Genau, lass den Teufel schlafen...Vertrauen oder Schluss machen ist der einzige Weg...alles andere ist nicht gesund.Das Teufelchen auf meiner Schulter hatte schon wieder nette Ideen - seine alte Mailadresse (die es nicht mehr gibt) neu anzumelden und mit der Kollegin Kontakt aufzunehmen. Einfach mal hören, ob sie Otto was zum Thema Willi erzählt.... Aber nein, entweder vertrauen oder Schluß machen, ich will mich nicht auf noch tieferes Niveau begeben![]()
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Thema: Mein Weltbild zerbrochen
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12.07.2011, 22:02
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.
Mckenzie
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12.07.2011, 22:37
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Die Otto- Willi- Geschichte ist echt ein Knaller. Da käme ich nicht so leicht drüber weg.
Also da steckt ja schon ne ganz schön Menge Raffinesse und Manipulation hinter.
So etwas könnte ich niemals tun. Aber wer weiß wie verzweifelt verliebt er damals war...
Ich denke auch, dass man nicht en detail alles aus seiner Vergangenheit erzählen muss. Aber man kann durchaus sagen: "Über diese Beziehung rede ich nicht gern, da habe ich mich falsch verhalten und es ist mir heute unangenehm."
Reicht das nicht?
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12.07.2011, 22:44
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Schnüffeln würd ich aber nicht unbedingt als "Interesse am Partner" deuten, sondern als Misstrauen.
Das wäre für mich der erste Punkt, wo es für mich gewaltigen Gesprächsbedarf gäbe! Misstrauen und Schnüffeln hat für mich auch viel mit "mangelndem Selbstvertrauen" zu tun! Ich kanns nicht nachvollziehen, wie man in so nem Geschenk oder mails (noch dazu Jahre her) gleich einen Betrug wittern kann. Natürlich KÖNNTE es sein, MUSS aber nicht - und ich geh erstmal vom "Guten" und "Positiven" aus. Gerade wo die TE ihren Freund ja als liebevoll und aufmerksam bezeichnet und sich eigentlich nicht vorstellen kann, dass er sie betrügt.
Und die Angst, die doch dazu sein scheint würde ich mit meinem Partner in einem offenen Gespräch klären anstatt ne Ausrede zu finden warum ich mich nicht treffen muß! Würde wahrscheinlich mehr Sicherheit und Klarheit bringen als sich hier verrückt machen zu lassen. Weil WISSEN wird es wohl nur er, deshalb ist er der richtige Ansprechpartner und nicht die BriCom.
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12.07.2011, 22:48
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Das solltest Du wirklich sein lassen. Gut, dass Du das auch so siehst. Diese Spielchen haben meiner Meinung nach nichts mit einer Beziehung zu suchen. Ausserdem sind das genau die gleichen Lügen die Du ihm vorwirfst!
Was sagt er denn zu der Bedenkzeit? Ich an seiner Stelle wäre ziemlich vorn Kopf geschlagen könnt ich mir vorstellen.....
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12.07.2011, 22:54
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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12.07.2011, 23:00
AW: Mein Weltbild zerbrochen
War er auch - was m.E. dafür spricht, daß die Sache für ihn wirklich Vergangenheit ist.
Aber für heute habe ich genug gegrübelt, morgen ist ein anstrengender Tag mit Fortbildung, ich versuche, die Gedanken beiseite zu schieben und morgen fit zu sein.
Euch allen herzlichen Dank für Gedankenanstöße, in-den-Hintern-Tritte usw. Manchmal braucht frau einen solchen Austausch, um sich sortieren zu können
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12.07.2011, 23:04Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
[Misstrauen ist ja ggf. auch begründet. So genau liest man die Gegebenheiten nicht heraus.
Nach meinen Erfahrungen gibt es tatsächlich Männer (ich hatte selber noch keinen davon als Partner, aber schon als Bekannten), die wirklich ihr Spiel spielen, warum auch immer. Vielleicht, weil sie irgendwann einfach nicht mehr anders können (ein Leben lang fremd gegangen sind z.B.).
Ein offenes und ehrliches Gespräch ist dann nicht so einfach möglich.
Sich bei der BriCom Rat zu holen, finde ich nicht verkehrt. Es ist allerding nicht ausreichend.
Es fehlen doch zu viele Details und Infos.
Es ist aber möglich, ihm die Fragen so zu stellen, dass sie ihr Misstrauen bestenfalls verlieren kann oder eben ihre Konsequenzen daraus zieht. Und wenn er das nicht zulässt, dann ist wirklich etwas faul.
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12.07.2011, 23:04Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Ich kenne bigott vor allem in der Bedeutung scheinheilig / doppelmoralisch und so habe ich es auch gemeint. Möglicherwise bin ich damit nicht auf der Höhe der Zeit des herrschenden Sprachgebrauchs, kann sein. Stört mich aber nicht, ich kann das ja erklären, was ich meine. bigott ? Wiktionary
Ich unterscheide gerne zwischen Moral und Werten. Gesellschaftlich geltende Moral wird aus Werten abgeleitet, gesellschaftlichen Werten, also den Werten, die als common sense gelten - wie und wo auch immer das festgeschrieben steht oder auch entstanden ist.
Das heißt nicht, dass jeder Einzelne mit seinen eigenen, individuellen Werten und herrschender Moral konform geht. Und es heißt auch nicht, dass das jeweils widerspruchsfreie Dinge sind.
Heutzutage ist das mit der Moral mit allen gesellschaftlichen Entwicklungen eine scheinbar fließende Brühe von allem oder auch nichts.
So kommt man nicht weiter wenn es um Einzelfälle geht.
