Da hast Du allerdings recht. Dann kann man nur hoffen, dass die beiden sich nach paar Tagen Bedenkzeit wirklich nochmal in Ruhe zusammensetzen können und ein offenes Gespräch führen, wo alle evtl. Missverständnisse und offenen Fragen geklärt werden können und der Freund der TE dann auch "Rede und Antwort" steht und nicht ausweicht. Es wäre schade, wenn es wegen so ner Sache zur Trennung käme, wo die Grundbasis doch zumindest zu passen scheint. Ich drück auf jeden Fall die Daumen, dass das Vertrauen der TE ihrem Freund gegenüber wieder voll und ganz hergestellt werden kann.
Ich bin da scheinbar mit nem absolut unterschütterlichem Grundvertrauen ausgestattet - grundsätzlich mal jedem gegenüber....vielleicht auch nicht immer so gut. Aber bis jetzt bin ich damit gut durchs Leben gekommen. Aber ob man vertraut oder nicht kann man halt selbst oft schlecht beeinflussen, wie die meisten Gefühle.
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Thema: Mein Weltbild zerbrochen
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12.07.2011, 23:32
AW: Mein Weltbild zerbrochen
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12.07.2011, 23:33
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Ah - auch wenn ichs mit den 'Argumenten' etwas anders gemeint habe (Stichwort Kurzfassung meiner Antwort auf deine Fragen) ... schreib ich nicht dagegen an und denke stattdessen über deine Hinweise nach.
Ja. D'accord ... im Grunde meine Herangehensweise. Individualität und schauen, ob es kompatibel mit dem Gegenüber ist.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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13.07.2011, 07:37Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Hört sich alles super an mit den individuellen Werten, nur braucht es dann umso mehr Offenheit von beiden Seiten und vor allem einen Austausch darüber. Dann dürfte es ja garkeine Heimlichkeiten, garkein Fremdgehen mehr geben in solchen Fällen, oder ?
Das Problem ist doch, dass sich viele auf vermeintlich allgemeingültige Werte berufen (ob man das nun Werte nennt oder den alten Begriff Moral verwendet halte ich für egal) und dann maßlos enttäuscht sind, wenn der andere diese nicht einhält. Ohne dass man je darüber gesprochen hätte. Andere wiederum trauen sich offenbar nicht, ihre individuellen Wertvorstellungen zu kommunizieren aus Angst, dass der andere dann abspringt und keine Beziehung eingeht.
Gruß, Elli
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13.07.2011, 09:17Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Was verstehst Du unter Individualität? In einer Beziehung haben es immer Individuen miteinander zu tun. Nein, mir geht es um eine ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Gegenüber, das ist mit Individualität nicht treffend beschrieben.
Es geht mir darum, dass sowas und ähnlich gelagertes kein Problem ist:
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13.07.2011, 10:58
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Nein. Auch die Lüge gehört zur Individualität. Als ich einst eine frühere Freundin bei einer Flunkerei ertappte, meinte sie: ja, ich lüge auch manchmal. Deshalb bin ich kein schlechter Mensch.
Da war ich erstmal baff, stimmte ihr dann aber (innerlich) zu. Sie hatte im Grunde Recht, auch wenn dies das miteinander umgehen ne ganze Ecke schwieriger machen kann.
Äh - dann müssen wir nochmal von vorn anfangen und zunächst die Frage stellen, was DU denn unter Individualität verstehst.
Ich hab nur deine Begrifflichkeit 'individuell' übernommen, als du schriebst, man sollte die Dinge nicht auf der allgemeinen Ebene abhandeln, sondern individuell. Dem stimmte ich zu.
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13.07.2011, 11:09Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Mir ging es konkret um (bewusste)individuelle Werte, das ist ein Aspekt einer tieferen Ebene von Individualität.
Individualität zeigt sich in ihrer Gesamtheit in unendlich vielen Aspekten auf ganz verschiedenen Ebenen. Bewusstheit der Werte muss da noch nicht mal dabei sein.
So mein Verständnis.
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13.07.2011, 11:20
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Ah - ok, verstehe. Das ist allerdings eine 'tiefere' Ebene - würde ich auch meinen. Insofern ist der Begriff Individualität tatsächlich nicht so tauglich.
Kann ich aber im Moment nicht vertiefen, hab hier noch anderes zu tun.
