gestern bei ARTE, hat mich sehr berührt.
Wie seht Ihr die moralische Komponente dieses Problems?
Meine Erfahrung ist, es kann keiner glücklich werden in dieser
Dreiecksbeziehung.
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Thema: Lady Chatterley
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02.01.2010, 21:52
Lady Chatterley
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02.01.2010, 22:14Inaktiver User
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02.01.2010, 22:24
AW: Lady Chatterley
und das Unglück stellt sich ein wenn frau Bedingungen stellt?
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03.01.2010, 01:54
AW: Lady Chatterley
wenn sie Bedingungen stellt in Richtung Treue, sonst weniger
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03.01.2010, 08:35Inaktiver User
AW: Lady Chatterley
Was willste denn wissen ? DU hast dein Urteil doch schon parat, oder ?

Ist doch immer wieder die gleiche Frage: die nach der "Moral"
Was heisst denn schon "Moral" ? Das sind Vorschriften, die innerhalb einer Gesellschaft/einer Gruppe/einigen Personen gilt. Dort werden sie "ausgehandelt" bzw. gelten unausgesprochen (letzteres kann Probleme machen, wenn es im tiefsten Innern unterschiedliche Ansichten gibt). "Moral" ist nichts statisches, sie ändert sich im Laufe der Zeit. Einige finden das positiv, andere weniger. Diese Veränderungen müssen alle wahrnehmen und können sich entsprechend verhalten: Akzeptanz oder Ablehnung.
Jedes Zusammenleben braucht Vereinbarungen, keine Frage. Viele brauchen fürs Überleben allerdings ein starres Korsett, an dem sie sich festhalten können: "das macht man nicht", "das tut man nicht"...... Es ist dann leicht, mit solchen Vorschriften die Keule zu schwingen, man selbst braucht nicht argumentieren, überzeugen.
Zurück zum Thema "Dreiecksgeschichten": nur weil ICH mir das für mein Leben nicht vorstellen kann bzw. das bei mir auch nicht geklappt hat, muss das noch lange nicht für andere gelten. Und mit "Moral" hat das erstmal schon garnichts zu tun, sondern mit den Modalitäten des Paarlebens zweier bzw. dreier Personen. Das ist wohl alleine deren Sache. MIR kommt da als letztes ein Urteil zu.
Gruß, ElliGeändert von Inaktiver User (03.01.2010 um 08:48 Uhr) Grund: Ergänzung
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03.01.2010, 13:16
AW: Lady Chatterley
Ich habe den Film auch gesehen, und er hat mich berührt.
Auch vorher war sie doch nicht glücklich. Ihr Mann ließ sie doch weder körperlich noch seelisch an sich heran. Ja, er war gelähmt (?), fühlte sich offenbar nicht mehr in der Lage, ihr ein Ehemann zu sein. Er hat ihr ja auch angeboten, sich einen Geliebten zu suchen. In meinen Augen hat er sie allein gelassen. Vermutlich war er auch mit dieser Situation überfordert.Meine Erfahrung ist, es kann keiner glücklich werden in dieser
Dreiecksbeziehung.
Jedenfalls fühlte sie sich allein. Ich denke an die Szene, wo sie nachts draußen an Baum gelehnt verzweifelt weint und nach Hilfe ruft.
Und diese Besuche beim Wildhüter brachten ihr anfangs doch vor allem eine Lebendigkeit zurück und einen Ausweg aus der Starre, in der sie lebte.
Ich fand die Darstellung der Sexualität in diesem Film übrigens sehr schön, wahrhaftig und nachvollziehbar.
Mit Moral will ich an diesen Film überhaupt nicht herangehen.
Sie war keine Ehebrecherin - ihr Mann bot ihr doch sogar an, ein evtl. Kind als Eigenes anzunehmen - sondern eine Frau, die einen Weg gesucht hat, mit dieser Situation umzugehen.
Weiß jemand, wann der Roman geschrieben wurde? Für das viktorianische England war er ja ganz schön freizügig...
Tabea57Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
Aber macht!
ausgeborgt von Uli_F-2009
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03.01.2010, 13:26Inaktiver User
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09.02.2010, 19:03
AW: Lady Chatterley
Ich bin mir sicher, dass weder sie noch er niemals ihre glücklichen Stunden bereuen.


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