Dazu sind die individuellen Werte zu hinterfragen und so käme man auch zu einer individuellen, ableitbaren Moral.
- Wie konsequent das alles gelebt wird, inwiefern sich das mit Erziehung und Gesellschaft verträgt, ist dann wiederum eine andere Frage.
Mir ist dieser allgemeine Begriff der Moral und der gesellschaftliche Hinweis darauf incl. Erziehung zu nichtssagend, das ist eine Hohlphrase, die keinen Mehrwert hat.
Meine Haltung zu verschiedenen Themen hat vor allem mit meinen Werten zu tun. Das kann durchaus auch völlig quer zur "geltenden Moral" sein (was auch immer das ist heutzutage).
Ich habe auch mal nicht frühzeitig genug in einer Beziehung den Mund aufgemacht und deshalb Heimlichkeiten produziert und für mein ganz eigenes Empfinden Scheiß gebaut. Mein Konflikt dabei war mein ganz eigener, innerer Konflikt, weil ich mit Heimlichkeiten nicht gut kann. Das hatte aber nichts mit der allgemeinen Moral zu tun, das liegt spürbar in mir begründet, das konnte ich währenddessen ununterbrochen wahrnehmen. Ich habe dann irgendwann die Kurve gekriegt und meine Konsequenzen für die Zukunft gezogen - und die halte ich bis heute locker ein, weil sie mir selbst entsprechen und nicht nur gesellschaftlich begründet sind,
- bzw. so wie @Van Dyck meint "weil die Argumente dagegen" nicht einfach vom Tisch zu wischen sind. Solche Begründungen sind mir ab einem gewissen Alter in meinem engeren Umfeld inzwischen zu wenig. Da fehlt mir persönliche Substanz dahinter, damit gibt es für mich keine wirkliche Basis sich miteinander darüber auszutauschen oder zusammenzuraufen. Wer sich auf Argumente beruft ist für mich zuwenig zuverlässig. Wenn dagegen jemand sagt, ich steh da an ganz anderer Stelle, dieser und jener Wert steht da bei mir nicht, ich habe eine andere Wertepriorität, ist das ok für mich. Dann weiß ich worauf ich mich einlasse und mein ggegenüber ist für mich integer ... auch wenn er ganz anders tickt als ich.
Mag sein, dass ich an mancher Stelle auch verurteilend und nicht sehr kompromissbereit erscheine. Das hat aber bei mir dann wenig mit pauschal verurteilend und nicht verzeihen können zu tun.
Das sind für mich wiederum ganz andere Punkte, die u.a. Werte ansprechen, zu denen für mich einiges mehr gehört. Verzeihen können ist eher eine Querschnittfunktion meiner Wertematrix. Und z.B. der Zeitfaktor gehört dazu. Und u.U. auch Einsicht vom Gegenüber. Und ja, es gibt für mich Grenzen. Manches vergesse ich nicht nur nicht, manches verzeihe ich auch (nicht) mehr und ziehe daraus meine Konsequenzen.
Spannend wird es wenn man sich jeweils individuell auf der Werteebene auseinandersetzt und mit dem Gegenüber zusammen. Alles andere ist für mich inzwischen allgemeines, obsoletes Geblubber.
Wir müssen uns heutzutage nicht mehr mit der Allgemeinebene herumschlagen - wir haben die Möglichkeit und die Freiheit, das ganz individuell zu tun.Geändert von Inaktiver User (12.07.2011 um 23:13 Uhr)
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12.07.2011, 23:10
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Klar kann man sich Rat holen, aber bringt einem das hier wirklich weiter ? Manche Meinungen verunsichern bestimmt nur noch mehr als dass sie helfen. Und das ist meines Erachtens nicht zielführend. Klar kann Mißtrauen ggf begründet sein, aber bei dem Partner der TE gibts meines Erachtens keinen wirklich begründeten Verdacht. Ich finds gut, dass er sich auf die Bedenkzeit einläßt. Ich für meinen Teil kann das nicht ganz nachvollziehen. Was bedenkt man denn jetzt in der Zeit? Nur durchs denken werden sich die Fragen nicht klären oder? Und ich würd mich wundern, wenn mein Freund sich plötzlich zurückziehen würde, nur weil ich für nen Kollegen, mit dem ich vor Urzeiten mal was hatte, ein Geschenk bestelle.
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12.07.2011, 23:20Inaktiver User
AW: Mein Weltbild zerbrochen
Ob es hier weiterhilft, weiß ich allerdings auch nicht

Ich denke, dazu sind Beziehungsfragen zu kompliziert, die vielen Meinungen irritieren wohl eher.
Ich z.B. könnte nicht loslassen, nicht wahrhaben (wenn da was wäre), wenn ich den Mann liebe. Und das wäre am Anfang einer Beziehung - wie in diesem Fall - wohl sehr wahrscheinlich.
Ich würde dann nur "positive" Meinungen erhören.
Zum Glück ist jeder anders.
Ob es nun um das Geschenk geht oder eher um die merkwürdige Vergangenheit in Bezug auf die Otto-Geschichte, ist ja auch fraglich. Es spielt sicher beides eine Rolle.
Ich verstehe diese Bedenkzeit so, dass beide in ihrer Kommunikation nicht weiterkommen. Warum auch immer. Das können eben viele Menschen einfach nicht. Frauen neigen dazu, zickig und eingeschnappt zu reagieren und Männer wollen oft gar nicht reden müssen. Und wenn zwei von genau eben diesen Beispielen aufeinandertreffen, dann geht eben nichts mehr. Ohne Kommunikation gibt es keine harmonischen Beziehungen, nicht als Freundschaft und nicht als Partnerschaft.
LG Tony


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