Jetzt habe ich total vergessen etwas zu dir zu sagen: toll, dass du dich so gut distanzieren konntest und es dir viel besser geht!!
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Thema: Ist das okay von mir?
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22.03.2012, 09:44Inaktiver User
AW: Ist das okay von mir?
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23.03.2012, 09:25
AW: Ist das okay von mir?
Guten Morgen Poly,
komme erst jetzt dazu zu antworten.
Hmmm. Es freut mich, dass die Tage mit ihm schön waren und Du Dich gut fühlst.
Mir liegt nichts ferner als 'rumzukritisieren', nur vergiss nicht, dass es Dir so lange 'gut gehen' wird, wie er es möchte, sprich in diesem Fall:
An was ist er interessiert? An einer Umkehr seines Tuns? An einer knallharten Auseinandersetzung mit seinem Selbst? Einem tiefen Blick in seine Seele? So kommt es mir nicht vor. Er spiegelt sich in einer ihn liebenden Seele, naemlich Deiner -das ist etwas ganz anderes. Wenn der Leidensdruck zu gross waere Poly, dann würde er sich nicht der Therapie versperren. Er pflegt einen Austausch mit Dir über seine 'Probleme' (ich sage bewusst nicht 'benutzt', sondern pflegt), aber eine "Quasi-Therapie" mit einem emotional beteiligten Menschen kommt mir vor wie: "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!"
Das sind so meine Gedanken.
Aber vielleicht ist der Austausch mit Dir ja auch der 'Initial Drop' den er braucht, um eine Kehrtwende einzuleiten. Man weiss es nicht.
Pass aber bitte sehr sehr gut auf Dich selbst auf und versuche nicht die Therapeutin zu werden, die Du nicht sein kannst
Geändert von Siebenschlaeferin (23.03.2012 um 09:34 Uhr)
What we think, we become.
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23.03.2012, 09:39Inaktiver User
AW: Ist das okay von mir?
Ich kopiere hier rein, was ich eben jemand anderem darüber geschrieben habe:
Er will sich nichts suchen. Er redet sich raus, dass er nicht so gut die Landessprache kann usw. Aber eigentlich hat er einfach nur Angst sich jemandem Fremden anzuvertrauen, da kann ich ihn voll verstehen.
Ja, es ist schwierig, aber bisher läuft es ganz gut. Wir haben keine "starren" Therapiesitzungen, noch nicht zumindest. Wir reden sehr viel darüber, ich habe sehr viel gelesen und versuche ihm bewusst zu machen, was es ist und was seine Beweggründe dabei sind.
Er ist schon dabei sich zu verändern, er reflektiert sein Verhalten, ihn ärgern schon viele Sachen viel weniger als früher (an anderen Menschen), er ist gelassener geworden. Und das nur nach 1 Monat mit mir...
Ich habe gelesen, das Wichtigste an einer Therapie eines Narzissten ist das Verhältnis zwischen Therapeuten und Patienten: und da habe ich einen grossen Vorteil, er hat da volles Vertrauen zu mir. Zumal ich mich sehr gut in ihn reinverstetzen kann, ich habe auch viele Züge davon, auch wenn ich keine Störung habe. Aber einiges ist mir sehr bekannt, das bringt mir selbst auch viel.
Ja, es ist eigentlich ein No-Go eine Therapie zu führen, wenn man emotional gebunden ist. Aber es war auch ein No-Go ihn mit der Diagnose zu konfrontieren und bei uns war es goldrichtig, es hat ihm sehr viel gebracht.
Man darf nicht immer danach gehen, was eigentlich sinnvoll erscheint: man muss auch seinem Bauchgefühl, seiner Intuition trauen.
Solange es uns beiden dabei gut geht und wir uns langfristig in die richtige Richtung bewegen (Rückschläge wird es immer geben), ist es egal, ob wir es eine Therapie oder Gespräch unter Freunden nennen.
Ich habe mich sehr viel darüber informiert, wie so eine Therapie ablaufen soll (die Grundsätze, wo man ansetzen soll), das deckt sich großteils mit meinen eigenen Gedanken dazu, die ich hatte. Das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Ich werde natürlich darauf achten, wie es mir dabei geht und notfalls eine Pause in der Therapie (nicht Freundschaft/Liebe) einlegen. Aber bisher tut es uns beiden gut.
Wie gesagt, nennen wir es Hilfe unter Freunden, ich hätte einfach mehr Ahnung davon und helfe ihm dabei. So ist es ja auch. Denn eine Therapie darf ich offiziell (noch) gar nicht machen.
Ich mache schon seit 6 Monaten die Schule zum Heilpraktiker für Psychotherapie, es bringt mir selbst auch sehr viel ihn da zu begleiten. Zumal es viel einfacher für mich ist, weil ich ihn in- und auswendig kenne und wir ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zueinander haben.
