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  1. Inaktiver User

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    Liebe Kappuziner,

    da hast du sicher recht. Es ist immer etwas anderes, wenn man sich selbst in einer Situation befindet, in der man nichts dringender benötigt als Gewissheit und diese nicht bekommt, weil der Partner total abblockt. Diese Erfahrung habe ich auch vor langer Zeit einmal gemacht und hätte es damals schon Emails und Handys gegeben - ich kann nicht die Hände dafür ins Feuer legen, dass ich nicht auch zumindest mit dem Gedanken gespielt hätte, mir diese Gewissheit durch schnüffeln in selbigen zu verschaffen. Da macht Not in der Tat erfinderisch. Und auch der alte Satz, dass im Krieg und in der Liebe alle Mittel erlaubt sind, gewinnt dann sicher eine ganz neue Bedeutung.

    Da mich ein permanentes Gefühl des eigenen Misstrauens und der inneren Unruhe aufgrund vermeintlicher oder tatsächlicher nicht zu klärender Verdachtsmomente jedoch regelrecht krank macht, habe ich irgendwann die Konsequenz gezogen, mich im Zweifelsfall aus der Beziehung zu lösen, die mir dauerhaft (aus welchen Gründen auch immer) solche Gefühle verursacht. Weil es mir einfach wesentlich mehr Schaden zufügt, als den sicher oft schmerzhaften und schwierigen Weg der Trennung zu wählen. Aber das ist sicher eine sehr individuelle Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss, für die es keine Patenrezepte gibt und die letztendlich immer eine ganz persönliche Abwägung dessen ist, was man auf Dauer besser ertragen kann ohen sich völlig selbst zu zerfleischen.

    viele Grüße, Spellbound

  2. Inaktiver User

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    @Seawasp

    ich habe eine Frage an Dich.

    Was meinst Du zu Mircas Posting, dass sich da im Zweifel die zwei richtigen finden? Dass diese Werte bei der Partnerwahl berücksichtigt werden?

    Natürlich nicht auf den Einzelfall anwendbar. Und jeder Mensch entwickelt sich und kann "die Gruppe wechseln".
    Aber manchmal, wenn ich hier in der BriCom lese, hatte ich auch schon diesen Eindruck - ist es wirklich nur Glück oder Unglück, an wen man da gerät?

    Gruß, Leonie

  3. User Info Menu

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    Ich verurteile niemanden, der in das Handy seines Partner schaut oder Emails abruft, aus welchem Grund auch immer, denn nichts geschieht ohne Grund.

    In der Regel beginnt es doch damit, dass ein Partner, gehen wir jetzt einmal von der Frau aus, ein ungutes Gefühl hat, merkt dass irgend etwas nicht stimmt und den Freund darauf anspricht. Der Freund sagt meistens, alles ist in bester Ordnung, es ist nichts, du bildest dir da was ein. Im schlimmsten Fall beschimpft der Freund die Frau noch, sagt ihr, dass sie krank ist, ihm Dinge unterstellt, nicht alle Tassen im Schrank hat oder reif für die Klappsmühle ist.

    Frau schweigt, leidet in sich hinein, zweifelt an sich, denkt sie wäre ungerecht dem Partner gegenüber, wird aber das Gefühl nicht los, dass irgendwas falsch läuft. Ein Gespräch mit dem Partner ist aber nicht mehr möglich, denn dieser hat bereits gesagt dass alles in Ordnung ist und frau will nicht als die eifersüchtige, hysterische Zicke dastehen.

    Irgendwann ist die Gelegenheit günstig. Er hat vergessen den PC auszuschalten oder das Handy liegt mutterseelenallein in der Gegend rum. Frau ergreift die Chance und schnüffelt. Nehmen wir an, sie wird fündig. Es ist ein großer Schock und erkennt, dass alle ihre Ängste und Zweifel berechtigt waren. Sie spricht ihn an und er ist geständig, meistens natürlich nicht ohne dass er sich vorher aufregt, dass sie in seinen Sachen rumgesucht hat.

    Es mag Menschen geben, die das Schnüffeln trotzdem verurteilen. Aber mal im Ernst, sie wurde belogen und das ist ebenso nicht korrekt.

