Was ich - für mich - ganz schlimm fände, wäre, wenn alle in meiner Umgebung wüssten, dass mein Mann mich belügt und betrügt und alle lächeln mir ins Gesicht ob meiner Ahnungslosigkeit und Dummheit es selbst zu merken.
Mir wäre eine ehrliche Person lieber, damit ich selbst entscheiden kann, was weiter in meinem Leben passiert. Wer will schon fremdbestimmt sein?
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13.05.2012, 07:31
AW: Wunsch nach Rache, obwohl selbst schuld
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13.05.2012, 08:42
AW: Wunsch nach Rache, obwohl selbst schuld
bleib bei dir selbst. du fühltest gleich, es wäre rache, wenn du ihr etwas sagtest.
nachher redetest du dir ein, es sei vielleicht ein gnadenakt an seiner frau, sie wissen zu lassen wer er ist.
es bleibt rache.lg
legrain
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13.05.2012, 09:26
AW: Wunsch nach Rache, obwohl selbst schuld
Hallo zusammen,
ich war auch einmal ein paar Monate mit einem verheirateten Mann liiert, der mir nie die Whrheit über sich und seine Ehe erzählt hat. Und ich war ziemlich naiv und furchtbar gekränkt, nachdem ich es per Zufall herausgefunden habe.
Nach ein paar Tagen des Hin- und Herüberlegens habe ich eines Tages bei ihm angerufen, seine Frau war am Telefon und ich habe ganz einfach nur unter einem falschen Namen seine Frau gefragt, wo ihr Mann sei. Sie hat ganz normal geantwortet, ich habe mich bedankt und aufgelegt. Danach ging es mir entschieden besser und ich konnte mit der ganzen Affäre abschliessen.
Schön daran war noch, daß ich ihn ein paar Tage später zufällig getroffen habe und er mich nach dieser ominösen Frau gefragt hat - was ich selbstverständlich abstritt.
Es muss kein Paukenschlag sein, keinesfalls, aber das Gefühl: es ist vorbei, ich weiß alles hat mir ungemein beim Abschied geholfen. Heute weiß ich für mich, daß es auf eine andere Art und Weise nicht gegangen wäre. Ich gehöre zu den Menschen, die eine saubere Trennung brauchen und sich nicht dauernd mit Hin- und Herüberlegen herumplagen können.Leben sollte mehr sein als nur überleben
Vitam et sanguinem pro Rege nostro, sed avenam non!
Blut und Leben für unseren König, aber keinen Hafer!
Merke: grosszügige Leute bieten dem Bedürftigen alles an, nur nicht das, was er wirklich braucht (aus einem Buch von George Mikes)
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13.05.2012, 10:13
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13.05.2012, 20:55
AW: Update...
Das ist schon ein starkes Stück! Ich kann deine Gedanken gut verstehen, dass du durch das Erfahren einer Heirat und jetzt auch noch eines Kindes, zurückruderst. Sich in eine vorhandene Beziehung "einmischen" ist etwas anderes, als sich in eine Familie "einmischen". Ein Racheakt würde die Familie als Instution zerstören.
Was ich bei dir nicht verstehe? Der Mann belügt und betrügt seine Freundin jahrelang. Wie kannst du von ihm Ehrlichkeit erwarten, wenn er dies nicht mal seiner Hauptfrau gegenüber bringt. Dann dir doch erst recht nicht, oder?
Abgesehen davon, mal anders gedacht,wir gehen davon aus, dass er seine Frau belügt. Woher wissen wir das eigentlich? Vielleicht führen sie eine offene Beziehung, in der jeder der beiden das Recht hat, rumzupoppen wie er möchte? Dann gänge dein Racheakt erst Recht nach hinten los...Geändert von Verwunderte (13.05.2012 um 21:02 Uhr)
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13.05.2012, 22:38Inaktiver User
AW: Wunsch nach Rache, obwohl selbst schuld
Für mich bleibt allerdings die Frage, ob die Ehefrau das wirklich für voll nehmen würde, wenn plötzlich eine "ehemalige Geliebte" auftaucht und ihr berichtet.
Dann ist es eben eine VERSCHMÄHTE, die jetzt auf ihre Weise versucht, Unfrieden zu stiften, weil sie ihn nicht gekriegt hat.
Wem wird die Ehefrau mehr Glauben schenken ? Dem Mann (den sie ja inzwischen "gut kennt" und der ihr - vielleicht - jeden Tag durch Küsschen und Blümchen hier und da und dort zu verstehen gibt, dass sie die Einzige unter der Sonne...) oder irgendeiner Frau, die man nicht kennt ?
Es besteht die Gefahr, dass der Rachefeldzug tatsächlich nach hinten losgeht und man sich noch mehr ärgert.
