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    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von donnamobile Beitrag anzeigen
    Ich denke, wenn Ernesto nicht wollen würde, würde er sich einfach nicht dazu äußern. Er muss ja nicht.

    Insofern nehmen wir vielleicht alle etwas aus dieser Diskussion mit. Ich für meinen Teil erkenne, dass es Dinge gibt, die ich mir bisher noch nicht mal vorstellen konnte. Sie scheinen zu funktioneren, ok, aber hinterfragen ist doch erlaubt, oder? Und mehr tun wir hier ja nicht.

    ...ja Donnamobile , da bin ich ja ganz bei dir, wir könnten alle von einander lernen, wenn wir denn offen dafür sind und das geht nicht ohne nachfragen… aber bei manchen Kommentaren ging es mir wie Elli…
    Ich halte mir in den Dingen,
    die mich interessieren,
    lichte Punkte und lichte Menschen fest,
    das übrige mag quirlen wie es will und kann.

    J.W.v.Goethe

  2. Inaktiver User

    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Partnerschaft findet für sie auf Augenhöhe statt.
    Auf Augenhöhe?

    Ich wittere bei dir eher eine typische Papa-Mentalität:

    „S´ Kind kann sich draussen austoben, dann hab ich zuhause wenigstens meine Ruh ….“

    Aber wenn´s passt, ist es ja gut.

  3. gesperrt

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    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist seine Denke irgendwo eine "Bedrohung" ? Weil sie althergebrachtes Denken zumindest in Frage stellt ? In Frage stellen heisst ja nicht, dass ich es anschließend genauso sehen muss, aber alleine ein Gedanke scheint vielen schon verabscheuenswürdig. Bedenklich wird es für mich dann, wenn mit einer anderen Einstellung moralische Urteile verbunden werden.

    Jedenfalls zeigt ernesto, dass andere Beziehungformen offenbar möglich sind.... Ich kenne ihn nicht persönlich, aber er scheint seinen Frieden mit seinem Leben gemacht zu haben. Was morgen ist weiss er nicht. Aber wir wissen es für unser Leben auch nicht....

    Merkwürdig finde ich halt, solche Leute quasi als "Deppen" hinzustellen.....

    Wie auch immer: jede Position ist mehrfach durch inhaltlich weitgehend identische Beiträge dargestellt. Jede/r wähnt sich auf der richtigen Seite. Also ischd doch älles beschdens !

    Gruß, Elli
    Nein, ich empfinde es nicht als Bedrohung. Mich hätten nur mal die Hintergründe interessiert, aber für meine Begriffe hält er sich da bedeckt. Darf er ja.

    Und das mit den Deppen: Ich nehme es genau andersrum wahr - wer sowas nicht nachvollziehen kann, kann nicht über seinen Tellerrand gucken etc. Ist das besser? Beide Seiten verstehen einander nicht. Muss ja auch nicht. Wie gesagt: Mich interessiert die Diskussion darüber und es triggert mich nicht, wie mir völlig unbekannte Menschen ihr Leben gestalten.

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    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von Junimond.HB Beitrag anzeigen
    Nein, ich empfinde es nicht als Bedrohung. Mich hätten nur mal die Hintergründe interessiert, aber für meine Begriffe hält er sich da bedeckt. Darf er ja.

    Und das mit den Deppen: Ich nehme es genau andersrum wahr - wer sowas nicht nachvollziehen kann, kann nicht über seinen Tellerrand gucken etc. Ist das besser? Beide Seiten verstehen einander nicht. Muss ja auch nicht. Wie gesagt: Mich interessiert die Diskussion darüber und es triggert mich nicht, wie mir völlig unbekannte Menschen ihr Leben gestalten.
    So etwas hast Du bei mir noch nicht gelesen. Wer so etwas nicht nachvollziehen kann, wird selber wissen, weshalb es so ist- da steht mir kein Urteil darüber zu. Mich befremdet nur, welche möglichen Erklärungen und Konsequenzen mir für meine Partnerschaft von einigen zugeschrieben werden, ohne auch nur meine eigenen Aussagen und Beurteilungen für meine Situation zur Kenntnis zu nehmen. Natürlich ist es erlaubt, es anzuzweifeln, darum gebe ich ja geduldig Antworten. Manchmal ist eben nicht das dabei, was jemand gerne hören würde, weil es besser in sein Weltbild passen würde.
    Ich freue mich, wenn jemand schreibt, die Diskussion lädt zum Nachdenken ein, darum schreiben wir ja hier? Es ist doch kein Wettbewerb um das beste Beziehungsmodell.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  5. gesperrt

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    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von ernesto_01 Beitrag anzeigen
    Ich freue mich, wenn jemand schreibt, die Diskussion lädt zum Nachdenken ein, darum schreiben wir ja hier? Es ist doch kein Wettbewerb um das beste Beziehungsmodell.
    Ein schönes Schlusswort.