    Nehmen wir im zweiten Fall an, sie findet nichts. Sicherheit gibt das trotzdem nicht, denn das ungute Gefühl dass da irgendetwas nicht in Ordnung ist, bleibt. Vielleicht wird es dann sogar zur schönen Gewohnheit, dass Handy oder den PC des Freundes regelmäßig zu kontrollieren, aber wenn es ihr für ihr Seelenheil hilft, dann soll sie es meiner Meinung nach machen. Lieber 3 mal ins Handy geschaut als 25 Streitigkeiten provoziert wegen nichts.

    Ich würde auch niemanden sagen "Wenn du deinem Partner nicht vertrauen kannst, dann führe lieber keine Beziehung". Sicherlich ist Vertrauen für eine Beziehung wichtig, aber es gibt vielseitige Gründe warum man Probleme haben kann zu vertrauen. Es gibt Menschen, die sind mit sich absolut im Einklang und können blind vertrauen. Es gibt Menschen, die von vielen negativen Erfahrungen geprägt sind, z.B. weil sie von einem Ex-Partner betrogen wurden, und dieses Erlebnis einfach nicht ausblenden können. Die Erinnerung an den Schmerz, den man damals empfunden hat, ist allgegenwärtig. Das Erlebte hat meiner Meinung nach den Charakter eines Traumas und dieses zu überwinden kann Jahre dauern oder sogar nie richtig funktionieren. Aber haben diese Personen deshalb kein recht darauf eine Beziehung zu führen?
    Sicherlich hat es der nächste Partner schwer und er leidet genauso unter den Folgen dieses Negativ-Erlebnisses, auch wenn er nichts dafür kann. Ich würde eine derartige Beziehung nicht grundsätzlich in Frage stellen, denn wenn sich die Partner lieben, miteinander offen und ehrlich reden und beidseitig versuchen für die Gefühle des Anderen Verständnis auszubringen, dann hat auch diese Liebe eine Chance.

  4. Inaktiver User

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...


    Es mag Menschen geben, die das Schnüffeln trotzdem verurteilen. Aber 'mal im Ernst, sie wurde belogen und das ist ebenso nicht korrekt.

    Das gilt aber nur rückblickend. Wenn sie (oder er) es entscheidet, weiß sie es nicht. Wenn sie es wüsste, bräuchte sie ja nicht zu schnüffeln. Und ob ich etwas tue oder darf, kann ich nicht am Ergebnis entscheiden.

    Und wenn mein Nachbar mich schlägt, darf ich auch nicht zurückschlagen. "Notwehr" gestehe ich nur in den allerwenigsten Fällen zu (Kappuziner vielleicht - ich habe ihren Thread nicht gelesen).

    Gruß, Leonie


  5. User Info Menu

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    Hallo,

    sagt mal, was soll es denn bringen, sich sms oder emails oder entgangene Anrufe oder all diese Sachen heimlich anzuschauen? Außer Frust und Unsicherheit und einem blöden Gefühl , weil alles so heimlich ablaufen muss? Was hilft es euch? Inwieweit habt ihr denn etwas davon, wenn ihr seht, ER oder SIE hat soundsooft eine Nummer gewählt, die nicht eure ist? Oder eine sms mit anzüglichem Text bekommen/verschickt?

    Mein Partner ist doch ein erwachsener Mensch - weder seine sms noch sonstiges o.g. gehen mich irgendetwas an. Natürlich haben wir ein gemeinsames Leben, aber das schließt doch ein eigenes Leben nicht aus. Wenn ich etwas wissen will, dann frage ich. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass er so handeln kann, wie er will - keine "naja, ich lasse ihn mal"-Sache.

    Das hat auch nicht nur etwas mit Vertrauen zu tun sondern auch ganz viel mit Respekt.
    Es ist kein Zeichen von Liebe, wenn man heimlich in den Sachen des anderen herumsucht. Man sucht ja geradezu nach Fehlern, und wenn ich das manchmal in den Foren hier lese: selbst wenn nichts gefunden wird ist frau nicht zufrieden. Dann wird er es einfach nur gut genug versteckt haben...