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14.05.2012, 13:27
AW: Wunsch nach Rache, obwohl selbst schuld
Meine Geschichte zu dieser Thematik:
Vor 5 Jahren lernte ich einen Mann über eine Single-Plattform kennen. Man mailte unverfänglich, dann etwas tiefer, tauschte sich aus, die Funken flogen, vorerst virtuell. Er gab mächtig Gas, baggerte, erzählte bald, dass er in einer Beziehung sei, diese sich aber in einer Sackgasse befinde. Das Übliche, keine Erotik, nur Alltag, keine Schmetterlinge, Zusammenleben wie Bruder und Schwester. Ihr kennt das ja. Das Gerede ist immer das Gleiche. Ich blieb skeptisch. Doch er gab nicht auf. Telefonate, Mails ohne Ende, viel gemeinsames Lachen, Neugier auf den anderen im Real-Life. Wir trafen uns dann und was soll ich sagen? Die Chemie war einfach überragend. Stundenlanges Gerede, da war kein Schweigen, Flirten ohne Ende und die Funken sprühten. Ich befand mich in einer Affäre. Heißer Sex, endlose Mails, Telefonate, Nähe, Lust. Dies ging über 1 Jahr so. Ich hörte mir seine Probleme an, er nörgelte, dass seine Frau ihn nicht mehr als „Mann“ sehen würde, heulte über seine sexlose Ehe. Ich gab ihm alles, Tipps, guten Sex, Ego-Aufpeppen. Er war eines Tages bei mir und seine Frau rief an. Nackt wie er war, mit erigierten Glied, telefonierte er mit ihr, mit der er seit über 25 Jahren verheiratet war, redete über die Kinder. Da machte es in meinem Kopf „Klick“. Er war mir von jetzt auf gleich fremd. Ich sah ihn jetzt nicht mehr durch die rosarote Brille: Er war ein Arsch, belog und betrog, hielt mich hin und da säuselte er im normalsten Biederman-Ton mit der Frau, die ihm vertraute. Das war mein Schlüsselerlebnis.
Ich setzte ihm irgendwann mehr oder weniger die Pistole auf die Brust, er wandt sich wie ein Aal, viele kennen das. Es wurde ihm zu eng und zu schwierig; ich war nicht mehr die kostenlose Prostiutierte, sondern kritisch hinterfragend, drängend. Er machte die Biege und Schluss; besann sich auf sein plötzlich aufkeimendes schlechtes Gewissen, die Kinder. Die Dreiecksbeziehung würde ich zu sehr belasten, er könne sich nicht mehr im Spiegel ansehen. Ich ließ ihn ziehen und wünschte ihm alles Gute, doch meine innere Stimme sagte mir: Der lügt. Ich stellte ihm im Internet eine Falle und was soll ich sagen: Der Depp tappste hinein, das gleiche Gesäusel. Ich hätte kotzen können. Die Wut keimte in mir auf. Ich recherchierte mit legalen und illegalen Mitteln im Internet und kam ihm auf die Schliche. Er vögelte sich durch diverse Single-Börsen und Sex-Seiten im Internet, immer die gleiche Masche. Ich schnürte einige Päckchen, behinhaltend seine diversen Profile und die diversen Nacktbilder, der mir geschickt hatte. Das Ganze ging dann an diverse Personen, u. a. an die Ehefrau und an den Arbeitgeber. Man kann sich bestimmt vorstellen, was danach los war. Er konnte mir nie etwas nachweisen, drohte mit Polizei. Ich leugnete natürlich alles und er schien mir zu glauben. Ich hatte dann noch einige unschöne, anonyme Anrufe, doch diese verebbten auch.
Für mich persönlich war es eine große Genugtuung, diesem Hecht das Handwerk zu legen und ja, es war für mich die hier zitierte „innere“ Reinigung und ich stehe dazu. Solche Typen sind es nicht wert ungeschoren durch‘s Leben zu gehen. Vielleicht hat er etwas gelernt und ich hoffe, dass keine Frau derart dumm ist, einem ertappten Fremdgänger seine fadenscheinigen Ausreden zu glauben. Ich hoffe, dass ein Fremdgänger hier in Bayern dazugelernt hat. Verarsche niemals eine „Geliebte“.
Das ist Jahre her, doch auch heute noch würde ich so handeln.
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14.05.2012, 14:08
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14.05.2012, 14:29
AW: Wunsch nach Rache, obwohl selbst schuld
Hallo, Heidewachtel,
ich denke, dass dort der "Burning Man" war, im gemachten "Nest".
Ich habe nie wieder etwas von dem Typen gehört. Ich vermute, dass er sich herausgeredet hat und sie ihm glaubte, ist doch oft der Fall. Es war für mich einfach ein runder Abschluss.
Oder sagen wir besser Abschuss. 
Vielleicht habe ich der Damenwelt einen Dienst erwiesen, indem ich diesen Mister Bombastic aus dem Verkehr gezogen habe. Vielleicht hat er daraus gelernt, vielleicht haben sie ein Versöhnungsbaby gezeugt, vielleicht sind sie geschieden, ich weiß es nicht. Ich finde es nur immer interessant, wenn das Volk aufbrüllt "Rache ist scheisse"; sie kann sehr wohltuend sein. Ich habe keine Falten der Gram davongetragen und habe lange Zeit mit meinen Freundinnen herzhaft über diese Episode in meinem Leben gelacht. Es war für mich stimmig.
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14.05.2012, 14:49
AW: Wunsch nach Rache, obwohl selbst schuld
Reinigung, ich habe herzhaft gelacht!!! In Reallife eine ganz böse Situation für Dich, aber aus der Zuschauerecke betrachtet....
Das Leben macht was es will und ich auch!


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