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19.07.2011, 13:44
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
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19.07.2011, 13:48Inaktiver User
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Noch kurioser finde ich übrigens,
dass du hier plumper- und fälschlicherweise zwei gar nicht vergleichbare Sachverhalte kummulierst.
Das machst du doch absichtlich, oder?
Um mich unglaubwürdig zu machen, indem du meine Widersprüchlichkeit ins Feld führst, mh?
Naja, für den Fall dass es wirklich so unglaublich kompliziert und selbst für helle Köpfe schwer zu differenzieren ist hier mal ein einfaches Beispiel:
Wenn ich für meine Eltern lüge, weil die Dummheiten begangen haben (beispielsweise weil sie mich und ihre Aufwendungen für meine Berufsausbildung seit Jahren als außergewöhnliche Belastung absetzen, obwohl ich von ihnen keinen Penny bekomme und auch nicht will, da ich bei meinem Lover in Saus und Braus lebe) dann ist das zwar strafrechtlich relevant, aber da ich meine Eltern liebe und sie schützen will, das eine.
Wenn ich allerdings meine Eltern anlüge, insofern dass ich beispielsweise schon vor zig Semestern exmatrikuliert wurde, da ich unwiderruflich durch die letzte Schwellenprüfung gefallen bin,
ich das aber hübsch verschweige und weiter Unterhalt kassiere,
und dann noch sage, ja, ich liebe sie halt und will sie beschützen und möchte ihnen einfach auch die Enttäuschung nicht zumuten-
wie nennst du das?
Das andere?
Oder gar das gleiche?
Wenn zweiteres, wird die Diskussion echt mühseelig, so langsam.Geändert von Inaktiver User (19.07.2011 um 13:57 Uhr)
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19.07.2011, 13:56
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Es waren zwei unterschiedliche Sachverhalte und dennoch halte ich sie unter einem gewissen Blickwinkel für vergleichbar und erhellend.
Ja, das war Absicht.Das machst du doch absichtlich, oder?
Ich tat es um die Widersprüchlichkeit deiner Aussagen aus meiner Sicht aufzuzeigen. Aber es war nicht 'böse gemeint' in dem Sinne, dass ich DICH unglaubwürdig machen möchte. Im Grunde geht es mir sowieso in dieser Community nicht um konkrete Personen, sondern um Auffassungen und Herangehensweisen.Um mich unglaubwürdig zu machen, indem du meine Widersprüchlichkeit ins Feld führst, mh?
Wie auch immer - du hast Recht: langsam wird es anstrengend.
VanDyckEs gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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19.07.2011, 14:05
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19.07.2011, 14:09
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Du meinst, wenn er mich bitten würde ihm (sexuell) treu zu sein?
Nun, das ist unwahrscheinlich aber gut.
Jetzt aktuell würde mich das emotional in arge Schwierigkeiten stürzen, meinem zweiten festen Freund gegenüber.
Dann müssten wir generell über die Punkte, die uns in diese Beziehungsform geführt haben sprechen und uns ggf. auch Hilfe von außen dazu nehmen.
Ich würde wissen wollen, was die Gründe für seinen Sinneswandel sind und was er mir im Zuge seines Wunsches als Entgegenkommen anbieten kann.
Das hätte nicht nur Auswirkungen auf unser Sexualleben.
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19.07.2011, 14:24
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Ein letztes Mal noch dazu:
Wer für sich selbst einen Maßstab entwickelt (siehe Elternbeispiel), wann eine Lüge sozusagen legitim oder nur zweiten Grades ist oder nicht so schlimm oder was weiß ich, der muss auch anderen Leuten zugestehen, dass die nun wiederum IHREN Maßstab wählen dürfen, wann sie denn nun eine Lüge für vertretbar halten oder nicht.
Das ist doch ganz einfach zu verstehen.
Es ging nicht nur um Steuerhinterziehung ... es ging auch um "stehlen und schlimmeres" ...
VanDyckGeändert von VanDyck (19.07.2011 um 14:36 Uhr)
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
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Daniel Kahneman
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19.07.2011, 14:31
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19.07.2011, 14:32
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Ja, ich meinte die sexuelle Treue.
Was meinst du, was er dir im Zuge seines Wunsches als Entgegenkommen anbieten kann? Ist doch kein Handel, oder?
Nur angenommen, er verspürt innerlich den Wunsch, ganz unabhängig davon, was ihr zu Beziehungsbeginn vereinbart habt, ihm sexuell treu zu sein. Gründe: sein Alter, neue Ängste, neue Anschauungen, Sinneswandel, etc.pp.
Im Grunde ja genauso, wenn ein auf sexuelle Treue angelegtes Modell Änderungen durch einseitige Wünsche unterworfen wird.
Inwieweit könntest du auf ihn zugehen? Ist sehr theoretisch, ich weiß
. Aber hier wird so oft propagiert, dass man sich auf den Partner einlassen soll.. nicht gleich alles in Frage stellen soll... ergebnisorientiert zu diskutieren mit dem vorbestimmten Ergebnis, dass der "Änderungssachverhalt" vom anderen akzeptiert wird.
Du bist ein aufrichtiger Mensch und geradeaus. So schätze ich dich ein. Wie weit würdest du meinen auf so einen Wunsch deines Partners eingehen zu können?bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb
Werde, die du bist