  6. Inaktiver User

    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von donnamobile Beitrag anzeigen
    Ich finde, das Eine ist nichts ohne das Andere. Geliebt zu werden ohne selbst zu lieben hätte für mich keine Bedeutung. Es würde sich hohl anfühlen. Erst duch das Gegenseitige, durch das Lieben und Geliebt werden, entsteht eine Schwingung, die alle Bedürfnisse befriedigt.
    Dass es beides braucht, ist klar. Die Liebe braucht Futter, sonst schläft sie schlicht und ergreifend ein. Und das Gleiche passiert, wenn meine Liebe fortgesetzt zurückgewiesen wird. Wenn ich sie nicht ausleben kann, hört sie auch irgendwann auf.

    Bei mir ist es aber so, dass meine entscheidende Frage ist: Liebe ich? Und daraus folgt mein Umgang mit bestimmten Situationen.
    Gerade auch bei eventuellen Loyalitätsverletzungen. Wobei ich sagen muss, dass ich Illoylität noch nicht erlebt habe, ich es zumindest nie so empfunden habe.

    Mein Ex-Mann hatte sich mal in eine andere Frau verliebt (unsere Trennung war viel, viel später, hatte damit nichts zu tun), und als ich dann mal meine Gefühle in der Zeit unter die Lupe nahm, da konnte ich ehrlich nur feststellen, es geht mir gut und mir fehlt nichts. Ich bin gern mit ihm zusammen, ich fühle mich neben ihm wohl, ich liebe ihn. So, und was wird, weiß ich nicht, kann ich sowieso nicht beeinflussen, denn falls eine Entscheidung nötig wird zwischen zwei Frauen/Familien, dann ist es seine Entscheidung. Es kam mir unsinnig vor, mir selbst Schmerz zuzufügen, indem ich mir meine Liebe nun gleich vorsorglich weg operiere.

    Ich hatte auch gar nicht das Gefühl, mein Mann wäre in der Zeit weg von mir, es war eher so, dass seine Verliebtheit oben drauf kam, aber nichts mit dem zu tun hatte, was zwischen uns war. Darum kann ich es eben auch nicht als Illoyalität betrachten. Er hat sich ja nicht verliebt, um mir zu schaden.

    Aber das sind meine Erfahrungen. Entscheidend ist am Ende immer, dass man eben das lebt, was einem gut tut und nicht in unpassenden Mustern.

    Ich könnte nicht sagen, wie ich mit Untreue zukünftig umgehen würde. Das hängt auch so stark von der eigenen Situation und Gefühlslage ab. Fühlt man sich gerade stark oder schwach, fühlt man sich sicher oder hat man Ängste, viel Lebensmut oder wenig. Und eben, wie geht es mir gerade in der Beziehung. Darum ist das ganze Theoretisieren vielleicht auch für die Katz.

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    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Ex-Mann hatte sich mal in eine andere Frau verliebt (unsere Trennung war viel, viel später, hatte damit nichts zu tun), und als ich dann mal meine Gefühle in der Zeit unter die Lupe nahm, da konnte ich ehrlich nur feststellen, es geht mir gut und mir fehlt nichts. Ich bin gern mit ihm zusammen, ich fühle mich neben ihm wohl, ich liebe ihn. So, und was wird, weiß ich nicht, kann ich sowieso nicht beeinflussen, denn falls eine Entscheidung nötig wird zwischen zwei Frauen/Familien, dann ist es seine Entscheidung. Es kam mir unsinnig vor, mir selbst Schmerz zuzufügen, indem ich mir meine Liebe nun gleich vorsorglich weg operiere.

    Ich hatte auch gar nicht das Gefühl, mein Mann wäre in der Zeit weg von mir, es war eher so, dass seine Verliebtheit oben drauf kam, aber nichts mit dem zu tun hatte, was zwischen uns war. Darum kann ich es eben auch nicht als Illoyalität betrachten. Er hat sich ja nicht verliebt, um mir zu schaden.

    Aber das sind meine Erfahrungen. Entscheidend ist am Ende immer, dass man eben das lebt, was einem gut tut und nicht in unpassenden Mustern.
    Toller Umgang mit der Situation!!!! Aber war es wirklich so einfach??? Da steckt für mich auch eine Menge "Arbeit" mit sich selbst dahinter...
    Das Leben macht was es will und ich auch!