Würde mir jemand sowas erzählen, würde ich auch Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber für mich fühlt es sich gut an.
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Wie gesagt, man muss es offiziell nicht "Therapie" nennen, darf man auch nicht. Ich helfe ihm, indem ich mein Wissen und Fähigkeiten einsetze. Eine Therapie ist bei Narzissten sehr sehr schwierig und scheitern meistens entweder am Verhältnis zum Therapeuten oder am mangelnden Willen. Und von beidem ist zur Zeit genug vorhanden.
Ich habe ihm gesagt, wenn er sich für einen "richtigen" Therapeuten bereit fühlt, soll er jederzeit hingehen, und nicht etwa denken, ich wäre beleidigt. Mir ist es nicht wichtig, wer ihm hilft, sondern DASS ihm geholfen wird.
Und ja, zur Zeit hat er tatsächlich Interesse an tiefen Einblicken in sein Selbst und reflektiert sein Verhalten (bzw. fängt damit an). Er fängt an über seine Gefühle in bestimmten Situationen nachzudenken bzw. nach meinen Fragen danach. Und er fängt an gelassener zu werden, und er merkt teilweise selbst, dass er plötzlich anders reagiert, wo er vor 2 Monaten noch ärgerlich, wütend usw war. Und er macht sich Gedanken (nach meinen Fragen), was genau ihn da wütend gemacht hat...
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29.03.2012, 09:52
AW: Ist das okay von mir?
Hallo Poly,
wie geht es Dir?
Bei mir inzwischen vollkommender Kontaktabbruch. Ich hab ihn gebeten auch seine Mails einzustellen, weil sie mich auf eine negative Art und Weise berühren. Antwort kam keine, was aber auch gut ist.
Ich wünsche mir sehr, dass diese Ruhe anhaelt. Vor allem hoffe ich auch, dass ICH es durchziehe und keinen schwachen Moment bekomme, und ihn frage wie es ihm geht.
Ich frage mich bei solchen Geschichten immer, wieso es solche Beziehungen überhaupt gibt? Was ist denn hier der Lerneffekt?What we think, we become.
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29.03.2012, 21:09Inaktiver User
AW: Ist das okay von mir?
Bei mir ist zur Zeit die Geschichte etwas in den Hintergrund getreten (er ist sowieso auf Geschäftsreise), ich kämpfe zur Zeit auf einer anderen Baustelle (Zwillingsseele, wenn man danach googelt, findet man alles so, wie ich zu ihm fühle; und es ist klar, dass er ein Narzisst sein muss, ich habe auch einige Anteile davon, wenn auch keine krankhaften)...
Aber es freut mich, dass du den Mut und die Kraft gefunden hast, den Kontakt, der dir eindeutig geschadet hat, abzubrechen!
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02.04.2012, 09:13
AW: Ist das okay von mir?
Hallo Poly,
ich habe am Wochenende etwas 'Ursachenforschung' betrieben, viel gelesen und im Grunde genommen stösst man bei Geschichten wie unseren immer auf das 'eigene Erbe', sprich Narzisst / Komplementaernarzisst. Bei mir scheint es das Thema 'Selbstliebe' zu sein, Grenzen zu setzen wenn einem etwas nicht gut tut, sagen zu können: Ich stehe hierfür nicht zur Verfügung. (Was ich nun schlussendlich gemacht habe, allerdings erst nach Jahren und unter starken Geburtswehen
)
Der Tanz, der hier aufgeführt wird, findet nur statt, weil seine und meine Schritte perfekt aufeinander abgestimmt sind. Entweder man steigt ganz aus dem Tanz aus und steht leicht verwirrt in der Gegend rum (so wie ich jetzt) oder aber man findet einen Tanz, der besser zu einem passt und nicht alte, destruktive Muster wiederspiegelt (hoffe da komme ich noch hin).
Ich vermisse seine Zeilen momentan zwar noch, aber ich weiss, dass es nur eine Sehnsucht nach einem Schmerz ist, den ich endlich hinter mir lassen will.
So long - hoffe Dir geht es gut...Geändert von Siebenschlaeferin (02.04.2012 um 09:20 Uhr)
What we think, we become.
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02.04.2012, 12:19Inaktiver User
AW: Ist das okay von mir?
Mir hat unser Kontakt immer gut getan, weil wir eben nie eine Beziehung hatten. Aber mich abgrenzen konnte ich mich eigentlich schon gut...
Hier steht alles, was ich zu ihm (und auch er zu mir, wenn er ehrlich zu sich ist) fühle...
Seelenverwandte
An der "Selbstliebe" und Abgrenzung solltest du aber unbedingt arbeiten, ob alleine mit Hilfe von Büchern oder mit Hilfe von Therapie - musst du entscheiden...
