tag, sie ist eine gute Bekannte, er hat ihr geholfen eine Bewerbung zu schreiben, da sie nicht gut Deutsch kann - übrigens habe ich in all den Jahren mit ihm, die dann folgten, von dieser Bekannten nichts mehr gesehen. So eine gute Freundin kann sie also nicht gewesen sein. Dann hat er die auf mich folgende Next ganz sicher mit mir betrogen. Anfangs wusste ich nicht um die noch bestehende Beziehung und später sagte er mir, es wäre schon so gut wie aus gewesen, eben Abstandszeit. Nun und mich hat er höchstwahrscheinlich in den letzten 2-3 Jahren mit (zumindest von denen ich ein bisschen weiß) 3 Frauen betrogen. Keine Seitensprünge, sondern ich glaube die eine Geschichte geht jetzt seit Herbst 09 und bei den anderen beiden weiß ich fast gar nichts. Wobei die eine davon ist wiederum die Next, die in unserer Beziehungspause seine Freundin war. Er streitet ab, überrascht wohl niemanden. Aber es gibt mails, eine Postkarte, einen Liebesgedichteband als Geschenk an ihn.
Es würde mich natürlich interessieren, ob er mich nun betrogen hat und was die Frauen erzählt bekommen haben, wie er lebt. Von zweien weiß ich den Namen/Adresse/Telefonnummer. Von der dritten nur den Vornamen. Soll ich es mir antun und nachfragen was sie mit ihm leben? Abholen kann ich mir ev. eine Demütigung und vielleicht grobe Worte und weiter Unsicherheit. Oder auch eine spannende Geschichte und eine verblüffte Nebenfrau. Es würde mich interessieren. Soll ich?
Ich bin mit diesem Mann noch zusammen. Als ich letzten Sommer diese Geschichten bemerkte, war ich sehr verletzt und habe mir Zeit gelassen meine Gefühle zu sortieren und nicht übereilt in der Emotion zu handeln. Natürlich misstraue ich ihm zutiefst. Doch er beharrt auf seiner Ehrlichkeit und dass er mich garantiert nicht betrogen hat!!! Die letzte Geschichte habe ich an HL. Abend 2011 erfahren, zufällig. Natürlich habe ich versucht, mit ihm darüber zu reden. Seine Reaktion ist wie alle in all den Foren: Wut, Anschuldigung an mich, Abstreiten, mir Misstrauen unterstellen, ich soll Ruhe geben, es geht mich nichts an, nicht immer wieder davon anfangen.
Soll ich die „Anderen“ versuchen zu sehen und mit ihnen sprechen um nicht ihn als einzigen alle Darstellerinnen kennen zu lassen, sondern auch die Frauen auf einen Wissenstand zu bringen? Was denkt ihr? Vielleicht hat er wirklich nichts getan außer geflirtet um seinen Frust über alles beschriebene loszuwerden?
Was würdet ihr machen?
Liebe Grüße!
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 31
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23.03.2012, 14:27
Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
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23.03.2012, 14:42Inaktiver User
AW: Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
Lies mal deinen Beitrag nochmal und versuche es so zu lesen, als hätte ihn jemand anderer geschrieben. Was würdest du in dieser Situation selbst raten?
Du hast über deinen Lebensgefährten kein einziges gutes Wort geschrieben. Ob er dich mit anderen Frauen betrügt oder nicht, es ist doch absolut egal. Fakt ist, es ist absolut keine Partnerschaft auf Augenhöhe. Was hast DU davon???
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23.03.2012, 14:42
AW: Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
Hallo,
traurige Sache. Offenbar wieder ein typischer VKA (schau mal in den McMünchhausenstrang).
Du bist natürlich an allem schuld und er ist der arme Missverstandene...
Ich würde, ehrlich gesagt, keine Zeit auf seine Ausreden oder die anderen Damen verschwenden, sondern ihn umgehend aus meinem Leben entfernen. Sei mutig - der Name ist Dir doch eingefallen, weil er schon Deine Lösung enthält!
ChrisGeändert von Chris2008 (23.03.2012 um 14:47 Uhr)
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23.03.2012, 14:46
AW: Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
lass es bleiben! was soll es denn bringen? glaubst du, zwischen euch wird sich dadurch irgendwas ändern?
schau lieber, dass du ihn loswirst. ehrlich, das ist keine basis und ich frage mich, warum mann sowas so lange akzeptieren kann.