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19.07.2011, 14:36
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Was heißt das... eine Beziehung auf Treue zu reduzieren? Sorry, das ist Geschwafel.
Für mich und meinem Mann spielt die Sexualität in unserer Beziehung eine große Rolle. Wir reduzieren unsere Beziehung nicht darauf, aber sie ist ein unverzichtbarer Teil unserer Beziehung. Genauso unverzichtbar in diesem Zuge ist auch die sexuelle Treue... und das ist nicht irrational, sondern ein unumstößlicher Teil unserer Liebe und Beziehung. Das ist unsere Basis... was deine ist, hast du mir leider nicht gesagt.bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb
Werde, die du bist

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19.07.2011, 14:44
AW: Ich bin treu und lüge nicht aus Überzeugung
Vorab: Beziehung ist für mich auch immer ein Geben und Nehmen - also eine Form von Handel.
Ich bin da recht unromantisch.
Ich verstehe, worauf Du mit Deiner Frage hinaus willst.
Das ist eine sehr komplizierte Sache, wenn ich das jetzt herauspuzzle.
Zu Beginn unserer Beziehung hat keiner von uns Beiden in sich das Gefühl der Monogamie getragen.
Ich hatte das (im Gegensatz zu ihm zwar so gelebt), aber eher weil man´s halt macht und nicht weil ich es tatsächlich gefühlt hätte.
Er ist in seinen beiden Beziehungen fremd gegangen.
Du postulierst jetzt, daß er ab sofort dieses Gefühl für mich entdeckt hat.
Da komme ich ins kurze Gras, weil ich es einfach nicht empfinde.
Es wäre eine Beschneidung meines Aktionsradius.
[Das ist aber das Gegenteil von dem was passieren muss wenn man der Treue entsagt - deshalb hat das Gegenmodell aus meiner Sicht wenig Aussagekraft, da wird nicht der Aktionsradius beschnitten.]
Bis zu dem Moment als ich dieses Monogamiegefühl zu ersten Mal erlebt habe, hätte ich mit folgendem Statement agiert:
Ich verspreche Dir, es zu versuchen und den Gelegenheiten aus dem Weg zu gehen.
[Wie gehen wir damit um, falls es doch passiert.]
Heute aber kann ich erst abschätzen, welchen Verzicht es bedeutet wenn man gar nicht so empfindet.
Wer monogam fühlt, hat (für den Moment, eine Weile oder für immer) gar kein Bedürfnis - wo ist der Verzicht?
Diese Konstellation innerhalb der Beziehung ist nicht umkehrbar.Geändert von LizzyBorden (19.07.2011 um 14:49 Uhr)



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