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03.08.2011, 09:43Inaktiver User
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
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03.08.2011, 10:03
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
Das halte ich für einen Trugschluss. Die wenigsten Fremdgänger behandeln ihre Partner schlecht.
Nee, die These mit dem Erst-Ausstieg der Betrogenen ist einfach eine Provokation, um Aufmerksamkeit für das Buch auf sich zu ziehen. Es mag Fälle geben, wo das Fremdgehen vom Betrogenen quasi provoziert wird, aber die Regel ist das bestimmt nicht.
Streng genommen müsste man auch noch zwischen Fremdgehen und Betrügen unterscheiden, denn nicht jedes Fremdgehen ist ein Betrug.Das Leben ist kein Ponyschlecken! (geklaut von fledervieh
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03.08.2011, 11:04
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
Ich denke nicht, dass er sie zwangsläufig schlecht behandelt haben muss. Und vielleicht ist sie inne
rlich aus der Beziehung ausgestiegen, weil sie instinktiv gespürt hat, dass da gewisse Dinge passieren, die mit ihrem eigenen Beziehungsverhalten oder dem, wie sie eine Partnerschft führen will, kollidieren. Vielleicht ist der Mann eher polygam veranlagt, was nicht schlimm nicht, wenn man ein Partner hat, der ebenso tickt. Ist die Frau aber überzeugte Monogamistin, hat sie wohl unbewusst das einzig richtige für sich getan, indem sie innerlich aus dieser Beziehung ausgestiegen ist. Ich versteh nur nicht, warum Frau Zurhorst nun dafür plädiert, wieder in eine Beziehung einzusteigen, die meinen ureigensten bedürfnissen nicht entspricht. Könnte auch eine Form von Masochismus sein.
P.s: ich möchte hiermit jedoch nicht die These aufstellen, dass jeder Mensch, der untreu ist, auch polygam ist.
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03.08.2011, 11:39
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
Das Problem ist, dass man auf Arten aus der Beziehung aussteigen kann, die nicht so offensichtlich sind. Ein Fremdgehen / Betrügen mit einem anderen Menschen ist klar und deutlich als das definiert. Aber ein Aussteigen aus einer Beziehung kann auch vorkommen, wenn der Mann sich auf einmal total in den Job versenkt. Oder wenn eine Frau sich jahrelang nur noch auf ihre Kinder konzentriert, oder darauf, dass das Haus immer toll aussieht. (Beides geht übrigens auch andersrum.) Oder einer plötzlich nur noch für seinen Sport lebt. Oder oder oder.
Das ist alles eine Art, den Partner innerhalb der Beziehung zu verlassen, alleine zu lassen.
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03.08.2011, 11:51Inaktiver User
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
nun in allen ratgeber findet man nur eines - das nähmlich immer was in der partnerschaft nicht in ordnung ist, teilweise wird dem betrogenen die schuld gegeben, ( zurückziehen, nicht mehr sich in die partnerschaft einbringe, kein arbeiten an der partnernschaft), aber wenn jemand betrügen will, macht er es egal ob die partnerschaft funktioniert oder nicht, der betrüger denkt nicht darüber nach sondern will nur ausserehelichen sex, ich halte von diesen ratgeber nichts.
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03.08.2011, 12:04
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
Nein, das schreibt sie halt nicht. Aber diese Aussage ist ganz klein in einem Kapitel versteckt.
Ich finde das Buch an sich sehr gut, aber man sollte es doch differenziert lesen bzw. betrachten. Ich lese das Buch so, das man nicht zu schnell eine Beziehung beenden sollte, sondern mit seinem Partner an der Beziehung arbeiten soll. Ein guter Ansatz finde ich, aber leider ist die Praxis ganz anders. Ich habe noch nie einen Mann kenngelernt, der mit mir zusammen an unserer Beziehung, wie der Mann von Frau Zurhorst, arbeiten wollte. Dazu gehört ne große Menge an EQ und IQ. Diese notwendige Kombination haben sehr wenige Männer. Von daher ist diese Buch eine gute Anleitung, wie Probleme gelöst werden könnten, aber es gehören halt immer zwei dazu.
Wenn eine/r nicht will oder nicht kann, dann ist eine Trennung nicht vermeidbar!
Wildblume
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03.08.2011, 12:17Inaktiver User
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
@Ferdinand & mazzy

Bolltje,
stimmt.
Nur nichts davon rechtfertigt die Entscheidung zum Betrug.
Es rechtfertigt Beziehungsdiskussionen, Streit, ja sogar eine Trennung.
Einen guten Grund zum Fremdpoppen liefert es jediooch nicht.
Nichts von alledem, auch nicht umgekehrt.
Oft habe ich den Eindruck, dass im Nachggang jede Menge Gründe herbeikonstruiert werden (und zwar von allen Beteiligten) ,
die eine schlüssige Erklärung beibringen sollen, weshalb jemand untreu war und gelogen hat, dass sich die Balken biegen.
Das können die von dir genannten genauso gut sein, wie im Bedarfsfalle genau das Gegenteil,
dass jemand einfach faul und antriebslos war, sich beruflich hat hängen oder körperlich hat gehen lassen (statt sich in Sport und Arbeit zu versenken), dass jemand die familie vernachlässigt und die Wohnung hat verkommen lassen, deshalb der haussegen schief hing, et cetera et cetera, ganz nach Belieben.
Um festzustellen, dass etwas in der Beziehung nicht perfekt gelaufen ist, und es darum ja so und nicht anders kommen musste, ist so ziemlich jedes Argument recht.