    Ein "Ich wurde aber mal sooo enttäuscht" rechtfertigt es auch nicht. Denn wer wurde denn noch nie enttäuscht? Und mal ehrlich: meint ihr ernsthaft, jemand, der häufig mit anderen flirtet, sei es nun per Handy oder Internet, der lässt das, nur weil ihr ihn zur Rede stellt? Auch toll: wie zur Hölle erklärt ihr denn den Liebsten, dass ihr das wisst? "Ich habe in deinem Handy/Internet/Portemonaie .... gefunden" kommt wohl nicht so gut.
    Also ehrlich, als Partner würde ich nach so etwas mein Handy ausmachen, den PIN ändern, das Internet sperren usw.

    Es grüßt
    ein kopfschüttelndes, scheinbar nicht so kontrollversessenens Plüschtier


  6. User Info Menu

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    Ja - mein "Fall" war sicher extrem und ich wollte damit auf keinen Fall das Schnüffeln an sich verurteilen.
    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es sich die Leute zu leicht machen, die pauschal alles abwerten, was in diese Richtung geht.
    Blindes Vertrauen ist nicht die Lösung. Das hab ich gelernt. Mein Fehler war, diesem Mann anfangs zu sehr zu vertrauen und voll in die Sache einzusteigen. Das kann gutgehen - aber bitte, liebe Leute, es ist nicht fair, sich, nur weil man selber Glück hatte, sich über die zu mokieren, die weniger Glück hatten.
    Wenn man einmal voll in die Beziehung eingestiegen ist, dann hat das Folgen. Man geht eine Bindung ein, auf vielen Ebenen. Man vertraut dem anderen seine höchsten Güter an: Sex ohne Kondom ist natürlich das Paradebeispiel. Aber auch banales. Ich habe einen Kredit aufgenommen, wir haben eine Wohnung eingerichtet, die wir dann aufgegeben haben, als seine Zweitfrau aufflog. Ich habe beruflich einige Projekte mit ihm angefangen, ihn bei meiner Arbeit (Chefin usw) eingeführt. Nach der Trennung hatte ich deswegen auch Probleme in meiner Arbeit.
    Das waren alles Faktoren, die mich dazu bewegten, diesen höchstgradig zweifelhaften (und auch illegalen) Weg einzuschlagen und seine Mails zu lesen.




  7. Inaktiver User

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    @Seawasp

    ich habe eine Frage an Dich.

    Was meinst Du zu Mircas Posting, dass sich da im Zweifel die zwei richtigen finden? Dass diese Werte bei der Partnerwahl berücksichtigt werden?

    Natürlich nicht auf den Einzelfall anwendbar. Und jeder Mensch entwickelt sich und kann "die Gruppe wechseln".
    Aber manchmal, wenn ich hier in der BriCom lese, hatte ich auch schon diesen Eindruck - ist es wirklich nur Glück oder Unglück, an wen man da gerät?

    Gruß, Leonie
    Hallo Leonie,

    ich denke, das müsste man im Einzelfall betrachten und aufrollen. Aber wenn wir davon ausgehen, dass Verlieben sehr viel mit unserem Unbewussten zu tun hat, mit Anteilen unserer Psyche in Gestalt der Archetypen, und mit Projektionen, dann liegt es nahe anzunehmen, dass es möglicherweise kein Zufall ist, wenn ein Mensch, der vielleicht bereits mehrfach Erfahrungen in Sachen Vertrauensbruch machen musste, und als Konsequenz daraus Verhaltensanteile tabuisiert hat, auf einen anderen Menschen trifft, der in seiner Persona Anteile verkörpert, die dazu passen.

    Vorstellbar wäre beispielsweise, dass der eine Partner seine Ängste über kontrollierendes Verhalten auslebt, der andere diese Haltung bewusst oder unbewusst versteht oder zumindest toleriert, und Anteile, die die Sache vielleicht ganz anderes beurteilen und rebellieren könnten, verdrängt. Es entsteht also ein gewaltiger Schattenaspekt, der im Rahmen der Paardynamik irgendwann das Szepter übernehmen kann. Es passiert dann das, was für den einen ein weiterer Schlag ins Gesicht, und für den anderen eigentlich undenkbar ist - ein Vertrauensbruch.

    Ein weiterer Aspekt ist der des eigenen Schattens, der im Rahmen einer Beziehung projiziert werden kann - jemand, der sehr strikt denkt in Sachen Treue, leidet dennoch am Grundkonflikt zwischen Treue zu sich selbst und Treue zum Partner. Das kann jedoch häufig nicht bewusst thematisiert werden, muss also tabuisiert werden, und der Partner kann dann stellvertretend den tabuisierten Aspekt lebendig werden lassen.

