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    Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    Ich hadere gerade mit meiner Beziehung und habe viel auf mich selbst geschaut. Und komme zu dem Schluss (höre schon empörte Rufe): ich habe einfach nichts "Besseres" verdient, weil ich selbst nicht so viel zu bieten habe.

    Und damit meine ich jetzt nicht den Supermann, der sounso groß ist, das und das Geld verdient oder so. Nein, aber einen Mann, der mich WIRKLICH anspricht und zu mir passen WÜRDE, wenn, ja wenn.... ich mir nicht so sehr selbst im Weg stehen würde.
    Ich glaube sehr wenig an mich und meine Stärken. Ich bin eine Zweiflerin und vergleiche mich immer nach "oben". Ich bin unzufrieden. Mit mir und meiner Lebenssituation.
    Wenn ich gute Momente habe, dann spüre ich regelrecht, welche Kraft, welche Ausstrahlung und welche Lebensfreude in mir steckt.
    Und dass ich, wenn ich all das leben könnte, also mich endlich von meinem mickrigen Selbstbewusstsein lösen könnte, auch die Männer finden würde, die mir richtig zusagen.

    Aber ich suche mir immer wieder noch Schwächere, um kurzzeitig von mir selbst abzulenken.
    Und schiele immer wieder sehnsüchtig zu den Männern, die ich eigentlich gern hätte.

    Aber ist das nicht furchtbar arrogant? Sollte ich nicht einfach nur froh sein, einen netten Kerl gefunden zu haben, der eben vom Selbstbewusstsein her in meiner Liga spielt?

    Wie seht ihr das? Habe ich überhaupt das Recht, unzufrieden mit ihm zu sein und immer zu denken: gib dich endlich mit dem zufrieden, was du hast?

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    AW: Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    wenn.... ich mir nicht so sehr selbst im Weg stehen würde.
    Wer sich selbst nicht aufgeräumt hat, sollte keine Beziehung führen.

    So einfach sehe ich das. Solange Du nicht weißt wer Du bist und was Du willst, solltest Du Dich nicht an einem Mitmenschen austoben. Der hat das im Zweifelsfall nicht verdient.

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    AW: Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    Ach Serviette, du liebst und achtest ihn doch nicht. Wie solltest du dann mit dem Kerl zufrieden sein?

    Aber was genau ist es denn, dass du dich so "klein" fühlst und was dich in deinem Leben so unzufrieden macht?
    Lg Mondfisch


    Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
    * * * * *
    Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
    Friedrich Nietzsche

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    AW: Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    >Ich bin unzufrieden. Mit mir und meiner Lebenssituation.

    etwas genauer, bitte!

    wie gehts beruflich?
    wohnsituation?
    soziale kontakte?
    hobbies?

    wo klemmts?


    alles liebe
    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    Warum postest du damit in diesem Strang?

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    AW: Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    Warum ich hier poste? Weil es hierhin passt. Denn ich glaube, ich bin nicht ehrlich zu mir und nicht ehrlich zu ihm.

    Unzufriedenheit: nach dem Studium wurde ich schwanger. Diesen Mann liebte ich über alles. Aber er mich nicht. Weg war er, ich mit Bauch allein. Das war eine harte, sehr harte Zeit.
    Aber ich bin eine tolle Mama geworden, meinem Kind fehlt es an nichts und sogar der Papa ist für sie da. Sie hat es doch noch gut getroffen :-)

    Problem: das hat mich ziemlich in meinem Selbstwert gekränkt, zumal der Vater nur wenige Monate später mit seiner Partnerin ein neues Kind gezaubert hat und die nun eine Familie sind, die ich mir mit ihm gewünscht habe.

    Durch das Kind und meine berufliche Situation (als AE und Geisteswissenschaftlerin einen ordentlichen Job finden ist nicht sooo leicht) bin ich nicht zufrieden.
    Ich arbeite zwar, aber verdiene schlecht.

    Freunde und soziales Umfeld sind Klasse, da kann ich nicht klagen. Ich habe sogar viele Freiheiten, kann ausgehen etc., weil Omas die Betreuung absichern.

    Ja, aber weil ich mich als AE selbst nicht richtig annehmen kann (schäme mich sogar, dass ich es nicht schaffte, den Mann zu halten) und keinen vorzeigbaren Job habe, suchte ich mir eben einen Mann, der keine Ansprüche hat.

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    AW: Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    Was bitte ist ein oder eine AE?

    Den Beruf kenne ich gar nicht.

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    AW: Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    AlleinErziehend.

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    AW: Jeder bekommt das, was er verdient. - oder: vom Wollen, aber Nicht können.

    Liebe Serviette,

    ja, kann ich mir vorstellen, dass das sehr hart war - und immer noch an deinem Selbstwertgefühl nagt.

    Aber bitte versuche davon wegzukommen. Mit den ewig gleichen negativen, sich selbst abwertenden, und vergleichenden Gedanken reitest du dich immer mehr rein in ein Unglück! Versuch da rauszukommen! Du fährst gerade tiefe Spuren von Selbsthass in dein Hirn. Versuch die Spuren mal aufzufüllen, wasch dir dein Hirn lieber mir anderen, positiveren und liebevolleren Gedanken - zuallervorderst liebevolle Gedanken über dich selbst!!

    Ich glaube, es wird nicht einfach sein, das in deinem Fall alleine zu schaffen - nimm dir Hilfe. Mach eine Therapie, erkundige, wer da ein richtiger Ansprechpartner sein könnte, aber MACH WAS!!

    Denn es stimmt doch nicht, was du die ganze Zeit über dich denkst. Wenn du mehr an dich selbst glauben kannst, und wenn du lernst, gewisse Muster genauer zu durchschauen, dann wirst du selbstbewusster und damit auch freier. Und dann kommen die richtigen Leute in dein Leben, das geht dann von selbst. Du wirst dich selbst mehr achten. Und zugleich lernst du, den Mann an deiner Seite wenn schon nicht zu leidenschaftlich zu lieben, so doch zumindest mehr zu würdigen und zu respektieren. Mal ganz unabhängig davon, ob ihr zusammen bleibt oder nicht.

    Wenn du dich selbst liebst, dann lieben dich auch die anderen. Und übe den liebevollen Blick für die anderen - das hat sozusagen magische Wirkung! Probier's mal aus!

    Ich glaube ja, zuallererst musst du mal von deinem Verflossenen loskommen, und von dieser irrwitzigen Vorstellung, dass du ihn nicht 'halten' konntest. Das ist eine sehr bedrückende Form von weiblicher Selbstniedermache (und das sich ständig mit anderen Frauen vergleichen passt da ja rein), von der ich eigentlich (mal) gehofft hatte, dass sie im 21. Jh. in unseren Breitengraden nichts mehr zu suchen hat!

    Und befrei dich auch von dem zwanghaften Gedanken und Gefühl, nur als Paar bist du 'wer'. Ich glaube echt, das ist der Irrtum des Jahrhunderts! Aber ich weiss auch, dass es schwer ist davon loszukommen, denn wir sind damit sozusagen programmiert.

    Aber am besten redest du mal mit einem guten Therapeuten oder einer guten Therapeutin. Man lernt immer viel über sich selber - es lohnt sich allemal!

    Ich drück dir die Daumen

    Twiga
    ***The only constant thing in life is change***

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