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  1. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Speichere ich hingegen Dinge in meinem Handy, die mein Partner nicht sehen soll, muss ich darauf vertrauen, dass er nicht hineinsieht. Tut er es es dennoch, hat er mein Vertrauen mißbraucht. Tut er es nicht, habe ich s e i n Vertrauen mißbraucht.
    Ich speichere nichts in meinem Handy, was mein Partner nicht sehen soll! Also kann er ruhig reinschauen, was er aber bestimmt nicht macht, weil es ihn nicht interessiert. Das Briefgeheimnis wahren wir, die Briefe an den Partner geschrieben, bleiben ungeöffnet für den Partner. Aber, wenn gelesen, liegen sie offen für den anderen Partner zum Lesen auf dem Tisch. Eine solche Geheimnistuerei kennen wir beide nicht, und das schon, so lange unsere Ehe besteht, und das ist eine lange Zeit!

  2. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Zitat Zitat von Halo Beitrag anzeigen
    Also, ich habe eine Privatsphäre, auch in meiner Partnerschaft.

    Das fängt damit an, dass ich grundsätzlich alleine im Badezimmer sein möchte und umfasst auch Briefe, Emails, SMS etc.

    Dabei geht es nicht darum, dass ich meinem Partner etwas verheimlichen möchte, sondern darum, dass ich einfach auch innerhalb meiner Partnerschaft ein Privatleben habe.

    Sicherlich gibt es Situationen, in denen ich meinem Partner einen Brief, eine Email oder eine SMS zeige, aber weder er noch ich kämen auf die Idee, das Handy des anderen durchzusehen o.ä..

    Warum auch?

    Sowohl er als auch ich kommunizieren mit Freunden und da gibt es ja auch vertrauliche Themen. Wenn z.B. eine Freundin mir etwas anvertraut, dann kann sie sich darauf verlassen, dass es unter uns bleibt und nicht von Dritten gehört oder gelesen wird.

    Das kann ich so 100%ig unterschreiben.

  3. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vertrauensmißbrauch entsteht ja erst, wenn das Vertrauen bereits mißbraucht wurde.

    Benutzte ich das Handy nur zu dem Zweck, den mein Partner kennt, kanm er ja jederzeit reinschauen. Da brauche ich nicht darauf vertrauen, dass er es nicht tut. Es kann also auch kein Vertrauen mißbraucht werden.

    Speichere ich hingegen Dinge in meinem Handy, die mein Partner nicht sehen soll, muss ich darauf vertrauen, dass er nicht hineinsieht. Tut er es es dennoch, hat er mein Vertrauen mißbraucht. Tut er es nicht, habe ich s e i n Vertrauen mißbraucht.

    Es gibt also nur eine Konsequenz: die eigenen Privatsphäre schützen. Nicht nur bei Facebook und Co. gilt: fotografiere, schreibe und speichere nichts, was eben niemand sehen soll.

    Oder noch weitergehender (aber vielleicht nicht immer umsetzbar): tu' nichts, was niemand wissen soll.

    Don't bei evil.
    Nunja. Es gibt aber nunmal Dinge in meinen Mails bei denen nicht ICH das Geheimnis habe, sondern die Menschen, die es mir schreiben. Sprich wenn eine Freundin / ein Freund mit mir Dinge unter der Vorraussetzung der Verschiegenheit mitteilt, dann behalte ich diese für mich.

  4. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Zitat Zitat von Lucy1111 Beitrag anzeigen
    Mein Partner soll schon die Möglichkeit haben, mich mit all meinen Facetten kennenzulernen...
    Bei Heimlichkeiten egal in welcher Art oder Form, vermittle ich ihm ein ungenau-verzerrtes Bild meiner Persönlichkeit und ich nehme ihm die Möglichkeit, mich in meiner ganzen Vielfältigkeit auszuwählen (als die Dame seines Herzens).
    Sorry, ich kann es nicht besser umschreiben.
    Es geht nicht um "Heimlichkeiten", aber warum sollte mein Partner überhaupt auf mein Handy, meine Mails zugreifen wollen? Was wichtig und für ihn interessant ist, erzähle ich ihm, leite ich ihm weiter oder lese ich ihm vor.

    Sprich ich "verheimliche" gar nichts.

  5. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Zitat Zitat von Lucy1111 Beitrag anzeigen
    @Tabea:

    Das soll ja auch nicht heissen, dass ich das mache...(Handy,Computer,etc.)
    Aber es ist schön zu wissen, dass ich nachschauen könnte, wenn ich das wollte...
    Das natürlich mit seinem Einverständnis.
    Der Teufel steckt im Detail!

    Lucy1111
    Dann ist es aber auch kein Vertrauensmissbrauch und keine Verletzung der Privatsphäre mehr. Du legst es ihm ja vor.

    Ich vertraue darauf, dass mein Partner mich fragt, wenn er etwas wissen möchte. Er könnte immer an meinen PC, mein Handy etc. aber ich vertraue darauf, dass er es nicht tut. Warum sollte er auch?