    Im Grunde geht es bei der Treuethematik um einen ganzen Komplex von Emotionen - Eifersucht, Neid beispielsweise, Ängste spielen eine grosse Rolle. Treuebrüche können diesbezüglich sehr gesund sein, wenn sie dazu führen, dass es zum Dialog kommt und all diese Gefühle angenommen, betrachtet und reframed werden können.

    Darüber hinaus gibt es noch andere Betrachtungsansätze - systemisch gesehen müsste man beispielsweise fragen: was ist da, was fehlt? Da wären wir wieder bei bestimmten Paarungen: Vertrauen/Kontrolle, Kontrolle/Flucht, Veränderung/Sicherheit, Selbstbestimmung/Fremdbestimmung, Eigenverantwortung/Delegation. Eines greift ins andere.

    Es ist ein sehr komplexes Thema, aber ausgehend davon, dass der Weg zum Wir letztlich immer über das Ich führt, halte ich es für durchaus legitim die These aufzustellen, dass sich da die Richtigen treffen. Ich würde es allerdings nicht negativ betrachten, sondern als etwas Gesundes sehen wollen: Die menschliche Psyche hat meines Erachtens einen sehr gesunden Drang Richtung Wachstum, Lernen, Erweiterung. Die Frage, die sich mir stellt, ist immer wieder die: STELLT sich der einzelne den Lernerfahrungen, die ihm über unbewusste Vorgänge geboten werden, oder lehnt er sie, und damit auch eine immense Wachstumschance, ab?

    Nachdenkliche Grüssle
    Seawasp

  8. gesperrt

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    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    Ich verstehe das nicht:
    Der andere kann auf mir und unserer Beziehung herumtrampeln oder verletzt meine Intimsphäre, indem er mich zum Idioten macht und ich habe gefälligst nicht in seiner Intimsphäre herumforschen um das aufzudecken, was er an Gemeinheiten und Ekeligkeiten hinter meinem Rücken begeht.

    Und dann brezelt man einem eine über, weil man schlau genug war, sein grausames Spiel aufzudecken, dass er wahrscheinlich bis ultimo fortgeführt hätte.

    Nö, wer schmutzig spielt, verdient Aufdeckung.


  9. Inaktiver User

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    Es gibt Menschen, die von vielen negativen Erfahrungen geprägt sind, z.B. weil sie von einem Ex-Partner betrogen wurden, und dieses Erlebnis einfach nicht ausblenden können. Die Erinnerung an den Schmerz, den man damals empfunden hat, ist allgegenwärtig. Das Erlebte hat meiner Meinung nach den Charakter eines Traumas und dieses zu überwinden kann Jahre dauern oder sogar nie richtig funktionieren. Aber haben diese Personen deshalb kein recht darauf eine Beziehung zu führen?
    Sicherlich hat es der nächste Partner schwer und er leidet genauso unter den Folgen dieses Negativ-Erlebnisses, auch wenn er nichts dafür kann. Ich würde eine derartige Beziehung nicht grundsätzlich in Frage stellen, denn wenn sich die Partner lieben, miteinander offen und ehrlich reden und beidseitig versuchen für die Gefühle des Anderen Verständnis auszubringen, dann hat auch diese Liebe eine Chance.
    Das ist sicherlich richtig. Setzt aber, wie Du schreibst voraus, dass beide Seiten versuchen, mit dem Trauma des einen Partners angemessen, sehr tolerant und behutsam umzugehen. Und das fällt manchmal verdammt schwer! Z.B. wenn der Partner trotz aller noch so hochheiligen Versprechen immer wieder in alte Kontrollmechanismen verfällt und dem anderen damit das Leben zur Hölle macht und dessen Integrität kontinuierlich unterschwellig in Frage stellt. Das bringt ein extremes Ungleichgewicht in eine Beziehung, kann sehr belastend werden und auch irgendwann die Liebe und den gegenseitigen Respekt sterben lassen.

    Ich denke, dass wir alle im Leben unsere Wunden davongetragen haben und von Menschen enttäuscht worden sind. Das tut verdammt weh und hinterlässt Narben. Die Frage ist, wie gehe ich damit um? Sicher, bedingungsloses Vertrauen wird sich nach miesen Erfahrungen nicht mehr so schnell einstellen. Aber ohne eine gewisse Vertrauensbasis und den Glauben daran, dass sich nicht automatisch jeder so verhält wie der untreue Expartner, sollte man sich auf keine neue Beziehung einlassen.