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23.03.2012, 14:55Es war ein schwerer Schlag, als ich am Tag X vom Notar nach Hause kam und er sich nicht mit mir freute, sondern ein extrem finsteres Gesicht machte und absolut am spinnen war. Ich hätte nun dies alles und was solle aus ihm werden? Das fragte er mich und gab mir gleichzeitig die Schuld, dass ich ihn um „seinen“ Anteil gebracht habe. Nun, noch am selben Tag teilte er mir mit, dass er mir natürlich nicht bei anfallenden Arbeiten Hilfe und Unterstützung bieten kann, da er vorhat, nun selbst ein Haus zu bauen um auch etwas zu besitzen, ich müsse das verstehen.
@ seimutig
... Du wirst schon wissen, was für Dich *zu tun* ist - und Du wirst sicherlich auch wissen, dass Du ihn auf gar keinen Fall in irgendwelche Verträge (die den von Dir übernommenen Familienbesitz betreffen) mit hineinnehmen *solltest*
...
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23.03.2012, 15:16Inaktiver User
AW: Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
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23.03.2012, 15:18
AW: Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
Nebenfrauen anrufen, wozu? Du wirst Geschichten hören, die Dir weh tun. Das bringt Dich kein Stück weiter.
Ihn rausschmeißen, ja. Ich denke, da ist nicht mehr viel Basis in Eurer Ehe.
Meine Frau hat ebenfalls das Haus ihrer Eltern geerbt, das war so deren Wille. Sollte ich deshalb schmollen? Dass Eltern ihren Kindern etwas wertvolles vererben, ist das Normalste auf der Welt, weshalb sollten Eltern ihren Schwiegerkindern an dem Erbe beteiligen? Vor allem, wenn die Ehe schon einmal auf der Kippe stand.
Ich lebe zusammen mit meiner Frau in ihrem Haus und gut istDie Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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23.03.2012, 16:10Inaktiver User
AW: Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
Die anderen Frauen sind doch nur Nebenkriegsschauplätze.
Dieser Mann ist nicht gut für dich und du weiß das.
Du warst in einer glücklichen Beziehung mit M2 die auf Augenhöhe war. Mit M1 wird das niemals gehen.
Wieso willst du auf Zwang dass diese Beziehung funktioniert?
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23.03.2012, 17:52
AW: Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
Hallo seimutig,
Was möchtest du erreichen? Dir die Bestätigung holen, dass er dich belügt? Kannst du dann die Beziehung lösen? Brauchst du die Bestätigung? Oder willst du "aufklären"? Auch die anderen eventuellen Nebenfrauen?
Ich denke, wenn du Kontakt aufnimmst und er weiß das, dass er dann ohnehin gehen wird?
Wenn du nur einen Beweis brauchst, dass du dich dann trennen kannst, dann könntest du es doch auch ohne oder? Bei den Nebenfrauen kannst du dir nicht sicher sein 1. ob sie das überhaupt wissen wollen, 2. ob sie dir glauben, 3. ob sie dir die Wahrheit sagen, 4. ob sie überhaupt den Kontakt mit dir wollen.
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23.03.2012, 18:16Inaktiver User
AW: Nebenfrau(en) ansprechen Ja/Nein??
Seimutig,
ich würde fast sagen, dass es egal ist, ob er dich nun betrogen hat oder nicht. Diese "Beziehung" kannst du doch unmöglich weiterführen wollen...


