So ist es.
Und sich vielleicht klar machen, dass Menschen Dinge unterschiedlich wahrnehmen, und diese Wahrnehmung nicht einmal für einen Menschen über seine Lebensspanne deckungsgleich sein muss, sondern Wandel unterworfen sein kann.
Ich finde es beispielsweise nicht sonderlich hilfreich, als quasi festgeschriebenen, in Stein gemeisselten Standard fest zu legen: Wer in einer Paarbeziehung lebt, und sich für andere interessiert, sich gar verliebt, dessen Paarbeziehung MUSS defizitär sein.
Das KANN durchaus zutreffen, MUSS es aber nicht notwendigerweise.
Ich bin eine Frau, die unglaublich viel Spass am Flirt hat, und sich sehr für andere Menschen, auch andere Männer, interessieren kann. Mir sind auch erotische Gefühle für andere nicht fremd.
Ich habe keine Affären, empfinde meine Beziehung weder als defizitär, noch meinen Partner als langweilig oder unerotisch.
Das sind keine unvereinbaren Gegensätze, sondern schlicht Ausdruck meiner Persönlichkeit. Mein Partner kann damit umgehen, weil er weiss, dass ich weiss, wo meine Grenzen sind. Und sollte es diesbezüglich Verschiebungen geben, wäre er der Erste, der davon erfährt.
Ich halte es gar nicht für anormal, dass man sich für andere Menschen interessiert und sich auch erotisch von ihnen angezogen fühlt. Was man aus dieser Anziehung macht unterliegt aber doch wieder der Definition der eigenen Grenzen - ich entscheide darüber, was ich auslebe, und was eher offen bleibt. Und so kann ich ein Gernflirter sein, und dennoch treu, und glücklich und geborgen in meiner Beziehung. Ich kann auch meinem Partner zugestehen, mit einem Augenzwinkern durch´s Leben zu gehen. Ich weiss, dass ich den besten aller Männer an meiner Seite habe - und er ist gerade auch deshalb der für mich Beste, weil er es nicht nötig hat, mir meine Flügel zu stutzen, sondern darauf vertraut, dass ich mich gern und freiwillig be_grenzen kann.
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22.08.2011, 13:19Inaktiver User
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
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22.08.2011, 13:29
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22.08.2011, 13:46
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
..ich hatte in diesem fall meine situation beschrieben und mein "nichtumgehenkönnen" mit meinen gefühlen..
...wenn das bei anderen klappt, isja schön..
...da geht sie ab, die Luzie..
...would you offer your throat to the wolf with the red roses???.....YES !
Meine kleine Mutti, ich werd dich dolle vermissen
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22.08.2011, 13:58
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
Bisher dachte ich, das müsse bei mir auch so sein, alles andere wäre geistige Untreue.
Da, denke ich, wird man ohnehin nichts kontollieren können, wenn die Gefühle so stark und übermächtig werden. Das passiert meiner Meinung aber wirklich nur, wenn in der Hauptbeziehung etwas nicht stimmt und dann gleichzeitig noch der/die Richtige auftaucht. Ist ja bei der TE nicht der Fall.
Wenn man noch zu einer Entscheidung fähig ist, wie weit man "spaßhalber" gehen will, dann heißt es, sich rechtzeitig zu besinnen, sonst entgleitet einem das schlagartig und es gibt kein zurück.Geändert von Brigitter (22.08.2011 um 14:06 Uhr)
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22.08.2011, 14:20Inaktiver User
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
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22.08.2011, 15:07Inaktiver User
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
Wenn hier so viele davon schreiben, dass es darauf ankomme, beim Flirten seine Grenzen zu kennen: Wo genau liegt für Euch in solcher Konstellation die Grenze?
Welches Verhalten ist für Euch noch lustvoller Flirt und wo wird es gefährlich / bedenklich?
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22.08.2011, 15:20
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
M.E. kann man da keine objektiven Maßstäbe angeben. Das musst eigentlich Du selber spüren, wann es "gefährlich" wird.
Vielleicht als grober Anhaltspunkt: Wenn Du mit Deinem Mann zusammen bist und dabei an Deinen Schwarm denkst, ist es allerhöchste Zeit, die Sache zu beenden.Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
)
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22.08.2011, 15:31Inaktiver User
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
Ferdinand hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Ich würde noch ergänzen wollen, dass man Grenzen auch mit dem Partner gemeinsam stecken kann. Es gibt ja für eine ganze Menge Paare da auch eine Grauzone, z.B. diejenigen Paare, die gemeinsam Clubs besuchen, oder auf anderem Wege andere Paare suchen - das kann ja durchaus bis hin zum Partnertausch gehen. Und da gibt es auch Paare, die Partnertausch, gemeinsam praktiziert, okay finden, Alleingänge aber ablehnen würden.
Für mich persönlich ist ein Flirt ein Flirt - unverbindlich, leicht, fröhlich. Weder wird herum geknutscht, noch kommt es zu Petting o.ä.. Gemeinsame Unternehmungen sind aber beispielsweise kein Problem, und man kann sich auch in den Arm nehmen und liebevoll miteinander umgehen. Ich finde die Grenze, ab der Kontakt eindeutig eine sexuelle Wendung nimmt und meine Grenze überschreitet, absolut deutlich spürbar.
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22.08.2011, 15:44
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
Für mich liegt die Grenze spätestens da, wo ich meine Frau verletzen würde. Ab da macht es sowieso auch keinen Spaß mehr wegen des schlechten Gewissens. Weiterhin aus der Lebenserfahrung da, wo ich die Kurve nicht mehr kriegen würde, sozusagen das dritte Glas Rotwein.
Außerdem ist das natürlich von der jeweiligen "Flirtpartnerin" abhängig. Wenn diese absolut sicher keinerlei Absichten oder Hoffnungen hegt, ist die Grenze etwas weiter. Wenn ich allerdings merken würde, die will mehr, würde ich sofort auf Distanz gehen.
Was für uns/mich nicht gehen würde, wäre Händchenhalten oder Küsse. Das hätte für mich zu viel Bedeutung.
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22.08.2011, 15:52
AW: Fremdverlieben - ist das normal?
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)



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, richtig gefährlich finde ich lustlose Flirts....