    Wenn man irgendwann erkennt, dass man aufgrund zurückliegender Erfahrungen immer wieder in den selben Teufelskreis aus Zweifeln, Verlustängsten, Misstrauen und damit letztendlich dem Drang zur Kontrolle tappt, egal wie vertrauenswürdig und ehrlich der neue Partner auch ist, und Beziehung nach Beziehung daran scheitert, dann sollte man wirklich ernsthaft versuchen (durchaus auch mit professioneller Unterstützung) die grundlegende Ursache in den Griff zu bekommen und sich erst dann wieder auf eine Beziehung einlassen. Das klingt jetzt vielleicht sehr hart und theoretisch, aber welchen Sinn macht es, langfristig immer wieder an den selben Problemen zu scheitern?

    Ich kenne einige Menschen, die nach einer schlimmen Enttäuschung ruckzuck wieder in einer neuen Beziehung landen, von der sie sich dann eine Art heilende Wirkung erhoffen. Der neue Partner soll alles wieder gutmachen, was der alte verbockt hat. Es wird sich nicht die Zeit genommen, die Wunden in Ruhe verheilen zu lassen, auch mal das eigene Verhalten zu hinterfragen und erstmal wieder ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen. Denn m.M. nach kann ich, ohne mich selbst wertzuschätzen und mir selbst zu vertrauen, auch kein wirkliches Vertrauen zu anderen aufbauen.

    Und dann bricht nach relativ kurzer Zeit alles wieder auf. Da reicht schon der kleinste Anlass (Partner war über mehrere Stunden nicht erreichbar und hatte nicht gesagt wo er ist oder war mit einer Kollegin ein Bier trinken und es ist später geworden ) und die alten Ängste sind wieder da. Und dann schleicht sich schnell wieder das Gefühl ein, dass man doch dieses Mal besser gleich gründlich kontrolliert, um sich vor einer erneuten Enttäuschung zu schützen. Das sind Dinge, die ich bei Freundinnen und Bekannten miterlebt habe und es mir immer regelrecht wehtut mit anzusehen, wie diese Frauen mit Anlauf immer wieder in die alten Muster verfallen und die Beziehungsprobleme vorprogrammiert sind.

    Spellbound




  10. User Info Menu

    Re: allgemein: schnüffeln, intimsphäre und umgang damit...

    Ich verstehe das nicht:
    Der andere kann auf mir und unserer Beziehung herumtrampeln oder verletzt meine Intimsphäre, indem er mich zum Idioten macht und ich habe gefälligst nicht in seiner Intimsphäre herumforschen um das aufzudecken, was er an Gemeinheiten und Ekeligkeiten hinter meinem Rücken begeht.

    Das trifft wohl zu, wenn man was findet.
    Es gibt aber auch genug Menschen, die schnüffeln, ohne fündig zu werden - und dann?
    Wenn einem am Verhalten des Partners etwas komisch vorkommt, dann spricht man mit ihm. Danach klärt sich entweder alles oder man glaubt ihm nicht und ist weiter mißtrauisch.
    Und was ist eine Beziehung wert ohne Vertrauen? Nichts - dann kann man es auch gleich lassen.
    Ich bin auch schon betrogen worden - zu Zeiten als es noch keine Handys und kein Internet gab. Und ich habe meinem Gefühl nachgegeben und mit ihm geredet - SO habe ich es herausgefunden.
    Schnüffeln gab und gibt es bei mir nicht - niemals. Und wer mich beschnüffelt kann gehen - sofort.
    Und: Nein, ich habe nichts zu verbergen. Ich lege nur Wert auf meine Privatssphäre. Das wurde bisher auch immer akzeptiert.

    Und dieser Thread hier ist ja entstanden aus Louises Thread, die eine SMS von einer anderen Frau gefunden hat.
    Louise schreibt im Eingangsposting "als er im Bad war, fiel mir ein, daß ich lange nicht mehr sein Handy gecheckt habe" (oder so ähnlich).
    Das ist kein "einem begründeten Verdacht nachgehen", das ist regelmäßiges Kontrollieren in einer "Beziehung".

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