Ich speichere nichts in meinem Handy, was mein Partner nicht sehen soll! Also kann er ruhig reinschauen, was er aber bestimmt nicht macht, weil es ihn nicht interessiert. Das Briefgeheimnis wahren wir, die Briefe an den Partner geschrieben, bleiben ungeöffnet für den Partner. Aber, wenn gelesen, liegen sie offen für den anderen Partner zum Lesen auf dem Tisch. Eine solche Geheimnistuerei kennen wir beide nicht, und das schon, so lange unsere Ehe besteht, und das ist eine lange Zeit!Speichere ich hingegen Dinge in meinem Handy, die mein Partner nicht sehen soll, muss ich darauf vertrauen, dass er nicht hineinsieht. Tut er es es dennoch, hat er mein Vertrauen mißbraucht. Tut er es nicht, habe ich s e i n Vertrauen mißbraucht.
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Ergebnis 31 bis 40 von 801
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24.10.2011, 14:37Inaktiver User
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
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24.10.2011, 14:48Inaktiver User
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24.10.2011, 14:50Inaktiver User
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
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24.10.2011, 14:52Inaktiver User
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
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24.10.2011, 14:58Inaktiver User
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
Dann ist es aber auch kein Vertrauensmissbrauch und keine Verletzung der Privatsphäre mehr. Du legst es ihm ja vor.
Ich vertraue darauf, dass mein Partner mich fragt, wenn er etwas wissen möchte. Er könnte immer an meinen PC, mein Handy etc. aber ich vertraue darauf, dass er es nicht tut. Warum sollte er auch?
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24.10.2011, 15:25Inaktiver User
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
Richtig.Nunja. Es gibt aber nunmal Dinge in meinen Mails bei denen nicht ICH das Geheimnis habe, sondern die Menschen, die es mir schreiben.
Ich habe den eMail-Wechsel gespeichert, den ich mit einer mir sehr nahe stehenden Freundin eine Weile lang hatte und in dem es um eine schlimme Sache ging, die ihr widerfahren war, von dem sie aber explizit nicht wollte, dass irgendjemand sonst ausser mir es erfährt. Ich will diese eMails nicht löschen, sie sind mir und ihr wichtig. Aber meinen Partner gehen sie und das, was darin gesagt wurde, nicht das Geringste an. Sie haben auch rein nichts damit zu tun "wer ich bin".
Zweitens - ich hab auf meinem Handy berufliche Telefonnummern gespeichert, die vertraulich sind und die ich deswegen entsprechend schützen muss. Auch die gehen meinen Partner nicht das Geringste an. Er weiss, dass ich solche Nummern habe, aber sehen darf er sie nie. Übrigens ist das umgekehrt ebenso der Fall, auch er hat solche beruflichen Nummern auf seinem Handy.
Also sorge ich dafür, dass niemand, auch mein Partner nicht, Zugriff auf meine Handy- und eMail-Daten hat (beruflich und privat), und erzähle ihm gewisse Dinge auch mündlich nicht. Umgekehrt ebenso. Das bedeutet, dass sein Handy, wenn es auf dem Tisch klingelt und er gerade nicht ran kann, für mich tabu ist (ich geh weder ran, noch schaue ich, wer anruft). Und umgekehrt. Das ist eine Selbstverständlichkeit für uns.
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24.10.2011, 16:08Inaktiver User
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
Ich schließe mich im Wesentlichen den Aussagen von Halo, Brighid, Horus u.a. an. Außerdem finde ich den Gedanken furchtbar, in einer Partnerschaft gnadenlos offen zu sein und alles, was einem durch Kopf und Herz geht, teilen zu "müssen", weil etwas anderes "Vereinzelung" und "zu ausgeprägter Individualismus" bedeuten würde. Ich sehe das anders. Auch eine Partnerschaft besteht aus zwei Menschen, die auch dann, wenn sie viele Jahre miteinander verbracht haben, unterschiedlich bleiben. Dies anzuerkennen, hat für mich viel mit Respekt und Achtung und damit erst recht mit Solidarität zu tun. Themen, die mich als Person betreffen, möchte ich auch erst einmal mit mir ausmachen. Oder vielleicht auch mit jemand anderen als meinem Partner, weil beispielsweise eine gute Freundin einen Erfahrungshorizont hat, den ich als passend empfinde. Im realen Leben teile ich vieles davon mit meinem Partner, weil ich das Gespräch mit ihm als bereichernd empfinde. Das, was ich mit mir selbst ausmache, ist denkbar gering. Aber ich möchte die Entscheidung treffen können, was ich erzähle. Mein Mann sieht und praktiziert das genauso. Und "trotzdem" (? oder gerade deswegen?) sind unsere Gespräche von einer Intimität geprägt, die ich als zutiefst verbindend erlebe.
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24.10.2011, 16:15
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
ich unterschreibe mal wieder komplett bei horus
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24.10.2011, 16:24Inaktiver User
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
Geändert von Inaktiver User (24.10.2011 um 19:38 Uhr)
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24.10.2011, 16:40Inaktiver User
AW: Privatsphäre/Vertrauensmissbrauch
Privat bleibt privat. Und das, was privat ist, definiert derjenige, für den dies war (e-Mail, Sms,Brief...).
Das handhabe ich bei allen Menschen so. Nur, wenn ich dazu explizit gebeten werde, gehe ich an ein klingelndes Handy.
Ich will gar nicht um irgendwelche Abgründe, noch Vertraulichkeiten anderer Menschen wissen. Ob dies mein Partner, die Kinder oder sonstwer sind.
Für mich heisst Vertrauen nicht, dass ich alles sehen und wissen dürfen/ können/ sollen muss, sondern, dass der, dem diese Zeilen gesendet wurden, selbst entscheidet, wen und ob er darüber informieren möchte.


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Lucy1111