)!,
, 37 Jahre alt, habe eine 17-jährige Tochter, seit 14 Jahren eine Lebensgemeinschaft. Mein Lebensgefährte ist 21 Jahre älter. Ich bin finanziell unabhängig und bin besser ausgebildet als er (das schreibe ich deshalb, weil ich es in anderen Beiträgen schon als Nachteil für die Beziehung gelesen habe – es stellt auch bei uns ein Egoproblem für meinen Partner dar). Mein Partner hat eine Führungsposition, ist also ein Alphamännchen. Er (war) für mich eine sehr große Liebe, ich empfinde immer noch viel, sonst würde ich mich weder hier noch sonst mit den Schwierigkeiten quälen. Ich war 23 Jahre alt, als wir uns kennen lernten, allein erziehende Mutter einer 3-jährigen, fleißig, hübsch, unproblematisch, finanziell normal angesiedelt. Dieses „Gefälle“ zu ihm, damals 45, Karriere ok, Einkommen dazupassend, war für ihn, glaube ich, ein sehr schönes. „Leider“ wurde ich erwachsen, habe im 2. Bildungsweg Abendschule Abitur gemacht, dann an Uni studiert, in Mindestzeit abgeschlossen und bin meinen Weg gegangen. Nach meinem Studienabschluss hatten wir die erste sehr große Krise. 2 Wochen nach meiner Sponsion hat er die Beziehung beendet (nach etwa 6 ½ Jahren Beziehung) und sich sofort (oder vielleicht schon davor, weiß ich nicht genau, könnte aber gut sein, Verhalten hätte gepaßt) eine andere Frau angelacht. Gefälle zu dieser hat wieder gestimmt. Ich war sehr traurig damals, habe die ganze Schuld auf mich genommen und habe ihn spüren lassen, wie sehr ich die Beziehung gerne weiter leben möchte. Nix zu machen, er wollte auf zu neuen Ufern. Nach ungefähr einem Jahr lernte ich einen sehr netten jungen Mann kennen, der sehr verliebt und zuvorkommen war und ich begann mich für etwas Neues zu öffnen. Ich empfand die Zeit mit diesem Mann als sehr geborgen, liebevoll, ehrlich und sicher. Die Beziehung zu, ich nenne ihn „M 1“, war immer anstrengend, je nach seiner Stimmung hoch oder tief. Er hatte seine Spinnereien, wollte immer im Mittelpunkt stehen, usw. M1 neue Freundin lieferte ihm zwar das von ihm gewünschte Statusgefälle, war ihm mit der Zeit aber wahrsch. zu anstrengend (sie ist schwer depressiv, Magersucht, arbeitslos, mit Ü40 noch in einer Kellerwohnung bei den Eltern im kleinen schimmligen Haus, aber optisch attraktiv). Entweder das oder er wollte auch auf mich seinen Einfluss nicht verlieren. (Übrigens auch ich werde optisch nicht als Schreckschraube definiert
) Er hat also im Laufe der Trennung immer versucht mit an den Haaren herbeigezogenen Dingen Kontakt zu mir zu halten, ich wollte darauf aber nicht mehr eingehen, da ich in meiner neuen Beziehung glücklich war. Jedenfalls ließ er mir praktisch keine Wahl (wirklich, so geschickt ist er) ich traf mich mit ihm etwa 2 Jahre nach der Trennung auf einen Kaffee. Wir redeten, er machte den geknickten der bereut und dem sein Verhalten leid tut. Ich erzählte, dass ich glücklich bin, es mir in der neuen Beziehung sehr gut geht und es für mich schon vergeben und vergessen ist, was zwischen uns war. Nun dieses Treffen war der Startschuß seines erneuten sehr intensiven Werbens um mich (obwohl er noch mit dieser Freundin zusammen war, worüber er mich aber lange im Unklaren ließ). Leider, sage ich heute – damals war es sehr schön für mich, waren meine Gefühle für ihn sehr schnell wieder da. Ich habe heute noch keine Ahnung, wo meine Verliebtheit für M2 damals hingekommen ist. Doch M1 war so präsent. Er kann äußerst charmant sein, romantisch werben mit Blumen und Gedichten und Einladungen und Reue. Für mich war klar, das ist ein neuer, geläuterter M1 und in der Kombination mit allem, was ich damals schon an ihm liebte, erschien er mir perfekt. Wir kamen wieder zusammen und ich war sehr glücklich. Nun, leider ist er der Alte geblieben (das brauche ich wohl nicht erst erwähnen
). Er hat den Wusch ohne Wenn und Aber mit mir zusammen zu sein, das bedeute Heirat. Er hat meine Verletzung von damals respektiert und auch seinen Anteil daran eingestanden, das konnte er während unserer Beziehung nie. Es ist eine andere und auch lange Geschichte, was in der ersten Beziehungszeit mit uns passierte, aber kurz gesagt es war nicht fein von ihm und es hatte auch mit einer anderen Frau zu tun.
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