Aber eines fällt mir noch ein bzgl. zum Thema: irgendwas in mir drinnen (auf der besagten tieferen Ebene) sperrt sich dagegen, sexuelle Treue als bewussten individuellen Wert anzunehmen, bzw zu sehen.
Genauer gesagt: da hab ich irgendwie kein so rechtes Verhältnis zu.
Das ist dann wohl auch der Grund, warum ich mit 'Argumenten' ankam und also die Dinge vornehmlich auf der rationalen Ebene abgehandelt habe.
Edit: noch kurz nachgedacht, genauer gesagt: hineinphantasiert ... doch, das ist doch was, Fragmente ... aber kein stimmiges Bild ... Fragmente davon, was auch das schöne an sexueller Treue sein kann, die Vorstellung und das schöne daran, von nun ab nur noch mit DER EINEN ...
VanDyckGeändert von VanDyck (13.07.2011 um 11:33 Uhr)
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13.07.2011, 11:36Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Ich habe mal einen notrischen Fremdgänger gefragt, warum er es heimlich macht bzw. an der Stelle immer herumdruckst und zuhause nicht die Karten auf den Tisch legt obwohl man ihn nicht näher kennen müsste um zu sehen, wie er es so mit Frauen hat. Er sagte, er weiß, dass man es nicht macht, dass er sich dadurch schuldig macht, aber er spürt das so nicht. Für ihn sei es gefühltermaßen ok, vom Bett der Affäre ins Bett zur offiziellen Frau zu wechseln. Hat er nicht wirklich ein Problem mit.
Interessanterweise hatte er immer "Hauptbeziehungen" zu Frauen, die an der Stelle ganz anders drauf waren.
Deshalb komme ich in so einem Fall zum Schluss, dass es dabei um weitere Reize geht, als nur darum, nicht treu sein zu können weil einem der Wert Treue fremd ist. Es geht z.B. um die Heimlichkeit an sich, um das Wissen etwas "Verbotenes" zu tun ... das gibt der Sache noch einen Brizzelkick mehr. Wenn man darauf steht bzw. ohne das nicht leben kann und sonst in der alltäglichen Routine untergehen zu droht, hat man natürlich weniger ein Problem damit, von einem Bett ins andere zu wechseln als diesen Antrieb überhaupt nicht zu haben.
Ich würde mich dann aber eher fragen, woher das kommt, was z.B. zuhause so verboten war, dass sich Heimlichkeiten so antriebsfördernd auswirken und nicht vorgeben, dass man eben andere Werte hat. Die hat man damit nämlich nicht, man nutzt die "herkömmlichen" nur im entgegengesetzten Sinn.
Wären da andere (bewusste) Werte, die man somit auch vertreten könnte, könnte man auch andere Beziehungsformen offen leben.
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13.07.2011, 12:24Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Ich denke, dass in den meisten Fällen die Bestätigung der eigenen Männlichkeit im Vordergrund steht.
Auch Männer durchleben Wechseljahre und kommen nicht immer damit zurecht.
Eine Erfahrung die ich persönlich (also äußerst individuell) erlebt habe, zeigt mir, dass der Mann nie wirklich von seiner langjährigen Ehefrau anerkannt wurde als das, was er sich wünschte zu sein (ein Gelehrter). Er wollte schon von den Frauen bewundert werden für seine Bildung und seine Herkunft, aber diese heraufblickenden Frauchen dann doch nicht als Ehefrau haben müssen. Da suchte er schon nach einer neuen Frau, die sollte aber angemessen in der Öffentlich stehen, so wie es seinem Stand gebührt (ging schief).
Manche Sachverhalte können so simpel sein.
LG Tony
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13.07.2011, 12:48Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Ja,wenn es nicht direkt die Männlichkeit ist, gibt es auch anderes für was Mann gerne bewundert werden wollen kann .... Bildung, Großzügigkeit und Aufmerksamkeit (große Geschenke an Geliebte), Besonnenheit (er strahlt soviel Ruhe und Sicherheit aus), Humor, Unterhaltsamkeit, Liebhaberqualitäten ..... u.U. alles Eigenschaften von denen die Ehefrau nicht viel weiß, weil sie einen stummen, hochzeitstagsvergessenden, unnahbaren, staubtrockenen, muffelnden Typen, mit dem schon lange die Luft raus ist, auf dem Sofa sitzen hat, wenn er denn mal zuhause ist.



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