  6. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Nunja. Es gibt aber nunmal Dinge in meinen Mails bei denen nicht ICH das Geheimnis habe, sondern die Menschen, die es mir schreiben.
    Richtig.

    Ich habe den eMail-Wechsel gespeichert, den ich mit einer mir sehr nahe stehenden Freundin eine Weile lang hatte und in dem es um eine schlimme Sache ging, die ihr widerfahren war, von dem sie aber explizit nicht wollte, dass irgendjemand sonst ausser mir es erfährt. Ich will diese eMails nicht löschen, sie sind mir und ihr wichtig. Aber meinen Partner gehen sie und das, was darin gesagt wurde, nicht das Geringste an. Sie haben auch rein nichts damit zu tun "wer ich bin".

    Zweitens - ich hab auf meinem Handy berufliche Telefonnummern gespeichert, die vertraulich sind und die ich deswegen entsprechend schützen muss. Auch die gehen meinen Partner nicht das Geringste an. Er weiss, dass ich solche Nummern habe, aber sehen darf er sie nie. Übrigens ist das umgekehrt ebenso der Fall, auch er hat solche beruflichen Nummern auf seinem Handy.

    Also sorge ich dafür, dass niemand, auch mein Partner nicht, Zugriff auf meine Handy- und eMail-Daten hat (beruflich und privat), und erzähle ihm gewisse Dinge auch mündlich nicht. Umgekehrt ebenso. Das bedeutet, dass sein Handy, wenn es auf dem Tisch klingelt und er gerade nicht ran kann, für mich tabu ist (ich geh weder ran, noch schaue ich, wer anruft). Und umgekehrt. Das ist eine Selbstverständlichkeit für uns.

  7. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Ich schließe mich im Wesentlichen den Aussagen von Halo, Brighid, Horus u.a. an. Außerdem finde ich den Gedanken furchtbar, in einer Partnerschaft gnadenlos offen zu sein und alles, was einem durch Kopf und Herz geht, teilen zu "müssen", weil etwas anderes "Vereinzelung" und "zu ausgeprägter Individualismus" bedeuten würde. Ich sehe das anders. Auch eine Partnerschaft besteht aus zwei Menschen, die auch dann, wenn sie viele Jahre miteinander verbracht haben, unterschiedlich bleiben. Dies anzuerkennen, hat für mich viel mit Respekt und Achtung und damit erst recht mit Solidarität zu tun. Themen, die mich als Person betreffen, möchte ich auch erst einmal mit mir ausmachen. Oder vielleicht auch mit jemand anderen als meinem Partner, weil beispielsweise eine gute Freundin einen Erfahrungshorizont hat, den ich als passend empfinde. Im realen Leben teile ich vieles davon mit meinem Partner, weil ich das Gespräch mit ihm als bereichernd empfinde. Das, was ich mit mir selbst ausmache, ist denkbar gering. Aber ich möchte die Entscheidung treffen können, was ich erzähle. Mein Mann sieht und praktiziert das genauso. Und "trotzdem" (? oder gerade deswegen?) sind unsere Gespräche von einer Intimität geprägt, die ich als zutiefst verbindend erlebe.

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    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    ich unterschreibe mal wieder komplett bei horus


  9. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Natürlich habe ich Geheimnisse mit einer Freundin usw., aber diese Priatsphäre wächst doch in einer Ehe/Partnerschaft.
    Ich habe es schon woanders geschrieben, wo Liebe und Vertrauen ist, gibt es nur eine " gemeinsame " PS.
    Frau und Mann müssen zusammen leben und nicht getrennt - im Kopf -.
    Ist mir zu egoistisch und deshalb wird auch jede 2. Ehe in D geschieden. Keiner ist zu Kompromissen bereit und ein " Einzelmensch ! ?
    Ich sehe es genau anders: Meiner Meinung nach werden so viele Ehen geschieden, weil - besonders - Frauen der Meinung sind, man müsse immer und überall alles teilen und alles gemeinsam machen. Das "klebt".

    Ansonsten kann ich Horus, Catamara etc. nur zustimmen.
    Geändert von Inaktiver User (24.10.2011 um 19:38 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch

    Privat bleibt privat. Und das, was privat ist, definiert derjenige, für den dies war (e-Mail, Sms,Brief...).
    Das handhabe ich bei allen Menschen so. Nur, wenn ich dazu explizit gebeten werde, gehe ich an ein klingelndes Handy.

    Ich will gar nicht um irgendwelche Abgründe, noch Vertraulichkeiten anderer Menschen wissen. Ob dies mein Partner, die Kinder oder sonstwer sind.

    Für mich heisst Vertrauen nicht, dass ich alles sehen und wissen dürfen/ können/ sollen muss, sondern, dass der, dem diese Zeilen gesendet wurden, selbst entscheidet, wen und ob er darüber informieren möchte.

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