Und diese Floskel "intakte Beziehung", die ja magisxcherweise vor allem Unbill, genauer gesagt krassen Fehlentscheidungen einer Partei, schützen soll,
da geht mir genauso das Messer in der Tasche auf wie bei "intaktes Elternhaus".
Ich will gar nicht wissen wieviel Eltern, die für ihre Kinder alles getan haben sich selbst zerfleischen bis zum gehtnichtmehr,
wenn der Spross irgendwann auf die schiefe Bahn gerät, Drogen, Gewalt, Sozialfall und was es noch an Albträumen für fürsorgliche, bemühte Eltern gibt.
Und jeder Sozialpädagoge und Jugendpsychologhe wird sie gewiss darin bestärken, dass fdaheim ja ganz gewaltig was schief gelaufen muss, wenn sich da solche Symtome zeigen.
Bei einem gewaltbereiten Vollalkoholikerpärchen, das seit Jahren von der Stütze lebt ist ja die Ursache schnell ausgemacht, wenn der Nachwuchs in deren Fusstapfen tritt.
Und bei "intakten" Familien, mit Eltern die sich den A*** aufgerissen haben, ihrem Kind alles ermöglichen, ein Vorbild sein, es bestmöglich rüsten wollten?
Ja- da muss man natürlich erstmal graben.
Aber wer suchet, der findet.
Das heißt dann im Klartext meist: zu viel Liebe, zu gut behütet, zu sehr gefördert, zu stark unterstützt, zu doll bemuttert, zu perfekt.
Da konnte der arme Fratz dann ja nicht anders, als zu rebellieren gegen soviel Engagement.
Auf die Idee, dass auch Jugendliche Eigenverantwortung übernehmen müssen und dass auch Heranwachsende ganz schlicht und einfach falsche Wege einschlagen, egal wie sehr die Eltern sich bemüht haben- weil sie da eben grad Bock drauf hatten, die Gelegenheit sich ergab, der falsche Umgang sie beeinflusst hat, kommt kaum noch jemand.
Ist wahrscheinlich zu naheliegend...
Und dass das für Erwachsene genauso gilt, wenn nicht noch mehr,
davon bringt mnich kein Ratgeber, kein Paartherapeut und auch kein Beziehungsexperte ab.
Das sind doch alles mündige Bürgen, Mensch.
Denen hat niemand die Hand geführt, als sie die Handynummer der/des Geliebten eingetippt haben, um sich zum heimlichen Stelldichein zu verabreden, oder?
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03.08.2011, 12:23
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
Von daher ist diese Buch eine gute Anleitung, wie Probleme gelöst werden könnten, aber es gehören halt immer zwei dazu.
Wenn eine/r nicht will oder nicht kann, dann ist eine Trennung nicht vermeidbar!
Im Nachwort, weist sie jedoch explizit daraufhin, dass es erstmal reicht, wenn nur einer der Partner sich konsequent dafür entscheidet, nach vorne zu gehen, um eine Beziehung zu transformieren. Sie räumt aber ein, dass es natürlich leichter geht, wenn beide sich dem Weg verpflichten. Sollte sich der Partner dem jedoch zunächst einmal verschließen, so darf das für uns keine Ausrede sein, nicht weiterzumachen!!!!!
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03.08.2011, 12:24Inaktiver User
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
ticky, so sehe ich das auch.
Wenn die Beziehung (zufällig) schlecht läuft, dann wird sich auf die Defizite berufen.
Wenn die Beziehung offensichtlich gut läuft, werden dann ja ach so verborgene Defizite an den Haaren herbeigezogen, weil--- wie wäre fremdgehen denn anders zu erklären??
Ich bleibe dabei- Fremdgehen ist eine Entscheidung.
Keine Reaktion auf irgendetwas, also Mängel in der Partnerschaft oder Unzulänglichkeiten des Partners.
Es gibt Menschen, die bleiben auch in schwierigen Zeiten treu.
Und andere, die gehen auch in guten Zeiten fremd.
Das ist ne Frage des Charakters,
und nicht der Qualität der Partnerschaft, in der sich der betreffende befindet.
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03.08.2011, 12:28
AW: Betrogene sind zuerst aus der Beziehung ausgestiegen
Kommen wir mal weg von immer wiederkehrenden Allgemeinplätzen zu dir:
Ich verstehs also richtig, dass du den Grundgedanken des Buches für dich annehmen kannst, diesen Gedanken sozusagen hin und her wendest, weil dir dein Gefühl sagt: da is was dran in 'meinem Fall'.
Du für dich siehst es also so, dass du 'die Schotten dicht gemacht hast' in euerer Beziehung, dass du dich in einem bedeutenden Bereich nicht (mehr) auf deinen Mann bezogen hast: nämlich im Bereich des Eros' und der Sexualität.
Das nun wiederum lag daran, dass du noch keinen 'richtigen' Zugang zu deinen sexuellen Bedürfnissen gefunden hattest; da du zugleich jedoch von ihm in gewisser Weise emotional abhängig warst, hast du ihm gewissermaßen die Verantwortung zugeschoben, dass der irgendwie ne Lösung finden soll für dein nicht ausgesprochenes Problem, welches dir ja auch nocht nicht einmal so richtig bewusst war zu dem Zeitpunkt.
Er jedoch hat dir eben KEINE Lösung angeboten und/oder hats auch nicht so richtig durchblickt was da los war mit dir und euch, allerdings hat er einen Rückzug von dir wahrgenommen. Im Zuge dessen hat er sich sodann 'nach außen' gewandt.
Hab ich das soweit richtig verstanden mit deinen Gedankengängen?
VanDyckGeändert von VanDyck (03.08.2011 um 12:33 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman



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