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    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Toller Umgang mit der Situation!!!! Aber war es wirklich so einfach??? Da steckt für mich auch eine Menge "Arbeit" mit sich selbst dahinter...
    naja, jetzt wieder der Begriff "Arbeit" (Schauder...) die Beschäftigung mit sich selbst kann auch als Selbstverständlichkeit aufgefasst werden, also ich meine etwa so wie zB Atmen- es ist Teil des Lebens- und wenn es auch noch mit "Liebe" gemacht wird, sollte nichts daran "schwer" fallen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

  9. gesperrt

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    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dass es beides braucht, ist klar. Die Liebe braucht Futter, sonst schläft sie schlicht und ergreifend ein. Und das Gleiche passiert, wenn meine Liebe fortgesetzt zurückgewiesen wird. Wenn ich sie nicht ausleben kann, hört sie auch irgendwann auf.

    Bei mir ist es aber so, dass meine entscheidende Frage ist: Liebe ich? Und daraus folgt mein Umgang mit bestimmten Situationen.
    Gerade auch bei eventuellen Loyalitätsverletzungen. Wobei ich sagen muss, dass ich Illoylität noch nicht erlebt habe, ich es zumindest nie so empfunden habe.

    Mein Ex-Mann hatte sich mal in eine andere Frau verliebt (unsere Trennung war viel, viel später, hatte damit nichts zu tun), und als ich dann mal meine Gefühle in der Zeit unter die Lupe nahm, da konnte ich ehrlich nur feststellen, es geht mir gut und mir fehlt nichts. Ich bin gern mit ihm zusammen, ich fühle mich neben ihm wohl, ich liebe ihn. So, und was wird, weiß ich nicht, kann ich sowieso nicht beeinflussen, denn falls eine Entscheidung nötig wird zwischen zwei Frauen/Familien, dann ist es seine Entscheidung. Es kam mir unsinnig vor, mir selbst Schmerz zuzufügen, indem ich mir meine Liebe nun gleich vorsorglich weg operiere.

    Ich hatte auch gar nicht das Gefühl, mein Mann wäre in der Zeit weg von mir, es war eher so, dass seine Verliebtheit oben drauf kam, aber nichts mit dem zu tun hatte, was zwischen uns war. Darum kann ich es eben auch nicht als Illoyalität betrachten. Er hat sich ja nicht verliebt, um mir zu schaden.

    Aber das sind meine Erfahrungen. Entscheidend ist am Ende immer, dass man eben das lebt, was einem gut tut und nicht in unpassenden Mustern.

    Ich könnte nicht sagen, wie ich mit Untreue zukünftig umgehen würde. Das hängt auch so stark von der eigenen Situation und Gefühlslage ab. Fühlt man sich gerade stark oder schwach, fühlt man sich sicher oder hat man Ängste, viel Lebensmut oder wenig. Und eben, wie geht es mir gerade in der Beziehung. Darum ist das ganze Theoretisieren vielleicht auch für die Katz.

    Wenn man sich schwach fühlt und man sieht, dass einem die Felle- sprich das Leben, das man sich eingerichtet hat- davonschwimmen, arrangiert man sich viel leichter mit so einer Situation.

    Dann beschwichtigt man sich, versteckt die Enttäuschung, Wut und Aggression, bzw. man fängt an, sich langsam zu entlieben und allmählich abzulösen häufig gipfelt das in einer Trennung.

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    AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung

    Zitat Zitat von Dani Beitrag anzeigen
    Wenn man sich schwach fühlt und man sieht, dass einem die Felle- sprich das Leben, das man sich eingerichtet hat- davonschwimmen, arrangiert man sich viel leichter mit so einer Situation.

    Dann beschwichtigt man sich, versteckt die Enttäuschung, Wut und Aggression, bzw. man fängt an, sich langsam zu entlieben und allmählich abzulösen häufig gipfelt das in einer Trennung.
    Liebe Dani...wer ist denn "man"? Deine Erfahrungen sind vielleicht in irgendeiner Weise hier eingeflossen oder das, was Du überwiegend in Deinem Umfeld wahrgenommen hast. Aber Du verallgemeinerst- alles das kann sich für andere Menschen doch ganz anders entwickeln, anders wahrgenommen und bewertet werden?
    Ich habe vorhin kritisch den Begriff "Arbeit" kommentiert. Aber in gewisser Weise sehe ich jetzt, das es vielleicht doch auch wirklich als Arbeit begriffen werden sollte? Sich arrangieren- das würde aus meiner Sicht eher ein Ausweichmanöver sein, eine Form der Verdrängung. Ich schließe nicht aus, dass es Menschen gibt, die nur so mit kritischen Situationen fertig werden können. Andere nehmen die "Arbeit" auf- sehen es als Herausforderung des Lebens, als Gelegenheit in sich zu horchen und sich und seine Reaktionen kritisch unter die Lupe zu nehmen.
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)

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