LG
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13.04.2012, 23:10Inaktiver User
AW: Ist das okay von mir?
Es geht hier nicht um Ethik von deiner Seite-die müsste, wenn dann er zeigen, indem er sich nicht mit Dir austauscht. Du solltest Dir die Frage beantworten, was Du dir letzten Endes von diesen Schreiben erhoffst?-Wenn Du Dir nichts erhoffst, lass es einfach-wenn doch, ist er am Zuge.
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12.06.2012, 09:15
AW: Ist das okay von mir?
Hallo zusammen,
ich dachte ich mache mal wieder ein Update - aber aus einem -für mich- befreienden Anlass
Zwischenzeitlich hatten wir wieder über 20 Mails ausgetauscht. Wirre Kommunikation.
Ebenfalls zwischenzeitlich hatte ich einen Termin bei der Familienaufstellung, weil ich inzwischen der Meinung bin, dass meine Bereitschaft dieser wirren Kommunikation überhaupt stattzugeben, mit etwas in mir selbst zu tun hat, das ich gerade dabei bin zu erforschen. An dieser Stelle kann ich jedem nur zur Familienaufstellung (in erfahrenen Haenden!) raten.
2 Tage vor der Familienaufstellung war ich beruflich in seiner Stadt und hatte 2 Stunden Aufenthalt am Bahnhof, vor meiner Weiterfahrt. Wir wollten uns treffen. Weiss nicht ob ich mir einen Abschied (oder sonstigen Humbug) vorgestellt habe, aber die Aktion seinerseits sprach wieder Baende: Er könne nicht zu der Zeit an den Bhf kommen, er habe Billardtraining - aber ich könne doch wohl eine Stunde warten oder? Ich dachte mich trifft der Schlag und habe dankend abgelehnt.
Dann, am Sonntag rief er mich morgens um 7:30 an. Unbekannte Nummer. Ich ging nicht ran. Es kam eine SMS: "Aufgrund einer Beerdigung sei er in meiner Stadt und ob ich Zeit haette auf Kaffee?'. Hab ihm mein herzliches Beileid ausgesprochen, auf Kaffee (was definitiv nicht als Kaffee, sondern als Sextreffen gemeint war) hatte ich keine Lust...
Er war natürlich beleidigt und griff dann tief in VKA-Kiste. Er habe sich nun scheiden lassen von seiner zweiten Frau und sei jetzt (er ist 36) mit einer 20 jaehrigen zusammen. Und "...mir geht's soooo verdammt gut mit ihr."
Ich weiss nicht was da bei mir eingerastet ist in diesem Moment. Ich sah nur einen klitzekleinen Mann, der verzweifelt um sich schlaegt, ein riesengrosses Ego, das ihn da reitet, und am Ende des Gedankenganges leuchtete förmlich ein Satz auf, wie eine Neonreklame: "Ich stehe für diesen Mann und seine destruktive Dynamik nicht mehr zur Verfügung!
Habe ihm eine Email geschrieben, in dem ich ALLES was ich bisher auf dem Herzen hatte förmlich 'ausgekotzt' habe. Sehr gut ist er dabei nicht weggekommen, aber es musste raus. Als er dann noch den Nerv hatte darauf zu antworten war ich sprachlos. Habe seine Antwort ungelesen (zum ersten Mal in meinem Leben) gelöscht.
Ich wollte hier nur noch einmal allen Mut machen, die denken sie sind in einer Spirale gefangen. Zugegeben, bei mir dauerte es etwas sehr lang, aber... NUN IST ES PASSIERT. Der Schalter ist umgelegt und ich muss nicht mehr mit Magen- und Kopfschmerzen reagieren, sobald ich eine Mail lese oder ein Telefonat mit ihm führe, weil es keine Mails und Telefonate mehr geben wird : )
Natürlich weiss ich dass er psychisch krank ist - aber so wenig Einsicht, so wenig Selbstreflektion, 2 Ex-Frauen, 2 Kinder, nun die 20 Jaehrige... was macht der Kerl eigentlich? Wie die Axt im Walde. Aendern können wird man solche Menschen nie, alles dreht sich um ihre eigene verquere Selbstwahrnehmung - und Beweihraeucherung.
Mein Fazit nach 7 (!) Jahren: laufen, einfach nur laufen und das eigene Leben leben. Das eigene Leben kann man sich selbst sooo schön zum Wohlfühlen einrichten, da braucht man dann keine Dramen
Liebe Grüsse an alle,
SiebenschlaeferinGeändert von Siebenschlaeferin (12.06.2012 um 09:19 Uhr)
What we think, we become.
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12.06.2012, 09:53Inaktiver User
AW: Ist das okay von mir?
Hallo Siebenschläferin, du kannst ganz stolz auf dich sein!

Es freut mich zu hören, dass du es endlich mal geschafft hast!
LG


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