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11.07.2011, 21:42
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Ich halte mir in den Dingen,
die mich interessieren,
lichte Punkte und lichte Menschen fest,
das übrige mag quirlen wie es will und kann.
J.W.v.Goethe
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12.07.2011, 07:07Inaktiver User
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12.07.2011, 08:34
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Nein, ich empfinde es nicht als Bedrohung. Mich hätten nur mal die Hintergründe interessiert, aber für meine Begriffe hält er sich da bedeckt.
Darf er ja.
Und das mit den Deppen: Ich nehme es genau andersrum wahr - wer sowas nicht nachvollziehen kann, kann nicht über seinen Tellerrand gucken etc. Ist das besser? Beide Seiten verstehen einander nicht. Muss ja auch nicht. Wie gesagt: Mich interessiert die Diskussion darüber und es triggert mich nicht, wie mir völlig unbekannte Menschen ihr Leben gestalten.
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12.07.2011, 09:04
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
So etwas hast Du bei mir noch nicht gelesen. Wer so etwas nicht nachvollziehen kann, wird selber wissen, weshalb es so ist- da steht mir kein Urteil darüber zu. Mich befremdet nur, welche möglichen Erklärungen und Konsequenzen mir für meine Partnerschaft von einigen zugeschrieben werden, ohne auch nur meine eigenen Aussagen und Beurteilungen für meine Situation zur Kenntnis zu nehmen. Natürlich ist es erlaubt, es anzuzweifeln, darum gebe ich ja geduldig Antworten. Manchmal ist eben nicht das dabei, was jemand gerne hören würde, weil es besser in sein Weltbild passen würde.
Ich freue mich, wenn jemand schreibt, die Diskussion lädt zum Nachdenken ein, darum schreiben wir ja hier? Es ist doch kein Wettbewerb um das beste Beziehungsmodell."Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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12.07.2011, 11:16
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12.07.2011, 11:27Inaktiver User
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Dass es beides braucht, ist klar. Die Liebe braucht Futter, sonst schläft sie schlicht und ergreifend ein. Und das Gleiche passiert, wenn meine Liebe fortgesetzt zurückgewiesen wird. Wenn ich sie nicht ausleben kann, hört sie auch irgendwann auf.
Bei mir ist es aber so, dass meine entscheidende Frage ist: Liebe ich? Und daraus folgt mein Umgang mit bestimmten Situationen.
Gerade auch bei eventuellen Loyalitätsverletzungen. Wobei ich sagen muss, dass ich Illoylität noch nicht erlebt habe, ich es zumindest nie so empfunden habe.
Mein Ex-Mann hatte sich mal in eine andere Frau verliebt (unsere Trennung war viel, viel später, hatte damit nichts zu tun), und als ich dann mal meine Gefühle in der Zeit unter die Lupe nahm, da konnte ich ehrlich nur feststellen, es geht mir gut und mir fehlt nichts. Ich bin gern mit ihm zusammen, ich fühle mich neben ihm wohl, ich liebe ihn. So, und was wird, weiß ich nicht, kann ich sowieso nicht beeinflussen, denn falls eine Entscheidung nötig wird zwischen zwei Frauen/Familien, dann ist es seine Entscheidung. Es kam mir unsinnig vor, mir selbst Schmerz zuzufügen, indem ich mir meine Liebe nun gleich vorsorglich weg operiere.
Ich hatte auch gar nicht das Gefühl, mein Mann wäre in der Zeit weg von mir, es war eher so, dass seine Verliebtheit oben drauf kam, aber nichts mit dem zu tun hatte, was zwischen uns war. Darum kann ich es eben auch nicht als Illoyalität betrachten. Er hat sich ja nicht verliebt, um mir zu schaden.
Aber das sind meine Erfahrungen. Entscheidend ist am Ende immer, dass man eben das lebt, was einem gut tut und nicht in unpassenden Mustern.
Ich könnte nicht sagen, wie ich mit Untreue zukünftig umgehen würde. Das hängt auch so stark von der eigenen Situation und Gefühlslage ab. Fühlt man sich gerade stark oder schwach, fühlt man sich sicher oder hat man Ängste, viel Lebensmut oder wenig. Und eben, wie geht es mir gerade in der Beziehung. Darum ist das ganze Theoretisieren vielleicht auch für die Katz.
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12.07.2011, 11:50
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12.07.2011, 11:58
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
naja, jetzt wieder der Begriff "Arbeit" (Schauder...)
die Beschäftigung mit sich selbst kann auch als Selbstverständlichkeit aufgefasst werden, also ich meine etwa so wie zB Atmen- es ist Teil des Lebens- und wenn es auch noch mit "Liebe" gemacht wird, sollte nichts daran "schwer" fallen.
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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12.07.2011, 12:20
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Wenn man sich schwach fühlt und man sieht, dass einem die Felle- sprich das Leben, das man sich eingerichtet hat- davonschwimmen, arrangiert man sich viel leichter mit so einer Situation.
Dann beschwichtigt man sich, versteckt die Enttäuschung, Wut und Aggression, bzw. man fängt an, sich langsam zu entlieben und allmählich abzulösen häufig gipfelt das in einer Trennung.
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12.07.2011, 12:28
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Liebe Dani...wer ist denn "man"? Deine Erfahrungen sind vielleicht in irgendeiner Weise hier eingeflossen oder das, was Du überwiegend in Deinem Umfeld wahrgenommen hast. Aber Du verallgemeinerst- alles das kann sich für andere Menschen doch ganz anders entwickeln, anders wahrgenommen und bewertet werden?
Ich habe vorhin kritisch den Begriff "Arbeit" kommentiert. Aber in gewisser Weise sehe ich jetzt, das es vielleicht doch auch wirklich als Arbeit begriffen werden sollte? Sich arrangieren- das würde aus meiner Sicht eher ein Ausweichmanöver sein, eine Form der Verdrängung. Ich schließe nicht aus, dass es Menschen gibt, die nur so mit kritischen Situationen fertig werden können. Andere nehmen die "Arbeit" auf- sehen es als Herausforderung des Lebens, als Gelegenheit in sich zu horchen und sich und seine Reaktionen kritisch unter die Lupe zu nehmen."Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)




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